Juventus Turin vor einer neuen Ära? Warum die Tifosi ‚bianconeri‘ Trainer Allegri nicht mehr (ver)trauen…

Die Tifosi der Alten Dame erhoffen sich ein echtes Facelifting

Ohne Zweifel – Rekordmeister Juventus Turin, auch bekannt als „Vecchia Signora“ des italienischen Calcio, steckt in einem echten Dilemma: Soll die neue Ära mit oder ohne Coach Massimiliano Allegri eingeläutet werden?

Gehe es nach der Mehrheit der Bianconeri, hätte Juventus Turin „il Mister Allegri“ längst in die Wüste geschickt – ein exorbitantes Angebot des saudischen Clubs Al Hilal lag dem Trainer vor. Doch der Juve-Coach lehnte die Offerte ab.

Allegri, der in den vergangenen Jahren mit Real Madrid und auch PSG in Verbindung gebracht wurde, möchte bei der Alten Dame weitermachen. Doch möchte auch Juve? Der Vertrag des Coachs läuft erst 2025 aus und ist bestens dotiert. Die Entschädigung für Allegri im Falle einer Kündigung wäre hoch. (…)

Hier geht’s weiter zu meinem Artikel: https://www.fussballeuropa.com/news/juventus-turin-die-tifosi-der-alten-dame-erhoffen-sich-ein-echtes-facelifting-2023-07

Serkan Uygun, Sportfreunde Schwäbisch Hall: Solch ein Fußballerleben kommt häufiger vor, als bekannt. Auf dieses Talent und diese Erfahrungen lässt sich dennoch aufbauen…

Es war eine krasse Erfahrung“

Moment mal, bitte! Serkan Uyguns Karriere als Fußballer ist keine gewöhnliche. Der 26-Jährige blickt zurück auf eine Zeit zwischen Profitum und Misere, zwischen Deutschland und der Türkei. Von Viktor Taschner

Wenn am Sonntag die Hohenlohe-Auswahl um 15 Uhr im Optima-Sportpark auf den Bundesligisten VfB Stuttgart trift, dann wird Serkan Uygun mit Sicherheit ein besonderes Spiel erleben. Der Gaildorfer, der in der Verbandsliga für die Sportfreunde Hall kickt, hat die Jugendakademie des VfB durchlaufen.

SWP: Herr Uygun, der VfB Stuttgart war als Zweitligist zuletzt 2016 zu Gast im Optima-Sportpark. Damals trugen sie noch das VfB-Trikot, Stuttgart gewann 6:1 gegen die Sportfreunde und Sie trafen sogar zweimal. Können Sie sich daran noch erinnern?

Serkan Uygun: Ja, ich kam damals aus der U19 raus und durfte bei den Profs mittrainieren. Ich wusste ein paar Tage vorher noch gar nicht, dass wir in Hall ein Freundschaftsspiel machen werden. Ich komme aus Gaildorf. Es war umso krasser, dass meine ganzen Freunde und Familie mich dann sehen konnten. Viele wussten gar nicht, dass ich aus der Jugend rausgekommen war und in den Aktivenbereich gewechselt bin. Es war, glaube ich, auch sogar mein erstes Spiel mit den Profs überhaupt. Wie hat sich das angefühlt? Es war schon geil, einfach in der Kabine der Profs drinzusitzen. Da saßen dann auf einmal die Spieler neben mir, denen ich zuvor nur am Wochenende im Stadion zugeschaut habe. Christian Gentner war dabei, Alexandru Maxim ist mir im Kopf geblieben oder auch Daniel Didavi. Es war ein Traum, da mitzutrainieren. Aber es fühlte sich natürlich komplett anders an als zuvor in der Jugend. Die anderen wirkten wie Giganten und man selbst so klein. Es war auch für mich extrem schwer, im Herrenbereich Fuß zu fassen.

SWP: Wie ging es dann für Sie weiter?

S. U.: Ich war noch sehr lange eigentlich im Kader dabei, fast bis zum Saisonstart. Bis Freitag vor dem ersten Pflichtspiel durfte ich mit den Profs mittrainieren. Zuvor wurden schon einige aussortiert. Jos Luhukay war damals der Trainer und er sagte mir, dass er überzeugt von mir ist. Filip Kostic (serbischer Nationalspieler, später Europapokalsieger mit Eintracht Frankfurt, jetzt bei Juventus Turin, Anmerk. der Red.), der auch auf der linken Außenbahn spielt wie ich, war verletzt, aber zum ersten Spiel wurde er wieder fit. Dann hieß es, dass ich doch zur zweiten Mannschaft in die Regionalliga soll. Dort lief es dann aber seltsam.

SWP: Warum? I

S. U.: Ich habe kaum gespielt, vielleicht mal 20 Minuten oder eine halbe Stunde, obwohl ich die komplette Vorbereitung bei den Profs war. Es gab dann auch relativ schnell einen Trainerwechsel bei den Profs (Luhukay trat nach vier Ligaspielen zurück, Anmerk. der Red.) und auch einen neuen Sportdirektor. Ich war dann wohl am falschen Ort zum falschen Zeitpunkt. Es gab viel Unruhe. Als junger Spieler habe ich aber Spielpraxis gebraucht. Im Winter bin ich in die Türkei gegangen.

SWP: Wie ist es dort gelaufen? Ich wollte nicht unbedingt dorthin. Ich bin hier aufgewachsen und fühle mich auch als Deutscher. Ich kenne die Türkei natürlich, auch die Sprache, aber dort wurde ich als der Deutsche angesehen, obwohl es meine zweite Heimat ist. Ich war dort im Probetraining bei einem Zweitligisten. Es lief wirklich gut im Trainingslager, ich habe gut gespielt, aber es wurde auch dort wieder chaotisch. Zwei, drei andere Spieler wurden für meine Position plötzlich geholt. Es ist ein komisches Gefühl, wenn man an seinem Maximum ist und trotzdem geschnitten wird. Das belastet dann auch psychisch. Warum werde ich nicht gefördert? Nach dem Trainingslager bin ich zu Verwandten nach Istanbul gegangen. Als ich dort war, hat mich plötzlich der FSV Hollenbach kontaktiert….

