Porträts, Clubs & Biographien: Ein kleines Fußballmärchen, manch einer meint, Fußballwunder, wurde in der Serie A wahr! FC Como – Das internationale Team „Jugend foscht“ vom Comer See, spielt in der kommenden Saison in der Champions League! Fabregas hat dem Verein seinen Stempel aufgedrückt…

Der Fußball schreibt noch immer Geschichten, die größer sind als jedes Datenblatt, größer als jeder Algorithmus und manchmal sogar größer als die Milliarden der modernen Eigentümerstrukturen.

Der FC Como 1907 ist genau so eine Geschichte.

Eine Geschichte von Tradition, Leidenschaft, Geduld, Vision – und von einem Club, der viele Jahrzehnte im Schatten lebte, ehe plötzlich wieder Licht über den Comer See fiel. Wer heute durch Como spaziert, spürt sofort, dass dieser Verein mehr ist als nur ein Fußballclub. Die Menschen dort tragen Como im Herzen. Blau und Weiß gehören zur Stadt wie der See, die engen Gassen oder die Piazza Cavour.

Als der Aufstieg in die Serie A perfekt war, verwandelte sich die Stadt in ein einziges großes Fußballfest. Menschen feierten bis tief in die Nacht. Fahnen aus den Fenstern. Gesänge am Wasser. Euphorie überall.

Und ehrlich gesagt: Es war verdient.
Denn dieser Aufstieg war kein Zufall.
Und schon gar kein kurzfristiges Fußballmärchen.


Wie wir bereits auf Checkfussballberater.de während der Saison 2024/25 berichteten, war früh erkennbar, dass in Como etwas Besonderes entsteht. (https://checkfussballberater.de/fussball-saison-2023-2024-alle-wege-fuehren-nach-madrid-fuer-fussballliebhaber-jedoch-ueber-die-route-leverkusen-stuttgart-bergamo-bologna-como-oder-wenn-clubs-fuer-ueberraschungen-dur/ )

Damals lobten wir ausdrücklich die Philosophie von Cesc Fabregas, der bereits in der Serie B einen mutigen, modernen und intelligenten Fußball spielen ließ.

Und genau dort beginnt die eigentliche Geschichte. Denn wer die italienische Serie B kennt, weiß: Diese Liga ist brutal.
Vielleicht ist sie sogar die härteste zweite Liga Europas.
Taktisch anspruchsvoll. Körperlich intensiv. Emotional extrem.
Und jedes Wochenende ein Kampf.

Traditionsvereine, volle Stadien, hoher Druck, kaum einfache Spiele.
Zwischen Platz drei und Platz zehn liegen oft nur wenige Punkte.
Jeder Fehler wird bestraft.

Viele internationale Beobachter unterschätzen diese Liga massiv.
Doch wer sich dort durchsetzt, besitzt Charakter. (Auch der ehemaliga Nationalspieler und Bayern-ChampionsLeague-Legende, Stefan Effenberg, verhalf der Fiorentina wieder zum Aufstieg)

Como setzte sich durch. Mit einem jungen Kader. Fast einem U23-Kader.
Mit einer klaren Idee. Mit viel Geduld.
Und mit einem Trainer, der den modernen Fußball versteht.

Cesc Fabregas wurde in Como längst mehr als nur ein ehemaliger Weltstar.

Er wurde eine wahre Identifikationsfigur. Vom Spieler, an seinem Karriere-Ende, hin zum U19-Coach. Letztendlich zum Cheftrainer. Eine Entwicklung, die im heutigen Fußball fast romantisch wirkt.

Und genau diese Authentizität spürt man im gesamten Verein.
Der Club lebte jahrelang in den unteren Regionen des italienischen Fußballs.
Sogar in der Serie D.

Doch amerikanische und später indonesische Investoren erkannten früh das Potential dieses historischen Vereins. Sie sahen:
den interessanten Standort, klein aber fein, edel, an einem wahnsinnig schönen See.
Viel Geschichte. Noch mehr Emotionen.
Und die Möglichkeiten erst…

Aber vor allem:
Eine Stadt, die nach Fußball hungerte.

Der Neustart begann bewusst. Nicht laut. Schon gar nicht künstlich. Sondern sehr strukturiert. Heute gehört Como zu den spannendsten Fußballprojekten Europas
Interessant ist dabei vor allem, trotz der finanziellen Möglichkeiten wurde nie ausschließlich auf große Namen gesetzt.

Fabregas setzte bewusst auf junge Spieler.
Hungrige Spieler.
Entwicklungsfähige Spieler.

Viele Stammspieler waren unter 23 Jahre alt.

Das macht den Erfolg noch bemerkenswerter.

Fabregas selbst sprach nach dem historischen Erfolg davon, dass diese Mannschaft ein „Capolavoro“, ein Meisterwerk, sei.

Und damit hat er recht.

Denn Como gewann nicht durch Zufall.
Sondern durch Entwicklung. Durch tägliche Arbeit.

Durch eine Idee. Der Spanier sprach nach der Saison offen darüber, dass die Champions League nun andere Anforderungen stellt.

Mehr Erfahrung.
Mehr Tiefe.
Mehr Reife.

Und dennoch möchte Como seine Identität nicht verlieren.

Das ist entscheidend.

Viele Clubs scheitern genau an diesem Punkt:
Sie verlassen ihre DNA, sobald Erfolg kommt.

Como scheint diesen Fehler vermeiden zu wollen.

Die Verantwortlichen arbeiten ruhig.
Strategisch.
Klar.

Präsident Mirwan Suwarso und Fabregas wirken dabei wie ein ungewöhnlich harmonisches Duo.

Der emotionale, impulsive Fußballmann Fabregas.
Der ruhige, analytische Präsident.
Beide ergänzen sich hervorragend.

Auch sportlich denkt man langfristig.

Die Academy wird massiv ausgebaut.
Junge Spieler sollen integriert werden.
Italienische Talente gewinnen wieder Bedeutung.

Die UEFA-Listen zwingen Clubs mittlerweile dazu, stärker auf eigene Strukturen zu achten. Und genau dort setzt Como an.

Natürlich wird auch der Transfermarkt spannend.

Spieler wie Miretti oder andere technisch starke Mittelfeldspieler passen perfekt zur Philosophie des Clubs. Como sucht keine bloßen Namen.
Como sucht Fußballintelligenz.

Das macht den Unterschied.

Interessant bleibt auch die wirtschaftliche Seite.

Die Hartono-Brüder aus Indonesien gehören mittlerweile zu den reichsten Clubbesitzern der Serie A.

Doch anders als viele kurzfristige Investoren scheinen sie verstanden zu haben:
Ein Verein wächst nicht nur über Geld.

Sondern über Kultur.

Über Vision.

Über Identifikation.

Und genau deshalb lieben die Menschen Como aktuell so sehr.

Dieser Club wirkt nicht künstlich.
Nicht konstruiert.
Nicht steril.

Sondern lebendig.

Wer die Bilder der Feierlichkeiten gesehen hat, verstand sofort:
Hier feierte keine Marketingmaschine.

Hier feierte eine Stadt. Natürlich erinnert vieles auch an frühere Zeiten.

An Hansi Müller.
An Dan Corneliusson.
An Gianluca Zambrotta, der in Como geboren wurde und dort ausgebildet wurde.

Der Verein hatte immer eine gewisse Magie. Nun ist sie zurück.

Und vielleicht beginnt jetzt erst das eigentliche Kapitel.

Denn die Herausforderung wird gigantisch.

Serie A. Europa, jetzt gleich über die
Champions League. Der Druck wächst, die Erwartungen sowieso.

Fabregas weiß das.

Er sagte selbst:
„Wenn du nicht vorbereitet bist, bekommst du in gewissen Stadien sechs Gegentore.“

Genau deshalb wirkt Como momentan so interessant.

Weil dort niemand komplett abgehoben erscheint.

Der Club träumt.
Aber mit Realitätssinn.

Und genau diese Mischung macht erfolgreiche Projekte oft langfristig stabil.
Como ist heute nicht einfach nur ein Aufsteiger.

Como ist ein Symbol dafür, dass Fußball trotz Milliarden, Datenanalysen und Hyperkommerzialisierung noch immer emotionale Geschichten schreiben kann.

