Rettungsmission am Neuenburgersee – Ein Telefonat mit Martin Andermatt
Der Fußball schreibt Geschichten, und manchmal schließt sich ein Kreis. Als ich dieser Tage spontan mitMartin Andermatt telefoniere, klingt seine Stimme ruhig, wie immer, ja, unaufgeregt – aber auch fokussiert. Es sind intensive Tage beim Yverdon-Sport FC. Der Traditionsklub aus der Westschweiz steckt in einer schwierigen Phase, und ausgerechnet jetzt ist Andermatt wieder ganz nah dran an der Linie. Der 64-Jährige hatte eigentlich eine andere Rolle im Verein. Als „sportlicher Verantwortlicher“, also Sportdirektor, plante er langfristig. Doch im Fußball kommt es oft anders. Nun steht er selbst wieder im Mittelpunkt der täglichen Arbeit auf dem Trainingsplatz.
„Im Moment denke ich 24 Stunden an diese Mission“, sagt Martin Andermatt im Gespräch. Seine Worte wirken nicht dramatisch – eher nüchtern. Wer ihn kennt, und seine sportliche Vita bereits als Jugendlicher in Deutschland verfolgte, weiß: Genau so arbeitet er.
Immer wieder erreichen ihn Anfragen – auch von Probespielern, Beratern und auch Scouts (so wie wir, das nur am Rande), oder jungen Talenten. Andermatt bleibt dabei konsequent. Der Proficoach: „Versprechen kann ich nichts“, sagt er offen.
Eine gute Analyse brauche Zeit. Wer helfen könne, müsse genau geprüft werden. Dabei gehe es nicht nur um Talent. Ganz entscheidend seien Charakter und Sozialverhalten. Erst danach komme das fußballerische Können. Und dann natürlich der Wille, sich durchzusetzen. Neue Spieler müssen zum Club passen, und natürlich werde zuerst in der eigenen Jugendabteilung gesichtet.
Diese Haltung zieht sich durch seine gesamte Karriere. Martin Andermatt ist sich immer treu geblieben. Vielleicht ist genau das der Grund, warum Spieler ihm zuhören.
Denn auch beim FC Yverdon-Sport, geht es jetzt um mehr als nur Taktik. Es geht um Identifikation. Um Verantwortung gegenüber einem Verein, einer Stadt und einer ganzen Region. Der Klub hat Tradition. Und genau daran erinnert Andermatt seine Mannschaft immer wieder. Wenn die Spieler wirklich wollen, wenn sie sich mit dem Verein und der Region identifizieren, wenn sie bereit sind zuzuhören – dann könne hier noch etwas entstehen. Großes vielleicht sogar, meinen wir. Aber klar, Andermatt ist näher dran. Realismus ist Pflicht momentan. Yverdon fiebert jedenfalls mit.
Es sind keine großen Parolen. Eher ruhige Überzeugungen. Und wer Andermatt kennt, weiß: Er sagt so etwas nicht leichtfertig.
Während des Telefonats denken wir auch kurz, abschweifend, an eine wichtige Station seiner Vergangenheit. Die Zeit beim SSV Ulm 1846. Ein Klub, der (leider) aktuell wieder um den Klassenerhalt in der 3. Liga kämpfen muss. Auch dort kennt man Andermatt als ruhigen, strukturierten Fußballarbeiter, und Aufstiegstrainer in die 1. Bundesliga. Die geordnete, laufintensive sowie offensive Spielweise war damals, 1999, im deutschen Fußball, schon etwas Sensationelles.
Und auch in Liechtenstein, beim FC Vaduz, sowie als Nationaltrainer der Liechtensteiner, einem Fußballzwerg, ließ Andermatt aufhorchen. Andermatt feierte mit der Nationalmannschaft im Fürstentum Liechtenstein historische Erfolge: ein 2:2 gegen Portugal und wenig später einen 4:0-Sieg in Luxemburg.