SWP: Und Sie sind zurück nach Deutschland in die Oberliga …

S. U.: Ja, ich wollte einfach nur spielen, spielen, spielen. Wir sind zwar leider abgestiegen, aber das Umfeld dort war richtig gut. Ich habe noch ein halbes Jahr Verbandsliga gespielt, bis mich ein Kumpel angerufen hat. Über ihn hat ein türkischer Drittligist zu mir Kontakt aufgenommen. Ich wollte eigentlich nicht dorthin zurück, weil ich keine schönen Erinnerungen hatte. Aber ich habe mir dann auch die Frage gestellt, ob ich es nicht irgendwann bereuen werde, wenn ich es nicht probiere.

SWP: Also sind Sie doch in die Türkei zurück?

S. U.: Ja, dieses Mal war auch alles viel formeller. Der Verein wollte gleich einen Vertrag mit mir abschließen. Es war eigentlich ein angesehener Verein, aus dem viele andere junge Spieler den Weg nach oben geschafft hatten. Von daher war es für mich ein gutes Sprungbrett. Aber ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie umstrukturiert manche Dinge dort ablaufen. Manches war professionell organisiert, unsere Flugreisen, die Hotels, das Essen. Der Verein hat mich dann aber nicht korrekt bezahlt, manchmal unpünktlich und nicht in der Höhe wie vereinbart. Ich hatte ja auch in Deutschland noch laufende Kosten, die ich nur noch schwer begleichen konnte. Das hat mich psychisch wieder richtig mitgenommen. In dieser Situation habe ich mir nach fünf Monaten auf gut Deutsch gesagt: Leckt mich alle am Arsch, ich verzichte auf das Geld. Ich möchte einfach nur Fußball spielen. Deswegen bin ich wieder zurück nach Deutschland…

SWP: Sie waren ganz nah dran an der Profikarriere …

S. U.: (lacht) Ich habe schon vielen meine Geschichte erzählt und alle sagen, wie krass die Dinge für mich gelaufen sind. Vielleicht hat mir ein bisschen das Glück gefehlt, vielleicht habe ich auch zu früh aufgegeben. Ich stelle mir solche Fragen, aber das bringt mich nicht weiter. Es war eine krasse Erfahrung, nicht immer schön, aber so ist der Fußball eben. Manchmal ist es ein Drecksgeschäft.

SWP: Am Sonntag geht es für Sie mit der Hohenlohe-Auswahl gegen die Bundesliga-Profis des VfB. Hat man da Schiss, eine hefige Niederlage zu kassieren? S

S. U.: Schiss eigentlich nicht. Natürlich kommen die meisten Leute am Sonntag, um den VfB spielen zu sehen, aber auch wir wollen unsere Stärken zeigen. Vielleicht können wir manche Zuschauer überzeugen, uns im Stadion anzuschauen, wenn wir ein normales Saisonspiel haben.

SWP: Und die große Zuschauerkulisse wird was Besonderes?

S. U.: Ja, das wird richtig geil. Wir haben in Hall schon immer relativ viele Zuschauer für unsere Spielklasse. Ich kenne große Kulissen schon auch aus der Türkei, aber ich werde bestimmt nervös sein. Ich gehe nicht aufs Feld und denke, alles ist easy, ich spiele ein bisschen (lacht). Vor den normalen Ligaspielen ist es aber genauso. Da ist man auch angespannt. Die Vorbereitung bei den Sportfreunden Hall hat diese Woche begonnen. SWP: SWP: Mögen Sie die Vorbereitungszeit oder sind Sie froh, wenn das erste Pfichtspiel dann ansteht und die Vorbereitung vorbei ist?

S. U.: Eher Zweiteres (lacht). Aber man muss es machen. Wir haben ja Blut geleckt letzte Saison, daher müssen wir diese Vorbereitung umso ernster nehmen. Nach Platz 4 in der Vorsaison in der Verbandsliga haben die Sportfreunde mehrere Oberliga-erfahrene Spieler dazugeholt.

SWP:  Wie sehr wird der Konkurrenzkampf dadurch entfacht?

S. U.: Sehr. Ich fand, dass es auch nötig war. Wir sind manchmal nicht an unser Limit herangekommen. Wenn jeder jemanden im Rücken hat, der Druck macht, dann ist das ideal. So kann man die Spieler besser ersetzen, wenn jemand mal eine schlechte Phase hat. Ich nehme den Konkurrenzkampf daher auch gerne an. Ich kenne es ja auch nicht anders, auch aus der Zeit bei der VfB-Jugend. Da wurden die besten Talente zusammengezogen. Da war ich jede Woche unter Druck, egal wie gut man in der Woche davor gespielt hat.

SWP: Was ist dann in der neuen Saison möglich?

S.U.: Die Oberliga ist ein Thema, aber wir müssen auf dem Teppich bleiben. Wir müssen gut starten und hoffentlich haben wir wieder das Quäntchen Glück, das wir in der letzten Vorrunde hatten, als wir viele enge Spiele gewinnen konnten. Aber es sind mehrere gute Mannschaften dabei, aus der Oberliga ist die Sport-Union Neckarsulm abgestiegen, mit Türkspor Neckarsulm gibt es einen sehr ambitionierten Aufsteiger, gegen die wir in der Landesliga nicht gewinnen konnten. Aber natürlich hoffe ich, dass alles für uns positiv laufen wird.

Interview „Es war eine krasse Erfahrung“ Moment mal, bitte! Serkan Uyguns Karriere als Fußballer ist keine gewöhnliche. Der 26-Jährige blickt zurück auf eine Zeit zwischen Profitum und Misere, zwischen Deutschland und der Türkei.

