Jahrgang 1971, Vater, 2 Kinder, lebte lange Zeit in Asien;
Lehrer und Dipl. Sozialpädagoge (FH) für Jugend- und Erwachsenenbildung, sowie Biographie-Arbeit. Außerdem: Industriekaufmann und gelernter Journalist.
Schreibt regelmäßig für das RUND Magazin und FussballEuropa.com
Fünf Jahre als Juniorentrainer tätig gewesen mit Jugendtrainer-Lizenz.
In Hongkong die Junioren einer internationalen Soccer-Academy trainiert.
Weiterhin als Scout (für Spiele und Spieler) unterwegs. Deriu analysiert für Spieler und Eltern die Spielerberater (und Agenturen), erstellt Profile und gibt Einschätzungen.
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Old School, Vecchia Scuola? – ein Plädoyer für den Menschen und die echten Charaktertypen im Fußball – was sagen Algorithmen schon wirklich aus?
Vielleicht bin ich ein wenig „old school“. Vecchia scuola. Und ja – ich meine das nicht entschuldigend, sondern bewusst.
Ich glaube auch nach wie vor daran, dass man einen Fußballer nicht vollständig in Datensätzen, Grafiken und Algorithmen findet. Sondern draußen. Am Spielfeldrand. Dort, wo man nicht nur Bewegungen misst, sondern Menschen beobachtet. Dort, wo Erfahrung das Auge schult – und manchmal dreißig Minuten, eine Halbzeit wirklich genügen, um ein Gefühl zu entwickeln.
Ariedo Braida (wir haben ihn hier auf checkfussballberater.de vor ein paar Jahren bereits vorgestellt; https://checkfussballberater.de/der-mann-der-1000-kontakte-fuer-die-einen-die-fleissige-biene-fuer-die-anderen-ein-stiller-agent-ariedo-braida-neuer-sportdirektor-des-fc-barcelona/) hat dieses Selbstverständnis einmal treffend, auch für die Gazzetta dello Sport beschrieben. Er sagte, er gehe Spieler live anschauen, und mit seiner Erfahrung reiche ihm oft eine halbe Stunde, um eine Entscheidung zu treffen. Irren könne man sich immer, natürlich. Doch er verlasse sich mehr auf seine Augen als auf die aseptischen Daten einer Tabelle. Algorithmen könnten helfen, weil sie Zahlen, Statistiken und objektive Werte liefern. „Aber entscheiden müsse am Ende immer der Mensch…“
Ein Satz wie aus einer anderen Zeit – und doch aktueller denn je.
Denn was hätte ein Algorithmus, führt Braida weiter aus, über Van Basten, Gullit, Rijkaard, Savicevic, Shevchenko oder Kaká wirklich ausgesagt? Er hätte Schüsse gezählt, Laufwege analysiert, Tore kategorisiert – rechter Fuß, linker Fuß, Kopfball. Alles korrekt. Alles messbar. Aber wo bleibt die Persönlichkeit? (Dazu hat uns auch Gianfranco Multineddu im Scouting- und Beobachter-Fortbildungskurs der FIGC, der Scouting-Clinic, immer und immer wieder angehalten, die Spieler und Talente auch im Kontext und Miteinander des Clubs, mit anderen Spielern, auch im Training, zu sehen, zu analysieren…) Wo die Haltung gegenüber den Mitspielern? Wo das Verhalten gegenüber dem Trainer, gerade dann, wenn es schwierig wird?
Wie ist sein Auftreten nach Sieg oder Niederlage auch in der Öffentlichkeit?
Das sind keine statistischen Größen. Das sind Charakterfragen.
Vielleicht ist es kein Zufall, dass mir dieser Blick so wichtig ist. Nicht nur, aber als Pädagoge interessiert mich immer auch der Mensch hinter dem Talent.
Wer ist dieser Spieler, wenn das Spiel kippt? Wie reagiert er auf Druck, auf Kritik, auf Ungerechtigkeit?
Wie fügt er sich in eine Gruppe ein, wie übernimmt er Verantwortung?
Fußball ist Technik, Tempo, Taktik – keine Frage. Aber Fußball ist eben auch Beziehung. Haltung. Reife.
Genau deshalb ist mir der Austausch so wichtig. Mit Menschen, die Fußball nicht nur sezieren, sondern verstehen. Mit Kennern und Experten wi– um nur einige zu nennen. Menschen, die den Fußball über den sportlichen, über den menschlichen Tellerrand hinaus denken.
Vielleicht passt dieser Ansatz nicht immer in den Zeitgeist. Vielleicht ist er nicht effizient genug, nicht schnell genug, nicht digital genug. Aber bei CheckFussballBerater.de, glauben wir daran, dass Algorithmen unterstützen können. Dass Zahlen helfen. Dass Daten sicherlich gut strukturieren.
Doch bewerten, einordnen, verstehen – das kann nur der Mensch.
Und manchmal reicht dafür ein Blick. Ein Moment. Und ein geschultes Auge am Spielfeldrand. Oder ein Gespräch mit Tiefe danach…
Internationale Bühne, regionales Herz: Mit Sandro Palmeri unterwegs in Murcia. Er hat uns interessante Einblicke gewährt. Raus aus dem Frost, rein in den Fußball.
Stuttgart noch grau, die Kälte hängt am Rollfeld. Der Flug ‚EW 2530‘ hebt frühmorgens ab – Ziel Valencia. Wenige Wochen vor Weihnachten. Der Körper reist, der Kopf ist längst im Spiel. Fußball kennt kein Wetter, nur Momente. Valencia, und gleich weiter nach Murcia. Sonne, offene, gut gepflegte Plätze, internationale Stimmen. Wo die Talente von morgen zu sehen sind, da lauern stets viele Berater. Bekannte und unbekannte. So ist der Fußball, bei einer Talentschau und „Messe“, wie dieser, nahe Valencia, Alicante – Urlaubsorte.
Treffpunkt der Scouts und Beraterszene. Notizblöcke, Tablets, kurze Gespräche, Blicke mit Bedeutung. Mittendrin: Sandro Palmeri – präsent, wach, überall willkommen. Manche erinnern sich sofort: an seine spielstarken, erfolgreichen Jugendteams von einst, vor den Toren Stuttgarts. An Waiblingen. An Ideen, die geblieben sind. Die Spieler tragen sie jedenfalls noch in sich. Denken gern zurück, und profitieren auch im aktiven Herrenbereich, oder im gehobenen Juniorenfußball davon, was Palmeri und sein Trainerstab ihnen vor Jahren mitgegeben haben.
Zurück nach Murcia. Auf dem Rasen: das U18-Vier-Länder-Turnier. Mit den Partien, Deutschland gegen Holland, sowie Norwegen und Dänemark, sind auch dabei. Pure Intensität, Tempo, höchste Nachwuchsbühne. Viele Scouts, wir zählen nur ein paar auf, von international bekannten Clubs wie Newcastle United, Genua, Torino Calcio, Hellas Verona, US Lecce – sind alle ganz nah dran. Holland gewinnt, die DNA des niederländischen Voetball total, des schönen offensiven Spiels mit der Flexibilität der Spieler, die Positionen auch schnell zu tauschen, Räume zu besetzen, den Gegner zu dominieren, lebt irgendwie weiter. Deutschland folgt knapp dahinter. Ergebnisse zählen. Eindrücke mehr.
