Es gibt diese Menschen im Fußball, die laut wirken müssen, damit man sie wahrnimmt. Und es gibt Fabio Paratici. Ruhig. Kontrolliert. Fast kühl wirkend.
Aber wenn er spricht, hört die italienische Serie A, ach, was, der Fußball international, trotzdem zu. Vielleicht gerade deshalb.
Beim Panel und Diskussionsforum, „Cosa può imparare l’Italia dal sistema Premier“ , in Solomeo, ging es offiziell um die Frage, was Italien von England lernen könne.
In Wahrheit ging es um viel mehr. Um Struktur. Mentalität. Professionalität.
Und um eine unbequeme Wahrheit:
Die Premier League ist dem europäischen Fußball aktuell enteilt.
Nicht nur finanziell. Sondern organisatorisch. Strategisch.
Und oft auch kulturell. Fabio Paratici, der nach seiner erfolgreichen Zeit bei Juventus Turin, ein Intermezzo in der Premier League bei Tottenham hatte, formulierte es sachlich. Fast nüchtern. Die besten Spieler entscheiden sich heute meistens gegen die Serie A. Und für England.
Früher war Italien Sehnsuchtsort.
Heute ist die Serie A oft Durchgangsstation.
Eine harte Wahrheit. Aber eben auch eine ehrliche.
Und genau diese Ehrlichkeit machte den Auftritt von Paratici interessant.
Denn der ehemalige Juventus- und Tottenham-Manager, verfiel nicht in nostalgisches Gejammer. Keine Ausreden.
Keine Romantik über „früher“. Sondern eine sachliche und tiefgreifende Analyse.
Und genau dort wurde es spannend. Denn Paratici sieht Italiens Problem eben nicht beim „vernachlässigten“ Talent. Sondern eher bei der Weiterentwicklung.
Die Spieler seien vorhanden. Die Qualität ebenfalls.
Aber man arbeite teilweise noch immer mit veralteten Methoden. Besonders deutlich wurde er beim Thema Nachwuchsarbeit.

In England, so erklärte Paratici, gebe es bis zum Alter von 14 Jahren häufig keine klassischen Tabellen. Der Fokus liege dort auf individueller Entwicklung.
Trainer sollen verbessern. Nicht nur gewinnen. Ein Satz, der zunächst viel zu simpel klingt. Aber eigentlich beschreibt er den Kern des modernen Fußballs.
Wer Kinder nur nach Ergebnissen bewertet, produziert oft früh fertige Spieler.
Aber selten außergewöhnliche.
England habe das schon früh verstanden. Italien kämpft noch damit.
Interessant war dabei auch, dass Paratici keineswegs alles an England glorifizierte.
Er sprach vielmehr über Standards. Über Professionalität.
Über Zugangsvoraussetzungen!
In der Premier League, so erklärte er, könne ein Trainer nicht einfach beliebig seinen kompletten Staff mitbringen. Die Liga prüft genau. Qualifikation.
Die adäquaten Erfahrungen. Und auch ein gewisses Niveau muss vorhanden sein.
Nicht jeder erhält automatisch Zugang. Auch das ist Professionalität. Struktur schützt Qualität.
Und genau hier hinkt Italien vielerorts noch hinterher. Spannend wurde es dann beim Thema Scouting. Denn trotz aller modernen „Datenwelten“ blieb Paratici erstaunlich „old school“. Algorithmen seien hilfreich, Daten auch wichtig.
Aber Fußball bleibe am Ende menschlich. Er erzählte von Fernando Torres.

Von einem gemeinsamen Abendessen. Und von diesem Gefühl, dass das Feuer verschwunden war. Paritici, immer ein guter stiller Beobachter, erzählt glaubwürdig: „Ich sah den Fußball nicht mehr in seinen Augen.“
Ein bemerkenswerter Satz. Weil er zeigt, was Topmanager oft auszeichnet:
M E N S C H E N K E N N T N I S !
Nicht jede Entscheidung entsteht am Bildschirm. Manche entstehen im Blickkontakt.Ganz anders bei Carlos Tevez. Dort hätten fünf Minuten gereicht.
Tevez, der argentinische Kämpfer und Mittelfeldmotor, sprühte und strahlte Energie aus. Viel Hunger. Und vor allem, Mentalität. Man habe sofort gespürt: Dieser Spieler will noch alles gewinnen. Und genau diese Dinge lassen sich bis heute kaum vollständig berechnen.
Der moderne Fußball spricht oft nur noch über Datenmodelle.
Expected Goals. Algorithmen. Natürlich auch KI-generiert.
Aber die Wahrheit bleibt komplizierter. Fußball besteht aus Menschen.
Aus Emotionen. Aus Charakteren. Aus Dynamik.