Foto: Ufuk Arslan

Hier zum Link des Artikels in der Südwest-Presse: https://www.swp.de/sport/fussball-lokal/hohenlohe/spieler-der-sportfreunde-schwaebisch-hall-serkan-uyguns-aussergewoehnliche-geschichte-71119623.html

Und das Testspiel der Profis des VfB Stuttgart, gegen die Hohenlohe-Auswahl, in der Optima-Arena Schwäbisch Hall, fiel gar nicht so hoch oder klar aus:

https://www.swr.de/sport/fussball/vfb-stuttgart/testspiel-vfb-stuttgart-gegen-auswahl-hohenlohe-100.html

Wird dieser Mann bei Juventus Turin eine neue Ära einläuten? Die Tifosi Bianconeri sind gespannt – Cristiano Giuntoli ist der neue starke Mann. „Mister“ Allegri jedoch steht einem Neuanfang (noch) im Weg – finden die Fans…

Was für ein Erfolg: Nach 33 Jahren ging die italienische Meisterschaft, der Scudetto, endlich wieder nach Napoli. Gefeiert wurde, als gäbe es kein Morgen. Und der Erfolg hatte mehrere Väter: In erster Linie Luciano Spalletti, der das internationale Team, gespickt mit anfangs teils unbekannten Spielern zu einer Einheit und Meistermannschaft formte. Aber auch nicht zu unterschätzen: Sportdirektor, Cristiano Giuntoli, ein eher ruhiger seiner Zunft, der das Podium oder Mikrophone eher scheut. Giuntoli soll nun Juventus Turin zurück nach oben führen.

https://www.fussballeuropa.com/news/juventus-turin-napolis-meisterkaderplaner-cristiano-giuntoli-vor-vertragsunterzeichnung-bei-juve-2023-07

Ein Sabbatical? Das will Spalletti nie gesagt haben, meinte er neulich… Juve darf weiter träumen!
…wenn doch schon Giuntoli kommt, warum nicht auch Luciano Spalletti als Coach? Dazu müsste Allegri gehen… Aber, der Mister hat eben noch einen Vertrag – die Abfindung dürfte hoch sein.

Die drei Streifen der AS Roma – eine kochende Leidenschaft flammt wieder auf – Adidas ist nicht das erste mal Ausrüster in der Capitale…

Aller guten Dinge sind drei: Adidas steigt bei der Roma ein

Es ist sicher kein Zufall, dass Adidas besonders jetzt ein Zeichen setzt, und Nägel mit Köpfen macht – just als Jose Mourinho ein exorbitantes Angebot aus Saudi Arabien ablehnte. Weder als Nationaltrainer, noch bei Cristiano Ronaldos Klub Al-Nassr, wird Jose Mourinho als Coach einsteigen. „The Special One“ bleibt der Serie A treu, und damit bei der AS Roma in der Capitale. Und, Adidas wird Mourinhos Team und den Verein mit ihren Textilien und den bekannten drei Streifen ausrüsten. https://www.fussballeuropa.com/news/as-rom-adidas-steigt-bei-der-roma-ein-2023-07

Nicolo Zaniolos Flirt mit Juve – wie man sich als türkischer Meister wieder für die Serie A ins Gespräch bringt…

Nicolo Zaniolo wechselte im Januar 2023 aus Rom zu Galatasaray Istanbul. Bereits ein halbes Jahr später könnte der italienische Nationalspieler in die Serie A zurückkehren.

Gerade mal 23 Jahre alt, und schon eine Reizfigur. Die einen lieben und verehren ihn (nicht nur bei der AS Roma), die anderen reiben sich ganz gern an ihm – Nicolò Zaniolo.

Der offensive Mittelfeldspieler und Mitglied der Squadra Azzurra, von der AS Roma erst im Winter an Galatasaray Istanbul verkauft, möchte wohl wieder zurück in die Serie A. Jedoch nicht etwa zur Roma von Mourinho, nein, ausgerechnet zum „verhassten“ Ligakonkurrenten und Rekordmeister Juventus Turin.

Zaniolo spaltete bereits das Netz. Auf Instagram postete er sein Jugendzimmer, komplett in Weißschwarz, die Bettwäsche der Bianconeri, genauso die Sitzkissen und das Juve-Emblem als Bettvorleger auf dem Boden.

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Zaniolo erzielte wichtige Tore für die Roma – Foto: Marco Iacobucci Epp / Shutterstock.com

Zitiert wird Zaniolo, der jüngst mit Galatasaray (und Mannschaftskollege Mauro Icardi) türkischer Meister wurde und dadurch die Teilnahme an der Champions League sicherte, in der Gazzetta dello Sport wie folgt: „Champions League hin oder her. Seit klein auf bin ich Juve-Fan. Sollte ein tolles Angebot und die Chance auf eine Weiterentwicklung kommen, würde mich Galatasaray wohl ziehen lassen.“

Gekonnt hat sich Zaniolo mit seinen Beratern in Position gebracht. Und schon vibriert das Netz und erhitzen sich die Gemüter der italienischen Fans. Einige sind hellauf begeistert, Zaniolo, der auch seine fünf Tore zu „Galas“ Meiterschaft beisteuerte und einige mehr auflegte, würde bestens zur Vecchia Signora passen.

Andere wiederum sind zwar nicht abgeneigt, sehen in Zaniolo aber sicher keinen Ersatz für Federico Chiesa, der in England (Liverpool, Chelsea), bei PSG, und auch beim FC Bayern gehandelt wird.

Unterdessen schwärmt Zaniolo weiter, er würde gern mit Pogba und Moise Kean, bei seinem Traumverein spielen. Bei den Giallorossi ist Zaniolo nach diesen Aussagen wohl unten durch, obwohl er vor einem Jahr den Cup der Conference League mit einem feinen Schuss nach Rom schlenzte.