Für Palmeri ist es eine besondere Reise. Dahrel Tchitchi ist nämlich auch vor Ort. Heute U19-Kaderspieler, er hält als Verteidiger des FC Heidenheim die gegnerischen Stürmer in Schach, und läuft auch in Spanien für das DFB-Team auf – plötzlich weckt Tchitchi Begehrlichkeiten bei Clubs (teils auch von Sandro Palmeri aufgetan, ihn erreichten Anfragen), und auch Beratern (die Dahrels Entwicklung jedoch nie mitverfolgt, begleitet, haben). Sandro Palmeri, der sich längst einen Namen als Team- und Talent-Entwickler gemacht hat, gibt nur so viel bekannt, und das nach mehrmaliger Nachfrage: „Ich kenne ihn seit der ersten C-Jugend in Waiblingen“, erzählt der Fußballfachmann. Es folgte der KSC, dann der Wechsel zum FCH, nach Heidenheim – ein Weg, der Sinn ergibt, fasst Palmeri leise zusammen. Ruhig, ehrlich – vielleicht auch ein kleines Stück weit stolz (sich nicht getäuscht zu haben).
Zwischen den Spielen ein weiterer Moment: Austausch mit Jon Dahl Tomasson. Ex-VfB-Spieler zu Trapattonis Zeiten in Stuttgart, und ehemaliger AC Milan-Star (dort gewann Tomasson ein paar internationale Titel). Fußball über Generationen hinweg. Kurz. Intensiv. Wertvoll. Jede Nation hat so ihre eigene Fußball-Kultur und DNA.
„Solche Momente bleiben“, sagt Palmeri. Und man spürt: Der Italoschwabe meint nicht nur das Turnier. Sondern alles dazwischen. Kaum zurück in Stuttgart, wieder diese kalte, klirrende Luft – sitzt Sandro Palmeri auch schon wieder am Spielfeldrand. Auswärtsspiel des FSV Waiblingen in Aalen-Hofherrnweiler. Verbandsliga, regionale Luft, statt Mittelmeersonne. Aber, wie immer, die gleiche Leidenschaft.
Valencia. Murcia. Waiblingen. Der Fußball treibt ihn an. Und wer genau hinschaut, merkt: Das ist keine Reise – das ist (s)ein Rhythmus…
Wer Spitzensport verstehen will, muss dorthin schauen, wo Kameras selten verweilen. Genau das tut Daniel Müksch in seinem Buch „Die Star Macher – Wie Ärzte, Manager und Mentaltrainer unsere Sportstars erschaffen!“ (erschienen im riva Verlag, https://www.m-vg.de/riva/shop/article/19706-die-starmacher/).
Ob Talente im Jugendalter oder Semiprofis auf dem Weg nach ganz oben – echte Stars entstehen nicht allein durch Begabung. Sie entstehen durch Konstellationen: durch Menschen, Vertrauen, Geduld und Expertise.
Ich selbst habe als Scout und Beobachter im Fußball unzählige Karrieren, Umwege, Hoffnungen und Brüche erlebt. Und genau hier setzt dieses Buch an. Man merkt Daniel Müksch auf jeder Seite an, dass er Sport nicht nur liebt, sondern lebt. Seine Lehrerin sagte einst: „Daniel und sein Ball.“ Treffender kann man es kaum formulieren.
Müksch war für unterschiedlichste Redaktionen unterwegs, hat ein starkes Netzwerk aufgebaut, beobachtet genau – und vor allem: Er hört zu. Für dieses Buch führte er zahlreiche Gespräche, quer durch die Sportarten. Fußball, Tennis, Formel 1. Männerdomänen, in denen Frauen wie Sabine Kehm oder Britta Roeske längst prägende Rollen spielen. Dazu Ärzte wie Christian Fink und andere Experten, die trotz großer Erfolge bewusst auf den Guru-Status verzichten.
Das Buch zeigt den Staff hinter den Stars. Die stillen Architekten des Erfolgs. Menschen, die Karrieren über Jahre begleiten, auffangen, fordern, schützen. Oder wie es im Buch sinngemäß heißt: Die größten Sportstars haben eines gemeinsam – sie sind umgeben von Charakteren, denen sie blind vertrauen. Schattenmänner und -frauen des Erfolgs.
Sachlich, respektvoll, gut recherchiert. Kein Hochglanz-Mythos, sondern ehrliche Einblicke und Hintergrundwissen auf über 220 Seiten.
Ein Buch für Talente, Eltern, Trainer, Manager – und für alle, die Spitzensport jenseits der Schlagzeilen verstehen wollen. Und ja: Auch ein sehr gutes Buch für den Gabentisch zu Weihnachten.
Wer sich mit Gesundheit beschäftigt, stolpert früher oder später über eine simple Wahrheit: Unsere Organe arbeiten Tag und Nacht – und wir schenken ihnen erstaunlich wenig Aufmerksamkeit. Während Muskeln stolz beim Training zur Schau gestellt werden, verrichten Leber, Lunge, Schilddrüse & Co. im Hintergrund Schwerstarbeit. Genau hier setzt „Yoga für die Organe“ von Friederike Reumann an, erschienen im Riva Verlag (https://www.m-vg.de/riva/shop/article/23211-yoga-fuer-die-organe/), der seit Jahren verlässlich praxisnahe und fundierte Gesundheitsliteratur veröffentlicht. Und, mal ehrlich, in Zeiten wie diesen, wer interessiert sich nicht, für Selbstheilungskräfte? Aktiviere sie, spornt und Autorin Reumann in ihrem Buch an.
Reumann – Yogalehrerin, Therapeutin und im deutschsprachigen Raum längst eine gefragte Stimme – nähert sich dem Thema mit einer Mischung aus Fachwissen, Warmherzigkeit und pragmatischer Anleitung. Ihr Buch ist klar strukturiert: drei große Kapitel, die Körperwissen, Organfunktionen und gezielte Yoga-Praxis miteinander verbinden. Das macht es leicht, sowohl einzusteigen als auch sich über bestimmte Schwerpunkte zu informieren. Die Organe in Schwung bringen. Sport ist das eine, egal ob für den Anfänger, Neustarter, aber auch für Profis, Yoga ist seit Jahren nimmer aus dem Übungs- und Aufwärm-Programm wegzudenken, und wenn es nur ein paar Übungen in regelmäßiger Wiederholung sind, die einfach zur angenehmen Routine und zum Benefit werden.
Yoga für die Organe heißt das Buch der praktizierenden Yogalehrerin und Therapeutin, Friederike Reumann, die im deutschsprachigen Raum sehr bekannt ist, und sich einer immer größeren Community von Yogis erfreut. Und wie gesagt, auch im Profisport, einst von, sein Name ist (fast) Programm, Weltmeister Jogi Löw und Jürgen Klinsmann auch im Profifußball implementiert, kommen Yoga-Übungen immer wieder vor. Stärkung der Muskulatur und Atmung – wir selbst lernten Yoga einst intensiv von einem indischen Guru, Dr. Yogi Ram, im „Yoga Planet“ in Hongkong vor Jahren. Keine Gewichte, nur der eigene Körper, und mit Atmung ging vieles leichter, auch die Entgiftung des Körpers.