Der Fußball kann manchmal seltsame Parallelen schreiben: Ulm kämpft derzeit gegen den Abstieg – und Yverdon steckt ebenfalls in einer wichtigen und schwierigen sportlichen Phase zugleich. Doch Andermatt, das spürt man, denkt nicht in Nostalgie. Sein Blick geht nach vorne. Analyse. Struktur. Gespräche.
Und Schritt für Schritt wieder Stabilität.
Für uns persönlich hat dieses Gespräch übrigens noch eine besondere Note. Schon vor Jahren haben wir uns journalistisch mit Martin Andermatt beschäftigt – damals für das Rund-Magazin sowie später auch für unseren Blog hier, CheckFussballberater.de. [ https://www.rund-magazin.de ews/1562/80/Interview-Martin-Andermatt/] ++++ [https://checkfussballberater.de/martin-andermatt-befreien-von-dem-was-einen-nach-unten-zieht/ ] Der Kontakt, und das erfüllt uns ein Stück weit mit innerer Freude, ist nie abgerissen.
Schon damals fiel auf: Dieser Trainer denkt langfristig. Und er legt Wert auf Menschen.
Vielleicht passt genau das gerade jetzt zu dieser Situation in Yverdon. Denn Rettungsmissionen im Fußball beginnen selten mit großen Schlagzeilen. Sie beginnen mit ehrlicher Arbeit. Mit Gesprächen. Mit Vertrauen. Und mit einem Trainer, der sich selbst treu bleibt. Wir bleiben jedenfalls in Kontakt – das ist gewiss.
– Zur Person: Martin Andermatt
Martin Andermatt – wurde am 28. November 1961 in Baar in der Schweiz geboren. Als Profispieler war er vor allem im Schweizer Fußball aktiv, unter anderem beim FC Basel sowie beim Club Grasshopper Zürich.
Nach seiner aktiven Karriere wechselte er früh ins Trainerfach und arbeitete bei verschiedenen Vereinen im Profi- und Nachwuchsbereich. Zu seinen Trainerstationen gehörten unter anderem der FC Vaduz, Young Boys Bern, und auch der deutsche Traditionsverein SSV Ulm 1846, danach auch das Engagement bei Eintracht Frankfurt.
Zudem war er viele Jahre im Nachwuchsbereich des FC Basel tätig, wo er als Ausbilder junger Talente arbeitete. Seit einiger Zeit ist Andermatt beim FC Yverdon-Sport, in verantwortlicher Position aktiv – aktuell sogar wieder direkt an der Seitenlinie. Der 64-Jährige Proficoach, gilt als analytischer Trainer mit klaren Werten: Charakter, Teamgeist und Disziplin stehen für ihn an erster Stelle. Andermatt meinte auch, charakterfest und glaubwürdig, „müssen auch die Trainer selbst sein…“, und er fügt feinsinnig hinzu: Es gibt die Übungsleiter, „die über 750 Übungen abrufen können, und es gibt die Trainer, mit ihren gelebten Erfahrungen…“ Vielleicht genau die Mischung, die ein Klub in schwierigen Zeiten braucht. Egal, bei wem und wo, übrigens…
Giovanni Deriu
LINKS ZU INTERVIEWS MIT ANDERMATT
https://youtu.be/JdpKQMJSpZk?is=SwKpLt6hUCOcwI0t (Wiedersehn 24 Jahre später, mit dem SSV Ulm)
Es gibt Gespräche, die bleiben. Nicht wegen der Lautstärke. Nicht wegen großer Schlagzeilen. Sondern wegen der Atmosphäre. So war es bei dem Austausch mit Walter Sabatini. Im Online-Videozoom, und Walter Sabatini, direkt aus seinem Wohnzimmer.
