Fußball, Karriere und Gossip: Zehn Spieler und die absurdesten Vertragsinhalte und Wünsche!

Der Fußball ist auch interessant, weil er auch immer wieder Details und Fakten zum Thema Gossip liefert – aber alle Dinge sind verifiziert. Und oft, wie wir hier auch behandeln, stecken Agenten und Berater dahinter, sie sollen das Beste, nicht nur das Gehalt also, sondern auch Extra-Wünsche der Stars verhandeln… manchmal schon nahmen die Extrawürste groteske Züge an, und vom Größenwahn war der eine oder andere nicht weit entfernt. Aber, Clubs, die einen Starspieler unbedingt wollten, ermöglichten und erfüllten fast Alles.

Beginnen wir doch gleich mit Glamourkicker David Beckham, der nicht nur für ManU, sondern auch danach für REAL, Milan und PSG sein Können unter Beweis stellte, und Meisterschaften sicherte oder andere Titel holte. David Beckham ist bis heute eine Weltmarke für sich… auch in den USA bei Los Angeles Galaxy setzte er Zeichen und beglückte die Fans.

Der AC Milan mit Galliani und Berlusconi an der Führung staunte nicht schlecht, als die Wunschliste der Beckhams, speziell von Ehefrau Victoria vorlag:

Ein Helikopter sollte 24 Stunden für die Beckhams bereit stehen; außerdem verlangte sie ein Thermalbad im Haus, das eigene Fitness-Center war Pflicht sowie ein eigener Hauskoch für ihre Makrobiotische Ernährung. Ein halbes Jahr spielte Beckham für Milan.

Clarence Seedorf, einst ein bekannter und angesehener Mittelfeldspieler der Niederlanden, der auch für AC und Inter Mailand sowie für Real Madrid spielte, wurde später ein TV-Fußball-Experte. Und auch als Experte im Fernsehen legte Seedorf Wert darauf, während der WM 2014 in Brasilien eine Suite im Copacabana Palace zu beziehen.

Der Stürmer Daniel Osvaldo, einst Goalgetter der Roma, wollte vor dem Match der Roma in Pescara unbedingt im Trainingslager frei und Ausgang bekommen, damit er nach London zum Rolling Stones-Konzert jetten konnte. Für einen Abend…

Paul Ince, ehemaliger englischer Nationalspieler und ein mega starker Techniker, robust dazu, wechselte nur zu Inter Mailand, nachdem der Club im Auftrag der Ehefrau eine große Mega-Villa lieferte mit allen Extras, die man sich damals, in den 90ern nur so vorstellen konnte…

lange bliebt Ince nicht bei Inter, und spielte auch nur, wechselhaft und launig.

Ronaldinho, ehemaliger brasilianischer Star und Weltmeister neben Ronaldo (dem Pummeligen), darf bei den Extrawürsten bis hin zum Größenwahn nicht fehlen: als ihn Besiktas Istanbul verpflichten wollte, legten Ronaldinho und sein Agent einen Katalog an Wünschen vor, dass Besiktas ziemlich schnell Abstand nahm, denn u. a. verlangte der spanische und italienische Titelsammler Ronaldinho eine Megavilla für seine ganze Sippschaft (die Besiktas hätte noch bewerkstelligen können), außerdem pro Familienmitglied mindestens sieben Flugtickets der Route Türkei-Brasilien und zurück – im Monat! Einen Chauffeur 24 Stunden rund um die Uhr, nur für den brasilianischen Megastar, und, eine Handy, auf Kosten von Besiktas, das die ganzen Gebühren übernehmen sollte…

letztendlich scheiterte der Transfer wohl aus weiteren Gründen und…Wünschen.

Dennis Bergkamp, hatte überall eine spezielle Klausel im Vertrag, die seine Flugangst regelte, d. h. , ein paar zu weite Auswärtsspiele innerhalb Europas durfte er aussetzen, um nicht fliegen zu müssen, oder aber, wenn er doch nachreisen sollte, wurden dessen Kosten ganz übernommen.

Eto’o, Weltstar aus Kamerun, und einst beim FC Barcelona und Inter ein Leistungsträger, schnell dazu, wechselte einst zum neureichen Club Anschi Machatschkala, Russland/Tschetschenien, und bekam dort seine 20 Millionen Jahresgage, eine absolute Luxusvilla mit mehr als 110 Zimmern, sowie eine eigene Moschee ganz in der Nähe. Später wechselte Samuel Eto’o nach Italien zu Sampdoria zurück und zuletzt in die Türkei, wo er immer noch angehimmelt wird und auch seine Tore macht…

Gervinho, der von der Roma nach Saudi Arabien wechseln wollte, dann aber in Qatar landete und anschließend bei Hebei in China, ließ einen Transfer zum Club L’Al Jazira platzen, denn der Club wollte ihm keinen Privatstrand und auch keine Yacht zahlen… so bekannt war Gervinho dann auch nicht.

Cristiano Ronaldo, hat ja bereits alles, sein Agent Mendes muss sich dann eher um kleinere Details in den Hotels kümmern: während der WM 2014 in Brasilien wünschte sich der Real-Star im Hotel der Portugiesen Badspiegel, die sich nach dem Duschen eben nicht mit Dampf beschlagen – warum? Einfach, um seinen Astralkörper besser bewundern zu können.

Und Neymar? Dem ging es bei Barca schon nicht schlecht… Brasilien und nun Paris, liegen ihm zu Füßen, aber dessen Vertragsinhalte, mit drei Anwälten fixiert, haben es in sich:

1) Neymar muss keinem Gegenspieler unbedingt hinterherlaufen; 2) zwei Physiotherapeuten seines Vertrauens kümmern sich nur um ihn; 3) es ist strikt verboten, dass die Mitspieler im Training hart gegen ihn einsteigen; 4) er ist von Defenisvaufgaben im Spiel befreit; 5) Alle Spieler außer Neymar sind dem PSG-Sponsor verpflichtet – Neymar darf nach eigenem gusto seine Taschen und Koffer, sowie Sportklamotten mit eigenem Sponsor und Logo versehen. Das ist nun mal wirklich eine große Extrawurst, oder?

 

 

 

 

Veröffentlicht von

Giovanni Deriu

Jahrgang 1971, Vater, 2 Kinder, lebte lange Zeit in Asien; Dipl. Sozialpädagoge (FH) für Jugend- und Erwachsenenbildung, sowie Biographie-Arbeit. Außerdem: Industriekaufmann und gelernter Journalist. Schreibt regelmäßig für das RUND Magazin. Fünf Jahre als Juniorentrainer tätig gewesen mit Jugendtrainer-Lizenz. In Hongkong die Junioren einer internationalen Soccer-Academy trainiert. Weiterhin als Scout (für Spiele und Spieler) unterwegs. Deriu analysiert für Spieler und Eltern die Spielerberater (und Agenturen), erstellt Profile und gibt Einschätzungen.

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