Besonders spannend im Buch, ist der Blick auf die Organe im Wandel der Zeit: Wie verändern sich Herz, Nieren, Verdauung oder Schilddrüse durch unseren modernen Lebensstil? Wie wirken Stress, Bewegungsmangel oder ein Überangebot an Reizen auf Funktionen, die eigentlich für Ruhe, Ausgleich und Regeneration gebaut sind? Reumann schafft es, historische und moderne Perspektiven leichtfüßig zu verbinden – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Neugier und Begeisterung.
Die Praxis kommt natürlich nicht zu kurz. Auf über 200 Seiten finden sich klar fotografierte Schrittfolgen, die sowohl Anfänger als auch Yogis mit Erfahrung gut abholen. Die Haltungen sind nicht kompliziert, aber spezifisch genug, um bestimmte Organe zu aktivieren, Durchblutung zu fördern und – ganz wichtig – die Atmung bewusster zu nutzen. Denn mit der Atmung beginnt jede innere Ordnung.
Zwei Beispiele zeigen, wie detailreich das Buch arbeitet:
Seite 179 – Die Leber: Reumann beschreibt die Leber als zentrales Stoffwechselorgan, das im Laufe des Tages eine beeindruckende Menge an Aufgaben bewältigt – von der Entgiftung über den Hormonhaushalt bis zur Energieverarbeitung. Die dazugehörigen Yoga-Übungen setzen genau dort an: sanfte Drehhaltungen und Atemführung, die den Energiefluss im Oberbauch anregen. Hier wird deutlich, wie eng Anatomie und Praxis zusammenspielen.
Seite 199 – „Klärwerk des Körpers“: Die Nieren und die Blase werden hier als feinabgestimmte Filtersysteme vorgestellt, die wir meist erst bemerken, wenn etwas nicht stimmt. Reumann beschreibt ihre Aufgaben präzise und lebensnah, erklärt, wie sehr Stress und Flüssigkeitsmangel die Funktion belasten, und zeigt anschließend Übungen, die den gesamten unteren Rücken sowie die Meridianlinien anregen. Der Begriff „Klärwerk des Körpers“ ist nicht nur einprägsam, sondern macht sofort klar, wie essenziell diese Organe für Balance und Wohlbefinden sind.
Was dieses Buch insgesamt so wertvoll macht: Es erzeugt ein Verständnis für den eigenen Körper, das über reines Nachturnen hinausgeht. Man begreift, warum die Organe so arbeiten, wie sie arbeiten – und wie Yoga ihnen helfen kann, wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu finden. Die Verbindung aus Anatomie, Tradition und moderner Gesundheitslehre macht das Lesen zu einer kleinen Entdeckungsreise durch den eigenen Organismus.
Nicht zuletzt ist „Yoga für die Organe“ auch ein wunderbarer Anstoß, selbst aktiv zu werden. Egal ob Neustarter, Wiedereinsteiger oder Profi – es ist nie zu spät, dem Körper zuzuhören und Routinen zu schaffen, die guttun. Reumann begleitet ihre Community zusätzlich über ihren Blog und YouTube, sodass man Theorie und Praxis ideal kombinieren kann.
Fazit:Dieses Buch ist informativ, motivierend und überraschend unterhaltsam. Es eignet sich hervorragend als Geschenk – gerade zu Weihnachten –, weil es etwas vermittelt, das vielen fehlt: die Einladung, dem eigenen Körper mit Respekt, Neugier und ein wenig täglicher Achtsamkeit zu begegnen. Vielleicht beginnt alles mit einem Sonnengruß. Und wer weiß, wohin er führt. Namaste…
Den Dozenten des italienischen Fußballverbands, FIGC,Gianfranco Multineddu, müssen wir hier nicht mehr vorstellen – der erfahrene Sarde und gebürtige Römer, hat den Fußball Italiens in den vergangenen Jahren erheblich mitgeprägt – wenn auch meist unerkannt im Hintergrund (was ihm auch ganz Recht ist, aber klar, in der Fußballbranche kennen ihn diejenigen, die ihn kennen müssen, oder sollten…).
Hier haben wir auch schon über den Entdecker, u. a. von Marco Verratti – einst in Pescara geboren, und dort auch spielerisch ausgebildet worden – berichtet. Gianfranco Multineddu, ist, nun ja, das Wortspiel lädt ein mit seinem Namen, eben multitask! Scout, Beobachter, Talentsichter, Match-Analyst – was ja beim Scouting auch dazugehört – sowie Trainer und, noch viel öfter, dank seiner globalen Sichtweise, auch Sportdirektor. Ein Könner und Kenner, Teams und Kader adäquat zusammenzustellen. Was haben wir ihm gern gelauscht, in privaten Gesprächen am Rande eines Trainingscamps, oder bei den Fortbildungen, wie zuletzt, von ihm mit-organisiert! Jedes Gespräch ist ein wahrer Erkenntnisgewinn… (https://checkfussballberater.de/italiens-mister-scouting-gianfranco-multineddu-gefragter-dozent-an-der-sportschule-sowie-als-sportdirektor-der-entdecker-von-marco-verratti-moechte-die-fussball-strukturen-ausbauen/)
So, und nun, zwischen Tür und Angel, zwischen Whatsapp und Social Media, Fußballentwicklungen immer im Blick, haben wir folgende Reflexion von Multineddu, der sicht stets Gedanken rund um den Ball, und damit auch um die Akteure macht, einfach mal aufgefangen, und niedergeschrieben, sowie ein bisschen kommentiert! Aber, lest selbst:
>> Teil dieser „großen“ Generation von Sportdirektoren zu sein, erfüllt mich mit Stolz – manche würden vielleicht sagen: mit einer gewissen „alten Schule“ . Es bringt mich zum Nachdenken über die Methode, über das Verständnis der Rolle eines Beobachters oder Scouts. Wir müssen wissen, dass einige der bedeutendsten #Sportdirektoren, bevor sie dieses Amt antraten, viele Jahre lang als Scouts gearbeitet haben: #LucianoMoggi etwa war fast 20 Jahre lang Beobachter, #GiovanniSartori, Pietro Lo Monaco, Andrea Berta, #WalterSabatini, Andrea Jaconi, Nicola Salerno, Ninni Imborgia, Pietro Leonardi, und viele andere. Das sind jene, die ich entweder persönlich kennenlernen durfte, die ich verfolgte oder deren Arbeit ich zutiefst schätzte.
Diese Herren – so berichten es manche Geschichten und Lehren (Luciano Moggi, Andrea Jaconi, Ninni Imborgia, Nicola Salerno, Mimmo Gentile) – gingen nicht einfach nur ins Stadion, um ein Spiel zu sehen. Und ich, der ich diese, ihre Lehren erhalten, und miterlebt habe, musste denselben Weg gehen. Wenn ein Spieler ihr Interesse geweckt hatte, dann besuchten sie auch die Trainingseinheiten, oder sie hielten sich in der Nähe seiner Wohnung auf, um sein Verhalten, und seinen Charakter auch außerhalb des Platzes zu verstehen. Sie beobachteten die Spieler im normalen Leben, um einschätzen zu können, ob sie charakterlich und menschlich zu jenen Vereinen passten, in die man sie integrieren wollte. Es ging nicht nur um das Spiel – es ging um das Leben, die Gewohnheiten und die Persönlichkeit der Fußballer.