Ein Gespräch, das sich langsam entwickelte. Fast tastend. Mit dieser besonderen Mischung aus Leidenschaft, Müdigkeit und Erinnerungen. Nach etwa einer halben Stunde sagte Sabatini ruhig, er müsse bald aufhören. Sein Sauerstoffgerät warte. Es war kein dramatischer Moment. Eher ein stiller, er hatte interessant und sehr lebhaft von seinen Erfahrungen erzählt. Und mit seiner nun chronischen Erkrankung geht er offen um. Man kennt ihn, Walter, ja bestens im italienischen Fußball.
Und dann sagte er einen Satz, der viel über ihn verrät. Der Fußball, der Austausch darüber, die Zeit bei Salernitana, habe ihn lebendig gehalten.
Man merkte sofort: Das war keine Floskel.
Dieses Gespräch, wir mochten es kaum glauben, kam nur zustande, durch den Workshop von Dozent Gianfranco Multineddu. Dessen Netzwerk ist über Jahre gewachsen, geprägt von tiefer Freundschaft.
Ein Mann, der es immer wieder schafft, Menschen aus dem Innersten des Fußballs zusammenzubringen. Scouts, Sportdirektoren sowieso, Manager, und Praktiker des Fußballs überhaupt. (Dazu gehören auch Antonio Di Battista, oder Ignazio Argiolas, beide hatten schon die unterschiedlichsten Posten inne, und oft auch sehr erfolgreich)
Und an diesem Abend neulich, eben auch Sabatini. Es ist schon fast drei Wochen her, aber wir mussten das Gespräch setzen, ja, nachwirken lassen…
Ein Leben im Fußball
Heute würde man ihn wahrscheinlich „Kaderplaner“ nennen. Früher hieß es schlicht: Sportdirektor. Beobachter, Scout, Verhandler in Personalunion.
Sabatini hat viele Stationen erlebt. Viele Vereine. Viele Projekte. Doch besonders gern erinnerte er sich an eine Zeit. Damals, Palermo, Sizilien.
Der Club, den er gemeinsam mit Präsident Maurizio Zamparini prägte. Eine Beziehung voller Reibung. Voller Emotion. Sabatini selbst beschrieb sie einmal als „turbulent, aber wunderbar“.
Zamparini sei ein authentischer Mann gewesen. Direkt. Unberechenbar. Manchmal schwierig. Aber eben auch einzigartig. Heute, so sagte Sabatini, fehlten ihm solche Figuren im Fußball. Zamparini starb 2022. Ein Verlust, der Sabatini sichtbar berührt. Er erwähnte auch die Tragödie um Zamparinis Sohn, der Jahre zuvor in London ums Leben kam. Ein Schmerz, der einen Vater nie verlässt. Zamparini, der harte Hund, sei an gebrochenem Herzen gestorben, ist sich Sabatini ziemlich sicher.
Fußball vor der Datenflut
Der Fußball hat sich verändert. Nicht nur sportlich. Auch medial. Früher gab es nur die Zeitungen. Mal einen Radiosender, bisschen Fernsehen. Alles überschaubar. Die großen Sportseiten am Morgen. Mehr nicht.
Heute gibt es permanente Öffentlichkeit. Ständige Bewertung. Zig Sender, Blogs, Internet-Plattformen. Und Sabatini sagt offen: Als ehemaliger Profi sehe er den Fußball auch etwas anders. Er spielte selbst auf hohem Niveau, unter anderem bei Perugia und Varese, sowie für die AS Roma. Wer selbst auf dem Platz gestanden habe, erkenne Dinge schneller. Zum Beispiel, „Talent“. Ein echtes Talent, sagt Sabatini, sei immer sichtbar. Man müsse nicht lange suchen. Ein echter Topspieler „frisst den Platz“. Er nimmt ihn in Besitz. Die anderen? Sie werden vom Platz verschluckt.
Hier mit US Palermo Presidente, Maurizio Zamparini, Walter Sabatini
Der romantische Teil des Scoutings
Sabatini erinnerte sich dabei auch an die frühen Jahre seines Scoutings. Eine Zeit, die heute fast romantisch wirkt. Fußball pur. Er erzählte, wie er früher mit einem kleinen Notizheft und einem Kugelschreiber unterwegs war. Oft saß er stundenlang im Auto. In einem alten Fiat 500.