Geschichten über Städte.
Menschen.
Visionen.
Und Trainer, die mutig genug sind, ihren eigenen Weg zu gehen.

Cesc Fabregas könnte dabei tatsächlich zu einem der spannendsten Trainer Europas werden. Nicht irgendwann. Sondern vielleicht genau jetzt.

Und der FC Como 1907?

Der ist längst zurück auf der großen Fußballkarte Italiens.

Vielleicht stärker als je zuvor…

Giovanni Deriu

Fußball, Porträts & Biographien – aktuelles italienisches Thema: Über Fabio Paratici, die Fiorentina und der neue stilvolle multitask „Viola Park“!Warum der FC Florenz gerade versucht, Italiens Fußball neu zu denken…

Es gibt diese Menschen im Fußball, die laut wirken müssen, damit man sie wahrnimmt. Und es gibt Fabio Paratici. Ruhig. Kontrolliert. Fast kühl wirkend.
Aber wenn er spricht, hört die italienische Serie A, ach, was, der Fußball international, trotzdem zu. Vielleicht gerade deshalb.
Beim Panel und Diskussionsforum, „Cosa può imparare l’Italia dal sistema Premier“ , in Solomeo, ging es offiziell um die Frage, was Italien von England lernen könne.

In Wahrheit ging es um viel mehr. Um Struktur. Mentalität. Professionalität.
Und um eine unbequeme Wahrheit:

Die Premier League ist dem europäischen Fußball aktuell enteilt.

Nicht nur finanziell. Sondern organisatorisch. Strategisch.
Und oft auch kulturell. Fabio Paratici, der nach seiner erfolgreichen Zeit bei Juventus Turin, ein Intermezzo in der Premier League bei Tottenham hatte, formulierte es sachlich. Fast nüchtern. Die besten Spieler entscheiden sich heute meistens gegen die Serie A. Und für England.

Früher war Italien Sehnsuchtsort.
Heute ist die Serie A oft Durchgangsstation.

Eine harte Wahrheit. Aber eben auch eine ehrliche.
Und genau diese Ehrlichkeit machte den Auftritt von Paratici interessant.
Denn der ehemalige Juventus- und Tottenham-Manager, verfiel nicht in nostalgisches Gejammer. Keine Ausreden.
Keine Romantik über „früher“. Sondern eine sachliche und tiefgreifende Analyse.

Und genau dort wurde es spannend. Denn Paratici sieht Italiens Problem eben nicht beim „vernachlässigten“ Talent. Sondern eher bei der Weiterentwicklung.
Die Spieler seien vorhanden. Die Qualität ebenfalls.

Aber man arbeite teilweise noch immer mit veralteten Methoden. Besonders deutlich wurde er beim Thema Nachwuchsarbeit.



In England, so erklärte Paratici, gebe es bis zum Alter von 14 Jahren häufig keine klassischen Tabellen. Der Fokus liege dort auf individueller Entwicklung.

Trainer sollen verbessern. Nicht nur gewinnen. Ein Satz, der zunächst viel zu simpel klingt. Aber eigentlich beschreibt er den Kern des modernen Fußballs.
Wer Kinder nur nach Ergebnissen bewertet, produziert oft früh fertige Spieler.
Aber selten außergewöhnliche.

England habe das schon früh verstanden. Italien kämpft noch damit.

Interessant war dabei auch, dass Paratici keineswegs alles an England glorifizierte.
Er sprach vielmehr über Standards. Über Professionalität.

Über Zugangsvoraussetzungen!

In der Premier League, so erklärte er, könne ein Trainer nicht einfach beliebig seinen kompletten Staff mitbringen. Die Liga prüft genau. Qualifikation.
Die adäquaten Erfahrungen. Und auch ein gewisses Niveau muss vorhanden sein.

Nicht jeder erhält automatisch Zugang. Auch das ist Professionalität. Struktur schützt Qualität.

Und genau hier hinkt Italien vielerorts noch hinterher. Spannend wurde es dann beim Thema Scouting. Denn trotz aller modernen „Datenwelten“ blieb Paratici erstaunlich „old school“. Algorithmen seien hilfreich, Daten auch wichtig.

Aber Fußball bleibe am Ende menschlich.
Er erzählte von Fernando Torres.

Von einem gemeinsamen Abendessen. Und von diesem Gefühl, dass das Feuer verschwunden war. Paritici, immer ein guter stiller Beobachter, erzählt glaubwürdig: „Ich sah den Fußball nicht mehr in seinen Augen.“
Ein bemerkenswerter Satz. Weil er zeigt, was Topmanager oft auszeichnet:

M E N S C H E N K E N N T N I S !


Nicht jede Entscheidung entsteht am Bildschirm. Manche entstehen im Blickkontakt.Ganz anders bei Carlos Tevez. Dort hätten fünf Minuten gereicht.
Tevez, der argentinische Kämpfer und Mittelfeldmotor, sprühte und strahlte Energie aus. Viel Hunger. Und vor allem, Mentalität. Man habe sofort gespürt: Dieser Spieler will noch alles gewinnen. Und genau diese Dinge lassen sich bis heute kaum vollständig berechnen.

Der moderne Fußball spricht oft nur noch über Datenmodelle.
Expected Goals. Algorithmen. Natürlich auch KI-generiert.

Aber die Wahrheit bleibt komplizierter. Fußball besteht aus Menschen.
Aus Emotionen. Aus Charakteren. Aus Dynamik.

Vielleicht erklärt genau das auch, warum Fiorentina aktuell so interessant wirkt. Aber, wir von Checkfussballberater.de, gehen nicht nur, wie oben von Paratici erwähnt, beim allumfassenden Scouting der „old School“ mit, sondern auch darin, dass in einem Verein, jeder seinen Part zum Erfolg beiträgt, und nicht nur die erste Elf auf dem Platz. Auch wir, Sandro Palmeri, der Multitask-Funktionär und Sportvorstand, sowie ehemaliger Trainer, und wir als Scout und Vermittler, suchen immer Verbindungen und Synergien, und setzen auf echte TEAMPLAYER. Sandro Palmeri war im November 2025 mit einer kleinen Delegation (MG Sportlerberatungs-Agentur), sowie den Eltern des U19-DFB-Juniorennationalspielers, Dahrel Tchitchi, und natürlich mit Dahrel selbst, bei der Fiorentina, vor Ort. Eingeladen vom Club und dessen NLZ – aber auch die Profispieler-Abteilung war bereits im Bilde.

Denn in Florenz entsteht gerade etwas. Noch unfertig. Und dennoch ein echter Hingucker. Noch nicht perfekt. Aber, man kann sich schon vorstellen, so Sandro Palmeri, „Wie es dann am Ende aussehen wird…größer als das Gelände der Bayern, von Leipzig, und ja sogar von Milan und Juventus…“

Noch nicht ganz fertig, aber sichtbar. Die vergangene Saison verlief phasenweise schwierig. Zu wenig Konstanz.
Zu viele Schwankungen. Teilweise fehlte Stabilität. Und trotzdem rettete sich Fiorentina am Ende. Fabio Paratici, wurde während der Saison bei der Fiorentina installiert, und war an allen Ecken und Enden gefragt – auch über Dahrel Tchitchi war Paratici von dessen Staff informiert, konnte aber vorerst am Vertragsangebot, weil die erste Priorität dem Serie-A-Club galt, nichts auf die Schnelle nachjustieren. Dennoch, ließ sich das Angebot für den U19-Nationalspieler des FC Heidenheim durchaus sehen. (Es sei angemerkt, dass Dahrel Tchitchi von Sandro Palmeri entdeckt und gefördert wurde, seit knapp acht Jahren begleitet Palmeri nicht nur die sportliche Vita des hochtalentierten Abwehrspieler. Verbindlichkeit, so unser gemeinsames Motto, ist ALLES! – dass ein Spieler wie Tchitchi plötzlich auch bei anderen Agenturen Begehrlichkeiten weckte, gehört zum Profi-Business dazu…)

Palmeri berichtet, wie andere Beobachter in Italien auch, der Club arbeite vor allem im Hintergrund intensiv an seiner Zukunft. Florenz ist eine überschaubare Welt- und Tourismusmetropole, und der Fußballclub ein legendäres Aushängeschild. Italien ohne Fußball und die Fiorentina, wäre wie Florenz ohne die Uffizien, und Kunst an sich. Atemberaubend schön.