Vielleicht erklärt genau das auch, warum Fiorentina aktuell so interessant wirkt. Aber, wir von Checkfussballberater.de, gehen nicht nur, wie oben von Paratici erwähnt, beim allumfassenden Scouting der „old School“ mit, sondern auch darin, dass in einem Verein, jeder seinen Part zum Erfolg beiträgt, und nicht nur die erste Elf auf dem Platz. Auch wir, Sandro Palmeri, der Multitask-Funktionär und Sportvorstand, sowie ehemaliger Trainer, und wir als Scout und Vermittler, suchen immer Verbindungen und Synergien, und setzen auf echte TEAMPLAYER. Sandro Palmeri war im November 2025 mit einer kleinen Delegation (MG Sportlerberatungs-Agentur), sowie den Eltern des U19-DFB-Juniorennationalspielers, Dahrel Tchitchi, und natürlich mit Dahrel selbst, bei der Fiorentina, vor Ort. Eingeladen vom Club und dessen NLZ – aber auch die Profispieler-Abteilung war bereits im Bilde.
Denn in Florenz entsteht gerade etwas. Noch unfertig. Und dennoch ein echter Hingucker. Noch nicht perfekt. Aber, man kann sich schon vorstellen, so Sandro Palmeri, „Wie es dann am Ende aussehen wird…größer als das Gelände der Bayern, von Leipzig, und ja sogar von Milan und Juventus…“
Noch nicht ganz fertig, aber sichtbar. Die vergangene Saison verlief phasenweise schwierig. Zu wenig Konstanz.
Zu viele Schwankungen. Teilweise fehlte Stabilität. Und trotzdem rettete sich Fiorentina am Ende. Fabio Paratici, wurde während der Saison bei der Fiorentina installiert, und war an allen Ecken und Enden gefragt – auch über Dahrel Tchitchi war Paratici von dessen Staff informiert, konnte aber vorerst am Vertragsangebot, weil die erste Priorität dem Serie-A-Club galt, nichts auf die Schnelle nachjustieren. Dennoch, ließ sich das Angebot für den U19-Nationalspieler des FC Heidenheim durchaus sehen. (Es sei angemerkt, dass Dahrel Tchitchi von Sandro Palmeri entdeckt und gefördert wurde, seit knapp acht Jahren begleitet Palmeri nicht nur die sportliche Vita des hochtalentierten Abwehrspieler. Verbindlichkeit, so unser gemeinsames Motto, ist ALLES! – dass ein Spieler wie Tchitchi plötzlich auch bei anderen Agenturen Begehrlichkeiten weckte, gehört zum Profi-Business dazu…)
Palmeri berichtet, wie andere Beobachter in Italien auch, der Club arbeite vor allem im Hintergrund intensiv an seiner Zukunft. Florenz ist eine überschaubare Welt- und Tourismusmetropole, und der Fußballclub ein legendäres Aushängeschild. Italien ohne Fußball und die Fiorentina, wäre wie Florenz ohne die Uffizien, und Kunst an sich. Atemberaubend schön.
Wie gesagt, es ist noch alles recht frisch abgespeichert, Sandro war erst kurz vor Jahreswechsel vor Ort – Auch Fabio Paratici war zwar kurz auf dem Areal, konnte aber nur Grüße ausrichten lassen, aber über die NLZ-Staff, war alles vorbereitet, auf Dahrel Tchitchi abgestimmt. Und der Eindruck vom Viola Park war eindeutig:
Dieses Projekt ist enorm. Der „Viola Park“ ist nicht einfach ein Trainingszentrum.
Es ist fast eine eigene Fußballstadt.
Modernste Trainingsplätze. Analysezentren. Medizinische Bereiche.
Nachwuchsabteilungen, bei denen es an nichts mangelt.
Auch der Frauenfußball wird hat seine Wertigkeit.
Das Athletik-Center, mit eigenem Oval, und so weiter.
Das Kommunikations- und PR-Zentrum, nach höchsten und modernsten Standards.
Alles wirkt durchdacht.
Effizient.
International.
Und gleichzeitig typisch italienisch. Mit Stil.
Mit Identität. Mit Emotion. Viele Besucher sprechen inzwischen davon, dass selbst manche Premier-League-Klubs keine vergleichbaren Anlagen besitzen.
Auch Paratici sagte sinngemäß genau das, beim Gespräch mit der Fachzeitung von „TuttoSport“. (https://www.corrieredellosport.it/news/calcio/serie-a/fiorentina/2026/02/25-146857393/paratici_e_la_rivoluzione_della_fiorentina_cos_il_nuovo_manager_sta_cambiando_tutto )
Und plötzlich versteht man, warum Fiorentina trotz aller sportlichen Unruhe langfristig interessant bleibt. Paratici sieht in der Fiorentina auch (s)ein neues Projekt, das in Italien, aber in Europa überhaupt, für Furore sorgen wird. Fabio Paratici hat die Erlaubnis, den FC Florenz zu revolutionieren.
Der Klub denkt größer. Nicht nur von Transferperiode zu Transferperiode.
Sondern strukturell. Das ist selten geworden.