Acht oder neun Stunden Fahrt waren nichts Ungewöhnliches.
Er fuhr durch ganz Italien. Bis in die tiefsten Provinzen. Kleine Plätze. Staubige Trainingsfelder.
Dort, wo kaum jemand hinschaute. Dort suchte er Spieler, folgte den Tipps anderer Jugendtrainer. Keine Datenbanken. Keine Videoplattformen. Nur das Auge. Und das „sichere“ Gefühl, ja, da könnte ein neuer Totti oder Cavani sein.
Sabatini, der Architekt von Mannschaften
Natürlich ging es auch um seine Arbeit als Sportdirektor. Besonders um die Zeit bei der AS Roma. Sabatini war einer der Architekten der Mannschaft, lange bevor sie sportlich wieder an die Spitze kam. Transfers. Mutige Entscheidungen. Risiken. Er gab zu, im Onlinegespräch, ja, er sei auch Risiken eingegangen. Aber er habe sich immer durchgesetzt. In jedem Club. Nicht mit Lautstärke. Sondern mit Überzeugung.
Viele große Spieler kamen durch ihn nach Italien.
Bei der US Palermo, in der Zamparini-Ära, entstand eine Mannschaft, die heute fast nostalgisch wirkt. Eine Mischung aus Talent und Instinkt. Viele mutige Spieler, die nach Sizilien passten. Namhafte Spieler, wie Javier Pastore, Edinson Cavani, oder, Josip Iličić, spielten plötzlich gemeinsam. Dazu Figuren wie Fabrizio Miccoli.
Eine Mannschaft, die sogar die Großen der Serie A nervös machte. Sabatini sprach darüber nicht mit großem Stolz. Eher mit leiser Verwunderung, dass es so gut klappte. Vertrauen in seine Arbeit, seinem Bauchgefühl, hatte Walter aber immer – selbst, wenn auch er sich „hin und wieder in einem Talent, mit seinem Durchhaltewillen“ getäuscht habe. Aber er schwärmt schon, von dieser Zeit in Palermo, von diesem Team der Unbekannten.
Talent reicht nicht
Im Raum hörte man kaum ein Geräusch. Die Workshopteilnehmer hörten aufmerksam zu. Scouts, Sportdirektoren, und Beobachter generell. Alle lauschten. Es war ein Moment des Lernens. Und auch ein Moment des Respekts. Denn Sabatini sprach nicht nur über Transfers. Er sprach über Menschen. Über Charakter.
Über das, was einen echten Profi ausmacht. Talent allein genügt nicht. Das haben viele. Entscheidend sei der Charakter.
Die Fähigkeit, Druck auszuhalten. Selbstbewusstsein. Und fame, Hunger. Ein Spieler müsse sich durchsetzen wollen. Immer wieder. Auch wenn niemand mehr an ihn glaubt. Sabatini ist überzeugt:
Talente verschwinden nie. Es gibt sie immer wieder. Zum Beispiel, wie aktuell, Spieler wie Antonio Vergara, von der SSC Napoli mit Trainer Antonio Conte. Oder junge Spieler aus Akademien wie Atalanta Bergamo, die später bei Clubs wie Cagliari Calcio Spielzeit bekommen.