Wie gesagt, es ist noch alles recht frisch abgespeichert, Sandro war erst kurz vor Jahreswechsel vor Ort – Auch Fabio Paratici war zwar kurz auf dem Areal, konnte aber nur Grüße ausrichten lassen, aber über die NLZ-Staff, war alles vorbereitet, auf Dahrel Tchitchi abgestimmt. Und der Eindruck vom Viola Park war eindeutig:
Dieses Projekt ist enorm. Der „Viola Park“ ist nicht einfach ein Trainingszentrum.
Es ist fast eine eigene Fußballstadt.
Modernste Trainingsplätze. Analysezentren. Medizinische Bereiche.
Nachwuchsabteilungen, bei denen es an nichts mangelt.
Auch der Frauenfußball wird hat seine Wertigkeit.
Das Athletik-Center, mit eigenem Oval, und so weiter.
Das Kommunikations- und PR-Zentrum, nach höchsten und modernsten Standards.

Alles wirkt durchdacht.

Effizient.

International.

Und gleichzeitig typisch italienisch. Mit Stil.
Mit Identität. Mit Emotion. Viele Besucher sprechen inzwischen davon, dass selbst manche Premier-League-Klubs keine vergleichbaren Anlagen besitzen.

Auch Paratici sagte sinngemäß genau das, beim Gespräch mit der Fachzeitung von „TuttoSport“. (https://www.corrieredellosport.it/news/calcio/serie-a/fiorentina/2026/02/25-146857393/paratici_e_la_rivoluzione_della_fiorentina_cos_il_nuovo_manager_sta_cambiando_tutto )

Und plötzlich versteht man, warum Fiorentina trotz aller sportlichen Unruhe langfristig interessant bleibt. Paratici sieht in der Fiorentina auch (s)ein neues Projekt, das in Italien, aber in Europa überhaupt, für Furore sorgen wird. Fabio Paratici hat die Erlaubnis, den FC Florenz zu revolutionieren.

Der Klub denkt größer. Nicht nur von Transferperiode zu Transferperiode.
Sondern strukturell. Das ist selten geworden.
Besonders im italienischen Fußball.

Dort fehlen vielerorts moderne Stadien. Trainingszentren.
Klare Entwicklungsstrukturen. Die Fiorentina versucht genau dort anzusetzen.

Und damit kommt man automatisch zu Rocco Commisso.
Eine polarisierende Figur. Direkt.
Emotional. Nicht immer diplomatisch.
Aber eines kann man ihm kaum absprechen:
Er hat investiert. Ganz real.
Sichtbar. Nachhaltig.

Der „Viola Park“, nach den Vereinsfarben, bleibt sein Vermächtnis.



Und vielleicht wird man erst in einigen Jahren wirklich verstehen, wie wichtig dieses Projekt für Fiorentina war. Paratici und Generaldirektor Alessandro Ferrari beschrieben in Solomeo vor allem die menschliche Seite von Commisso.
Kein distanzierter Besitzer.

Sondern jemand, der täglich durch das Trainingszentrum fuhr.
Mit Jugendspielern sprach. Sich Trainingseinheiten ansah.
Fragen stellte. Fast wie ein Familienoberhaupt.

Und vielleicht passt genau das zu Fiorentina. Denn dieser Klub war nie gewöhnlich.
Fiorentina war immer emotional.

Immer ein wenig melancholisch. Immer besonders.
Allein die Namen derer, die für die Fiorentina spielten:

Batistuta.
Baggio.
Effenberg.
Rui Costa.
Toni.
Heute De Gea.

Spieler mit Ausstrahlung. Mit Aura.
Florenz selbst verstärkt dieses Gefühl zusätzlich.

Kaum eine Stadt verbindet Fußball, Geschichte, Schönheit und Leidenschaft so intensiv. Und genau deshalb bleibt Fiorentina trotz aller sportlichen Schwankungen ein Name mit internationalem Klang.
Die Aussagen von Fabio Paratici zeigen dabei vor allem eines:
Italien muss sich modernisieren. Aber nicht durch blindes Kopieren.

Sondern durch Verstehen.
Warum funktioniert England?
Warum entwickelt sich die Premier League so dynamisch?
Warum verlassen Talente früh die Serie A?

Die Antworten liegen oft nicht nur im Geld. Sondern in Strukturen.

Und genau dort versucht Fiorentina aktuell anzusetzen.
Noch ist nicht alles gelöst. Noch fehlen sportliche Konstanten.

Aber etwas bewegt sich. Und vielleicht beginnt genau dort Zukunft:
Nicht im nostalgischen Blick zurück. Sondern im mutigen Aufbau neuer Infra-Strukturen. Italienisch, vielleicht hier und da „Old School“ als Kodex des Miteinanders, aber dennoch modern, an Technik für Effizienz, darf es nie mangeln.

Florenz scheint das verstanden zu haben. Und wer einmal selbst durch den „Viola Park“ gegangen, oder mit den E-Mobilen gefahren ist, versteht schnell:

Die Fiorentina möchte zurück. Nicht irgendwann. Sondern bald.
Zurück in den modernen europäischen Fußball… Was für ein Zukunftsprojekt!

Giovanni Deriu

(Anmerkung: Die Familie hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, Dahrel Tchitchi hat sich letztendlich für ein Engagement und einen Vertrag beim belgischen Traditionsclub FC Brügge entschieden – natürlich wird es weiter begleitet, selbst wenn eine andere Agentur „mit an Bord ist“ – menschliche Verbindungen kappt man nicht einfach – und auch bei der Fiorentina hat man Dahrel Tchitchi nicht abgeschrieben, dessen Weg wird weiter beobachtet – ein weiterer Name aus unserem Pool kursiert bereits auch in den höheren Amateurligen Italiens: Und zwar der, von Oleg Scheiermann… Denn wie sagte Sportdirektor Paratici im Text sinngemäß? „Denn trotz aller modernen „Datenwelten“, sei er, Paratici selbst, erstaunlich „old school“. Algorithmen seien hilfreich, Daten auch wichtig. Aber Fußball bleibe am Ende menschlich...! Das ist auch immer unser Motto gewesen!)

Palmeris Jugendarbeit in Waiblingen hatte sich überall herumgesprochen!

VfR Aalen – das Meisterstück! Unsere italienische Version! Molinari e Catizone, il miracolo VfR Aalen – Il VfR Aalen, al Sud della Germania, era quasi sparito dalle mappe del calcio che conta… fino a scorso sabato sera, era tutto diverso. Ora invece si é ribaltato tutto. Tra Stoccarda e Heidenheim, si torna finalmente a parlare anche di Aalen…

Un club storico, passato appena quattordici anni fa dalla 2. Bundesliga, poi precipitato tra crisi sportive, instabilità e delusioni continue. Aalen sembrava aver perso identità, fiducia e prospettiva. E invece, nel silenzio operoso del ‚Rohrwang‘ dové l’arena, qualcosa è cambiato davvero. Non con proclami. Non con investimenti folli. Ma con idee, lavoro e personalitá.

Dietro questa rinascita ci sono due uomini dal cuore italiano:
Beniamino Molinari (la famigia di Napoli) e Giuseppe Catizone (Calabria)

Un tandem moderno e complementare.
Uno vive il calcio con energia, emozione e spirito offensivo. L’altro porta calma, lettura tattica e organizzazione.

Insieme hanno rimesso in piedi un club che sembrava smarrito.
E soprattutto hanno restituito anima a una squadra che l’aveva persa.

Molinari, nato a Schwäbisch Gmünd, è stato per anni un attaccante prolifico nei campionati del sud della Germania. Oltre 200 reti in carriera, raccontano quelli che lo conoscono bene. Numeri forse mai contati davvero, perché “Beni” ha sempre preferito il campo alle statistiche.



Da allenatore ha mantenuto la stessa filosofia:
calcio offensivo, aggressivo, intenso.
“Offensiv, wild und voller Energie”, ripete spesso.


Dopo le esperienze alla TSG Backnang e al TSV Essingen, il salto nel professionismo è arrivato grazie ad un vecchio compagno di viaggio: Alexander Zorniger.
Con lui, Molinari ha conquistato il titolo cipriota con l’Apollon Limassol, vivendo un’esperienza che lo ha profondamente formato. Successivamente è arrivata anche l’esperienza allo FC Schalke 04, in uno degli ambienti più esigenti del calcio tedesco.