Juventus Turin, das wohl nur in der Conference League antreten wird, sofern nicht noch die Aufhebung der Sanktionen folgt, möchte einen schlagfertigen Kader, und hat trotz der Vertragsverlängerung um ein Jahr mit Rabiot, immer noch Milinkovic-Savic im Blick. Hauptsache, Inter Mailand bekomme ihn nicht, werden interne Quellen zitiert. Zu Zaniolo selbst wollte sich bis dato in der Continassa, dem Sitz Juves, noch kein Verantwortlicher äußern.

Link: https://www.fussballeuropa.com/news/galatasaray-wie-nicolo-zaniolo-im-netz-die-tifosi-spaltet-2023-06

Nachwuchstalente: Wilfried „Willy“ Gnonto – Bye, Bye Leeds? Inter Mailand und Juve jagen Willy Gnonto – auch Freiburg zeigt Interesse

Oder, Willy will’s wissen?

Bei der U21-Europameisterschaft in Rumänien und Georgien verpassten die Azzurrini das Weiterkommen zwar, aber einer, der auf sich aufmerksam macht, ist der linke Flügelläufer Wilfried „Willy“ Gnonto von Leeds United.

Der Italiener, gebürtig von der Elfenbeinküste, steht momentan noch beim Absteiger aus der Premier League unter Vertrag. Bei der U21-EM spielt er groß auf, ist für die Gegner nur schwer auszurechnen. Kein Wunder, dass europäische Topklubs, nicht nur aus der Serie A, bereits anklopfen. Und es sieht ganz danach aus, als würde Willy Gnonto Leeds verlassen.

Willy Gnonto im Visier des SC Freiburg

Nicht nur nach seinem Tor gegen die Schweiz, was er eher unüblich per Kopf erzielte, wurde man auf den neunzehnjährigen Flügelstürmer aufmerksam. Seine Ballsicherheit und Technik haben sich schon lange herumgesprochen. Der FC Everton ist an ihm bereits dran, aber auch der SC Freiburg bekundete bereits im vergangenen Jahr Interesse – ohne dass mehr daraus wurde. (…)

Link zu meinem Artikel:

https://www.fussballeuropa.com/news/fc-everton-bye-bye-leedsij-willy-wills-wissen-2023-06

Von Karamgümrük zu Sampdoria! Andrea Pirlo ist als Stratege gefragter denn je…

Auch als Weltmeister in die Serie B – Sampdoria ist Pirlos neuer Club

Der eine Weltmeister, Fabio Grosso, der Frosinone wieder in die Serie-A gebracht hatte, sagte dem Traditionsclub Sampdoria ab, dafür sagte Andrea Pirlo, ebenfalls Weltmeister von 2006, bei Sampdoria Genua zu. Die Unterschrift wird in den kommenden Tagen erwartet, wie die Gazzetta dello Sport berichtet.

Fabio Grosso führte tiefe Gespräche mit dem Management von Sampdoria, doch letztendlich passte es nicht ganz. Fabio Grosso wird zudem mit dem französischen Club aus Marseille in Verbindung gebracht. Außerdem hatte Grosso seine Meisterleistung in der hart umkämpften Serie B bereits vollbracht, er führte Frosinone zurück ins italienische Oberhaus.

Andrea Pirlo wurde ebenfalls gefragt, und es fanden bereits drei Meetings statt, um alle Feinheiten für das Projekt „sofortiger Wiederaufstieg“ zu klären.

Es spricht zudem für Andrea Pirlo, dem einstigen Strategen auf dem Feld sowie jetzt auch auf der Bank, dass er auch die Serie B in Betracht zieht – wobei Sampdoria immer eine feine und namhafte Adresse ist.

Mit dem türkischen Club Karagümrük SK erreichte Pirlo den siebten Platz in der Süper Lig. Das zählt als Achtungserfolg in dieser schwierigen Liga. Davor gewann Andrea Pirlo als Trainer von Juventus Turin den Supercup sowie den italienischen Pokal.

Außerdem, auch hier auf Checkfussballberater.de

( https://checkfussballberater.de/ein-mann-viele-geniestreiche-andrea-pirlo-ich-denke-also-spiele-ich/ )

Buch-Rezension: Wie tickt Thomas Tuchel wirklich? – Und, wir dürfen gespannt sein, wie sich der FC Bayern unter den gegebenen Voraussetzungen, nun tatsächlich entwickelt…

BUCH
WIE TICKT THOMAS TUCHEL?
Eine im Sommer veröffentlichte Biografie bietet eine faszinierende Annäherung an diese komplexe Trainerpersönlichkeit, der in Mainz, Dortmund und Paris Erfolge feierte. Von Giovanni Deriu

 Thomas Tuchel Buchcover

Thomas Tuchel Buchcover

Die Biografie über 190 Seiten hatte ich in knapp drei Tagen durch. Normalerweise macht sich der Autor dieser Zeilen auch spätestens einen Tag danach an die Rezension. Diesmal sind es fast zehn Tage geworden, so erschlagen, ob der geschilderten Impressionen und Erzählungen, aber auch sehr begeistert war ich von diesem Buch, der Biografie, über den deutschen Fußballlehrer, Thomas Tuchel. Recherchiert und hervorragend zusammengefasst von den Journalisten Daniel Meuren und Tobias Schächter.

Letzterer spielte gar einmal mit dem VfR Mannheim in der Regionalliga, es war in den 90ern, gegen Thomas Tuchel, der damals für den SSV Ulm aufgelaufen ist. Tobias Schächter, der als Freiberufler lang für die SZ geschrieben hat, ist nun bei den „Badischen Neuen Nachrichten“ in Karlsruhe, der andere Autor, Daniel Meuren, schreibt für die FAZ, und sprach Thomas Tuchel 2009 das erste Mal, am Rande des Finals um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft, das Tuchel mit den A-Junioren von Mainz 05 auch gewonnen hat.

