Ausmisten der Kader in Italien, neue ausländische Talente könnten nach Deutschland strömen

Italien ist immer wieder für Neuerungen im Fußball gut, denn der viermalige Weltmeister will auch schnell wieder nach oben! Zuletzt beklagte und diskutierte man oft, das schlechte Abschneiden bei den vergangenen Weltmeisterschaften (immerhin wurden die Azzurri aber noch Vize-Europameiter; 0:4 gegen Spanien, wir erinnern uns noch) würde daran liegen, dass einfach zu viele ausländische Spieler den italienischen Markt und die Kader überfluteten. Die Nachrichten für Südtirol, stol.it, kamen heute mit der interessanten Kurzmeldung heraus.

Wir erinnern uns auch, dass seit Jahren einige italienische Teams gar keinen italienischen Spieler auf dem Spielfeld aufboten. Unter Mourinho gewann Inter Mailand noch die Champions League gegen Bayern München, aber einen italienischen (National-)Spieler suchte man vergeblich. Und wir wollen nicht auf die zahlreichen südamerikanischen Spieler verweisen, die nachträglich zu Italienern wurden.

Wie dem auch sei, im Kurzbericht der Nachrichten für Südtirol,

https://www.stol.it/Artikel/Sport-im-Ueberblick/Fussball/Serie-A-Clubs-muessen-mehr-heimische-Spieler-einsetzen

 

heißt es, dass es bereits für die kommende Saison, die am 22. August startet, fix sei, dass

der Kader maximal 25 Spieler groß sein dürfe,

und weiter:

dass vier weitere Spieler in anderen italienischen Nachwuchsmannschaften gespielt haben müssen,

und außerdem, würde es hohe Strafen setzen, sollten sich die Clubs an diese Regelungen nicht halten!

So beginnt das große „Ausmisten“ bei den Clubs der Serie A und B. (Und mal ehrlich, nicht jeder ausländische Spieler, war der „Kracher“, manchmal handelte es sich um finanzielle Transaktionen einiger windiger Berater) Und Nationaltrainer Antonio Conter dürfte zufrieden sein, denn es heißt wieder: gebt der italienischen Fußballjugend eine Chance, oder Jugend forsch(t)!

Für den letzten Feinschliff verließen gar immer mehr italienische Jugendkicker das Land in Richtung England, taktisch bereits ab der C-Jugend bestens in Italien geschult, sollen die Spieler in England reif für die internationale Wettbewerbshärte gemacht werden.

Jedenfalls zeigte die Nachricht von heute schon ihre Wirkung, so wurde ich bereits von ein paar Agenten (allesamt Fifa lizenziert) aus Italien und Lateinamerika kontaktiert, die unbedingt ihre ausländischen Spieler andernorts an den Mann, pardon, an die Clubs bringen wollen.

Meist die Jahrgänge ab 1997, also klar für die U23-Teams oder gleich für die erste Profimannschaft.

Dass darunter auch, wie schon an anderer Stelle beschrieben, Fußballnomaden sein werden, und ganze Spieler-Wander-Zirkusse in Bewegung gesetzt werden, lässt sich kaum vermeiden.

Wichtig ist, dass Vermittler und Berater die richtigen Clubs mit den richtigen Trainern und Identifikationen herausfiltern. Nicht jeder Spieler passt zu jedem Club!

Fortsetzung folgt…

 

 

 

 

Veröffentlicht von

Giovanni Deriu

Jahrgang 1971, Vater, 2 Kinder, lebte lange Zeit in Asien; Dipl. Sozialpädagoge (FH) für Jugend- und Erwachsenenbildung, sowie Biographie-Arbeit. Außerdem: Industriekaufmann und gelernter Journalist. Schreibt regelmäßig für das RUND Magazin. Fünf Jahre als Juniorentrainer tätig gewesen mit Jugendtrainer-Lizenz. In Hongkong die Junioren einer internationalen Soccer-Academy trainiert. Weiterhin als Scout (für Spiele und Spieler) unterwegs. Deriu analysiert für Spieler und Eltern die Spielerberater (und Agenturen), erstellt Profile und gibt Einschätzungen.

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