Eine Nacht, die Hoffnung zurückbringt! Eine Nacht, die aber nicht dazu verleiten darf, die Realität zu vergessen. Italia hob wieder ab, stark verändert.
Diese italienische Nationalmannschaft war in Bursa kaum wiederzuerkennen – und gerade deshalb plötzlich wieder erkennbar. Erkennbar in ihrer Identität, in ihrem Mut, in ihrer Dynamik und in ihrem Willen, Fußball aktiv zu gestalten.
Nach der bitteren Niederlage gegen Belgien folgte eine Antwort, mit der wohl kaum jemand gerechnet hatte: 4:1 gegen die Türkei von Vincenzo Montella.
Nicht nur das Ergebnis beeindruckte. Vor allem die Art und Weise.
Italien dominierte die erste Halbzeit mit einer Mischung aus Tempo, Technik, Aggressivität und taktischer Klarheit. Ein Fußball, der lange vermisst wurde. Ein Fußball, der an bessere Zeiten erinnerte.
Die Mannschaft von Roberto Mancini wirkte plötzlich leicht – trotz schwieriger Bedingungen, trotz des schlechten Rasens, trotz des Drucks nach den letzten enttäuschenden Auftritten.Der italienische Fußball lebt von Emotionen. Und in Bursa bekam er seine Emotionen zurück.
Natürlich darf man nicht vergessen: Diese Türkei war nicht die stärkste Version ihrer selbst. Die Ausfälle von Hakan Calhanoglu und Kenan Yildiz waren spürbar. Trotzdem bleibt ein Auswärtssieg in dieser Atmosphäre alles andere als selbstverständlich.
Vincenzo Montella musste von der Seitenlinie aus beobachten, wie seine Mannschaft praktisch überrollt wurde. Ausgerechnet vor einem Mann, der den Spitznamen „Aeroplanino“ trägt, zeigte Italien wieder Flügel.
Aber: Fliegen bedeutet nicht automatisch, schon am Ziel angekommen zu sein.Die italienische Mannschaft braucht weiterhin Stabilität. Genau darauf weist auch Fabio Licari von der Gazzetta dello Sport hin: Man darf sich von dieser starken Nacht nicht blenden lassen. Jetzt wartet Frankreich – und dort wird sich zeigen, wie weit Italien wirklich ist.
Der große Unterschied zu den letzten Monaten: Dieses Mal gab es Antworten auf dem Platz. Mancini veränderte die Mannschaft mutig, brachte neue Kräfte und bekam sofort Wirkung.
Kayode war auf der rechten Seite überragend. Dynamisch nach vorne, aufmerksam gegen den Ball und sogar als Torschütze erfolgreich.
Später spielte die Squadra Azzurra dann in Paris nochmals 1:1 gegen Frankreich Elf um Zinedine Zidane, lag 0:1 zurück, und traf fast im Gegenzug durch einen aufmerksamen Bastoni zum 1:1 – Weltklasse war auch Torspieler Donnarumma, sowie die gesamte Abwehr, an der sich die Franzosen die Zähne ausbissen. Es kann nur so funktionieren, auf der eigenen Fußballkultur und DNA aufzubauen, und diese war immer, aus einer starken italienischen Abwehr heraus. Egal ob 3-5-2, 4-2-3-1 oder 4-3-3 , variabel gestaltet, verteidigte die Squadra Azzurra mit zwei engmaschigen Viererketten, oder phasenweise gar mit einem 6-3-1…
Die DFB Elf mit Jürgen Klopp: Groß waren die Erwartungen an den „Heilsbringer“ Klopp, nur, auch er steht erst am Anfang, aber die Fans und Medien sind auf seiner Seite, weil Klopp gut erklärt und ein Menschenfänger ist. Bis zur Implementierung seines Pressing-Systems, wird es noch dauern, dazu braucht es auch die jungen, willigen, laufstarken Spieler, aus 44 gecasteten Kickern, gilt es die 24 Besten zu finden… Nur ein Sieg aus vier Spielen ist mau, darunter ein 0:1 gegen Griechenland daheim, und ein torloses Remis in Griechenland…
Es gibt Turniere, die sind Pflichttermine. Und es gibt Turniere, die längst zu einer Institution geworden sind. Der A-Junioren Bundesliga Sparkassen-Cup in Schwäbisch Hall gehört ohne Zweifel zur zweiten Kategorie. Bereits zum 23. Mal treffen sich hier einige der besten Nachwuchsmannschaften Deutschlands, um den letzten Feinschliff vor der neuen Saison zu holen. Gleichzeitig ist das Turnier seit Jahren ein Magnet für Scouts, Berater und Fußballfachleute aus dem gesamten Bundesgebiet.
Schon der Auftakt machte Lust auf mehr. Bei herrlichem Sommerwetter kamen rund 800 Zuschauer nach Schwäbisch Hall und sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse. Auf und neben dem Platz war sofort zu spüren: Hier wird nicht nur Fußball gespielt – hier werden Entwicklungen beobachtet, Karrieren begleitet und vielleicht die ersten Kapitel neuer Bundesliga-Geschichten geschrieben.
Der Sparkassen-Cup ist längst mehr als ein Vorbereitungsturnier. Er ist ein Schaufenster des deutschen Nachwuchsfußballs. Wer hier überzeugt, landet automatisch auf den Notizblöcken zahlreicher Scouts. Und genau deshalb lohnt sich jeder Blick über den Spielfeldrand.
Noch im vergangenen Jahr begeisterte Bayerns Ausnahmetalent Lennart Karl in Schwäbisch Hall die Zuschauer. In früheren Jahren liefen hier bereits Mesut Özil, Sami Khedira, Youssoufa Moukoko oder Paris Brunner auf. Namen, die damals Talente waren und heute jeder Fußballfan kennt. Auch diesmal hört man bereits die ersten interessanten Namen rund um das Turnier. Doch noch ist Geduld gefragt. Die ersten Eindrücke müssen sich über mehrere Spiele bestätigen. Genau das macht seriöse Talentbeobachtung aus.
Dass der Sparkassen-Cup bundesweit inzwischen einen ausgezeichneten Ruf genießt, zeigt auch die Entwicklung des Teilnehmerfeldes. Der SC Freiburg und der FC Bayern München sind mittlerweile zum zweiten Mal mit voller Überzeugung dabei. Das ist kein Zufall.
Ein verantwortlicher Chefscout des SC Freiburg brachte es im Gespräch treffend auf den Punkt: „Schwäbisch Hall hat sich wirklich etabliert. Das Niveau ist hoch und die Organisation hervorragend.“
Mehr Anerkennung kann es für die Verantwortlichen kaum geben.
Und genau hier kommt ein Mann ins Spiel, der selbst nie das Rampenlicht sucht. Thorsten Schift.
Der Multifunktionär, und bis vor kurzem noch Trainer der Sportfreunde Schwäbisch Hall, ist längst als „Mister Sparkassen-Cup“ bekannt. Jahr für Jahr gelingt es ihm gemeinsam mit einem außergewöhnlich engagierten Helfer- und Organisationsteam, dieses Turnier nahezu geräuschlos auf höchstem Niveau zu organisieren. Gerade wenn im Hintergrund alles funktioniert, merkt man, wie viel Arbeit tatsächlich dahintersteckt. Gute Organisation ist im Fußball wie ein gutes Mittelfeld: Sie fällt oft erst dann auf, wenn sie fehlt.