Esperienze che oggi si riflettono chiaramente nel suo lavoro ad Aalen.
Molinari trasmette fame, mentalità e coraggio.
E soprattutto ha saputo creare un gruppo compatto.

Al suo fianco lavora Giuseppe Catizone.
Ex professionista del VfB Stuttgart, cresciuto nella scuola calcistica sveva, Catizone rappresenta il lato razionale dello staff tecnico.

Se Molinari accende la squadra, Catizone la equilibra.
Analisi tattica, preparazione delle partite, calci piazzati, dettagli strategici: moltissimo passa dalle sue mani.

Ma il suo peso umano conta altrettanto.
I giocatori ascoltano “Giuse”, si fidano della sua esperienza e percepiscono immediatamente la credibilità di chi il calcio professionistico lo ha vissuto davvero.

Anche Catizone arrivava da un successo importante: la promozione in Verbandsliga con il FSV Waiblingen. Subito dopo i festeggiamenti, erano già iniziate le prime riunioni con Molinari per pianificare il futuro del VfR Aalen.

I due si conoscono da oltre vent’anni.
Giocavano insieme alla Normannia Gmünd.
Condividono cultura calcistica, mentalità e ambizione.

E oggi questa sintonia si vede chiaramente in panchina. Emozione e analisi.
Intensità e calma.
Fuoco e controllo.

Il VfR Aalen gioca con identità, coraggio e organizzazione.
La squadra appare finalmente viva, unita e mentalmente forte.

La promozione in Regionalliga rappresenta molto più di un semplice salto di categoria.
È il simbolo di una ricostruzione credibile.
Di un club che ha ritrovato stabilità e ambizione.



Nel calcio moderno, spesso dominato dall’improvvisazione, il lavoro di Molinari e Catizone assomiglia davvero ad un piccolo capolavoro sportivo.
E forse il viaggio non è ancora finito.

Perché entrambi custodiscono da sempre lo stesso sogno:
allenare un giorno nella loro Italia.
La terra delle origini, della famiglia e della passione calcistica.

E chissà che, prima o poi, una panchina italiana — magari in Serie D, oppure ancora più in alto — non aspetti davvero i due italosvevi che hanno riportato il VfR Aalen alla vita.

Il capolavoro del VfR Aalen è stato praticamente sigillato nella decisiva sfida di Heilbronn contro il Neckarsulm.
A firmare il gol dell’1-0, quasi simbolicamente, è stato un altro italiano: Luigi Campagna, autore di una rete pesantissima nel momento più importante della stagione. A la fine hanno festegiatto un 4-0 con 2000 tifosi fuori casa.

GiD




Fließende Grenzen – Akteure & Scouting: Die Trainerlegende und der mehrfache Meister und Champions-League-Sieger, Fabio Capello, kritisiert den Spielrhythmus und die Grundidee des italienischen Fußballs auf SkySport Italia. Wir antworten nur kurz… auf Italienisch und Deutsch!

Ein großes PerCarità, wie auf unseren Social-Media-Kanälen

Tempi passati? Magari… 

Come ho già scritto nella discussione del nostro „workshop per Osservatori“, di GianfrancoMultineddu: 

…ma diciamolo chiaramente: in passato è successo tante volte che squadre più veloci e più atletiche si siano comunque schiantate contro club italiani tatticamente impeccabili.

Oggi invece sembra che abbiamo tradito il nostro DNA.

I club italiani e la Squadra Azzurra non erano solo squadre. Erano un’identità. Erano organizzazione, disciplina, intelligenza calcistica.

Erano difesa di ferro, dominio degli spazi, superiorità nel gioco di posizione.

Ed adesso? Abbiamo rinunciatto proprio a ciò che ci rendeva temuti e rispettati in tutto il mondo…

Giovanni Deriu, dalla Germania, https://checkfussballberater.de
VergangeneZeiten? Vielleicht…

Wie ich bereits in der Diskussion unseres „Workshop per Osservatori“ von GianfrancoMultineddu geschrieben habe:

„…aber sagen wir es ganz klar: In der Vergangenheit ist es viele Male passiert, dass schnellere und athletischere Mannschaften dennoch an taktisch makellos agierenden italienischen Vereinen abgeprallt sind.
Heute hingegen scheint es, als hätten wir unsere DNA verraten. Die italienischen Vereine und die Italienische SquadraAzzurra waren nicht nur Teams. Sie waren eine Identität. Sie waren Organisation, Disziplin, fußballerische Intelligenz.

Sie waren eine Abwehr aus Eisen, Raumbeherrschung, Überlegenheit im Positionsspiel.

Und jetzt? Wir haben genau auf das verzichtet, wofür sie uns in der ganzen Welt gefürchtet, bewundert und respektiert haben… 

Giovanni Deriu (Deutschland)
skysportitalia 

ScoutingClinic

Gianfranco Multineddu

Buch-Tipps und Rezensionen: Diesmal, aus dem riva-Verlag eine tolle Geschenkidee (nicht nur) zu Weihnachten. Ein interessantes Buch hat der Autor Daniel Müksch vorgelegt. Der Titel? „Die Star-Macher – Wie Ärzte, Manager und Mentaltrainer unsere Sportstars erschaffen!“

Die Stars im Licht – und die Macher im Schatten

Wer Spitzensport verstehen will, muss dorthin schauen, wo Kameras selten verweilen. Genau das tut Daniel Müksch in seinem Buch „Die Star Macher – Wie Ärzte, Manager und Mentaltrainer unsere Sportstars erschaffen!“ (erschienen im riva Verlag, https://www.m-vg.de/riva/shop/article/19706-die-starmacher/).

Ob Talente im Jugendalter oder Semiprofis auf dem Weg nach ganz oben – echte Stars entstehen nicht allein durch Begabung. Sie entstehen durch Konstellationen: durch Menschen, Vertrauen, Geduld und Expertise.

Ich selbst habe als Scout und Beobachter im Fußball unzählige Karrieren, Umwege, Hoffnungen und Brüche erlebt. Und genau hier setzt dieses Buch an. Man merkt Daniel Müksch auf jeder Seite an, dass er Sport nicht nur liebt, sondern lebt. Seine Lehrerin sagte einst: „Daniel und sein Ball.“ Treffender kann man es kaum formulieren.

Müksch war für unterschiedlichste Redaktionen unterwegs, hat ein starkes Netzwerk aufgebaut, beobachtet genau – und vor allem: Er hört zu. Für dieses Buch führte er zahlreiche Gespräche, quer durch die Sportarten. Fußball, Tennis, Formel 1. Männerdomänen, in denen Frauen wie Sabine Kehm oder Britta Roeske längst prägende Rollen spielen. Dazu Ärzte wie Christian Fink und andere Experten, die trotz großer Erfolge bewusst auf den Guru-Status verzichten.

Das Buch zeigt den Staff hinter den Stars. Die stillen Architekten des Erfolgs. Menschen, die Karrieren über Jahre begleiten, auffangen, fordern, schützen. Oder wie es im Buch sinngemäß heißt:
Die größten Sportstars haben eines gemeinsam – sie sind umgeben von Charakteren, denen sie blind vertrauen. Schattenmänner und -frauen des Erfolgs.

Sachlich, respektvoll, gut recherchiert. Kein Hochglanz-Mythos, sondern ehrliche Einblicke und Hintergrundwissen auf über 220 Seiten.

Ein Buch für Talente, Eltern, Trainer, Manager – und für alle, die Spitzensport jenseits der Schlagzeilen verstehen wollen.
Und ja: Auch ein sehr gutes Buch für den Gabentisch zu Weihnachten.

Giovanni Deriu

Fußball, Biographien und Porträts: Heute, die Kurz-Reflexion des Gianfranco Multineddu – über das Scouting und Beobachten von Spielen und Spielern. Ein bisschen Nostalgie und die Trends von heute. War früher Alles besser, oder nur qualitativ etwas tiefer…? Jedenfalls ging es damals nicht nur um den Fußball und Talente an sich, sondern auch um das Alltagsleben und den Charakter des jeweiligen Spielers!