Trainer spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie müssen Mut haben. Mut dazu, junge Spieler einzusetzen. Mit gerade einmal 17, oder mit 18. So wie es in Spanien oder Deutschland längst üblich sei, in der Bundesliga zum Beispiel („Deriu muss es wissen und kann es bestägigen…“, spricht er mich direkt an, nachdem ich mich vorstellen und zwei Fragen stellen konnte)
Scouting ist Begegnung
Sabatini betonte auch etwas anderes. Scouting passiert nicht (nur) am Laptop. Man muss auf die Plätze gehen. Zu den Spielen. Zu den Trainings. Man muss sehen, wie sich ein Spieler verhält. Wie er spricht. Wie er reagiert. Talent zeigt sich im Spiel. Charakter zeigt sich im Alltag. Eine besonders talentreiche Region in Italien sei übrigens Latium (Lazio). Rund um Rom. Dort herrsche eine Talentdichte, auch durch die unzähligen Clubs. Und ebenso viele junge Spieler.
Ein Leben zwischen Leidenschaft und Abgrund
Doch bei aller Fußballromantik blieb das Gespräch auch persönlich. Sehr persönlich, Moderator Multineddu moderiert gekonnt und zurückhaltend. Sabatini sprach offen über sein Leben. Über seine Familie. Für ihn sei sie das Licht seines Alltags. Sabatini, ein ehrliche, tiefe Haut. Oft klingt er wie ein melancholischer Poet des Fußballs. Vielleicht passt das, denn Sabatini hat selbst einmal, in einem anderen Intervirw gesagt, er fühle sich manchmal wie ein verfluchter Dichter. Ein Mann zwischen Leidenschaft und Selbstzerstörung. Seine Zitate sind berühmt. Radikal. Schonungslos. Einmal sagte er: „Ich begehe jeden Tag Selbstmord.“ Damit meinte er seine Lebensweise. Nächte voller Arbeit. Unzählige Zigaretten. Fünfzehn Kaffees am Tag.
Er beschrieb sich selbst einmal so:
„Ich habe ein linkes Gehirn und einen rechten Körper. Sie sind ständig im Konflikt.“
Der Preis eines Lebens im Fußball
Sabatini hat schwere gesundheitliche Krisen erlebt. 2019 erlitt er eine lebensbedrohliche Atemwegserkrankung. Er fiel ins Koma. Die Serie A, der italienische Fußball bangte um ihn.
Heute leidet er unter chronischen Problemen mit Lunge und Bronchien. Zwei Stents stabilisieren sein Herz. Das Rauchen musste er aufgeben. Nicht aus Überzeugung. Aus Notwendigkeit. Manchmal dampft er eine E-Zigarette. Selten.
Er selbst nannte seine frühere Beziehung zu Zigaretten einmal eine „nostalgische Liebesgeschichte“. Trotz allem blieb er dem Fußball treu. Vielleicht, weil der Fußball selbst eine Art Sauerstoff ist. Für Menschen wie ihn.
Ein Satz zum Abschied
Als das Gespräch endete, blieb eine stille Stimmung von Dankbarkeit im Raum. Keine große Geste. Kein Applaus. Nur Respekt. Und ein großes „Grazie mille“, von uns Teilnehmern, für einen Mann, der den Fußball nie als Geschäft verstanden hat. Sondern als Leben.
Und vielleicht fasst ein Gedanke von Sabatini alles zusammen: „Der Fußball gehört den Mutigen. Wer keine Risiken eingeht, wird nie entdecken, wie groß ein Spieler wirklich sein kann.“
Giovanni Deriu
Anmerkung und Dank:
Ein besonderer Dank gilt Dozent und Workshop-Leiter Gianfranco Multineddu, der diesen außergewöhnlichen Austausch möglich gemacht hat. Seine Workshops bringen regelmäßig Persönlichkeiten des internationalen Fußballs zusammen. Gast- und Impulsgeber wie Mario Marino, Antonio Di Battista, Cristiano Giaretta oder Ignazio Argiolas, gewähren dabei seltene Einblicke in ihre Erfahrungen, Entscheidungen und Denkweisen.