Ebenso erfreulich ist das Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern des deutschen Nachwuchsfußballs. Norbert Elgert von der Schalker Knappenschmiede gehört fast schon zum Inventar dieses Turniers. Dazu kommen zahlreiche Scoutingkollegen, die den Sparkassen-Cup seit weit mehr als 15 Jahren besuchen. Man kennt sich, tauscht Eindrücke aus und diskutiert über Spieler, Entwicklungen und Perspektiven. Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz dieses Turniers aus.
Natürlich richtet sich der Blick auch auf den Gastgeber.
Dass die A-Junioren der Sportfreunde Schwäbisch Hall nach ihrem verdienten Aufstieg selbst Teil dieses hochklassigen Teilnehmerfeldes sind, passt hervorragend zum Gesamtbild.
Und die Mannschaft von Trainer Anil Öztürk sowie Co-Trainer Yilmaz verkaufte sich gegen den VfB Stuttgart ausgesprochen teuer.
Das 1:3 klingt am Ende deutlicher, als der Spielverlauf tatsächlich war.
Über lange Phasen begegnete Hall dem Favoriten auf Augenhöhe. Das zwischenzeitliche 1:1 war absolut verdient, und die Zuschauer honorierten den mutigen Auftritt mit viel Applaus. Die Sportfreunde spielten gepflegten, strukturierten Fußball und versteckten sich keineswegs.
Doch gegen Mannschaften wie den VfB entscheidet oft nicht eine halbe Stunde, sondern eine einzige Minute.
Nach einem Dreifachwechsel schlichen sich zwei nahezu identische Fehler ein. Zweimal versuchte Halls Nummer 14, den Gegenspieler auf engstem Raum auszuspielen. Gleich zweimal ging der Ball verloren. Gegen Spitzenmannschaften ist das, etwas plakativ formuliert, absolut tödlich. Große Topclubs wie der VfB Stuttgart, bestrafen solche Situationen kompromisslos. Und so haben die Jungs vom Wasen die Situation auch sofort (aus)genutzt. Genau diese individuelle Qualität machte letztlich den Unterschied.
Dennoch überwog nach dem Schlusspfiff der positive Eindruck, es gab viel Applaus. Diese Leistung macht Mut für die anstehende Saison.
Auch die übrigen Partien bestätigten das hohe Niveau des Turniers.
Eintracht Frankfurt überzeugte mit einer reifen Vorstellung gegen den FC Bayern München. Ebenso entwickelte sich das Duell zwischen Schalke 04 und der TSG Hoffenheim zu einer intensiven und ausgeglichenen Begegnung, in der viele kleine Details den Unterschied machten.
Schon der erste Turniertag zeigt eindrucksvoll, weshalb der Sparkassen-Cup bundesweit einen so hervorragenden Ruf genießt.
Hier treffen sich leistungsorientierte Nachwuchsfußballer, renommierte Trainer, erfahrene Scouts und Berater. Hier wird Fußball nicht nur gespielt, sondern gelesen – fast wie ein offenes Buch, in dem jede Aktion eine neue Zeile schreibt. Manche Kapitel enden im Nachwuchsbereich, andere beginnen genau hier ihre Reise Richtung Profifußball.
Die Rahmenbedingungen stimmen, die Organisation überzeugt, das sportliche Niveau ist hoch und die Begeisterung der Zuschauer ist spürbar.
Der Sparkassen-Cup bleibt das, was er seit vielen Jahren ist: einer der wichtigsten Treffpunkte des deutschen Nachwuchsfußballs.
Und wer weiß – vielleicht haben wir an diesem Wochenende bereits den nächsten Bundesligastar gesehen, ohne es heute schon zu wissen.
Un club storico, passato appena quattordici anni fa dalla 2. Bundesliga, poi precipitato tra crisi sportive, instabilità e delusioni continue. Aalen sembrava aver perso identità, fiducia e prospettiva. E invece, nel silenzio operoso del ‚Rohrwang‘ dové l’arena, qualcosa è cambiato davvero. Non con proclami. Non con investimenti folli. Ma con idee, lavoro e personalitá.
Dietro questa rinascita ci sono due uomini dal cuore italiano: Beniamino Molinari (la famigia di Napoli) e Giuseppe Catizone (Calabria)
Un tandem moderno e complementare. Uno vive il calcio con energia, emozione e spirito offensivo. L’altro porta calma, lettura tattica e organizzazione.
Insieme hanno rimesso in piedi un club che sembrava smarrito. E soprattutto hanno restituito anima a una squadra che l’aveva persa.
Molinari, nato a Schwäbisch Gmünd, è stato per anni un attaccante prolifico nei campionati del sud della Germania. Oltre 200 reti in carriera, raccontano quelli che lo conoscono bene. Numeri forse mai contati davvero, perché “Beni” ha sempre preferito il campo alle statistiche.
Da allenatore ha mantenuto la stessa filosofia: calcio offensivo, aggressivo, intenso. “Offensiv, wild und voller Energie”, ripete spesso.
Dopo le esperienze alla TSG Backnang e al TSV Essingen, il salto nel professionismo è arrivato grazie ad un vecchio compagno di viaggio: Alexander Zorniger. Con lui, Molinari ha conquistato il titolo cipriota con l’Apollon Limassol, vivendo un’esperienza che lo ha profondamente formato. Successivamente è arrivata anche l’esperienza allo FC Schalke 04, in uno degli ambienti più esigenti del calcio tedesco.
Esperienze che oggi si riflettono chiaramente nel suo lavoro ad Aalen. Molinari trasmette fame, mentalità e coraggio. E soprattutto ha saputo creare un gruppo compatto.
Al suo fianco lavora Giuseppe Catizone. Ex professionista del VfB Stuttgart, cresciuto nella scuola calcistica sveva, Catizone rappresenta il lato razionale dello staff tecnico.
Se Molinari accende la squadra, Catizone la equilibra. Analisi tattica, preparazione delle partite, calci piazzati, dettagli strategici: moltissimo passa dalle sue mani.
Ma il suo peso umano conta altrettanto. I giocatori ascoltano “Giuse”, si fidano della sua esperienza e percepiscono immediatamente la credibilità di chi il calcio professionistico lo ha vissuto davvero.
Anche Catizone arrivava da un successo importante: la promozione in Verbandsliga con il FSV Waiblingen. Subito dopo i festeggiamenti, erano già iniziate le prime riunioni con Molinari per pianificare il futuro del VfR Aalen.
I due si conoscono da oltre vent’anni. Giocavano insieme alla Normannia Gmünd. Condividono cultura calcistica, mentalità e ambizione.
E oggi questa sintonia si vede chiaramente in panchina. Emozione e analisi. Intensità e calma. Fuoco e controllo.
Il VfR Aalen gioca con identità, coraggio e organizzazione. La squadra appare finalmente viva, unita e mentalmente forte.
La promozione in Regionalliga rappresenta molto più di un semplice salto di categoria. È il simbolo di una ricostruzione credibile. Di un club che ha ritrovato stabilità e ambizione.
Nel calcio moderno, spesso dominato dall’improvvisazione, il lavoro di Molinari e Catizone assomiglia davvero ad un piccolo capolavoro sportivo. E forse il viaggio non è ancora finito.
Perché entrambi custodiscono da sempre lo stesso sogno: allenare un giorno nella loro Italia. La terra delle origini, della famiglia e della passione calcistica.
