Probetrainings und Synergien: Die Fußballer wachsen an Erfahrungen

Wie schon berichtet, zwischen April und Juni einer jeden Saison, speziell im Mai, sind (Junioren-)Spieler oft unterwegs. Probetrainings stehen an. Für wechselwillige Stammspieler und „Wackelkandidaten“, die neue Wege gehen möchten.

Wichtig ist, dass das Probetraining vorab gut geplant und besprochen – danach auch gut aufbereitet und nachbetrachtet wird.

Auch sollten offene und konstruktive Feedbackgespräche geführt werden. Im besten Falle werden Spieler nach der Sichtung übernommen. Aber selbst wenn es nicht reichen sollte: das Feedback sowie dessen Analyse und Rückblick auf das Probetraining SOLLTEN den Spieler weiter bringen (die Rede ist hier von Talenten im oberen Juniorenbereich, Bundes- wie Oberliga).

Der Juniorenspieler hat zur Aufbereitung des Probetrainings oft den eigenen Berater, Vermittler oder Scout als Ansprechpartner.

Dass die (positive wie negative) „Kritik“ des Trainers und Fachmanns realistisch wie konstruktiv sein soll, versteht sich von selbst. Wichtig ist auch immer die Selbsteinschätzung des Spielers.

Juniorenspieler nehmen das Feedback und die Kritik meist offen und als Anregung auf, wenn der Feedback gebende Trainer selbst authentisch ist, und weiß, wovon er spricht, wenn er sich in den Spieler gut hinein denken kann. Meist ist das bei ehemaligen Profispielern gegeben. Wie heißt es noch immer? Die besten Trainer mit Profierfahrungen sollten im Juniorenbereich arbeiten!

Professionelles und vorbildliches Verhalten von Aktiven-Trainer Giovanni Stroppa(47), einst Champions League-Gewinner und Uefa-Cup-Sieger mit dem AC Milan, nimmt sich immer wieder Zeit für die eigene Jugend im Verein, sowie für empfohlene Spieler. Stroppa, heute Coach des FC Südtirol/Alto Adige (dem TopClub der gesamten Region), entstammte der AC Milan Jugend!

Mit dem FC Südtirol/Alto Adige entstand ein vertrauenswürdiger und sachlicher Austausch. Der FC Südtirol aus Bolzano ist auch stets im Blickpunkt bekannter Serie A-Clubs. Der AC Milan oder die Clubs Hellas und Chievo aus Verona schicken immer wieder Beobachter.

Andere Teams, z. B. AS Roma sowie der AC Torino leihen U21-Spieler zum „Feinschliff“ nach Südtirol aus.

Es ist ein Genuss für jeden interessierten Juniorentrainer, den Trainingseinheiten im Alto Adige beizuwohnen. Für die Probespieler wie für mich, als Begleiter und Scout, stets ein Erkenntnisgewinn.

Andererseits holte sich die sportliche Leitung um Signor Piazzi und Alex Schraffl auch Anregungen zwecks NLZ und Internate z. B. bei Werder Bremen. Synergien sind immer wichtig!

(Foto: Trainer Giovanni Stroppa und ein U17/19-Spieler aus der deutschen Junioren-Bundesliga Nord-Ost)

Veröffentlicht von

Giovanni Deriu

Jahrgang 1971, Vater, 2 Kinder, lebte lange Zeit in Asien; Dipl. Sozialpädagoge (FH) für Jugend- und Erwachsenenbildung, sowie Biographie-Arbeit. Außerdem: Industriekaufmann und gelernter Journalist. Schreibt regelmäßig für das RUND Magazin. Fünf Jahre als Juniorentrainer tätig gewesen mit Jugendtrainer-Lizenz. In Hongkong die Junioren einer internationalen Soccer-Academy trainiert. Weiterhin als Scout (für Spiele und Spieler) unterwegs. Deriu analysiert für Spieler und Eltern die Spielerberater (und Agenturen), erstellt Profile und gibt Einschätzungen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.