Heute hingegen wird diese Rolle meist nur noch „am Wochenende“ gespielt – Samstag oder Sonntag im Stadion, und man nennt sich schon Scout. Die großen Meister aber haben uns etwas anderes gelehrt. Und genau deshalb wurden sie später zu den wirklich großen Sportdirektoren.<<
Wir fügen hinzu, weil wir uns oft und tief mit Gianfranco unterhalten durften, dass hier auch eine weitere Wahrheit liegt, die nicht immer thematisiert wird: nämlich, dass jeder Scout und Beobachter, besonders als externer Zuarbeiter, die Einsamkeit kennt, sie manchmal sogar liebt – nicht nur bei Entscheidungen, sondern im alltäglichen Tun, auf den Sportplätzen, in den Stadien, fernab der Leute. . . ◾️
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Eine Bilderreihe, seit wir Gianfranco Multineddu, beim Probetraining eines deutsch-bosnischen Stürmers in Lanciano, kennen- und schätzen lernen konnten – bis heute, unser Mentor. Ein Fachmann, und noch schöner, ein echter Freund!
Abschluss in der Scouting-Clinic des FIGC, mit-organisiert von Gianfranco Multineddu, 2025Multineddus Scouting- und Beobachtungs-Notizheft auch bei den Topclubs immer dabei!
Gianfranco Multineddu ist als Fußballfachmann und Dozent immer gefragt!
Ruit bei Stuttgart. Es ist ein gewöhnlicher Wochentag, und doch typisch Sandro Palmeri: Während andere nach Feierabend durchschnaufen, lässt der Italoschwabe und Fußballfachmann den Seminartag Revue passieren. Tagsüber noch zwischen Fußballplatz und Seminarraum des Württembergischen Fußballverbands (WFV), Praxis und Theorie eben im Wechsel, so will es die Fortbildung in Ruit – kreisen Palmeris Gedanken aber auch schon um „seine“ Aktiven-Mannschaft in der Verbandsliga, die Englische Woche liegt an, und am Mittwoch das Heimspiel des FSV Waiblingen gegen die Sportfreunde aus Schwäbisch Hall. Quasi „en passant“, wie Sandro Palmeri es zusammenfasst, möchte er auch die wichtige Fortbildung erfolgreich absolvieren. König Fußball hat seinen festen Platz im Alltag von Sandro Palmeri. Und zwar neben seiner Tätigkeit als Sportdirektor, den dazugehörenden Beratungen, der Kaderplanung in den vergangenen Wochen, darf auch das Familienleben nicht zu kurz kommen, und erst Recht nicht dessen Hauptjob, bei einem bekannten Automobilkonzern. Der Fußball, das ist klar, ist für ihn kein Beruf, sondern eine Lebensform, eine zweite Haut, die Palmeri nicht ablegen kann.
Die Stadt Waiblingen, und weit darüber hinaus, kennen ihn und seinen FSV längst: den ehemaligen Jugendtrainer, der vor rund zwölf Jahren den Juniorenfußball aufmischte, ja, ein Stück weit, „revolutionierte“ (und das sagt nicht er, Palmeri, sondern andere Protagonisten und Akteure, die wir befragten!) und den Sportdirektor, der heute auch Spieler berät, Kader plant, manchmal auch wie ein Sozialpädagoge und Teampsychologe agieren muss.
Die Jungs des FSV Waiblingen gegen ganz große Clubs von Weltformat!
„Entwicklung vor Ergebnis“
„Meine Trainerlaufbahn im Jugendbereich begann aus einer Mischung aus Leidenschaft und Papatrainer“, erzählt Sandro rückblickend. „Eigentlich wollte ich nur aushelfen. Doch sehr schnell habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit jungen Talenten nicht nur Spaß macht, sondern ich auch einen Zugang zu den Jungs finde. Daraus ist dann über die Jahre eine echte Berufung geworden.“
Diese Berufung trug Waiblingen weit. Palmeris Philosophie war klar: Entwicklung vor Ergebnis. Hinzu kam, so Palmeri: „Disziplin, Teamgeist und Respekt waren Grundpfeiler – genauso wie Freude am Spiel. Wer Spaß hat, lernt schneller und wird besser.“ Es klingt nach Pädagogik und Didaktik, war auf dem Platz aber die pure Leidenschaft. Die Maxime lautete: Nie ohne, nur mit dem Ball, „und immer mutig, egal, ob der Gegner VfB Stuttgart, Bayern München oder Juventus Turin hieß…“
Achtungserfolge auf großer Bühne
Aus dem „unbekannten“ FSV Waiblingen, mit seinen Juniorenmannschaften, wurde somit ein gefürchteter Gegner auf bundesweiten Turnieren, und sogar auf internationalem Parkett. Sogar für das Mega-Mundialito-Weltturnier, qualifizierten sich die Remstäler Kicker. Palmeris Mannschaften traten gegen Ajax Amsterdam, Sporting Lissabon, Juventus Turin oder den FC Liverpool an – und sorgten für echte Achtungserfolge, die man so nicht erwartet hätte. Hier mal ein 1:0 gegen die Bayern, da mal ein Remis gegen Sporting Lissabon, Palmeris Jungs sorgten immer für Spiele, die Eindruck hinterließen. „Wir haben uns nicht versteckt, sondern mutig gespielt – egal, wie groß der Name des Gegners war.“ Der Spaß stand eindeutig im Vordergrund, so der Sportdirektor des FSV Waiblingen heute – klar, der Juniorenfußball beschäftigt ihn auch heute noch.
Die Lobeshymnen der gegnerischen Trainer und Beobachter ließen nicht lange auf sich warten. Palmeri erinnert sich: „Viele Trainer und Experten, waren überrascht, wie diszipliniert, technisch sauber und taktisch reif, meine Teams aufgetreten sind – besonders in den jüngeren Jahrgängen.“ (U10 und U12, die E- und D-Jugendlichen). Überall wo die Jungs des FSV auftraten, raunten die Zuschauer und Trainer gleich, „Klein- Barcelona“, so war dann ein Spitzname schnell geboren.
Auch die Jugend von Juventus Turin zollte dem FSV Waiblingen ihren Respekt!
Disziplin gehört dazu
Doch Sandro Palmeri wusste auch: „Talent allein reicht nicht…“, Palmeri verlangte mit seinem Trainerstaff auch Disziplin – und zwar früh. Palmeri zu seinen Forderungen: „Von 12- bis 14-Jährigen konnte man schon erwarten, dass sie ihre Sporttasche selbst packen“, erzählt er, vielsagend schmunzelnd. Wer seine Stutzen vergaß oder zu spät zum Treffpunkt kam, durfte schon mal auf der Bank Platz nehmen. „Dann spielten eben andere von Beginn an.“ Es war kein Strafsystem, sondern eine Lektion fürs Leben: Verantwortung übernehmen, auch als junger Spieler. Daran erinnern sich die Junioren von einst, und ihre Eltern heute noch – ja, eine Schule für’s Leben war es allemal.