E chissà che, prima o poi, una panchina italiana — magari in Serie D, oppure ancora più in alto — non aspetti davvero i due italosvevi che hanno riportato il VfR Aalen alla vita.
Il capolavoro del VfR Aalen è stato praticamente sigillato nella decisiva sfida di Heilbronn contro il Neckarsulm. A firmare il gol dell’1-0, quasi simbolicamente, è stato un altro italiano: Luigi Campagna, autore di una rete pesantissima nel momento più importante della stagione. A la fine hanno festegiatto un 4-0 con 2000 tifosi fuori casa.
Eines steht fest, Beniamino Molinari wurde extra dafür verpflichtet, mit dem VfR Aalen dorthin zurückzukehren, also aufzusteigen, woher der Gegner aus Göppingen gekommen ist: nämlich in die Regionalliga Südwest. Und es sieht nach dem 3:1-Sieg über den Göppinger SV auch ganz gut aus. Es war ein Ergebnis mit Signalwirkung im Aufstiegsrennen der Oberliga Baden-Württemberg. Der Tabellenführer baut seinen Vorsprung auf fünf Punkte vor dem VfR Mannheim aus – und hat dazu sogar noch ein Spiel weniger absolviert.
Doch dieses Spiel war mehr als nur ein weiterer Dreier.
Es war ein Derby mit Atmosphäre, taktischer Würze – und italienischem Trainerflair an der Seitenlinie
Drei italienische Trainer prägen das Oberligaderby Im Mittelpunkt standen drei Trainerpersönlichkeiten: Gianni Coveli. Beniamino Molinari und Giuseppe Catizone.
Auf Göppinger Seite steht mit Coveli eine echte Institution. Der frühere Mittelfeldspieler – unter anderem bei den Stuttgarter Kickers – prägt den Göppinger SV seit vielen Jahren. Als Trainer führte er den Verein Schritt für Schritt nach oben und schaffte sogar den Sprung in die Regionalliga Südwest.
Gianni Coveli gilt als Trainer mit klarer Spielidee: offensiver Fußball, Mut zum Risiko und Vertrauen in junge Talente. Schon als Spieler dachte er taktisch, und zwar wie ein Trainer – der verlängerte Arm der Bank auf dem Platz.
In Göppingen ist er längst mehr als nur Coach. Er ist Sportvorstand, Impulsgeber und Identifikationsfigur zugleich. Besonders gefeiert wurde er in der Saison seines zehnjährigen Trainerjubiläums, als der Verein sportlich große Erfolge erlebte. Der Aufstieg in die Regionalliga war das berühmte i-Tüpfelchen. Leider, ging es nach nur einer Saison wieder hinunter in die Oberliga. Das war ganz klar „Lehrgeld“ das sie in der Regionalliga bezahlen mussten, gibt Coveli zu. In einer Liga, in der an die 12 Vereine unter absoluten Profibedingungen trainieren, war der Göppinger SV eben immer noch ein Club mit Amateurflair, gegebenenfalls ein Hauch von Semiprofessionalität, aber trainiert wurde eben meist feierabends, erst nach der Arbeit der Spieler und Trainer. Und klar, auch Geld und Sponsoren sind in der Regionalliga enorm wichtig. In der nächsten Saison 2026/27 möchte Coveli mit dem GSV einen neuen Anlauf starten. Die Kaderplanungen laufen bereits, bestätigte der Chefcoach.
Doch an diesem Nachmittag stand ihm, Gianni Coveli, ein Trainerduo gegenüber, das aktuell die Schlagzeilen in Aalen prägt.
Beniamino Molinari – vom Torjäger zum Trainer
Cheftrainer Beniamino Molinari ist ein Fußball- und Familienmensch durch und durch. Der gebürtige Schwäbisch Gmünder war früher selbst ein gefürchteter Strafraumstürmer. Über 200 Tore soll er in rund 23 Jahren aktiven Fußball erzielt haben – genau gezählt hat er nie. Seine erfolgreichste Zeit hatte er beim, mit dem er mehrere Titel gewann.
Früh zeichnete sich ab, dass Molinari dem Fußball auch nach seiner Spielerkarriere treu bleiben würde.
Trainerstationen bei der TSG Backnang und beim TSV Essingen machten ihn im süddeutschen Amateurfußball schnell bekannt. Seine Teams spielten offensiv, intensiv und mutig – genau so, wie Molinari selbst den Fußball liebt. „Offensiv, wild und voller Energie“, so beschreibt er seine Spielphilosophie.
Später arbeitete Molinari im Trainerstab des Traditionsvereins FC Schalke 04 unter Frank Kramer.
Erfahrungen, die ihn geprägt haben.
„Der Profifußball tickt anders“, sagt Molinari heute. „Das muss man wissen.“ Trotz verschiedener Anfragen anderer Vereine blieb er stets ruhig und analysierte, welcher Verein tatsächlich in Frage käme. Molinari reflektiert seine Erfahrungen, arbeitete zwischendurch an weiteren Trainerlizenzen und entwickelt dabei auch seine Ideen weiter – ohne Hektik – und das kommt nun, wie man sieht, dem VfR Aalen zu Gute, für den sich Molinari letztendlich bewusst entschied – nicht weit von Daheim entfernt, und dass man in Aalen etwas bewegen kann, wusste „Beni“ Molinari sofort, selbst, wenn es im Aalener Umfeld nie richtig einfach zu sein scheint. Ein Auf- und Ab, in den vergangenen Jahren. Doch jetzt, wirkt alles viel professioneller im Rohrwang. „Natürlich ist das Umfeld auch wichtig, damit die Trainer und Spieler in Ruhe und konzentriert arbeiten können“, unterstreicht Molinari.
Giuseppe Catizone – der ruhige Taktiker im Trainerteam
An Molinaris Seite arbeitet Giuseppe Catizone, ehemaliger Bundesligaspieler des VfB Stuttgart. Beim VfB in der Jugend wurde „Giuse“ auch ausgebildet.
Catizone gilt als analytischer Kopf im Trainerteam des VfR Aalen. Während Molinari emotional und impulsiv coacht, sehr wichtig für eine offensive Spielweise mit steter Kontrolle über die Abwehr, bringt Catizone all seine Ruhe(das ist auch sein Naturell), Struktur und Erfahrung ein.
Standardsituationen, Spielanalyse, taktische Feinheiten – vieles läuft über seine Vorbereitung (wichtige Details, die ein Spiel mitentscheiden können, interessant auch das Interview mit Giuse von einst: https://www.rund-magazin.de/news/1461/80/Interview-Giuseppe-Catizone/ ). Gleichzeitig ist er für viele Spieler ein wichtiger Ansprechpartner, der seine Erfahrungen aus dem Profifußball weitergibt. Und da hat der Italoschwabe aus Fellbach ein großes Repertoire. Bereits der FSV Waiblingen konnte von Catizone profitieren, denn vor der Anfrage Molinaris und seinem Engagement in Aalen, brachte Catizone die Waiblinger in die Verbandsliga. Gleich nach der Meisterfeier in Waiblingen, fanden bereits der Ideenaustausch und die Planungen für die neue Oberligasaison in Aalen statt.