Den Dozenten des italienischen Fußballverbands, FIGC, Gianfranco Multineddu, müssen wir hier nicht mehr vorstellen – der erfahrene Sarde und gebürtige Römer, hat den Fußball Italiens in den vergangenen Jahren erheblich mitgeprägt – wenn auch meist unerkannt im Hintergrund (was ihm auch ganz Recht ist, aber klar, in der Fußballbranche kennen ihn diejenigen, die ihn kennen müssen, oder sollten…).

Hier haben wir auch schon über den Entdecker, u. a. von Marco Verratti – einst in Pescara geboren, und dort auch spielerisch ausgebildet worden – berichtet. Gianfranco Multineddu, ist, nun ja, das Wortspiel lädt ein mit seinem Namen, eben multitask! Scout, Beobachter, Talentsichter, Match-Analyst – was ja beim Scouting auch dazugehört – sowie Trainer und, noch viel öfter, dank seiner globalen Sichtweise, auch Sportdirektor. Ein Könner und Kenner, Teams und Kader adäquat zusammenzustellen. Was haben wir ihm gern gelauscht, in privaten Gesprächen am Rande eines Trainingscamps, oder bei den Fortbildungen, wie zuletzt, von ihm mit-organisiert! Jedes Gespräch ist ein wahrer Erkenntnisgewinn… (https://checkfussballberater.de/italiens-mister-scouting-gianfranco-multineddu-gefragter-dozent-an-der-sportschule-sowie-als-sportdirektor-der-entdecker-von-marco-verratti-moechte-die-fussball-strukturen-ausbauen/)

So, und nun, zwischen Tür und Angel, zwischen Whatsapp und Social Media, Fußballentwicklungen immer im Blick, haben wir folgende Reflexion von Multineddu, der sicht stets Gedanken rund um den Ball, und damit auch um die Akteure macht, einfach mal aufgefangen, und niedergeschrieben, sowie ein bisschen kommentiert! Aber, lest selbst:

>> Teil dieser „großen“ Generation von Sportdirektoren zu sein, erfüllt mich mit Stolz – manche würden vielleicht sagen: mit einer gewissen „alten Schule“ . Es bringt mich zum Nachdenken über die Methode, über das Verständnis der Rolle eines Beobachters oder Scouts. Wir müssen wissen, dass einige der bedeutendsten #Sportdirektoren, bevor sie dieses Amt antraten, viele Jahre lang als Scouts gearbeitet haben: #LucianoMoggi etwa war fast 20 Jahre lang Beobachter, #GiovanniSartori, Pietro Lo Monaco, Andrea Berta, #WalterSabatini, Andrea Jaconi, Nicola Salerno, Ninni Imborgia, Pietro Leonardi, und viele andere. Das sind jene, die ich entweder persönlich kennenlernen durfte, die ich verfolgte oder deren Arbeit ich zutiefst schätzte.

Diese Herren – so berichten es manche Geschichten und Lehren (Luciano Moggi, Andrea Jaconi, Ninni Imborgia, Nicola Salerno, Mimmo Gentile) – gingen nicht einfach nur ins Stadion, um ein Spiel zu sehen. Und ich, der ich diese, ihre Lehren erhalten, und miterlebt habe, musste denselben Weg gehen. Wenn ein Spieler ihr Interesse geweckt hatte, dann besuchten sie auch die Trainingseinheiten, oder sie hielten sich in der Nähe seiner Wohnung auf, um sein Verhalten, und seinen Charakter auch außerhalb des Platzes zu verstehen. Sie beobachteten die Spieler im normalen Leben, um einschätzen zu können, ob sie charakterlich und menschlich zu jenen Vereinen passten, in die man sie integrieren wollte. Es ging nicht nur um das Spiel – es ging um das Leben, die Gewohnheiten und die Persönlichkeit der Fußballer.

  • Heute hingegen wird diese Rolle meist nur noch „am Wochenende“ gespielt – Samstag oder Sonntag im Stadion, und man nennt sich schon Scout. Die großen Meister aber haben uns etwas anderes gelehrt. Und genau deshalb wurden sie später zu den wirklich großen Sportdirektoren. <<

Wir fügen hinzu, weil wir uns oft und tief mit Gianfranco unterhalten durften, dass hier auch eine weitere Wahrheit liegt, die nicht immer thematisiert wird: nämlich, dass jeder Scout und Beobachter, besonders als externer Zuarbeiter, die Einsamkeit kennt, sie manchmal sogar liebt – nicht nur bei Entscheidungen, sondern im alltäglichen Tun, auf den Sportplätzen, in den Stadien, fernab der Leute. . . ◾️

gid

Eine Bilderreihe, seit wir Gianfranco Multineddu, beim Probetraining eines deutsch-bosnischen Stürmers in Lanciano, kennen- und schätzen lernen konnten – bis heute, unser Mentor. Ein Fachmann, und noch schöner, ein echter Freund!

Abschluss in der Scouting-Clinic des FIGC, mit-organisiert von Gianfranco Multineddu, 2025

Multineddus Scouting- und Beobachtungs-Notizheft auch bei den Topclubs immer dabei!

Gianfranco Multineddu ist als Fußballfachmann und Dozent immer gefragt!

Fußball, Biographien und ein Vereinsporträt: ERBARMEN – zu spät, der SVHummetroth ist DA! Oder: Famiglia Trizzino – Visionär trifft Tatendrang – und, Neid muss man sich ein Stück weit erarbeiten! Der neue Hessenmeister will sicher nicht als Kanonenfutter enden…

#PerCarità und #CalcioPur

Nach gut zwei Stunden Fahrt – wenig Autobahn, viel grüne Provinz – thront der SV Hummetroth tief im Odenwald. Höchst? Um’s Eck. Darmstadt? Nicht weit. Eintracht? Ganz nah. Doch wir kamen bewusst hierher: zum frischgebackenen Hessenmeister SV Hummetroth. Unter Coach Artug Özbakir, ursprünglich als „No‑Name“ gehandelt, scheint auf einmal Magie zu wirken: Historisch! Über 101 Tore, knapp 40 Gegentreffer – Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr il Campionato.

Famiglia Trizzino – Visionär trifft Tatendrang

Dass so ein Dorfverein zur Hessenliga-Hochzeit aufsteigt, ist kein Zufall – hier weht ein Hauch italienischer DNA. Stefano Trizzino, Vorsitzender, Mäzen und Teil der Familie, gilt als „Odenwald-Millionär“ – sein Ziel: SV Hummetroth zum Leuchtturm machen, ganz ohne TSG-Hopp-Gloria, aber mit Herz und starken Investitionen (torgranate.de). Seit 2017 steigt der Klub durch die Ligen: C‑Liga, A‑Liga, Gruppenliga, Verbandsliga – bis zur Hessenliga 2025 (de.wikipedia.org).

Mit „Familia“ im Rücken: Sohn Luca Trizzino, Lizenztrainer, ist nicht nur Betreuer der Juniorinnen‑Frauenmannschaft, sondern auch federführend im Trainingscamp für Talente – knallharte Förderung in kleinen Gruppen mit Feldspielern wie auch Torhütern, Preisstaffelung inklusive (svceres.de). Aber auch sonst ist die Familie mit Verwandten und Helfern im Club gut vertreten – und, sie können sich einfach aufeinander verlassen, anders wären diese Erfolge auch nicht möglich gewesen! Die Familie (unter-)stützt sich, und so wird auch das Ehrenamt belebt…

Frauenteams & Nachwuchs – ein echter Quantensprung

Inzwischen hat der SVH drei Jugend- und zwei Frauenteams gemeldet – nachdem Trizzino gemeinsam mit Jugendcoach Torsten Stegmüller das Team aus Erbach holte (fupa.net). Den Spielerinnen ging es nicht ums Geld, sondern um Gemeinschaft – und saubere Kabinen: „Das hat uns nochmal einen Push gegeben.“ (fupa.net)

Ohne viel Tamtam – echter Fußball, echte Vision

Keine lautstarken Marketing-Kampagnen, kein Glitzer: Der Klub wirkt urig, kultig – Calcio Pur eben. Das Sportheim zum Treff, knarzige Tribünen, aber auch blau-gelbe Sitzschalen, eben echter Dorfcharme. Doch hinter den Kulissen wird professionell gearbeitet: Ceres GmbH unterstützt infrastrukturell und finanziell, Fußballcamps und Trainingscamps gehören zum festen Programm (svceres.de).