Besonders im italienischen Fußball.
Dort fehlen vielerorts moderne Stadien. Trainingszentren.
Klare Entwicklungsstrukturen. Die Fiorentina versucht genau dort anzusetzen.
Und damit kommt man automatisch zu Rocco Commisso.
Eine polarisierende Figur. Direkt.
Emotional. Nicht immer diplomatisch.
Aber eines kann man ihm kaum absprechen:
Er hat investiert. Ganz real.
Sichtbar. Nachhaltig.
Der „Viola Park“, nach den Vereinsfarben, bleibt sein Vermächtnis.

Und vielleicht wird man erst in einigen Jahren wirklich verstehen, wie wichtig dieses Projekt für Fiorentina war. Paratici und Generaldirektor Alessandro Ferrari beschrieben in Solomeo vor allem die menschliche Seite von Commisso.
Kein distanzierter Besitzer.
Sondern jemand, der täglich durch das Trainingszentrum fuhr.
Mit Jugendspielern sprach. Sich Trainingseinheiten ansah.
Fragen stellte. Fast wie ein Familienoberhaupt.
Und vielleicht passt genau das zu Fiorentina. Denn dieser Klub war nie gewöhnlich.
Fiorentina war immer emotional.
Immer ein wenig melancholisch. Immer besonders.
Allein die Namen derer, die für die Fiorentina spielten:
Batistuta.
Baggio.
Effenberg.
Rui Costa.
Toni.
Heute De Gea.
Spieler mit Ausstrahlung. Mit Aura.
Florenz selbst verstärkt dieses Gefühl zusätzlich.
Kaum eine Stadt verbindet Fußball, Geschichte, Schönheit und Leidenschaft so intensiv. Und genau deshalb bleibt Fiorentina trotz aller sportlichen Schwankungen ein Name mit internationalem Klang.
Die Aussagen von Fabio Paratici zeigen dabei vor allem eines:
Italien muss sich modernisieren. Aber nicht durch blindes Kopieren.
Sondern durch Verstehen.
Warum funktioniert England?
Warum entwickelt sich die Premier League so dynamisch?
Warum verlassen Talente früh die Serie A?
Die Antworten liegen oft nicht nur im Geld. Sondern in Strukturen.
Und genau dort versucht Fiorentina aktuell anzusetzen.
Noch ist nicht alles gelöst. Noch fehlen sportliche Konstanten.
Aber etwas bewegt sich. Und vielleicht beginnt genau dort Zukunft:
Nicht im nostalgischen Blick zurück. Sondern im mutigen Aufbau neuer Infra-Strukturen. Italienisch, vielleicht hier und da „Old School“ als Kodex des Miteinanders, aber dennoch modern, an Technik für Effizienz, darf es nie mangeln.
Florenz scheint das verstanden zu haben. Und wer einmal selbst durch den „Viola Park“ gegangen, oder mit den E-Mobilen gefahren ist, versteht schnell:
Die Fiorentina möchte zurück. Nicht irgendwann. Sondern bald.
Zurück in den modernen europäischen Fußball… Was für ein Zukunftsprojekt!
Giovanni Deriu
(Anmerkung: Die Familie hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, Dahrel Tchitchi hat sich letztendlich für ein Engagement und einen Vertrag beim belgischen Traditionsclub FC Brügge entschieden – natürlich wird es weiter begleitet, selbst wenn eine andere Agentur „mit an Bord ist“ – menschliche Verbindungen kappt man nicht einfach – und auch bei der Fiorentina hat man Dahrel Tchitchi nicht abgeschrieben, dessen Weg wird weiter beobachtet – ein weiterer Name aus unserem Pool kursiert bereits auch in den höheren Amateurligen Italiens: Und zwar der, von Oleg Scheiermann… Denn wie sagte Sportdirektor Paratici im Text sinngemäß? „Denn trotz aller modernen „Datenwelten“, sei er, Paratici selbst, erstaunlich „old school“. Algorithmen seien hilfreich, Daten auch wichtig. Aber Fußball bleibe am Ende menschlich...! Das ist auch immer unser Motto gewesen!)


Palmeris Jugendarbeit in Waiblingen hatte sich überall herumgesprochen!






































































































































































































































































