Die beiden Trainer, „Moli“ und „Giuse“, kennen sich seit mehr als zwanzig Jahren – damals standen sie gemeinsam bei Normannia Gmünd auf dem Platz. Beide wurden auch von Alexander Zorniger geprägt. Heute funktioniert diese Kombination auch auf der Bank: Emotionales und motivierendes Coaching, trifft auf Analyse, und „Ruhig Blut, con calma“, wenn es zu hitzig auf dem Feld wird. Kurz, die Spieler, das merkt man, fühlen sich gut aufgehoben und supported.
Göppinger SV überrascht den Tabellenführer
Für ein tolles Derby war alles angerichtet. Das Spiel selbst begann allerdings überraschend. Der Göppinger SV startete stark, technisch sauber und aggressiv in den Zweikämpfen. Das kompakte 5-3-2-System funktionierte hervorragend. Manchen vielleicht etwas zu defensiv, doch dazu muss man dann die Spielweise Covelis verstehen, und auch erklären, dass nämlich die Abwehrspieler, zum Beispiel Bastian Frölich und auch Filip Milisic, die Order haben, sich immer wieder in die Offensive zu begeben. Und das trägt tatsächlich oft Früchte.
Bereits in der 7. Minute gingen die Gäste verdient in Führung. Torschütze? Abwehrspieler Frölich, über eine schöne „Kombi“ mit Milisic. 0:1, aus Sicht des VfR.
An der Seitenlinie reagierte Molinari sofort: „Kommt, aufwachen…!“
Der VfR Aalen hatte zunächst Mühe, ins Spiel zu finden. Das eigene 4-5-1, wirkte oft eher wie ein 4-4-2-System, griff jedoch noch nicht richtig, während Göppingen diszipliniert verteidigte.
Das Eigentor der Göppinger war dann schon eine Art Wendepunkt.
Es fiel das Tor, das dem Spiel eine neue Richtung gab. Das 1:1 entstand plötzlich – ein Eigentor aus dem Nichts, bestätigten beide Trainer nach der Partie.
„Erst dann konnten wir uns etwas befreien“, erklärte Molinari später.
Der Treffer brachte Aalen zurück ins Spiel. Der Tabellenführer gewann mehr Kontrolle im Mittelfeld und fand zunehmend besser in die Partie. Die VfR-Abwehr kann man schon als Kernstück bezeichnen, Sicherheit ist wichtig, aber dennoch zeigt Molinaris Spielphilosophie, dass so schnell wie möglich nach Ballgewinn, über die Schnittstellen im Mittelfeld, nach vorn gespielt wird. Wichtig sind beim VfR Aalen die „Achsenspieler“, Döringer, sowie der erfahrene Ali Odabas, und je nachdem, über welche Seite, Reece Hannam, der sich für keinen Weg zuweit ist, wie auch der Trainer festhielt (Molinari: „Normalerweise, lobe ich Einzelne selten…“). Oft geht es dann geht flugs über Luigi Campagna,der Bälle sichert und abfängt aber gleichzeitig, sehr schnell Kindsvater oder Maksimovic sucht. Kindsvater und Maksimovic bekamen dann auch viel Freiraum, da Antlitz die Göppinger Abwehr beschäftigte, und auch Vico Meien wirbelte, rannte des Sechzehner an, und schuf Räume für Maksimovic, der immer wieder gefährlich agierte.
VfR Aalen dreht das Derby Nach der Pause wurde der VfR stärker. In der Halbzeit wurden wohl nochmals Abläufe erklärt.
In der 54. Minute erzielte Kindsvater die Aalener Führung. Die OstalbArena explodierte förmlich vor Begeisterung. Die Fans sangen, trommelten und machten Rabatz. Nach den Toren ertönte aus den Lautsprechern ein Lied, das inzwischen fast schon zum Aalener Heimspiel gehört: „E vola, vola…“ – die pure Partystimmung, da springen dann auch die Fans auf der Tribüne von ihren Sitzen und feiern. Ja, das kann man schon sagen, VfR-Stadionsprecher, Michael „Flex“ Flechsler, beherrscht die Klaviatur der guten Laune, besonders, wenn das Wetter grau und trüb ist.
Der bekannte Stadionsprecher des VfR Aalen: Michael „Flex“ Flechsler
Ein passender Soundtrack zudem – denn der VfR schien nun tatsächlich zu fliegen. Vieles ging nun leichter, so schien es, dennoch gaben die Göppinger nie auf, kämpften um jeden Ball und Zentimeter auf dem Feld. Viele dachten wirklich, entweder ein 3:1 oder es endet 2:2.
Die Entscheidung fiel schließlich in der 84. Minute. Maksimovic, ein überragender und umsichtiger Spieler, traf zum 3:1 und machte den Derbysieg perfekt.
Kurz vor Schluss war Molinaris Stimme noch einmal über den Platz zu hören:
„Hey – Nur noch 5-4-1 bitte!“, die Order ging an seine Mannen, vier Minuten Nachspielzeit – dann war das Spiel entschieden.
Große Emotionen nach dem Schlusspfiff Nach dem Abpfiff feierten die Aalener Fans ausgelassen. Stadionsprecher„Flex“ ließ die Stimmung noch einmal hochleben.
Auf Göppinger Seite dagegen herrschte eher Nachdenklichkeit.
Trainer Coveli analysierte das Spiel nüchtern:
„Aalen ist wirklich eine Klasse für sich. Ein Unentschieden wäre jedoch gerechter gewesen.“ Dann folgte ein Satz, der für ein hörbares Raunen sorgte:
„Sei’s drum – ich gratuliere dir, Beni, schon jetzt zur Meisterschaft.“
Ein Derby mit Bedeutung für die Oberliga
Ob diese Prognose tatsächlich eintrifft, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Doch eines steht fest: Der VfR Aalen ist aktuell das Maß der Dinge in der Oberliga Baden-Württemberg. Der Göppinger SV wiederum bleibt ein Gegner, der mit Leidenschaft, Organisation und Trainerkompetenz jedem Team Probleme bereiten kann. Und wenn diese beiden Mannschaften aufeinandertreffen, entsteht fast immer das, was Fußballfans lieben: Ein intensives Derby voller Emotionen, Geschichten und Charaktere.
Giovanni Deriu
NACHTRAG, ein Kurz-Interview mit Marc Elser, der als Sportdirektor auch maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass das Team, der Kader, und alle die dazugehören, in Ruhe arbeiten können. Wir erreichten ihn am nächsten Tag, Marc Elser war beruflich, wie so oft, „on the road“.
Hallo Marc, Du als Sportlicher Leiter, hast natürlich auch einen Anteil am bisherigen Erfolg, hattest Du damit gerechnet, dass er sich so schnell einstellt? Marc Elser: In gewisser Hinsicht kann man den Erfolg natürlich ein Stück weit planen, dass wir aber mittlerweile im zweiten Jahr (Anmerkung: vom auferlegten Dreijahresplan) mit so einer Dominanz momentan die Liga beherrschen, ist natürlich sensationell. Die Stellschrauben an denen wir in den vergangenen anderthalb Jahren gedreht haben, scheinen ineinander zu greifen. Dennoch sind wir noch lange nicht durch, und stehen erst am Anfang unserer Vision…
Ab wann plant man konkret für die Regionalliga, laufen bereits die ersten Schritte dafür? Marc Elser: Natürlich planen wir zweigleisig, für die Ober – aber genauso wie für die Regionalliga Südwest. Die jeweiligen Lizenzanträge liegen bereits den Verbänden vor. Die sportliche Planung begann bereits im vergangenen Jahr, schon im Laufe der Vorrunde.