Der Abschied von Burgio – emotional & berührend echt

Gigante farewell: Torjäger Giuseppe Burgio – charismatisch, torgefährlich – verabschiedet sich mit Standing Ovations. Die Worte: bewegend. Burgio:

„Danke für Alles, was ich mit Euch allen erleben durfte, das werde ich nie vergessen. Ich war hier gern Spieler… danke an alle, auch den Helfern hinter dem Team…!“ Ein Spiegelbild dessen, was Trizzino aufgebaut hat: Familie, Respekt, Stolz.

Der Knatsch um den Acker – und der Aufbruch nach Erbach

Doch nicht alles ist idyllisch: Der Rasenplatz in Hummetroth – Löcher, Furchen, Wasserschlachten – ist Verbandsliga-tauglich, für die Hessenliga aber nicht genug. Trizzino: „Ich schäme mich für den Acker“ (fupa.net). Der Umzug nach Erbach (und Pfungstadt) ist beschlossen – auch für Frauen‑ und Jugendteams (fupa.net).

Und jetzt? Willkommen in der Hessenliga!

SV Hummetroth – nicht nur Aufsteiger, sondern Herausforderer mit Anspruch. „Wir wollen nicht nur dabei sein, wir wollen mitspielen“, sagt Trizzino. Mit Neueinkäufen wie Ahmet Dogan und zwei Brasilianern ist der Kader verjüngt & verstärkt (fupa.net).

Neid ist auch eine Form von Anerkennung – oder?

Es brodelt in mancher Provinz, wenn der Name Trizzino fällt. Dass sich Stefano Trizzino einst – augenzwinkernd, aber selbstbewusst – mit Dietmar Hopp verglich, hat bei manchem Lokalpatrioten die Ohren schlackern lassen. Doch: Wo andere nur „Geld“ sehen, fehlt oft der Blick fürs Ganze. Denn hier fließt nicht in Luxus, sondern in Leidenschaft. In Trainingsmaterialien. In Kabinen. In Rasenpflege (soweit möglich). Und ganz besonders in Jugendarbeit: Mädchen-, Jungen- und Talentförderung laufen auf hohem Niveau – ohne Marketingtamtam.

Dass das Kapital aus harter Arbeit stammt, wird gern übersehen. Trizzino investiert zielgerichtet – nicht zum Protzen, sondern zum Aufbauen. Ja, da ist ein bisschen Politik dabei. Man wünscht sich mehr Support von den Gemeinden. Mehr Fläche. Mehr Flexibilität. Aber anstatt zu jammern, macht der SV Hummetroth eben weiter. Und vielleicht schmerzt das so manche Neider am meisten: Dass hier nicht nur geredet, sondern gemacht wird.

#PerCarità – da steckt einfach mehr dahinter als nur Geld.

Fazit

Avantitutta‚ – mit Herz, Hirn und Finesse.
Ein Verein, der zeigt: Mit italienischer Leidenschaft plus deutscher Bodenhaftung kann selbst ein Dorfklub Großes schaffen – ganz ohne Eitelkeiten, aber mit Familie, Gemeinschaft und Vision. Klar gibt’s Neider – so what? Der SV Hummetroth antwortet mit Toren, Teamgeist und Stil. Wir bleiben dran.

Provinz trifft Piazza – SV Hummetroth, wir kommen!

Hier nach dem Meisterstück, mit dem Meistertrainer, Özbakir, davor ein NoName..?

Hier, wie kann es anders sein, mit „Töppi“, dem bekanntesten Feldreporter von einst!

-gid-

Fußball, Fortbildung der Beobachter: Zwischen Leidenschaft, Analyse und Ehrlichkeit – Einblicke in die FIGC-Scouting-Clinic! Viel Reflexion und Demut, aber auch mit etwas Krokodilshaut kommt man weiter…

Nach intensiven 80 Unterrichtsstunden, organisiert vom italienischen Fußballverband (FIGC), ziehe ich Bilanz: Die Online-Fortbildung für Scouts und Beobachter, geleitet von Gianfranco G. Multineddu (u.a. Entdecker von Marco Verratti) und Roberto „Bobby“ Venturini, war weit mehr als eine reine Weiterbildung – sie war ein Blick hinter die Kulissen des modernen Scoutings, mit all seinen Chancen, Fallstricken und realen Geschichten. So sind viele Kursteilnehmer – Sportdirektoren, Trainer, Scouts und/oder Vermittler, wie wir – im oberen Amateur- oder semiprofessionellen und Profi-Bereich aktiv, oder gerade wie im Juniorenbereich ab der B- und A-Jugend (U17 bis U23 – von BundesligaTeams). Und es war bereichernd, die unterschiedlichen Herangehensweisen und Denkansätze zu erleben. Selbst das Thema Honorar und Vermittlungsvergütung wurde offen angesprochen – transparent, mit kleinen regionalen Unterschieden, aber ähnlich strukturiert.

Einzigartiges Format, starker Austausch

Als einziger deutsch-italienischer Teilnehmer aus Deutschland war ich Teil eines Kurses, der neben fachlichem Tiefgang auch echten Austausch zwischen Profis, Trainern und Sportdirektoren ermöglichte. Gastreferenten wie Riccardo Guffanti, Michele Fratini (PSG) und Cristiano Giaretta gewährten praktische Einblicke. In rund 45 Online-Unterrichtseinheiten (plus Praxis und Thesis) wurde ein breites Themenspektrum behandelt – von Spielanalyse über Technologieeinsatz bis zur Kommunikation zwischen Scouts und Trainern. Multineddu stellte auch die Thesen des Scouting-Experten des AC Milan, Thiago Estevao vor. Das Resultat: ein belastbares Netzwerk und viele neue Perspektiven.

Theorie trifft Praxis

Im Zentrum standen Thesenarbeiten zur Rolle des Scouts, Methodik, Technologieeinsatz und ländervergleichender Scoutingpraxis. Ergänzend praktische Fälle: Wie kann das Scouting die Entwicklung junger Spieler fördern? Wie läuft die Bewertung von Profis ab? Und: Warum ist Kommunikation mit Trainern und Vereinen essenziell?

Wissen trifft Erfahrung

Multineddu und Venturini boten nicht nur Theorie, sondern auch Anekdoten aus dem echten Fußballleben – von Provinzplätzen auf Sardinien bis hin zum Ligaverbleib eines fast abgestiegenen Teams. Es ging um Hierarchien in Kabinen, den Mut, Strukturen zu verändern, und die oft übersehene Einsamkeit in Führungsrollen.

Multineddu in der sardischen Provinz

Besonders bewegend waren die Erzählungen von Gianfranco Multineddu: Als Sportdirektor in der tiefen sardischen Provinz – umgeben von trockenen Trainingsplätzen, meckernden Ziegen, blökenden Schafen, gackernden Hühnern und neugierigen Eseln – stand er mit einem fast abgestiegenen Team vor dem Nichts. Aber auch in dieser Ursprünglichkeit, fernab von Hochglanzstadien, bewahrte er Haltung. Seine Frau gab ihm Mut: „Du hast schon ganz andere Dinge geschafft!“ Und tatsächlich – er führte das Team zum Klassenerhalt. Mit Mut, Analyse, Umsicht und dem festen Glauben daran, dass auch „aussortierte“ Spieler nochmal wertvoll werden können. Man müsse die richtigen Menschen erkennen – nicht nur den perfekten Spieler. Und, so ein Geheimtipp gegen Besserwisser im Hintergrund, „manchmal muss man sich eine harte Krokodilshaut zulegen…“, lächelt Multineddu vielsagend via Zoom.

Videoanalysen mit Tiefgang

Das Seminar war zudem topaktuell: Per Videoanalyse wurde u.a. das U19-Finale Spanien gegen Frankreich durchleuchtet – detailreich, mit Fokus auf taktische Entwicklungen, Raumaufteilung, Antizipation. Besonders intensiv war die Analyse von Son Heung-min, dem späteren Europa-League-Sieger. Noch vor dem Finale wurde er im Kurs besprochen – als Musterbeispiel für Vielseitigkeit: Kämpfer, Techniker, Antreiber, Balljäger, Vorlagengeber, Torjäger – und menschlich gefestigt. Ein echter Führungsspieler mit Spielintelligenz und mentaler Stärke. Auch hier zeigte sich: Talent ist mehrdimensional – das „Wie“ ist oft wichtiger als das „Was“.

