Ernährungspraxis und -trends! Wer kennt die Hierarchie im Kühlschrank?

Im lesenswerten Sachbuch von Prof. Dr. Michael Hamm und Jakob Ogielda

„Das Praxisbuch der Sportler Ernährung“ erfahren Hobby-Sportler und Fußballer sehr viel Wichtiges, genauso wie die Profis, die sowieso stets Ernährungsberater oder gut geschulte Mannschaftsköche um sich haben.

Aber, es ist stets interessant, was man in diesem Buch an Neuigkeiten erfährt. Ein Buch, das man immer wieder aus dem Regal ziehen kann, um einzelne Rubriken nachzulesen.Die Fotos sind farbig frisch und laden ein, im Buch zu schmökern und Ideen um zu setzen. Je früher desto besser. Können alle U16 bis U23-Spieler daheim selbst umsetzen, oder warum nicht einmal gemeinsam in der Internatsküche selbst etwas kochen?

Klar, das Rad der Ernährungslehre wird nicht immer wieder aufs Neue erfunden, aber, Tipps und Anregungen kommen immer wieder, wenn man die Rubriken und den Inhalt des Buches durch geht.

Die 12 Kapitel sind unterteilt auf über 240 Seiten samt Rezepten.

Zum Inhalt des Buches:

  1. Einleitung und Zielsetzung:Welche Faktoren beeinflussen Leistungen sowie den sportlichen Erfolg. Zitat: „Die Lebensmittel, die gegessen werden, bestimmen ganz wesentlich, wie gut trainiert und wie erfolgreich ein Wettkampf absolviert werden kann und schließlich auch eine Regeneration gelingt.“ Selbst Convenience-Produkte sind nicht per se „zu verteufeln“, wenn sie in der richtigen Mischung mit frischen Zutaten ergänzt werden.
  2. Bedarf für Ernährungsberatung! „Die Ernährungsthematik steht bei Sportlern also hoch im Kurs und nimmt mit steigenden (Leistungs-)Ansprüchen zu.“
  3. Der Nähr-(Lehr)Stoff. „Der Schlüssel zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist nicht einer der oben genannten Nährstoffe (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine) für sich allein, sondern das richtige Zusammenspiel aller Nahrungsfaktoren in Form einer abwechslungsreichen Ernährung (…).“ Es wird auch darauf eingegangen zu welcher Tageszeit trainiert oder einem Wettkampf nachgegangen wird.
  4. Kohlenhydrate – best energy. In der Sporternährung sollten mindestens 50 Prozent der umgesetzten Energie aus dieser Nährstoffgruppe stammen. Zum Beispiel heißt es: Müsli – das ideale „Sprungbrett“ vor dem Sport. Oder auch das Thema Brot: Tipp- Frisches Brot wird durch Toasten bekömmlicher.
  5. Eiweiß – unser Bodybuilder! „Das große Interesse von Sportlern am Eiweiß besteht in seiner Aufbaufunktion der Muskelmasse im Krafttraining. Eiweiß dient aber auch bei lang anhaltenden Belastungen als Energiequelle. Alles wird erklärt: Käse, Milchprodukte und Hülsenfrüchte und deren Eigenschaften!
  6. Fett – wichtige Energiequelle. Im Körper gespeichertes Fett ist vor allem ein Energiedepot und hat von allen Energieträgern in der Nahrung die höchste Energiedichte! Besonders interessant das Thema, „Fettsparen ohne Genussverlust“.
  7. Vitamine und Mineralstoffe. „Viel hilft nicht viel“ ! Ganz interessant: Gewürze und Gemüse und ihre Wirkungen:  z. B. Fenchel, Knoblauch, Kresse, Meerrettich, Nelken und Kukurma wirken antibakteriell – wohl schmeckende Essenszusätze!
  8. Der richtige Durstlöscher! Bei aller Vielfalt der Sportgetränke, „Im Zweifelsfall ist (Mineral-)Wasser immer die beste Lösung. Und merke: Bereits 2 Prozent Wasserverlust wirken sich leistungsmindernd aus.
  9. Essen vor dem Workout. „Das gute Gefühl um den Magen herum“ ist für alle sportlich Aktiven ein nicht zu unterschätzendes Ernährungsziel!
  10. Ernährungspraxis und -trends. Hier wird alles Mögliche derzeit Aktuelles erläutert. Die Optimierung des Fettstoffwechsels, die Vegetarische wie Vegane Ernährung sowie die Paläodiät: Essen wie in der Steinzeit auch für Sportler?
  11. Einkauf und Küche. „Mit einer guten Planung klappt alles viel besser“, Fragen wie: Was steht diese Woche an?, Was sind meine Ziele? Welche Aufgaben entstehen dadurch?
  12. Rezepte für Sportler. Und allein dafür lohnt der Kauf des Buches, denn die Rezepte sind leicht umsetzbar, wirken und schmecken (aus eigener Erfahrung) einfach lecker. Viel Mediterranes ist dabei!

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Die Planung wurde erwähnt, aber, auf Seite 147, auch sehr interessant, was gehört (und wie?) in den Kühlschrank, was eher nicht?

Nicht in den Kühlschrank gehören:

Tomaten, Auberginen, Avocados, Paprika, Knoblauch, bananen, Gurken und Zitronen, Ananas, Zwiebeln, Limetten, Papaya, Kartoffeln sowie Orangen!

Und wenn in den Kühlschrank, dann wie folgt von oben nach unten:

Getränke, Käse und Eingemachtes (oben unterhalb des Gefrierfaches).

Milchprodukte, Käse, Feinkost, fertig Zubereitetes (eher darunter oder mittig im Kühlschrank)

Fisch, Fleisch, Wurst, Wintergemüse, Obst (in das vorletzte Fach von oben)

In die Schubladenfächer unten:

Salate und Gemüse

In die kleinen Türfächer:

Getränke, Eier, Marmelade, Butter und Saucen.

 

Alles klar? Wenn nicht, besorgt Euch das Buch!

Das Praxisbuch der Sportler Ernährung,

riva-Verlag, ISBN 978-3-86883-442-0

www.rivaverlag.de

 

Veröffentlicht von

Giovanni Deriu

Jahrgang 1971, Vater, 2 Kinder, lebte lange Zeit in Asien; Dipl. Sozialpädagoge (FH) für Jugend- und Erwachsenenbildung, sowie Biographie-Arbeit. Außerdem: Industriekaufmann und gelernter Journalist. Schreibt regelmäßig für das RUND Magazin. Fünf Jahre als Juniorentrainer tätig gewesen mit Jugendtrainer-Lizenz. In Hongkong die Junioren einer internationalen Soccer-Academy trainiert. Weiterhin als Scout (für Spiele und Spieler) unterwegs. Deriu analysiert für Spieler und Eltern die Spielerberater (und Agenturen), erstellt Profile und gibt Einschätzungen.

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