Was glaubst Du, welche Hauptgründe es dafür gibt, dass der VfR auch insgesamt wieder besser in der Stadt, und bei den Fans, ankommt? Marc Elser: Natürlich trägt der momentane sportliche Erfolg immer etwas dazu bei. Ich denke aber auch, dass die Region unsere Arbeit im Verein wahrnimmt, und sieht, dass durch diese wachsende Gemeinschaft im Umfeld, neue Dinge entstehen und wachsen können. Wir im Präsidium, und auch da sind wir ein Team, versuchen sehr transparent, bodenständig und nachhaltig zu arbeiten. In der Hoffnung, dass das auch genauso angenommen wird.
Und doch sitzt man jedes Wochenende wieder da – mit diesem leisen, kindlichen Trotz im Herzen. Mit der Hoffnung, dass es eben nicht immer die Reichen sind. Dass es noch diese eine Mannschaft gibt, die sich nicht berechnen lässt.
Vielleicht ist das naiv. Vielleicht ist es genau das, was diesen Sport rettet.
Denn immer wieder stehen plötzlich Teams da oben, die niemand eingeladen hat. Und dann beginnt dieses Flüstern. Erst in den Kurven. Dann in den Medien. Und irgendwann im ganzen Land.
So entstehen Legenden.
Leicester und die Explosion des Glaubens
Als Leicester City 2016 die Premier League gewann, war das kein Betriebsunfall – es war ein Aufstand gegen die Logik. Unter Claudio Ranieri wuchs eine Mannschaft zusammen, die diszipliniert verteidigte, gnadenlos konterte und mental unerschütterlich blieb. Ein Star war natürlich als Goalgetter, Jamie Vardy…
Kein Starensemble. Kein Milliardenprojekt. Nur Überzeugung.
Montpellier statt PSG
2011 setzte Frankreich auf Paris. Doch Meister wurde Montpellier HSC. Olivier Giroud traf 21-mal, Trainer Girard formte aus Außenseitern eine verschworene Einheit.
Kein Glanz. Keine große Bühne. Aber ein Team, das wusste, wofür es kämpft.
Kaiserslautern – Rehhagels Meisterstreich
1998 gelang dem 1. FC Kaiserslautern das Undenkbare: Aufstieg – und direkt Meister.
Angeführt von Otto Rehhagel, einem Trainer, der wusste, dass Struktur stärker ist als Eitelkeit. Defensive Stabilität, klare Rollen, Selbstvertrauen. Gleich am ersten Spieltag Sieg in München.
Das war kein Märchen. Das war akribische Arbeit – mit Mut.
Hellas Verona – der italienische Paukenschlag
1985 stellte Hellas Verona FC die Welt auf den Kopf.
Vor ihnen: Maradona, Platini, Rummenigge. Hinter ihnen: die gesamte Hierarchie des italienischen Fußballs.
Trainer Osvaldo Bagnoli baute keine Showtruppe. Er baute ein Kollektiv. Mit Preben Elkjaer-Larsen, Hans-Peter Briegel und Giuseppe Galderisi hatte Verona Qualität – aber keine Übermacht.
Was sie hatten, war Balance. Physis. Disziplin. Und diesen unerschütterlichen Glauben, der größer war als jedes Stadion.
Der FC AC HellasVerona spielte damals nicht für Schlagzeilen. Verona spielte für Geschichte. Das Team von einst, mit Hans-Peter-Briegel, Preben Elkjaer-Larsen, Galderisi, Fanna, Marangon oder Keeper Garella, wird heute noch gefeiert für dieses Fußballmärchen, das aus einem Teamspirit entstanden ist…
Weitere Sensationsmeister
UC Sampdoria 1991 – Vialli und Mancini schossen Genua ins Glück.
Nottingham Forest unter Brian Clough – vom Aufsteiger zum Meister und zweimal Europas Krone.
Blackburn Rovers 1995 – die „SAS“ als Albtraum der Favoriten.
Deportivo La Coruña – das „Super Depor“.
Bursaspor 2010 – Ende der Istanbuler Vorherrschaft.
Boavista FC 2001 – Titelklau in Portugal.
Trainer Vujadin Boskov, Überraschungsmeister mit Sampdoria Genua, 1991!
Und auch Nationalteams schrieben Wunder
Die Dänische Fußballnationalmannschaft 1992 – als Nachrücker zur EM – und am Ende ganz oben.
Die Griechische Fußballnationalmannschaft 2004 – diszipliniert, defensiv kompromisslos, getragen von echtem Team Spirit. Rehhagel setzte auf eine starke Abwehr, klare Abläufe, totale Geschlossenheit. Viele spotteten. Am Ende standen sie ganz oben.
Vielleicht brauchen wir diese Wunder mehr als die Favoriten ihre Titel.
Vielleicht erinnern sie uns daran, dass Fußball kein Rechenmodell ist – sondern ein Versprechen.
Und vielleicht entsteht das nächste Meistermärchen genau dann, wenn wieder alle sagen: Das ist unmöglich.
Giovanni Deriu – überzeugt davon, dass Teamgeist stärker ist als jede Bilanz.
Wer Spitzensport verstehen will, muss dorthin schauen, wo Kameras selten verweilen. Genau das tut Daniel Müksch in seinem Buch „Die Star Macher – Wie Ärzte, Manager und Mentaltrainer unsere Sportstars erschaffen!“ (erschienen im riva Verlag, https://www.m-vg.de/riva/shop/article/19706-die-starmacher/).
Ob Talente im Jugendalter oder Semiprofis auf dem Weg nach ganz oben – echte Stars entstehen nicht allein durch Begabung. Sie entstehen durch Konstellationen: durch Menschen, Vertrauen, Geduld und Expertise.
Ich selbst habe als Scout und Beobachter im Fußball unzählige Karrieren, Umwege, Hoffnungen und Brüche erlebt. Und genau hier setzt dieses Buch an. Man merkt Daniel Müksch auf jeder Seite an, dass er Sport nicht nur liebt, sondern lebt. Seine Lehrerin sagte einst: „Daniel und sein Ball.“ Treffender kann man es kaum formulieren.
Müksch war für unterschiedlichste Redaktionen unterwegs, hat ein starkes Netzwerk aufgebaut, beobachtet genau – und vor allem: Er hört zu. Für dieses Buch führte er zahlreiche Gespräche, quer durch die Sportarten. Fußball, Tennis, Formel 1. Männerdomänen, in denen Frauen wie Sabine Kehm oder Britta Roeske längst prägende Rollen spielen. Dazu Ärzte wie Christian Fink und andere Experten, die trotz großer Erfolge bewusst auf den Guru-Status verzichten.
Das Buch zeigt den Staff hinter den Stars. Die stillen Architekten des Erfolgs. Menschen, die Karrieren über Jahre begleiten, auffangen, fordern, schützen. Oder wie es im Buch sinngemäß heißt: Die größten Sportstars haben eines gemeinsam – sie sind umgeben von Charakteren, denen sie blind vertrauen. Schattenmänner und -frauen des Erfolgs.
Sachlich, respektvoll, gut recherchiert. Kein Hochglanz-Mythos, sondern ehrliche Einblicke und Hintergrundwissen auf über 220 Seiten.