Eine ausgiebige Analyse zum polyvalenten Spieler, SON, Tottenham

Der Blick aufs Ganze

Guter Fußball beginnt nicht nur mit Talent, sondern mit Verstand, Analyse und Gefühl. Der „Osservatore“ verlässt sich nie allein auf Videosequenzen. Er beobachtet vor Ort, erkennt Körpersprache, Trainingsverhalten, Sozialverhalten. Der Spieler wird ganzheitlich erfasst – eingebettet in Stadt, Kultur und Umfeld. Wie lebt der Club? Wie reagiert die Stadt? Das sind Fragen, die zählen.

Technik und Menschlichkeit – kein Widerspruch

Die neuesten Plattformen und Tools – ja. Aber: Datenbanken ohne Menschenkenntnis sind leer. Es geht auch um Leadership, Agonismus, mentale Stärke. „Der Fußball ist unsere Leidenschaft“, so Multineddu, „aber der Mensch dahinter zählt mindestens genauso.“ Und immer wieder fiel der Begriff, l’anima, die Seele. Nur mit Seele im Club und in einer Mannschaft, erreiche man das Beste!

Fußball ist kein Algorithmus

Statt Schwarz-Weiß-Denken lernten wir differenzierte Sichtweisen: Ob Spielanalysen wie Spanien – Frankreich (U19) oder die taktische und spielerische Vielseitigkeit von Son Heung-min – nie ging es nur ums Faktische, sondern ums Verstehen, Einordnen, Entwickeln. So wurde Son Heung-min, weit vor dessen Europa-League-Finalsiegs mit Tottenham im Kurs besprochen. Aktualität und Kenntnisse internationaler Spieler, waren damit auch gegeben.

Erkenntnis: Der beste Scout irrt auch mal

Erfolg im Scouting? Meist unsichtbar, selten planbar. Viele beobachtete und gescoutete Talente schaffen es nicht in die Profiligen – vielleicht acht von 2000. Aber es bleibt: Leidenschaft, Integrität und der Wille, den Fußball besser zu machen.

Und zum Schluss…

Das erworbene FIGC-Diplom sehen wir eher symbolisch. Was zählt, ist das Wissen, das bleibt – und die Haltung: Im Sinne der Spieler, Talente und Trainer geben wir unser Bestes. Nicht stehen bleiben, nicht ins Blaue philosophieren – denn das wäre Rückschritt. Der Fußball rollt weiter. Und wir – Scouts, Beobachter, Vermittler, Trainer – wir tun alles, damit diese Leidenschaft weiterlebt. Deshalb an Gianfranco Multineddu, Roberto Venturini, den Referenten und Gästen, sowie allen Teilnehmern: Dankeschön für Inspiration, Einsichten und diesen ehrlichen Blick in das, was der Fußball wirklich ist – und was er sein kann.

GiD

Fußball, Scouting und Geschichte: Ein Wunder, das bleibt! Auf den Spuren von Hellas Verona, der Fußball-DNA Italiens – und einer U17, die träumen darf! 1985 wurde Hellas Verona mit einer „Billig-Elf“ sensationell Meister. 40 Jahre später begegnen wir dem Geist von damals wieder – zwischen Bentegodi und Provinzplätzen, zwischen Pasta und Prosecco, zwischen Tradition und Talentschmiede… eine davon ist in Pedemonte!

Ein Titel für die Ewigkeit – Wir erinnern uns noch gut! Verona, 1985, vor nunmehr 40 Jahren. Ein kleines Team, zwei Ausländer, ein großer Trainer: Osvaldo Bagnoli. Und am Ende: die italienische Meisterschaft. Es war ein Triumph gegen die Giganten – gegen Maradonas Neapel, Platinis Juventus, Rummenigges Inter Mailand. Und mit dabei, ganz neu, in der beliebten Serie A: Hans-Peter Briegel und der dänische Publikumsliebling Elkjaer Larsen. Eine „billige“ Mannschaft schlug die Millionenteams – ein Fußballmärchen, das bis heute nachwirkt.

Noch heute sind Briegel und Elkjaer Larsen wahre Legenden in Verona, die auch immer wieder vorbeischauen, und von den Tifosi frenetisch gefeiert werden.

40 Jahre später ist dieses Märchen noch immer lebendig. Es inspiriert, auch etwas in Fußballnostalgie zu schwelgen – Wir haben uns auch deshalb wieder auf die Reise begeben, und das Nützliche, den Kurzurlaub, mit der Fußballleidenschaft und als eigene Vorbereitung für unser „Scouting-Seminar“ des italienischen Verbandes verbunden. Wir wollten natürlich Hellas Verona im altehrwürdigen Stadion ‚Bentegodi‘ gegen Genua mit den tollen Fans, den tifosi, besuchen, aber davor auch die Region Venetien rund um Verona besser kennenlernen – wir wollen sehen, wie einzelne Provinzteams, ihre Jugendarbeit gestalten, wie die Koordination so läuft, wie sich der Jugendfußball entwickelt, mit welcher DNA der italienische Fußball von klein auf ausgestattet wird. Zwischen Gardasee, Jugendplätzen und dem ehrwürdigen Stadion Bentegodi, begeben wir uns auf Spurensuche.

Basislager Gardasee: Pastrengo im Herzen

Unser Hotel liegt malerisch in Pastrengo (keine Ahnung, warum ich mir diesen Namen nicht gut merken kann…)– auf den Hügeln über dem Gardasee. Lazise, Bardolino, die alten Wohnorte der Legenden Briegel & Co., sind gleich ums Eck. Und auch Verona mit dem Stadion Bentegodi ist nur 25 Minuten entfernt. Der kleine Ort lebt für den Fußball: Auf einem Mini-Kunstrasen-Calcettofeld spielt die U12 von US Pastrengo – engagiert, mit vielen Ballkontakten. Die Eltern sind mit Herz dabei, die Struktur stimmt. Der Herrenbereich kickt in der Landesliga. Es ist ein Ort, an dem man gerne beginnt, die Sportplätze liegen gleich über die Straße, nah am Hotel.

Pedemonte: Wo Elite heranwächst

Dank unseres Hellas-Freundes Elmar gelangen wir nach Pedemonte – in der Provinz Verona, mitten im Valpolicella-Gebiet. Eine ertragsreiche Landwirtschaft, viel Ruhe – und dann ein rot-weißes Vereinslogo mitten im Grünen, nur von ein paar Häusern umgeben. Die Polisportiva Pedemonte A.S.D. ist kein gewöhnlicher Club. Es ist eine zertifizierte „Scuola Calcio Elite“, eine Società Affiliata – also ein offizieller Ausbildungsstützpunkt des italienischen Fußballverbands. Und Hellas Verona beobachtet als Kooperationsclub weiter oben, in der Serie A ganz genau, welche Entwicklung die Junioren von Pedemonte so machen. Die Scouts und Späher sind allgegenwärtig.

Meisterlich: Die U17 von Pedemonte

Trotz Dauerregens haben sich am Sonntagvormittag viele Zuschauer am Spielfeldrand versammelt. Die U17 von Pedemonte ist längst souveräner Staffelsieger – mit über 100 Toren und kaum Gegentreffern. Und auch gegen ASD Mozzecane wird dominant gespielt: Endstand 5:1.

Gespielt wird mit Struktur und Plan: Ein variables 4-3-3, das auch mal zu einem 4-2-3-1 wird. Der Fokus: schnelle Ballgewinne, präzise Angriffe – diszipliniert umgesetzt von Trainer Claudio Cammarata und seinem Assistenten Riccardo Gaspatato.