Ein Kollektiv, das funktionierte
Der Erfolg war dabei nie die Art von Soloshow. „Die Unterstützung der Eltern war entscheidend. Ohne ihr Engagement – ob bei Fahrten, Organisation oder einfach beim Anfeuern – wäre vieles nicht möglich gewesen“, weiß Palmeri das Engagement noch heute zu schätzen. So wurde aus einer Mannschaft eine echte Gemeinschaft, fast wie ein Dorf, das die Kinder trug, und zusammenwachsen ließ. Eltern wie die Familie Scheiermann, zum Beispiel, erinnern sich noch heute. Sohn Oleg, inzwischen 18, sagt: „Sandro hat mir gezeigt, was es heißt, Fußball als Mannschaftssport zu leben.“
Das Echo der Jahre hallt nach: viele Spieler schafften den Sprung in Leistungszentren, einige in den Profibereich, fast alle blieben dem Fußball treu. Palmeri selbst erhielt mehrfach Angebote von höheren Vereinen. „Letztlich habe ich mich aber immer für das Projekt FSV Waiblingen entschieden.“
Die andere Seite des Geschäfts
Doch Fußball ist nicht nur Jubel und Sieg. Wenn Spieler nach langer Zeit zu großen Agenturen wechseln, bleibt ein Stich, eine leise Enttäuschung, die Palmeri aber am Ende immer auch sportlich nimmt: „Natürlich fragt man sich: Was können die mehr bieten?“ Etwa echte Menschlichkeit?, fügen wir hier fragend hinzu. Palmeri, aber meint, das muss jeder für sich beantworten, und sagt es leise, ohne Bitterkeit. Palmeri liebt diesen Sport, denn „Fußball heißt nicht nur Siege, sondern auch Niederlagen.“ Besonders aus Letzteren, gehört es, zu lernen.
Familie als Rückgrat
Dass Sandro Palmeri nicht aufgibt, im Gegenteil, neue Projekte anschiebt und Erfolge feiert, liegt auch an seiner Familie. Seine Frau Concetta lernte ihn über und mit dem Fußball kennen – und heiratete ihn mit all der Leidenschaft, die dazugehört. Die beiden Söhne sind längst selbst Kicker, oder fußballinteressiert, wie könnte es anders sein? „Meine Familie lebt Fußball genauso wie ich.“ Am Spielfeldrand fiebern sie mit, als seien sie Teil des Trainerstabs, oder „Conchi“, seine Frau, gibt eine freundliche Gastgeberin am FSV-Kiosk.
Und immer wieder FSV
Ob als Sportdirektor, Berater oder gar irgendwann wieder als Juniorencoach – Palmeri bleibt dem FSV Waiblingen verbunden. Erst im vergangenen Jahr feierten die Aktiven wieder Meisterschaft und Aufstieg. Und auch in Zukunft wird er seine Erfahrung einbringen, für Spieler, etwaige Talente und auch für seinen Club. (Und auch wir schätzen Sandro Palmeri als Berater, und werden als Scout und Vermittler weiterhin eng zusammenarbeiten – man ergänzt sich prima.)
Ein ausführliches Porträt und Interview über Palmeri, findet sich übrigens auch auf checkfussballberater.de.
So bleibt das Bild von Sandro Palmeri: ein Mann, der Fußball nicht nur denkt, sondern lebt. Der Disziplin mit Freude verbindet, Siege feiert, Niederlagen trägt – und immer weiter macht. Ein Enthusiast, ein Liebhaber des Spiels, wie ihn jeder Verein sich nur wünschen kann…
GiD
Mit dem Jugendtrainer vom Gegner FC Porto…
…im Austausch mit dem Coach von Galatasaray…
Palmeri mit Volker Finke, der einst den SC Freiburg prägte!
Ohne Übertreibung: Wo Sandro Palmeri ist, kommt der Erfolg!
Auf über 1.000 Metern Höhe, eingebettet zwischen Apfelhainen und Bergsilhouetten, finden jedes Jahr Spitzenklubs aus Italien und Deutschland ihr Trainingsparadies.
Mit dabei: unsere Jungs, Mardo und Oleg (wie neulich berichtet). Zwei aufstrebende Talente, mit genügend Erfahrung, auf dem Sprung, begleitet auf einer Reise durch die Höhenlagen des Fußballsommers.
Der Rasen? Fast zu schade zum Drauftreten. Sattgrün, dicht und perfekt vertikutiert – ein kleines Wimbledon der Dolomiten. Die (Probe-)Spieler staunten, mal weg von den Kunstrasenplätzen, wo alles eben künstlich wirkt… Kein Wunder, dass hier der FC Heidenheim seine Zelte aufschlägt. Genauso wie US Lecce, aus der Serie A. Diszipliniert, schweißtreibend, aber mit Aussicht – das ist Sommervorbereitung Südtirol-Style.
Natz selbst? Ein Ort wie aus dem Bilderbuch. Ruhig, freundlich, mit einem Hauch Melancholie in der Luft – aber auch voller Tatkraft. Halb Italien, halb Österreich – oder vielleicht doch ein bisschen Deutschland? Hier grüßen fleißige Hände, man sagt „Grüß Gott“ und „Ciao“ in einem Atemzug.
Und dann ist da noch der FC Natz – frisch gebackener Meister, voller Elan. Der Verein lebt Aufbruch. Mit Trainer Alex Schraffl und Sportdirektor Hannes Peintner stehen zwei Macher am Steuer, die wissen, wie man junge Spieler formt. Hier wachsen nicht nur Äpfel, sondern auch Talente. Spielen, wo der Tourismus stets boomt – Die beiden nennen es „Vier-Jahreszeiten-Tourismus“. Nur der November sei ein bisschen ruhiger – wie eine Atempause zwischen zwei Spielzeiten.
Ein paar Serpentinen weiter liegt Valles. Ein Ort, der in seiner Ursprünglichkeit fast übersehen wird – wenn nicht gerade der FC Bologna samt Tross einzieht. Ciro Immobile, der Rückkehrer, ackert dort für sein Comeback. Die Höhenlage tut ihm gut, der Mannschaft auch. Wer hier läuft, braucht Lunge – und Willen.
Und dann:Dimaro im Trentino. Ein kleines Dörfchen, das sich jedes Jahr verwandelt – zur temporären Hauptstadt des Südens. Wenn die SSC Napoli anrückt, sind plötzlich 6.000 Tifosi im Ort. Blaue Fahnen wehen aus Balkonen, Trikots mit Maradona und Osimhen, Lukaku und jüngst auch mit dem Namen „De Bruyne“, bei Groß wie Klein, prägen das Straßenbild. Dimaro wird zu „Little Napoli“, eine Mischung aus Volksfest, Trainingscamp und religiöser Verehrung. Für viele Fans ist das Pflichttermin und Pilgerreise zugleich.