Ein Buch für Talente, Eltern, Trainer, Manager – und für alle, die Spitzensport jenseits der Schlagzeilen verstehen wollen. Und ja: Auch ein sehr gutes Buch für den Gabentisch zu Weihnachten.
Wer sich mit Gesundheit beschäftigt, stolpert früher oder später über eine simple Wahrheit: Unsere Organe arbeiten Tag und Nacht – und wir schenken ihnen erstaunlich wenig Aufmerksamkeit. Während Muskeln stolz beim Training zur Schau gestellt werden, verrichten Leber, Lunge, Schilddrüse & Co. im Hintergrund Schwerstarbeit. Genau hier setzt „Yoga für die Organe“ von Friederike Reumann an, erschienen im Riva Verlag (https://www.m-vg.de/riva/shop/article/23211-yoga-fuer-die-organe/), der seit Jahren verlässlich praxisnahe und fundierte Gesundheitsliteratur veröffentlicht. Und, mal ehrlich, in Zeiten wie diesen, wer interessiert sich nicht, für Selbstheilungskräfte? Aktiviere sie, spornt und Autorin Reumann in ihrem Buch an.
Reumann – Yogalehrerin, Therapeutin und im deutschsprachigen Raum längst eine gefragte Stimme – nähert sich dem Thema mit einer Mischung aus Fachwissen, Warmherzigkeit und pragmatischer Anleitung. Ihr Buch ist klar strukturiert: drei große Kapitel, die Körperwissen, Organfunktionen und gezielte Yoga-Praxis miteinander verbinden. Das macht es leicht, sowohl einzusteigen als auch sich über bestimmte Schwerpunkte zu informieren. Die Organe in Schwung bringen. Sport ist das eine, egal ob für den Anfänger, Neustarter, aber auch für Profis, Yoga ist seit Jahren nimmer aus dem Übungs- und Aufwärm-Programm wegzudenken, und wenn es nur ein paar Übungen in regelmäßiger Wiederholung sind, die einfach zur angenehmen Routine und zum Benefit werden.
Yoga für die Organe heißt das Buch der praktizierenden Yogalehrerin und Therapeutin, Friederike Reumann, die im deutschsprachigen Raum sehr bekannt ist, und sich einer immer größeren Community von Yogis erfreut. Und wie gesagt, auch im Profisport, einst von, sein Name ist (fast) Programm, Weltmeister Jogi Löw und Jürgen Klinsmann auch im Profifußball implementiert, kommen Yoga-Übungen immer wieder vor. Stärkung der Muskulatur und Atmung – wir selbst lernten Yoga einst intensiv von einem indischen Guru, Dr. Yogi Ram, im „Yoga Planet“ in Hongkong vor Jahren. Keine Gewichte, nur der eigene Körper, und mit Atmung ging vieles leichter, auch die Entgiftung des Körpers.
Besonders spannend im Buch, ist der Blick auf die Organe im Wandel der Zeit: Wie verändern sich Herz, Nieren, Verdauung oder Schilddrüse durch unseren modernen Lebensstil? Wie wirken Stress, Bewegungsmangel oder ein Überangebot an Reizen auf Funktionen, die eigentlich für Ruhe, Ausgleich und Regeneration gebaut sind? Reumann schafft es, historische und moderne Perspektiven leichtfüßig zu verbinden – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Neugier und Begeisterung.
Die Praxis kommt natürlich nicht zu kurz. Auf über 200 Seiten finden sich klar fotografierte Schrittfolgen, die sowohl Anfänger als auch Yogis mit Erfahrung gut abholen. Die Haltungen sind nicht kompliziert, aber spezifisch genug, um bestimmte Organe zu aktivieren, Durchblutung zu fördern und – ganz wichtig – die Atmung bewusster zu nutzen. Denn mit der Atmung beginnt jede innere Ordnung.
Zwei Beispiele zeigen, wie detailreich das Buch arbeitet:
Seite 179 – Die Leber: Reumann beschreibt die Leber als zentrales Stoffwechselorgan, das im Laufe des Tages eine beeindruckende Menge an Aufgaben bewältigt – von der Entgiftung über den Hormonhaushalt bis zur Energieverarbeitung. Die dazugehörigen Yoga-Übungen setzen genau dort an: sanfte Drehhaltungen und Atemführung, die den Energiefluss im Oberbauch anregen. Hier wird deutlich, wie eng Anatomie und Praxis zusammenspielen.
Seite 199 – „Klärwerk des Körpers“: Die Nieren und die Blase werden hier als feinabgestimmte Filtersysteme vorgestellt, die wir meist erst bemerken, wenn etwas nicht stimmt. Reumann beschreibt ihre Aufgaben präzise und lebensnah, erklärt, wie sehr Stress und Flüssigkeitsmangel die Funktion belasten, und zeigt anschließend Übungen, die den gesamten unteren Rücken sowie die Meridianlinien anregen. Der Begriff „Klärwerk des Körpers“ ist nicht nur einprägsam, sondern macht sofort klar, wie essenziell diese Organe für Balance und Wohlbefinden sind.
Was dieses Buch insgesamt so wertvoll macht: Es erzeugt ein Verständnis für den eigenen Körper, das über reines Nachturnen hinausgeht. Man begreift, warum die Organe so arbeiten, wie sie arbeiten – und wie Yoga ihnen helfen kann, wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu finden. Die Verbindung aus Anatomie, Tradition und moderner Gesundheitslehre macht das Lesen zu einer kleinen Entdeckungsreise durch den eigenen Organismus.
Nicht zuletzt ist „Yoga für die Organe“ auch ein wunderbarer Anstoß, selbst aktiv zu werden. Egal ob Neustarter, Wiedereinsteiger oder Profi – es ist nie zu spät, dem Körper zuzuhören und Routinen zu schaffen, die guttun. Reumann begleitet ihre Community zusätzlich über ihren Blog und YouTube, sodass man Theorie und Praxis ideal kombinieren kann.
Fazit:Dieses Buch ist informativ, motivierend und überraschend unterhaltsam. Es eignet sich hervorragend als Geschenk – gerade zu Weihnachten –, weil es etwas vermittelt, das vielen fehlt: die Einladung, dem eigenen Körper mit Respekt, Neugier und ein wenig täglicher Achtsamkeit zu begegnen. Vielleicht beginnt alles mit einem Sonnengruß. Und wer weiß, wohin er führt. Namaste…
Ja,Ihr habt richtig gelesen: Deutschland hat eine Tischfußball-Bundesliga – mit allem Drum und Dran. Und, wer wusste das schon?, Deutschlands Tischkicker sind weltweit, in den etwaigen Kategorien und Altersklassen, die Nummer Eins – und damit ziemlich angesehen! Gespielt wird nicht nur aus dem Bauch, sondern mit Köpfchen, Strategie und Präzision. Keine Salto-Dreher, kein wildes Rumgehacke – hier geht’s um Millimeter, Spielzüge, Teamgeist und… ein bisschen Wahnsinn.
Für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Julian Wörlein, einer der Könner (Den Begriff „Profi“, würde er für sich nie in Anspruch nehmen) an den kleinen Plastikmännern, hat sich die Zeit genommen, uns ein paar Fragen zu beantworten. Oder, Kick it like Wörlein – Für checkfussballberater.de gab Julian Wörlein jüngst ein Exklusiv-Interview, und erzählt dabei über den Reiz des Spiels, skurrile Szenen am Kicker-Tisch und warum Tischfußball vielleicht das unterschätzteste Spielfeld Deutschlands ist.