Für alle Teilnehmer sind diese Begegnungen mehr als nur Vorträge. Sie sind Fenster in eine Welt, die man nur versteht, wenn man ihr wirklich zuhör, und auch ein wenig dazugehört. Man muss zuhören können, oder wie es Sabatini auch sagte: „Ich habe Leuten immer zugehört, ja, zuzuhören, war eine meiner Hauptaufgaben, und ich tu‘ es noch heute…“ – Und an diesem Abend hörten alle besonders aufmerksam zu…
Und doch sitzt man jedes Wochenende wieder da – mit diesem leisen, kindlichen Trotz im Herzen. Mit der Hoffnung, dass es eben nicht immer die Reichen sind. Dass es noch diese eine Mannschaft gibt, die sich nicht berechnen lässt.
Vielleicht ist das naiv. Vielleicht ist es genau das, was diesen Sport rettet.
Denn immer wieder stehen plötzlich Teams da oben, die niemand eingeladen hat. Und dann beginnt dieses Flüstern. Erst in den Kurven. Dann in den Medien. Und irgendwann im ganzen Land.
So entstehen Legenden.
Leicester und die Explosion des Glaubens
Als Leicester City 2016 die Premier League gewann, war das kein Betriebsunfall – es war ein Aufstand gegen die Logik. Unter Claudio Ranieri wuchs eine Mannschaft zusammen, die diszipliniert verteidigte, gnadenlos konterte und mental unerschütterlich blieb. Ein Star war natürlich als Goalgetter, Jamie Vardy…
Kein Starensemble. Kein Milliardenprojekt. Nur Überzeugung.
Montpellier statt PSG
2011 setzte Frankreich auf Paris. Doch Meister wurde Montpellier HSC. Olivier Giroud traf 21-mal, Trainer Girard formte aus Außenseitern eine verschworene Einheit.
Kein Glanz. Keine große Bühne. Aber ein Team, das wusste, wofür es kämpft.
Kaiserslautern – Rehhagels Meisterstreich
1998 gelang dem 1. FC Kaiserslautern das Undenkbare: Aufstieg – und direkt Meister.
Angeführt von Otto Rehhagel, einem Trainer, der wusste, dass Struktur stärker ist als Eitelkeit. Defensive Stabilität, klare Rollen, Selbstvertrauen. Gleich am ersten Spieltag Sieg in München.
Das war kein Märchen. Das war akribische Arbeit – mit Mut.
Hellas Verona – der italienische Paukenschlag
1985 stellte Hellas Verona FC die Welt auf den Kopf.
Vor ihnen: Maradona, Platini, Rummenigge. Hinter ihnen: die gesamte Hierarchie des italienischen Fußballs.
Trainer Osvaldo Bagnoli baute keine Showtruppe. Er baute ein Kollektiv. Mit Preben Elkjaer-Larsen, Hans-Peter Briegel und Giuseppe Galderisi hatte Verona Qualität – aber keine Übermacht.
Was sie hatten, war Balance. Physis. Disziplin. Und diesen unerschütterlichen Glauben, der größer war als jedes Stadion.
Der FC AC HellasVerona spielte damals nicht für Schlagzeilen. Verona spielte für Geschichte. Das Team von einst, mit Hans-Peter-Briegel, Preben Elkjaer-Larsen, Galderisi, Fanna, Marangon oder Keeper Garella, wird heute noch gefeiert für dieses Fußballmärchen, das aus einem Teamspirit entstanden ist…
Weitere Sensationsmeister
UC Sampdoria 1991 – Vialli und Mancini schossen Genua ins Glück.
Nottingham Forest unter Brian Clough – vom Aufsteiger zum Meister und zweimal Europas Krone.
Blackburn Rovers 1995 – die „SAS“ als Albtraum der Favoriten.
Deportivo La Coruña – das „Super Depor“.
Bursaspor 2010 – Ende der Istanbuler Vorherrschaft.
Boavista FC 2001 – Titelklau in Portugal.
Trainer Vujadin Boskov, Überraschungsmeister mit Sampdoria Genua, 1991!
Und auch Nationalteams schrieben Wunder
Die Dänische Fußballnationalmannschaft 1992 – als Nachrücker zur EM – und am Ende ganz oben.