Es ist noch ganz frisch, erst vor Kurzem konnten wir Thomas Tuchel am Bildschirm beobachten, wie er mit seinem Starensemble von Paris St. Germain, PSG, den Bayern ganz knapp im Finale um die Champions-League in Lissabon, unterlegen ist – fast gleichauf spielten beide Teams, Chancen hatte auch PSG, aber letztendlich ging der Bayern-Sieg auch in Ordnung, wie Tuchel unmittelbar danach offen, und gar nicht verbittert zugab. Nein, im Gegenteil, der deutsche Trainer attestierte seinem Team, und auch dem, vor Enttäuschung heulenden Neymar, eine gute kämpferische Leistung. Und schon weit vor dem Finale, meinte Stürmerstar Kylian Mbappé, das ganze Team sei absolut „froh, dass Thomas Tuchel unser Trainer ist…“

Aus Solisten hat Tuchel ein Kollektiv geformt, und in den knapp zweieinhalb Jahren so ziemlich alles abgeräumt an Titeln. Zwei Mal hintereinander Meister, in dieser Corona-Saison gar das Double. Unvergessen auch die Bilder des 47-jährigen Coach, mit seinem Gips und der dicken Schiene, fast zur Unbeweglichkeit gezwungen, der Schwabe hatte sich den Mittelfußknochen am linken Bein gebrochen, und den Knöchel verstaucht. Bei einer Trainingseinheit.

Tuchel mischt noch mit, viel zu früh musste er nämlich selbst als Spieler, seine eigene ambitionierte Karriere ebenfalls verletzungsbedingt beenden – auch diese Episode wird im Buch ausführlich beschrieben. Tuchel, auf der Kühlbox oder einer Alukiste hockend, coachte von Außen so gut es ging, ja, er wäre wohl auch mit dem Kopf unterm Arm, in diese Champions-League-Finalrunde eingezogen.

Den Anspruch und Ehrgeiz, nie aufzugeben hat der Fußballtrainer jedenfalls.

Was für ein erfolgreicher Weg, vom Deutschen Meister der A-Junioren 2009 mit dem Underdog 1. FSV Mainz 05, die Mainzer Clubführung ließ sich diesen Titel sogar im Briefkopf verewigen, bis hin zum Toptrainer einer weltbekannten Mannschaft. Man kennt Tuchel schon lange in den Fußballfachkreisen der Topligen Europas.

Zurück zur Biografie, die dermaßen gut gelungen und tief recherchiert ist, dass es wirklich schwer fällt, einzelne Kapitel und Storys herauszugreifen, um sie länger hier in dieser Buchkritik zu besprechen. Ich versuche aber, mit einzelnen Hinweisen, die Erkenntnisse und Erlebnisse herauszuarbeiten, wie Tuchel zu der (Trainer-) Persönlichkeit wurde, die er letztendlich ist, beziehungsweise, wie er so tickt.

Die im Anschluss des Buches genannte Dankesliste an die Gesprächspartner ist lang, und sehr oft hat man den Eindruck, dass der ehemalige Manager und Sportdirektor von Mainz 05, Christian Heidel, die meisten Storys und Begebenheiten erzählte – und dies auch recht authentisch, mit Lob in Maßen, aber auch mit Selbstkritik, denn Tuchels Abgang in Mainz, vor dessen Sabbatical, war ja ziemlich kurzfristig und auch unschön, und zwar dafür, was Tuchel mit MAINZ IN DEN FÜNF BUNDESLIGAJAHREN, nach der Klopp-Ära, so erreicht hatte.

Einmal sieben Auftaktsiege in Folge, sowie zwei Mal Platzierungen für die Europapokalqualifikation. Stets, wie Heidel betont, mit geringem Budget, und Thomas Tuchel habe nie abstruse Forderungen gestellt. Vorgänger JÜRGEN KLOPP, so steht es mehrmals im Buch, und man liest es auch heraus, war ein Volkstribun, bis heute beliebt, Kloppo besitzt noch eine Wohnung in Mainz.

Tuchel dagegen wirkte immer distanziert und oft unnahbar, obwohl auch in Mainz heute noch jeder Fan von Thomas Tuchels Art, wie er Fußball spielen ließ, nahezu schwärmt. Es waren erfolgreiche Jahre. Und herzlich und freundlich war er auch.

Thomas Tuchel, ein richtiger Konzeptionstrainer, geriet nur manchmal in Rage, oder wirkte angefressen, wenn zu Beginn seiner Mainzer Zeit, zu oft von Klopp geredet, oder beide gar verglichen wurden.

Umso erstaunlicher, dass Tuchel sich nach Mainz ausgerechnet den BVB aussuchte, um abermals Jürgen Klopps Nachfolger zu werden. Zwei Meisterschaften, DFB-Pokal-Gewinne und das verlorene Champions-League-Finale gegen die Bayern, bescherte Kloppo der Borussia in Dortmund.

Es scheint ganz so, als wollte Tuchel zeigen, dass man durch akribische Arbeit und mit viel Motivation, sowie ausgetüftelten Trainingsübungen, noch viel erfolgreicher und attraktiver spielen (lassen) könne.

Auch in Dortmund war Klopp ein Volkstribun, ja fast eine Club-Ikone bis heute. Und Tuchel? Obwohl er wusste, wie emotional die Borussia und die Fans sind – Tuchel war stets um Abstand bemüht, ließ sich nicht für Dinge außerhalb des Trainingsplatzes oder der Arena vereinnahmen – fast zu direkt, bürstete er Ideen eines BVB-Edel-Fans, nach einer Filmproduktion ehemaliger Legenden und Trainer ab, und brüskierte den Fan, so etwas, interessiere ihn, Tuchel nicht. Er sei dafür zuständig, was auf dem Platz geschehe. Tuchels Akribie und Professionalität kann auch weh tun – den anderen.