All das: im 90-Kilometer-Karree. Südtirol, Trentino – ein Schmelztiegel des Sports und der Kulinarik. Ob Knödel oder Pasta, Pizza oder Speckplatte – Genießer kommen genauso auf ihre Kosten wie Ausdauerläufer.
Für uns, Sandro Palmeri, sowie Giovanni Deriu, ist es nicht nur Arbeit. Es ist Privileg. Immer wieder dürfen wir dabei sein, wenn unsere Kicker sich durch Höhenmeter und Trainingseinheiten kämpfen. Schwitzen, laufen, wachsen – in luftigen Höhen.
Ob beim SSC Napoli, beim FC Bologna, bei Lecce oder beim aufstrebenden FC Natz – der Fußball lebt. Und wir mittendrin…
GiD
Trainingslager Napolis, auch die Kleinsten wissen, wer der Größte war!Dimaro 2025!
Und wie immer in Italien, von Nord bis Süd: Die Medien immer am Ball!
Wenn man in Natz dieser Tage über den gepflegten Trainingsplatz blickt, sieht man nicht nur das idyllische Bergpanorama, sondern auch zwei, die sofort ins Auge stechen: Oleg Scheiermann und Mardochee „Mardo“ Mourera – zwei Fußballer mit einer ganz eigenen Geschichte, Charakter und einem Traum. Und beide haben jetzt ein neues Ziel vor Augen: den Weg über Südtirol in Richtung Profifußball. Und das Zeug dazu, haben beide, wie von einigen Experten, darunter Uefa-Pro-Trainern sowie A-Lizenz-Inhaber analysiert wurde. (Jeder weiß, auch wenn Sandro Palmeri und ich über Jahre ein gutes Auge, auch als Juniorentrainer entwickelten, lassen wir stets Spieler gegenchecken… und jeder weiß auch, manchmal bedarf es andere Wege, um nach vorn zu kommen!)
Oleg – Disziplin, Technik, Willensstärke
Der eine ist gerade mal 18, kommt aus einem gut organisierten Fußballhintergrund – aber hat längst seine eigenen Wege eingeschlagen. Oleg Scheiermann, Defensivspieler mit ausgezeichneter Technik und einem bemerkenswerten Auge für Spielsituationen, hat Stationen bei TSG Hoffenheim, Sandhausen und Magdeburg hinter sich. Früh weg von daheim, früh auf sich allein gestellt – ein Spieler, der gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen. Nicht immer lief alles rund, aber auch Rückschläge hauten ihn nicht um, im Gegenteil, er hat einen festen Glauben an sich selbst, es schaffen zu können. Im Testmatch gegen US Lecce, kam es öfter zum direkten Vergleich mit dem Leihstürmer des AC Milan, Francesco Camarda, und Oleg machte auch eine gute Figur, bella figura – auch wenn der deutsche Defensivspezialist zugibt: „Das ist schon ein Guter. Spritzig und schnell, wie alle Profis auf diesem hohen Level…“, aber da möchte Oleg ja auch hinkommen.
Geprägt wurde Oleg Scheiermann vom heutigen FSV-Waiblingen-Sportvorstand Sandro Palmeri, der als Jugendcoach nicht nur Regeln vermittelte, sondern vor allem Charakter formte. Das Ergebnis war danach eine „attraktive Spielweise“, von der man heute noch überregional schwärmt.
„Nicht die Mama packt die Sporttasche. Wer Profi werden will, muss sich selbst organisieren. Sonst Bank – egal, wie gut du bist“, so Palmeri trocken. Das war schon das Motto vor über acht Jahren.
Und genau das blieb hängen. Oleg, einst Teil der legendären U15 des FSV Waiblingen, die selbst Bayern, Juve und Lissabon das Fürchten lehrte, bringt diese Werte nun mit nach Südtirol. Und die Eltern, die damals wie heute dabei sind – unterstützend, aber nie wie die bekannten „Helikoptereltern“, überall hineinreden zu wollen, im Gegenteil – sie vertrauen, und wir vertrauen ihnen. Ihr Junge, Oleg, muss seinen Weg selbst gehen. Und das tut er. Es ist aber schön, wenn die Eltern die ersten Schritte im Ausland begleiten, und mitfiebern – auch mit dem zweiten Probespieler und Sportskameraden.
Mardo – Der Stürmer mit Hunger
Und dann ist da Mardo Mourera, 23 Jahre alt, Stürmer, kongolesische Wurzeln, entdeckt in der Kreisliga rund um Stuttgart, wo man gerne übersieht, wie viele Rohdiamanten eigentlich auf staubigen Plätzen schlummern. Doch Palmeri und Deriu übersehen nichts. Palmeri glaubte immer an Mourera, schon nach seiner ersten Sichtung, auch als viele andere noch dagegenredeten. Giovanni Deriu, stets in Austausch mit Sandro Palmeri und dessen Meistertrainer Catizone beim FSV Waiblingen, analysierte Mardo ausgiebig, und meint auch: „Da ist noch viel mehr Potential – ausschlaggebend wird aber sein, wie sehr sich Mardo auf die Ziele fokussieren kann…“ – genau diese Meinung teilt auch Sandro Palmeri, der Mardo in zahlreichen Gesprächen, auf das neue „gemeinsame Projekt“ vorbereitete.
Mardo, körperlich stark, zielstrebig, torgefährlich, war ein Baustein für den Meistertitel und Aufstieg des FSV. Doch dann kam der Punkt: der Kader muss kleiner werden, so Palmeri. Keine einfache Entscheidung, aber: „Ich musste Mardo neue Wege aufzeigen – denn sein Potenzial ist da. Aber er braucht, eine Bühne.“
Diese Bühne könnte nun Natz sein. Die Mannschaft, echte Südtiroler, hat Mardo und Oleg „super aufgenommen!“
Der Plan: Südtirol als Sprungbrett
Gemeinsam mit Giovanni Deriu, dem Scout und Spielervermittler mit Herz, wurde eine Perspektive erarbeitet: Ein duales Modell aus Fußball und Ausbildung, eingebettet in semiprofessionelle Strukturen, wie sie beim FC Natz nun unter Schraffl und Peintner mit Leben gefüllt werden.
„Es geht nicht darum, Luftschlösser zu bauen“, sagt Deriu, „sondern um konkrete Schritte – Trainingslager, Testspiele, Feedback, Integration.“
Schon beim ersten Probetraining hinterließen beide Jungs Eindruck. Besonders das Testspiel gegen US Lecce, das zufällig während deren Trainingslager in Natz stattfand, war eine Art Standortbestimmung. Und was man hörte: positiv. Sehr positiv. Vor allem aber auch, von der menschlichen Seite.
Ein Verein als Plattform
Der FC (ASV) Natz wird damit zur kleinen, feinen Talenteschmiede – ein Ort, an dem Fußballträume nicht mit Pathos verkauft, sondern mit Bodenhaftung angepackt werden. Ein Klub, der Spielern wie Oleg und Mardo nicht nur Trikot und Kabine bietet – sondern ein echtes Sprungbrett. Es sei aber auch angemerkt, dass in diesem Team noch andere entwicklungsfähige italienische Spieler bereit sind, alles zu geben.