Checkfussballberater.de: Hallo, Julian, wo erreiche ich Dich denn gerade? Kann es sein, dass Du der erste Tischfußball-Spieler bist, zumindest in meiner Umgebung, der sich quasi im Verein professionell betätigt...?
Julian Wörlein: Gerade bin ich zuhause, also dort, wo ich die meiste Zeit verbringe, wenn ich nicht gerade auf der Arbeit bin. Also, der erste Tischfußballspieler bin ich sicherlich nicht, da gab es schon viele vor mir, aber es kann natürlich gut sein, dass Du noch keinen kennengelernt hast. Kickern ist einfach nicht so populär wie z. B., Dart, das inzwischen jeder kennt.
Seit wann bist Du aktiv, und für welchen Club spielst Du?
J. W.: Ich selbst spiele Tischfußball als Hobby seit ich 16 Jahre alt bin und in Kneipen gehen darf. Seit vier Jahren betreibe ich es als Sport. Mein Team heißt „KDC Vorderbreitenthann“, man findet uns (noch) in der Landesliga Bayern (https://btfv.de/aktuelle-saison/). Nach drei, zum Teil, unverhofften Aufstiegen in Folge, spielen wir gerade etwas über unseren Möglichkeiten. Aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben…
Wie ist das Interesse entstanden, konntest Du etwa nimmer aufm echten Feld stehen? J. W.: Mir gefiel das schon immer, mich am Tisch zu duellieren, auch früher schon. Es lief auch schon damals ganz gut, sodass irgendwann meine Kumpels nicht mehr mit mir spielen wollten. Dann traf ich allerdings Leute, die mir aufgezeigt haben, dass ich eigentlich noch gar nichts kann. Das hat mich gewurmt aber auch total angespornt. Man will dann natürlich auch so spielen können wie die. Und so ging das ein paar Mal. Und mittlerweile darf ich mich sogar mit Bundesligisten messen und versuche mir da wieder möglichst viel abzuschauen. Mein Highlight bisher war ein Spiel gegen Billy Pappas, einem mehrfachen Weltmeister. https://www.youtube.com/watch?v=BHwsgU2O0tQ
Wie oft trainiert Dein Team, und wie oft du selbst? Habt Ihr eigentlich feste Trainingsorte, oder wo wäre Eure Trainingsstätte, etwa in einem Clubhaus?
J. W.: Wir haben ein kleines Vereinsheim, dort wird Sonntagnachmittag trainiert, allerdings bin ich aus familiären Gründen dort selten dabei. Ich spiele allerdings mindestens fünf Mal die Woche alleine an meinem eigenen Tisch. (Ja, richtig gelesen – allein). Man kann dann nicht alles trainieren, was man braucht, um Spiele zu gewinnen, aber ich schätze, etwa 75% gehen auch so. Ich trainiere dann z. B. Pässe vom Mittelfeld auf die Stürmerreihe, Pässe von der Abwehr auf die Mittelreihe und die Stürmerreihe, Schüsse von hinten, von vorne, aus unterschiedlichen Positionen mit unterschiedlichen Schusstechniken usw.. Da gibt es einiges zu tun.
Was ist das Besondere an diesem, nun ja, Sport? Ausdauer braucht man auch bei Eurem Tischgekicke!?
J. W.: Hallooo!? Du kannst das, „nun, ja“, in der Eingangsfrage, ruhig streichen. Der Tischfußball nämlich, fordert alles, was Sport ausmacht. Konzentration, Technik, Nervenstärke, Entscheidungsfähigkeit, Handlungsschnelligkeit, Ausdauer und sogar körperliche Fitness. Denn bei einem Turniertag ist man von morgens bis abends auf den Beinen und muss immer wieder Leistung bringen.
Nenne doch mal bitte die 5 wichtigsten Regeln…
J. W.: Es gibt natürlich Regeln und damit auch Fouls. Die einzelnen Regeln gehen für Laien zu sehr ins Detail. Vielleicht nur so viel: Kurbeln (also stets die Figuren durchdrehen lassen) ist nicht erlaubt.
Das Schöne am Tischfußball ist, dass es in den wenigsten Spielen einen Schiedsrichter braucht. Man regelt das untereinander am Tisch und verhandelt dann in aller Regel äußerst fair miteinander. Überhaupt ist der Sport, bzw. sind die Menschen und Akteure, die ihn betreiben, die fairsten Sportler, mit denen ich bisher zu tun hatte.
Welche Länder sind eigentlich federführend?
J. W.: Deutschland ist, was internationale Vergleiche wie Weltmeisterschaften angeht, die Nummer EINS in der Tischfußballwelt. Zum jetzigen Zeitpunkt stellen wir den Einzelweltmeister, den Ü50 Seniorenweltmeister und auch die Einzelweltmeisterin. Auch die Jugend ist sehr stark bei uns. Weitere große Tischfußballnationen sind die USA, Frankreich und Österreich. Letztere stellen die aktuelle Nr. 2 und Nr. 3 der Weltrangliste. Es handelt sich hier und zwei Brüder von 18 und 24 Jahren! https://www.tablesoccer.org/page/rankings
Steht bei Dir daheim auch ein Tischkicker?
J. W.: Also, ohne eigenen Tisch, geht es ab einem gewissen Level nicht weiter, das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich besitze einen „Leo-pro tournament“ von der Firma Leonhart, den meistgespielten Profitisch weltweit. Insgesamt gibt es fünf zugelassene Tische, die auf offiziellen Turnieren gespielt werden dürfen. Es gibt durchaus auch Spieler, die sich gleich mehrere unterschiedliche Tische ins Haus holen, um auf allen konkurrenzfähig zu sein. Aber das geht mir dann doch zu weit, und wie ich das meiner Frau erklären sollte, wüsste ich auch nicht. (Ein leichtes Schmunzeln begleitet diese Aussage)
Deine Empfehlungen, wie muss ein Tischkicker gemacht sein, wie hoch muss die Preisklasse sein?
J. W.: Es gibt einen sehr guten Tisch für Einsteiger. Der reicht auch bis weit in den Bereich „Fortgeschritten“: https://kicker-klaus.de/kicker-tisch-vector-pro. Ich hatte diesen ebenfalls und war immer sehr zufrieden. Irgendwann geht es dann aber um kleine Feinheiten, für die ich eben meinen jetzigen Tisch haben wollte.
Info zur Person:
Julian Wörlein, 39, verheiratet, Vater von zwei Kindern, ist als Lehrer in Schwäbisch Hall tätig. In seiner Freizeit, wie kann es anders sein?, spielt er leidenschaftlich gerne Tischfußball. Es sei aber angemerkt, wir wissen es aus zahlreichen Gesprächen, Wörlein hat selbst auch aktiv auf dem Rasen gespielt, und kennt sich auch im Profifußball bestens aus.
Ein weiterer Link zum Tischkickern, für denjenigen, der Lust bekommen hat:
Tischkicker gibt es für jeden Bedarf und in den unterschiedlichsten Preisklassen. Bundesligatische sind teurer!
Die Geschichte ist kurz und knapp erzählt, wenn der Präsident und Sponsor der SSV Schwäbisch Hall, Ali Tercan, und wir von Checkfussballberater.de, zu Tische sitzen, dann streifen wir immer viele Themen rund um den (Amateur-)Fußball, Trainer, Spieler und Talente werden besprochen und bewertet – und am Rande, blitzen dann wieder interessante Storys auf, die auch zeigen, dass Ali Tercan quasi überall zugegen ist.