Auch den Spielern, egal ob ehemalige Juniorenspieler, Tuchel war ja auch beim FC Augsburg NLZ-Leiter und Juniorentrainer, oder später bei den Profis, Tuchels Übungen im Training waren und sind ziemlich anspruchsvoll. Oft waren die Spieler im Kopf müde, simple Abschlussspiele im Training, Elf gegen Elf gibt es selten, die bringen ja wenig, vielmehr werden Spielformen einstudiert, mit verengten Teilfeldern auf dem Platz, wie sie im Spiel auch ständig vorkommen. Die pure Simulation, und die ständige Suche nach Lösungen – hier lässt Tuchel den kreativen Spielern durchaus Freiheiten.

Immer wieder kommt im Buch der Hinweis verschiedener Akteure, dass Tuchel hin und wieder richtig angepisst sein konnte, meint ein Spieler, der viele Jahre mit ihm zusammen gearbeitet hat, „… man konnte sich abseits des Platzes unterhalten, er ist intelligent und witzig. Aber 20 Prozent der Zeit, war er schon immer der Psychopath, der es übertreibt, der überehrgeizig ist. Dann wurde er persönlich, vergriff sich im Ton, war beleidigend… “, auf die Art und Weise, habe Tuchel wohl auch einige Spieler kaputt gemacht, so der nicht genannte Spieler. Tuchel konnte schon recht ungehalten und vor allem ungeduldig werden, wenn Spieler die Dinge nicht umsetzten, keine Fortschritte erzielten.

Andererseits wiederum, wird im Buch zwei Seiten zuvor, auf Seite 33, relativ weit vorn berichtet, dass alle Spieler, die einen längeren Weg mit Tuchel, zum Beispiel in Mainz gegangen seien, unisono bestätigen, „Tuchel macht Spieler besser“, er treibe sie zu Höchstleistungen.

Dass Thomas Tuchel auf Mannschafts-Rituale setzt, wie z. B. die einheitliche Kleidung, gemeinsame Mahlzeiten, bei denen jeder wartet, bis alle fertig sind, oder die Einführung eines gemeinsamen Frühstücks, bei dem alle Spieler reihum, selbst das Frühstück für alle organisieren mussten. Vor dem Frühstück also einkaufen, und die Liste mit allen Wünschen und Besonderheiten abarbeiten. Das schule die Aufmerksamkeit für die Spieler und Personen im Kader.

Das alles seien Mosaiksteinchen für den großen Erfolg, aber vor allem, auch das wird mehrmals erwähnt, fühle sich jedes Team sicher, wenn sie von Tuchel auf den Gegner vorbereitet wird. Alles sei detailliert, und die Spieler laufen ohne Nervosität aufs Feld, weil Tuchel für mögliche Situationen exakt eine Handlungsempfehlung mit an die Hand, bzw. auf den Fuß gebe. Ja, die Analyse des Gegners, ist Tuchel und dessen Trainerteam immer wichtig. Genauso die technischen Basics der Spieler, die Ballan- und mitnahme muss sitzen, die Passgenauigkeit auch mit viel Drall, absolut präzise auf den jeweiligen Fuß folgen, so wird das Spiel schneller gemacht.

Tuchel gilt in der Bundesliga zudem als Vorreiter für Videoanalysen, und diese auch vom eigenen Training, oder in einem Spiel bereits zur Halbzeit, mit ein paar Sequenzen, zur Veranschaulichung.

Dieser Thomas Tuchel, dachte ich mir schon damals, als er sein Debut in der Bundesliga gab, und wie er authentisch und sachlich, quasi ganz egal, wie andere über ihn in diesem Business urteilten, seine Interviews gab, werde bestimmt einen langfristigen erfolgreichen Weg gehen. Er behauptete sich schon mit Mainz gegen die Großen von Bayern und BVB, die Bayern von van Gaal hatte das Tuchelteam auch schon rennen lassen, und besiegten sie. Achtungserfolge, selbst wenn nur Unentschieden, mit Mainz 05 gegen Klopp.

Hier ein paar kurz beschriebene Splitter aus dem Buch, die auch erklären, wie Tuchel zu diesem Toptrainer wurde, und wie er als Mensch schon immer tickt(e) :

◾ Im Buch kommt auch der ehemalige KSC- Trainer und ehemalige Profi, Alois Schwartz, zu Wort. Er war Tuchels erster Kapitän bei den Stuttgarter Kickers, in der 2. Liga. Später besuchten sie beide, die Sporthochschule in Köln, um das Fußballlehrer-Diplom zu machen, hatten aber keinen engeren Kontakt. Immerhin kommt Alois Schwartz in der Biografie ausführlich zu Wort, immer sachlich und auch fair. Schwartz erzählt, wie der damalige Trainer-Feuerwehrmann, Rolf Schafstall, ein Ruhrpott-Original, die Zügel im Abstiegskampf angezogen hat, und Thomas Tuchel als jungen Spieler entweder links liegen ließ, oder ihn sogar zu demütigen versuchte. Tuchel bewahrte aber immer die Contenance und den Anstand, ja, durch seine Art, und auch damals zu seinen Ansichten über Taktik und Systeme, hatte er dennoch seine Stellung im Team.