Die Griechische Fußballnationalmannschaft 2004 – diszipliniert, defensiv kompromisslos, getragen von echtem Team Spirit. Rehhagel setzte auf eine starke Abwehr, klare Abläufe, totale Geschlossenheit. Viele spotteten. Am Ende standen sie ganz oben.
Vielleicht brauchen wir diese Wunder mehr als die Favoriten ihre Titel.
Vielleicht erinnern sie uns daran, dass Fußball kein Rechenmodell ist – sondern ein Versprechen.
Und vielleicht entsteht das nächste Meistermärchen genau dann, wenn wieder alle sagen: Das ist unmöglich.
Giovanni Deriu – überzeugt davon, dass Teamgeist stärker ist als jede Bilanz.
Wer Spitzensport verstehen will, muss dorthin schauen, wo Kameras selten verweilen. Genau das tut Daniel Müksch in seinem Buch „Die Star Macher – Wie Ärzte, Manager und Mentaltrainer unsere Sportstars erschaffen!“ (erschienen im riva Verlag, https://www.m-vg.de/riva/shop/article/19706-die-starmacher/).
Ob Talente im Jugendalter oder Semiprofis auf dem Weg nach ganz oben – echte Stars entstehen nicht allein durch Begabung. Sie entstehen durch Konstellationen: durch Menschen, Vertrauen, Geduld und Expertise.
Ich selbst habe als Scout und Beobachter im Fußball unzählige Karrieren, Umwege, Hoffnungen und Brüche erlebt. Und genau hier setzt dieses Buch an. Man merkt Daniel Müksch auf jeder Seite an, dass er Sport nicht nur liebt, sondern lebt. Seine Lehrerin sagte einst: „Daniel und sein Ball.“ Treffender kann man es kaum formulieren.
Müksch war für unterschiedlichste Redaktionen unterwegs, hat ein starkes Netzwerk aufgebaut, beobachtet genau – und vor allem: Er hört zu. Für dieses Buch führte er zahlreiche Gespräche, quer durch die Sportarten. Fußball, Tennis, Formel 1. Männerdomänen, in denen Frauen wie Sabine Kehm oder Britta Roeske längst prägende Rollen spielen. Dazu Ärzte wie Christian Fink und andere Experten, die trotz großer Erfolge bewusst auf den Guru-Status verzichten.
Das Buch zeigt den Staff hinter den Stars. Die stillen Architekten des Erfolgs. Menschen, die Karrieren über Jahre begleiten, auffangen, fordern, schützen. Oder wie es im Buch sinngemäß heißt: Die größten Sportstars haben eines gemeinsam – sie sind umgeben von Charakteren, denen sie blind vertrauen. Schattenmänner und -frauen des Erfolgs.
Sachlich, respektvoll, gut recherchiert. Kein Hochglanz-Mythos, sondern ehrliche Einblicke und Hintergrundwissen auf über 220 Seiten.
Ein Buch für Talente, Eltern, Trainer, Manager – und für alle, die Spitzensport jenseits der Schlagzeilen verstehen wollen. Und ja: Auch ein sehr gutes Buch für den Gabentisch zu Weihnachten.
Wer sich mit Gesundheit beschäftigt, stolpert früher oder später über eine simple Wahrheit: Unsere Organe arbeiten Tag und Nacht – und wir schenken ihnen erstaunlich wenig Aufmerksamkeit. Während Muskeln stolz beim Training zur Schau gestellt werden, verrichten Leber, Lunge, Schilddrüse & Co. im Hintergrund Schwerstarbeit. Genau hier setzt „Yoga für die Organe“ von Friederike Reumann an, erschienen im Riva Verlag (https://www.m-vg.de/riva/shop/article/23211-yoga-fuer-die-organe/), der seit Jahren verlässlich praxisnahe und fundierte Gesundheitsliteratur veröffentlicht. Und, mal ehrlich, in Zeiten wie diesen, wer interessiert sich nicht, für Selbstheilungskräfte? Aktiviere sie, spornt und Autorin Reumann in ihrem Buch an.