Mindestens vier Spieler gelten als Perspektivspieler für die Herrenmannschaft, die aktuell in einer Art (wie in Deutschland), regionalen Verbandsliga spielt. Der Sportdirektor aus dem Juniorenbereich, Denis Benini, einst selbst ein guter Kicker gewesen, ist vor Ort, und beobachtet die Jungs und überzeugt sich davon, dass des Trainers Vorgaben ebenfalls umgesetzt werden. Aus einer sicheren und variablen Viererkette heraus, wird stets flexibel und schnell nach vorn gespielt. Aber Trainer Claudio Cammara und sein Assistent Riccardo Gaspatato haben die B-Jugendlichen gut vorbereitet – als zusätzliche Trainingseinheit gilt das Match – möglichst ab dem Mittelfeld in wenigen Spielzügen den Ball vor’s gegnerische Tor zu bringen. Die Abwehr bleibt engmaschig, rückt aber etwas auf. Die Abwehrarbeit zählt in Italien immer noch viel (selbst, wenn die Squadra Azzurra neulich beim 3:3 gegen Deutschland, in der ersten Halbzeit heillos überfordert, und die DFB-Elf spritziger wirkte). Die U17 ist nun zwar Meister, aber ausruhen gilt nicht: Schon in der Woche nach der Osterpause, geht es dann in den Playoff-Spielen um den Aufstieg. Einige Väter müssen nach dem 5:1 Kantersieg ein paar Schnitten und Prosecco-Flaschen springen lassen – ihre Söhne haben doppelt getroffen. Aber das machen sie ja sehr gern, wie wir bemerken.

„Die Abwehrarbeit zählt hier noch was – das merkt man von der U12 bis zur U17.“
– Denis Benini, Sportdirektor Juniorenabteilung

Fußballkultur abseits des Rampenlichts

Nach dem Spiel wird zusammen gegessen – unter dem Zelt, am Vereinsheim. Es gibt natürlich Pasta, Brötchen, ein paar Prosecco-Flaschen für die Eltern, von stolzen Vätern der Torschützen ausgegeben – die Mütter und Väter feiern ihre Jungs. Auch der unterlegene Gegner schaut kurz vorbei, gratuliert, und macht sich auf den Weg. Man kennt sich, man respektiert sich. Die Jugendabteilung von Pedemonte zeigt auch hier die Philosophie, die einen Stützpunkt-Verein des italienischen Fußballverbands so ausmacht: „Mit Anstand gewinnen und auch verlieren zu können“, sind sich die Väter und, teils auch Unterstützer, Elmar H. und Marco Segala, einig.

Die Club-Präsidentin und Geschäftsfrau, Martina Calza, dynamisch und präsent, schaut ebenfalls vorbei. Zusammen mit Club-Vize Claudio Farina sorgt sie dafür, dass in Pedemonte professionell gearbeitet wird – bei gleichzeitig familiärem Flair. Die „Giorgia Meloni des Fußballs“ wird sie von einem Vater augenzwinkernd genannt – eher eine Anspielung auf ihre Führungsstärke, nicht auf Politik. Sie lacht herzlich. Präsidentin Martina Calza ergänzt: „Fußball ist in Italien Herzenssache – und der Juniorenbereich das Fundament jedes Vereins.“ Die Vorstandfrau von Polisportiva Pedemonte, angesprochen auf den Status als zertifizierte Fußballschule, meint überzeugt:

„Man wird nicht einfach so zertifizierte Fußballschule. Das muss man sich verdienen.“ – Martina Calza, Präsidentin Pedemonte

Ein Abend im Bentegodi – und ein leises Echo

Als Scout aus Deutschland mache ich auch mit dem jungen Kollegen von Pedemonte, Nicolò, Bekanntschaft – er sichtet und beobachtet für Pedemonte, dem Vorzeigeclub, in der näheren Umgebung. Vorstandsfrau Calza begrüßt die Jungs, die Meister, am Tisch, währenddessen sorgen die zwei Bar-Frauen und Verkäuferinnen am Kiosk, Lory und Fabiola, für gute Laune. Dem Regen an diesem Tag bleibt keine andere Wahl, als zu weichen, ein bisschen blinzelt nun auch die Sonne. Etwas später, im Stadion ‚Bentegodi‘: Hellas Verona spielt gegen Genua. Die Stimmung ist groß – das Ergebnis ernüchternd: Null zu Null. Kaum Spektakel, viel Taktik, keine Tore. Aber das macht nichts. Wir wurden ja bereits in Pedemonte entschädigt. Denn die wahre Magie haben wir vormittags bei der U17 erlebt – im Dauerregen von Pedemonte, zwischen Meisterjubel und Elternbegeisterung.

Giovanni Deriu

Fußball, Porträts und Aktuelles: Diesmal eine „heiße Post“ zu Weihnachten nach Mailand. Der Inter-Star und türkische Regisseur, Hakan Çalhanoğlu, wird sich freuen. Die neuen Kickstiefel sind passgenau angefertigt worden – und sie kommen aus dem Raum Schwäbisch Hall. Mit ihnen wird Hakan die Bälle wieder ins Tor zirkeln…

Die Geschichte ist kurz und knapp erzählt, wenn der Präsident und Sponsor der SSV Schwäbisch Hall, Ali Tercan, und wir von Checkfussballberater.de, zu Tische sitzen, dann streifen wir immer viele Themen rund um den (Amateur-)Fußball, Trainer, Spieler und Talente werden besprochen und bewertet – und am Rande, blitzen dann wieder interessante Storys auf, die auch zeigen, dass Ali Tercan quasi überall zugegen ist.

Ob Schwäbisch Hall, Istanbul, Barcelona oder Mailand – Hauptsache, Tercan verknüpft das Business, auch mit den angenehmen Dingen – und dazu gehört meist der Fußball. Dass diesmal auch mal wieder der türkische Lieblingsstar und INTER-Regisseur , Hakan Çalhanoğlu, das große Thema war, kam eher zufällig, als wir nachfassten – ja, wir mussten es dem Guten Ali, einfach aus der Nase ziehen (immerhin unser Talent!)

Über Ali Tercan und Hakan Çalhanoğlu hatten wir hier ja schon berichtet: ( https://checkfussballberater.de/fussball-portraets-und-mehr-wenn-ein-meister-aus-mailand-die-champions-aus-hall-gruesst-mit-inter-mailand-das-begehrte-scudetto-gewonnen-nahm-sich-hakan-calhanoglu-die-zeit-live-aus-dem-wohnzim/ )

Die absolut stylish designten Kickstiefel, dezent farbig mit den Namen von Calhanoglus Kindern auf dem Schuh, enstanden im Fußballkosmos von 11-Teamsports aus Satteldorf, direkt an der Autobahn. Schwäbisch Hall gerade einmal 15 Minuten entfernt. (https://www.11teamsports.com/de-de/11teamsports/ueber-uns/)

Das Sportunternehmen 11-Teamsports, wächst rapide, und sorgt für die adäquate Ausstattung von Sportmannschaften, besonders Fußballteams, und es ist bekannt dafür, dass die Kundennähe und Betreuung groß geschrieben wird!

Dass SSV-Präsident Ali Tercan gut vernetzt und in Sachen Sport-Ausrüstungen stets im Bilde ist, bis hinunter in die Jugendabteilung, ist hinlängst bekannt. Aber, so fügt Tercan lächelnd hinzu, „Um Alles kann ich mich im Verein auch nicht kümmern…“, aber selbst die SSV Schwäbisch Hall als Landesligist, verlangt viel „Zeit und HIngabe“, dazu die nötige Professionalität, um Strukturen und Auftreten zu festigen. Die Identifikation ist Alles!

Kurzum, so ganz nebenbei hat Tercan den Anruf bekommen, Hakans Kickschuhe sind abholbereit. Und wir waren quasi live dabei, bei der Begutachtung der „Heiligen Fußballschuhe“, echte Unikate.

Vielleicht, nein, fast sicher, davon können wir ausgehen, wird Ali Tercan, der Macher der SSV Hall, die edlen Schuhe natürlich persönlich in Mailand überbringen. Dort, wo Hakan Çalhanoğlu , der gebürtige „Monnämer“, beim SV Waldhof Mannheim lernte Hakan einst das Fußball-Einmaleins, jetzt Publikumsliebling im „San Siro“(wie das Giuseppe Meazza Stadion sonst genannt wird) ist. Hakan ist ein echter Wahl-Italiener, parliert längst fließend Italienisch.

Die INTER-Tifosi lieben und vereheren ihn, obwohl Hakan auch schon für den Rivalen AC Mailand die Kickstiefel schnürte. Wahrscheinlich ganz andere, als die, die ihm nun Ali Tercan überbringen wird. Auf fast heimlicher Mission – denn wer weiß, wer noch so scharf auf diese Kickstiefel wäre… ?