Wahrscheinlich aber prägte ihn diese Zeit unter Schafstall doch mehr als gedacht – bis heute…

◾ Tuchel musste die Profikarriere früh verletzungsbedingt beenden, was bedeutete, dass er so erst einmal in ein tiefes Loch fiel. Aber, schnell fand er dann doch einen Plan B, viel Geld hatte er noch nicht verdient, und er wollte in Stuttgart BWL studieren. Nebenbei jobbte er sogar als Kellner in einem Club, der Radio-Bar. Sein einstiger Ulmer Trainer, Achtung(!), Ralf Rangnick trainiert jetzt den VfB Stuttgart in der Bundesliga. Tuchel fasst seinen Mut zusammen und klopft an, ob er es als Spieler nochmals in der zweiten Mannschaft versuchen könnte. Als Spieler geht’s dann doch nimmer, aber dank Rangnick, und dem anderen schwäbischen Trainerfuchs, Hansi Kleitsch aus Kirchheim, später war Kleitsch auch Scout beim FC Bayern (Insider kennen ihn), nimmt Tuchels Trainerkarriere im Juniorenbereich ihren Anfang. Hansi Kleitsch sah Tuchels Begabung von Anfang an. Die Raumdeckung und das Offensivspiel forcierte Tuchel immer, und konnte dies auch Junioren gerecht vermitteln.

◾Später wird Thomas Tuchel dann, Julian Nagelsmann in Augsburg für den Trainerberuf gewinnen.

◾ Das Stichwort, oder Tuchels Lieblingsbegriff, ist der „Klebstoff“. Wie, Klebstoff? Klebstoff als Definition, für die Maßnahmen und psychologischen Instrunente und Motivations-Kniffe (davon werden einige beschrieben), die eine Mannschaft von der Nummer Eins bis zur 22, also jeden im Kader, zusammen schweißen.

◾ Während zwei ehemalige Spieler, Wölki und Laux, bei den Tuchels am Samstagabend die Sportschau anschauen, ging er damals mit seinen Eltern zur Kirche – das war ihm wichtig.

◾ Überhaupt spielt auch Demut für Tuchel eine große Rolle, Siege und Niederlagen müssen gleichermaßen mit Anstand aufgenommen werden.

◾ Natürlich werden im Buch auch die schwierigen Stunden und Tage nach dem Bombenattentat auf den Mannschaftsbus thematisiert, und wie es zum Bruch mit dem BVB kam. Tuchel holte in Dortmund als Trainer die meisten Punkte, qualifizierte die Borussia stets für die Champions-League, und gewann zum Abschied den DFB-Pokal.

Übrigens hat Familienvater Tuchel auch das Diplom als Betriebswirt, das er dann doch noch absolviert hatte.

Zuletzt, und diese Biografie gibt noch so viel mehr her, lassen wir noch den Profi und ehemaligen Borussen, Nuri Sahin, zu Wort kommen.

Auf Seite 171 heißt es, ausgerechnet im Pokalfinale verzichtet Tuchel auf den BVB-Recken. Das kam weder im Verein, noch in der Mannschaft gut an.

Klar, Sahin ist enttäuscht, Gründe für diese Entscheidung liefert Tuchel nicht [ er wird seine Erkenntnisse gehabt haben ], aber Sahin gilt als loyaler Mensch und tritt nicht nach, im Gegenteil, der Türke aus Meinerzhagen hat bei großen Clubs wie dem FC Liverpool und Real Madrid sowie unter erfolgreichen Trainern wie Jürgen Klopp, José Mourinho oder Carlo Ancelotti und Fatih Terim sowie Brendan Rodgers gespielt. In einer Kolumne des Sportmagazin „Socrates“, schreiben die Autoren der Biografie, bezeichnet Sahin jedoch Tuchel als „taktisch den besten Trainer, den ich je hatte“.

Anmerkung im Nachgang, aktuell:

Wie wir nun alle wissen, verlief die Ablösung von Julian Nagelsmann bei den Bayern sehr holprig – von internen Führungsproblemen, bis hin zu den Ergebnissen und Problemen Tuchels mit dem übernommenen Kader – die Spieler schienen fast wie ausgelutscht, das Saisonende herbeisehnend. Mit Ach und Krach wurde wenigstens, oder zumindest, die Meisterschaft noch gesichert. Aus der Champions-League sowie dem DFB-Pokal schieden die Bayern aus. Hatte Thomas Tuchel das Team vielleicht sogar in kurzer Zeit etwas überfordert, oder waren etliche Bayernstarts bereits platt? Jedenfalls hat Thomas Tuchel nun die Zeit, zu Beginn sogar als eine Art „Teammanager“, den Kader selbst zusammenzustellen, und die Vorbereitungszeit richtig und intensiv zu nutzen, sein Spiel, und seine Handschrift, zu vermitteln. Wir werden sehen, es bleibt spannend, mit diesem Typen von Trainer.

( https://www.rund-magazin.de/news/1789/32/Buch-Thomas-Tuchel/ )

Giovanni Deriu, RUND Autor, analysiert und beschreibt Biografien.

RUND – Das Fußballmagazin – SPIELKULTUR (rund-magazin.de)

Keine Macht den Drogen? Oder nur Doofe brauchen Zusatzstoffe… Auf frischer Tat ertappt – zwar nur eine Fußnote, und was juckt es den neuen Champions-League-Sieger? Und wie sich Keeper Ederson die SNUS-Päckchen in den Mund schob…

Zwar nur eine Randnotiz und Fußnote, aber die hatte es in sich. Nach dem Finalspiel ist vor der großen Sause – ManCity am Ziel seiner Träume, und Coach Pep Guardiola hatte es endlich wieder geschafft – davor ja bereits zwei Mal mit dem FC Barcelona, 2009 und 2011, nur mit dem FC Bayern schaffte er es nicht.