Ob Schwäbisch Hall, Istanbul, Barcelona oder Mailand – Hauptsache, Tercan verknüpft das Business, auch mit den angenehmen Dingen – und dazu gehört meist der Fußball. Dass diesmal auch mal wieder der türkische Lieblingsstar und INTER-Regisseur , Hakan Çalhanoğlu, das große Thema war, kam eher zufällig, als wir nachfassten – ja, wir mussten es dem Guten Ali, einfach aus der Nase ziehen (immerhin unser Talent!)
Die absolut stylish designten Kickstiefel, dezent farbig mit den Namen von Calhanoglus Kindern auf dem Schuh, enstanden im Fußballkosmos von 11-Teamsports aus Satteldorf, direkt an der Autobahn. Schwäbisch Hall gerade einmal 15 Minuten entfernt. (https://www.11teamsports.com/de-de/11teamsports/ueber-uns/)
Das Sportunternehmen 11-Teamsports, wächst rapide, und sorgt für die adäquate Ausstattung von Sportmannschaften, besonders Fußballteams, und es ist bekannt dafür, dass die Kundennähe und Betreuung groß geschrieben wird!
Dass SSV-Präsident Ali Tercan gut vernetzt und in Sachen Sport-Ausrüstungen stets im Bilde ist, bis hinunter in die Jugendabteilung, ist hinlängst bekannt. Aber, so fügt Tercan lächelnd hinzu, „Um Alles kann ich mich im Verein auch nicht kümmern…“, aber selbst die SSV Schwäbisch Hall als Landesligist, verlangt viel „Zeit und HIngabe“, dazu die nötige Professionalität, um Strukturen und Auftreten zu festigen. Die Identifikation ist Alles!
Kurzum, so ganz nebenbei hat Tercan den Anruf bekommen, Hakans Kickschuhe sind abholbereit. Und wir waren quasi live dabei, bei der Begutachtung der „Heiligen Fußballschuhe“, echte Unikate.
Vielleicht, nein, fast sicher, davon können wir ausgehen, wird Ali Tercan, der Macher der SSV Hall, die edlen Schuhe natürlich persönlich in Mailand überbringen. Dort, wo Hakan Çalhanoğlu , der gebürtige „Monnämer“, beim SV Waldhof Mannheim lernte Hakan einst das Fußball-Einmaleins, jetzt Publikumsliebling im „San Siro“(wie das Giuseppe Meazza Stadion sonst genannt wird) ist. Hakan ist ein echter Wahl-Italiener, parliert längst fließend Italienisch.
Die INTER-Tifosi lieben und vereheren ihn, obwohl Hakan auch schon für den Rivalen AC Mailand die Kickstiefel schnürte. Wahrscheinlich ganz andere, als die, die ihm nun Ali Tercan überbringen wird. Auf fast heimlicher Mission – denn wer weiß, wer noch so scharf auf diese Kickstiefel wäre… ?
Ein Fakt ist, Udinese spielte bisher geordnet und doch kontrolliert offensiv, so wie es die Spieler eben zulassen. Ein 1:1-Unentschieden gegen Champions-League-Teilnehmer FC Bologna war schon ein guter Einstieg, ein weiterer Achtungserfolg war der 2:1-Sieg über Lazio Roma, um dann auch noch gegen den, von Cesc Fabregas trainierten Aufsteiger, AC Como mit 1:0 zu gewinnen. Sieben Punkte, genauso wie die Großen Clubs Inter und Juve, sind ein wahrer Hingucker und Erfolg. Wohlwissend, dass man noch ganz am Anfang der Saison sei, und die Serie A noch lange dauert, und hart sein wird. Die Vorbereitungsphase im Sommer jedenfalls, hat Runjaic bestens für das Ausdauertraining und die System-Implementierung genutzt. Im Training parliert Runjaic zwar noch viel auf Englisch, das Team ist aber fast wie eine B-Level-Weltauswahl. Italienisch möchte Runjaic by the job lernen, so nebenbei en passant.
Die Experten in den bekannten Sportgazzetten und Blogs, wie beiGazzetta dello Sportoder dem Corriere dello Sport, beschreiben das momentane Udinese in etwa so: „Da ist ein etwas hemdsärmeliger Trainer, nicht unbedingt mit einer Sportlerphysis (Anmerkung, Runjaic wirkt etwas bullig, und ist ein Genussmensch), der genau weiß, dass Udinese und die Serie A wohl eine einmalige Chance für ihn und seine Karriere sind. Aber, der Trainer hat es geschafft, der Mannschaft eine neue Identität, Kompaktheit und mehr Qualität im Ballbesitz zu vermitteln. Auch die nötige Härte und Aggressivität sind das Markenzeichen von Udinese…“, das Team glaubt wieder an sich, und die Stadt an die Mannschaft.
Das ist schon eine wahre Leistung, in solch kurzer Zeit, die Stadt Udine und deren Tifosi sofort zu begeistern!
Obwohl Runjaic in Polens höchster Liga Ausrufezeichen setzte, mit Legia Warschau gar den polnischen Pokal gewonnen, und stets weit oben mitgespielt, war er in Bella Italia, dem fußballverrückten Land, wo der Calcio fast Religion ist, eher ein No Name. So ist Runjaics‘ Vertrag auch eher leistungsorientiert mit Prämien dotiert. Klar, auch Mister Runjaic verdient nicht schlecht, aber als Nachfolger von keinem geringeren als Trainer Fabio Cannavaro, dem ehemaligen Weltmeister von 2006, möchte er sich selbst zuerst beweisen und einen Namen machen. Momentan ist er mit seiner Mannschaft und seinem Trainerteam auf einem guten Weg.
Etlichen Zeitungen und auch dem Fußball-Blog von Udinese, sagte Runjaic, dass er das System und die Taktik noch variabel halten wolle. So baue er aus einem System des 3-4-2-1 auf, was sich teils in der vergangenen Saison unter Cannavaro bewährt habe, am Ende – Udinese hielt die Klasse, aber Cannavaro, der wohl zu teuer, und nie richtig beim Club Udinese und in der Stadt angekommen war, musste nach der Rettungsmission dennoch gehen. Und es schien ganz so, als sei Cannavaro selbst, nie wirklich traurig darüber gewesen. (https://www.udineseblog.it/udinese/rassegna-stampa/gazzetta-dello-sport-metodo-runjaic/
Wie gesagt, Runjaic hat es in kürzester Zeit geschafft, das Feuer in Udine, der zweitgrößten Stadt mit 100 000 Einwohnern, nach Triest, zu entfachen. Man spricht wieder täglich über das eigene Udinese Calcio. Die Menschen der Region Friaul-Julisch Venetien, gelten als schaffig und eher nüchtern, nicht so heißblütig wie im Süden, oder in den Fußballmetropolen.
Die Serie A birgt immer Überraschungen, aber wenn das Team von Udinese, an sich glaubt, und an seine Möglichkeiten generell, dies auch an die Fans der Region weitergibt, dann dürfte der Enthusiasmus und Erfolg weiterhin andauern. Es liegt an Kosta Runjaic, die gesunde Mischung zu finden, und ob diese Station die Chance seines Lebens sein wird…