Und wer Schraffl kennt, der weiß: Hier wird niemand verheizt. Hier wird entwickelt.
„Ich bin kein Träumer. Ich bin Fußballarbeiter“, sagt Schraffl. Und das merkt man.
Was bleibt?
Zwei Jungs, zwei Wege, ein Ziel. Und ein Verein, der sich als Heimat anbietet – in einem Bergdorf, wo man sich kennt, sich hilft, aber auch fordert. Wo Holzfassaden nicht nur Hotels zieren, sondern Geschichten erzählen. Und genau hier – im Herzen Südtirols – beginnt vielleicht das nächste Fußballmärchen. Dass Scouts regelmäßig den Weg nach Natz und Brixen finden, hat sich längst herumgesprochen…
Fortsetzung folgt. Versprochen.
GiD
Probetrainingstage:Nach dem Testmatch Natz-US Lecce, mit Mardos Gegenspieler, Kialo Gaspar
Eine neue Ära im Südtiroler Fußball beginnt mit Alex Schraffl und einem Dorf, das Großes vorhat.
Wenn man sich von Brixen den Hang hinaufschlängelt, vorbei an Apfelbäumen, Hotelchalets und duftenden Wiesen, erreicht man ein Dorf, das nicht nur ein Urlaubsidyll ist – sondern seit Jahren auch eine kleine, aber feine Fußballhochburg: Der ASV, aber im Volksmund kurz, FC Natz genannt. In der 1. Amateurliga ließ man zuletzt nichts anbrennen und sicherte sich verdient den Meistertitel. Doch damit nicht genug: Jetzt will man auch in der Landesliga, vergleichbar mit der Verbandsliga Baden-Württemberg, ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Große Clubs und deren Scouts und Trainer haben immer einen Blick auf das kleine Dorf Natz. Diese schöne steile Strecke nehmen sie gern auf sich.
Was nach einem typischen Aufsteigertraum klingt, hat in Natz Hand und Fuß – und das liegt vor allem an einem Mann: Alex Schraffl.
Und das Trainerteam um Alex Schraffl steht!
Ein Fußballfachmann kehrt heim
Der 50-jährige Brixner ist kein Unbekannter in der italienischen Fußballszene. Zwölf Jahre lang formte und leitete er die Nachwuchsabteilung beim FC Südtirol, jenem aufstrebenden Profiklub, der in den letzten Jahren den Durchmarsch in die Serie B schaffte. Acht Spieler, die aktuell im Serie-B-Kader des FCS stehen, wurden unter Schraffls Ägide ausgebildet. Einer von ihnen schaffte sogar den Sprung in die Serie A.
„Wir haben dort eine starke Akademie aufgebaut. Darauf bin ich stolz“, sagt Schraffl – mit der ruhigen Stimme eines Mannes, der nicht laut werden muss, um gehört zu werden. Und auch wir von Checkfussballberater.de sind ein Stück weit Stolz, seit über 10 Jahren mit Alex Schraffl in regelmäßigem Austausch zu stehen.
Jetzt ist Schraffl zurück in seiner Heimat, zurück im „Bergdorf über Brixen“, wie er es nennt. Und wer ihn kennt, weiß: Er kommt nicht, um nostalgisch in alten Zeiten zu schwelgen – sondern, um etwas Neues aufzubauen. Dazu hat der Fußballfachmann noch so viel Power, so viel Energie und Gestaltungswillen, um junge hungrige Spieler in Kombination mit „erfahrenen Spielern“, weiter zu bringen, zu formen – nicht nur als Fußballer, sondern auch als Männer, uomini veri.
Eine langjährige Freundschaft, die verbindet – Offenheit und Kritikfähigkeit, die stets konstruktiv ist!
Frischer Wind auf 890 Metern
Der FC Natz ist bereit für den nächsten Schritt. Mit einem jungen, dynamischen Funktionsteam, einem durchdachten Staff und einer gesunden Mischung aus erfahrenen Spielern und hungrigen Talenten will man das „Abenteuer Landesliga“ nicht nur überstehen, sondern aktiv mitgestalten.
Mit an Bord ist auch Hannes Peintner, Sportdirektor, ehemaliger Spieler, Lokalpflanze. Und: Ein Mann, der einst selbst unter Schraffl spielte. Hannes Peintner: „Der Alex war schon immer ein starker und fordernder, aber nie überfordernder Trainer, und ich war 18, als ich unter ihm in der Ersten spielte“, erzählt Peintner, im Hauptberuf Holzbau-Ingenieur. Das verbindet natürlich. Obwohl sich die Wege danach trennten, Alex Schraffl, der studierte Pädagoge, ging zum FC Südtirol, damals noch in der Lega Pro, die 3. Liga – und Hannes Peintner absolvierte seine Ausbildung und dessen Studium in Italien, Deutschland und Schweden – wo „Hannes“ natürlich auch den Fußball international beobachtete. Heute trägt Peintner Verantwortung – nicht nur sportlich, sondern auch kaufmännisch. Er identifiziert sich zu „100 % mit dem Verein.“
„Wir wollen den FC Natz als Plattform für junge Spieler entwickeln – mit einer klaren Handschrift, und damit den Club in der höchsten Spielklasse auch etablieren“, sagt Hannes Peintner.
Dass diese Plattform bereits funktioniert, zeigte sich jüngst: Zwei Nachwuchskicker aus Deutschland absolvierten ein Probetraining – organisiert von Sandro Palmeri, Sportdirektor und Spieleragent aus Waiblingen, sowie Giovanni Deriu, langjähriger Scout und Netzwerker. Die beiden kennen Schraffl seit über 12 Jahren. Der Kontakt wurde nie gekappt – im Gegenteil: Man vertraut sich, man arbeitet zusammen. Und, was man schätzt, gerade bei Spielerprofilen und Empfehlungen – die konstruktive Kritik und Ansätze, passende Spieler zu finden, die auch charakterlich passen! Ein ganz wichtiger Aspekt… (und oft unterschätzt! So, aber auch jüngst bei unserer Fortbildung der FIGC, des italienischen Verbandes für Beobachter und Scouts, immer wieder vom Dozenten Gianfranco Multineddu wiederholt…)
Zweieinhalb Tage Probetraining für die Spieler Mardo Mourera, einem spielstarken Mittelstürmer (22), sowie Oleg Scheiermann (18), einem Abwehr-Allrounder mit Offensivqualitäten, sehr ballsicher und antizipierend, der für sein junges Alter schon herumgekommen ist (Bundesliga-Juniorenteams), und eine gute Ausbildung genossen hat. Das Team mit Trainer Alex Schraffl ist da für die beiden die richtige Adresse, um weiter ausgebildet zu werden, und das Maximale herauszuholen. Krönung des Wochenendes? Ein Testspiel gegen US Lecce – Serie A – direkt in Natz, während des Trainingslagers der Süditaliener mit Trainer Eusebio Di Francesco, der oft und gern Underdogs der Serie A trainiert. (Das Testspiel ging nur 0:11 verloren – in einer Halbzeit stand es 0:8, in der 2. HZ fielen nur drei weitere Treffer für den Erstligisten – und Mourera wie Scheiermann spielten je 45 Minuten, und machten dennoch mit den Natzern, bella figura, jeder hatte seine Impressionen gegen die Profis! Darauf kam es auch an – bei Zweikämpfen und in der Raumaufteilung nicht klein beizugeben)
Hannes Peintner, als Sportdirektor mit Weitblick, in Gesprächen mit den etwaigen Neuzugängen…
„Solche Kooperationen entstehen nur, wenn Vertrauen, Netzwerk und Seriosität zusammenkommen“, sagt Giovanni Deriu, der Schraffl einen „Garanten für fundierte Jugendarbeit“ nennt. Beziehungsweise für einen Trainer mit Weitblick im Amateur- und Profifußball, der junge Spieler weiterentwickeln kann…
Vision und Bodenhaftung
Was in Natz passiert, ist kein Strohfeuer. Hier arbeitet ein Team mit Weitblick – und der nötigen Demut. Man weiß, woher man kommt. Aber man weiß auch, wo man hinwill. Fußball wird hier gelebt – wie in ganz Italien, nur eben auf fast 900 Metern Seehöhe.