Dass allesamt Profis durch und durch sind, gut bezahlte dazu, muss man nicht erwähnen. Rausch- und Genussmittel sind eigentlich Tabu – aber siehe da, um bei den Feierlichkeiten nicht zu früh einzuknicken, dachte sich wohl Torspieler Ederson, müsse er sich ein wenig (auf-)puschen. Die (leichte?) Modedroge, nein, das Genussmittel SNUS, diesen bekannten Kautabak, der eine Art Revival mitmacht, schob sich der Keeper zwischen die Lippen und das Zahnfleisch. https://www.fanpage.it/sport/calcio/il-video-di-ederson-nella-festa-del-city-diventa-virale-stava-assumendo-snus-davanti-a-tutti/

In Skandinavien mit viel Tradition seit Jahrzehnten, kommt SNUS auch wieder hier in Mode, besonders bei den Sportlern, und damit auch bei jüngeren Generationen. Was das Idol vormacht, können wir doch auch. Auch in den Schulen, so die Schulleiter, sei der Kautabak angekommen. Zumal SNUS anscheinend als weniger gesundheitsgefährdend als Zigaretten gelten soll. Doch ist das so? Wie dem auch sei. Der Topkeeper, Ederson, der auch mit dem Fuß ganz gut Akzente setzen kann – deshalb auch für das „Guardiolaspiel“ so wichtig – braucht wohl eben auch eine Art Ersatz-Nascherei oder Stimulation.

Nur, muss das dann ganz so offensichtlich sein? Und, wie lange ist SNUS nachweisbar, gilt es noch nicht als Dopingmittel?

Das letzte Mal, dass ich von Snus und Kautabak gehört habe, war etwa in den 90er Jahren, als, ebenfalls ein Fußballer, nämlich der Schwede, Glenn Peter Strömberg, von Atalanta Bergamo. Der Hüne mit der besonderen Übersicht, war ein ruhiger Zeitgenosse, der sich aber auch gern den Kautabak, sogar vor dem Match unter die Lippen geschoben hat. Mein lieber Schwede…

Amateurfußball hin oder her: Talente gibt es überall, wenn man nur genau hinsieht! Und viel wichtiger, mit Emotionen und Spaß dabei sein. Gianluca Vialli hinterließ einst ein Vermächtnis…

Neulich, beim Relegationsfinale in den Amateurniederungen, sah man einmal mehr, wie sehr die Fans mitfiebern, sich mit ihrem Club identifizieren. Und selbst wenn nur in der Kreisliga A, wo es um den Klassenverbleib (TSV Hessental) https://tsv-hessental.de/ und Aufstieg (SV Rieden) https://www.sv-rieden.de/index.php?id=3&no_cache=1 ging – die Spieler gaben bei großer Hitze ihr bestes. Allesamt „Freizeitkicker“. Doch wie meinte der ehemalige italienische Nationalspieler, und erst jüngst (leider zu früh) verstorbene Gianluca Vialli (bereits eine Legende)? Es gäbe keinen Unterschied in den Emotionen und Gefühlen zwischen einem Spieler in der Champions League, und in den unteren Klassen.

Der TSV Hessental hielt als Kreisliga-A- Team letztendlich die Klasse, und der SV Rieden musste nach Elfmeterschießen doch unten bleiben. Freud und Leid so nah beisammen. Spannung pur, über 120 Minuten. Am Ende war es eher eine „Erleichterungsfeier“ der Hessentaler im Jubiläumsjahr. Der SV Rieden hielt über weite Strecken gut mit, war sogar tonangebend, und die Fans waren der Hammer, zahlreich vor Ort, dazu bunt in den Vereinsfarben, und lautstark über das ganze Spiel. https://www.swp.de/sport/mehr-lokalsport/schwaebisch-hall/sieg-in-der-relegation-der-tsv-hessental-bleibt-in-der-kreisliga-a-70936925.html

Bei den Hessentalern ragte auch der Torwart Victor Balz, ein Oldie, wirklich heraus, fischte er doch glatt zwei Bälle aus dem Winkel. Und der gebürtige Nigerianer und Goalgetter, Nasiru (Oluwashola Riliwon) – „Hessentals Lukaku“ – drehte den frühen Rückstand um, zum 2:1, ehe der SV Rieden wieder ausgleichen konnte.

sdr

Worum geht es hier? Wir haben uns dieses Match rund um Schwäbisch Hall bewusst ausgesucht, kennen wir doch selbst den einen oder anderen (jungen)Spieler. Und, wir wollen aufzeigen, dass das Schöne an diesem Sport tatsächlich die Leidenschaft ist, mit der alle dabei sind. Und, wir wollen auf die emotionalen Worte Viallis in der Kabine bei den Spielern der unteren Klassen erinnern. Gianluca Vialli war ein echter Champ, der den Fußballsport liebte.

Lesen wir hier seine Worte aus dem Video, von uns zusammengetragen und übersetzt: ( https://www.instagram.com/p/CnO7zZ4t-gg/?igshid=MzRlODBiNWFlZA==

Ich weiß nicht, wann, und zu welchem Team er sprach, zu einer Amateurmannschaft in seiner Heimat, rund um #Cremona…? Aber diese Ansprache, wird dieses Team niemals vergessen!

>>… Wie Ihr wisst, habe ich ganz oben, in der Champions League gespielt, Weltmeisterschaften mit der Nationalelf, und vor lauter Anspannung konnte ich nicht einschlafen. Aber ich habe auch auf Eurem Level und Niveau gespielt, auf unebenen Rasenplätzen, Hartplätzen, ich weiß, was es bedeutet, auch ohne Publikum. Und wisst Ihr, was der Unterschied, zwischen diesen zwei Fußballwelten ist, die so weit auseinander scheinen?
Es GIBT KEINEN! ES gibt keinen Unterschied, denn am Ende gibt es Dinge, die überall gleich sind in diesem schönen Sport. Die Essenz dieses wunderschönen Spiels ist immer diesselbe, man ist eine Mannschaft, es ist ein Spiel zu spielen, man möchte gewinnen, man möchte den Gegner schlagen, seinem Teamkameraden auf dem Platz helfen.
Ich habe etwas verstanden, die wahren Helden seid Ihr, Leco, Alessandro, Nino, Asenzio, Cinio, il Bomber, ecc. , ich habe es in Euren Augen gesehn, arbeitet jeden Tag gemeinsam daran, ein besseres Team zu werden, Ihr könnt es schaffen, mein Tipp, kehrt nie um…! <<

sdr