Die Trainingsplätze sind top, das Spiel auf dem gepflegten Rasen (auch deshalb kommen Bundesligisten gern hier her, der FC Heidenheim war auch hier, danach gleich US Lecce aus Italiens Serie A), das Umfeld familiär, die Atmosphäre professionell. Hier oben, wo gefühlt jedes zweite Holzhaus ein Wellnesshotel ist, wächst auch etwas Großes im Fußballbereich.
Mardo Mourera und Oleg Scheiermann, motiviert vor dem Probetraining und Testmatch gegen Lecce!
Und Alex Schraffl? Der wirkt so zufrieden wie lange nicht mehr – zurück auf dem Platz, zurück im direkten Austausch mit Spielern, Eltern, Scouts, Kollegen. Seine Augen funkeln, wenn er von Ideen, Spielern, Trainingsinhalten spricht. Bereits nach den ersten Trainingseinheiten, und zum gegenseitigen Kennenlernen meinten Mardo Mourera und Oleg Scheiermann auch gegenüber #TM Suedtirol, quasi unisono: „Das Training macht Spaß, ist intensiv, der Trainer ein Fachmann, der klare Ansagen macht…“, und die Mannschaft habe beide sehr gut aufgenommen.
Fortsetzung folgt…Denn was der FC Natz aufbaut, verdient nicht nur Applaus – sondern auch Aufmerksamkeit.
GiD
Mein kongenialer Partner Sandro Palmeri und in der Mitte, Trainer Eusebio Di Francesco, US Lecce.
Für den FC Bayern München war es die Turnier-Premiere – und gleich mit Finaleinzug! Auch wenn’s am Ende eine knappe Niederlage gegen den VfB Stuttgart setzte, blieb Trainer Peter Gaydarow positiv. Der junge Coach, mit Stationen beim 1. FC Nürnberg und der Bayern-U17, ist ein A-Lizenz-Inhaber mit Format. Taktisch variabel ließ er seine U19 im 3-4-3 oder 3-3-2-1-1 auflaufen – mutig, schnell, offensiv.
Peter Gaydarow – Der Taktiker vom FC Bayern
„Wir spielen bei Bayern immer, um zu gewinnen. Klar, da ist Druck – aber es ist auch ein Privileg,“ so Gaydarow ruhig, aber bestimmt.
Ein Hingucker im Team: Lennart Karl, quirlig, wach, zuletzt sogar bei der Club-WM der Profis im Einsatz. Ebenso auffällig: Allen Junior Lambé, ballsicher, raumgreifend im defensiven Mittelfeld – ein echtes Bindeglied. Interessant war auch zu beobachten, wie Peter Gaydarow und dessen Trainer- sowie Analysten-Staff sich gleich nach einem Match daran machten, die Spieler zu beurteilen, und den nächsten Matchplan samt Aufstellung auszuarbeiten.
Alexander Meier – Der Beobachter mit dem langen Blick
Eintracht Frankfurts Coach Alex Meier, einst gefürchteter Strafraumstürmer, zeigte sich an der Seitenlinie zurückhaltend – aber nie desinteressiert.
„Ich beobachte viel, und wenn ich etwas sage, dann muss es sitzen.“ Ob seine Erfahrungen als Profi ihn so ruhig bleiben ließen, wollten wir wissen? Meier meinte nur kurz: „Nein, ich glaube eben, jeder Mensch ist anders gemacht…“, wenn er hereinrufen würde, müsste es auch wirklich zielgerichtet sein, denn vieles gehe in der Hektik eben auch unter.
Sein junger Jahrgang brauchte etwas Anlauf, steigerte sich im Turnierverlauf, und feierte einen starken Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Trinkpausen und Halbzeit nutzt Meier gezielt für Kritik und Lösungen – ein Trainer mit Plan, Ruhe und Profi-Erfahrung.
Ante Covic – Der Emotionale mit Balkan-Flair
Ganz anders: Ante Covic von Hertha BSC – der Ex-Profi mit kroatischem Hintergrund lebt Fußball an der Linie. Lautstark, gestenreich, voll dabei – seine Jungs folgen ihm spürbar. Als Spieler ein feiner Techniker, heute ein motivierender Coach, der seine Karriere realistisch und gelassen reflektiert:
„Ich bin zufrieden. Klar, mehr wäre möglich gewesen, aber ich hatte eine gute Zeit – auch hier im Ländle beim VfB.“ Dass Covic nach der kroatischen U21-Nationalelf nicht mehr für die A-Nationalmannschaft berufen wurde, nagt das ein bisschen? Covic lächelt vielsagend: „Ach nein, ich war auch bisschen verletzt, und dann war da sicher auch ein bisschen Politik im kroatischen Verband! Aber ich muss auch sagen, da waren viele sehr gute Spieler auf meiner Position…“
Er liebt die Atmosphäre in Schwäbisch Hall – und seine Begeisterung überträgt sich auf das Team. Taktisch fokussiert, emotional präsent – ein Trainer, der Fußball fühlt. Die Hertha von Ante Covic spielte meist ein 4-4-2 oder gar gestaffeltes 4-2-2-2 System. Stets mit Zug nach vorn. Trainer Covic bestätigte dann auch unsere Analyse als Scout, zwei Namen betreffend in seinem Team: „Ja, gut beobachtet – Mittelfeldspieler Mohammed Wehbe, und IV Jerome Diallo sind auf einem sehr guten Weg…“, aber Covic nannte noch einen Namen, der für sein Alter schon „sehr weit“ sei – Kennet Eichhorn, mit 16.
Fazit: Drei Charaktere – eine Leidenschaft
Peter Gaydarow: analytisch, präzise, ein Trainer der neuen Generation.
Alexander Meier: ruhig, überlegt, mit langem Atem für die Entwicklung seiner Spieler.
Ante Covic: emotional, nahbar, ein echter Anfeuerer.
Drei Spiel-Stile, drei Philosophien – aber alle eint die Liebe zum Nachwuchsfußball. Und genau dafür steht der Sparkassencup in Schwäbisch Hall: Für Fußball, der begeistert – auf und neben dem Platz.