Reumann – Yogalehrerin, Therapeutin und im deutschsprachigen Raum längst eine gefragte Stimme – nähert sich dem Thema mit einer Mischung aus Fachwissen, Warmherzigkeit und pragmatischer Anleitung. Ihr Buch ist klar strukturiert: drei große Kapitel, die Körperwissen, Organfunktionen und gezielte Yoga-Praxis miteinander verbinden. Das macht es leicht, sowohl einzusteigen als auch sich über bestimmte Schwerpunkte zu informieren. Die Organe in Schwung bringen. Sport ist das eine, egal ob für den Anfänger, Neustarter, aber auch für Profis, Yoga ist seit Jahren nimmer aus dem Übungs- und Aufwärm-Programm wegzudenken, und wenn es nur ein paar Übungen in regelmäßiger Wiederholung sind, die einfach zur angenehmen Routine und zum Benefit werden.
Yoga für die Organe heißt das Buch der praktizierenden Yogalehrerin und Therapeutin, Friederike Reumann, die im deutschsprachigen Raum sehr bekannt ist, und sich einer immer größeren Community von Yogis erfreut. Und wie gesagt, auch im Profisport, einst von, sein Name ist (fast) Programm, Weltmeister Jogi Löw und Jürgen Klinsmann auch im Profifußball implementiert, kommen Yoga-Übungen immer wieder vor. Stärkung der Muskulatur und Atmung – wir selbst lernten Yoga einst intensiv von einem indischen Guru, Dr. Yogi Ram, im „Yoga Planet“ in Hongkong vor Jahren. Keine Gewichte, nur der eigene Körper, und mit Atmung ging vieles leichter, auch die Entgiftung des Körpers.
Besonders spannend im Buch, ist der Blick auf die Organe im Wandel der Zeit: Wie verändern sich Herz, Nieren, Verdauung oder Schilddrüse durch unseren modernen Lebensstil? Wie wirken Stress, Bewegungsmangel oder ein Überangebot an Reizen auf Funktionen, die eigentlich für Ruhe, Ausgleich und Regeneration gebaut sind? Reumann schafft es, historische und moderne Perspektiven leichtfüßig zu verbinden – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Neugier und Begeisterung.
Die Praxis kommt natürlich nicht zu kurz. Auf über 200 Seiten finden sich klar fotografierte Schrittfolgen, die sowohl Anfänger als auch Yogis mit Erfahrung gut abholen. Die Haltungen sind nicht kompliziert, aber spezifisch genug, um bestimmte Organe zu aktivieren, Durchblutung zu fördern und – ganz wichtig – die Atmung bewusster zu nutzen. Denn mit der Atmung beginnt jede innere Ordnung.
Zwei Beispiele zeigen, wie detailreich das Buch arbeitet:
Seite 179 – Die Leber: Reumann beschreibt die Leber als zentrales Stoffwechselorgan, das im Laufe des Tages eine beeindruckende Menge an Aufgaben bewältigt – von der Entgiftung über den Hormonhaushalt bis zur Energieverarbeitung. Die dazugehörigen Yoga-Übungen setzen genau dort an: sanfte Drehhaltungen und Atemführung, die den Energiefluss im Oberbauch anregen. Hier wird deutlich, wie eng Anatomie und Praxis zusammenspielen.
Seite 199 – „Klärwerk des Körpers“: Die Nieren und die Blase werden hier als feinabgestimmte Filtersysteme vorgestellt, die wir meist erst bemerken, wenn etwas nicht stimmt. Reumann beschreibt ihre Aufgaben präzise und lebensnah, erklärt, wie sehr Stress und Flüssigkeitsmangel die Funktion belasten, und zeigt anschließend Übungen, die den gesamten unteren Rücken sowie die Meridianlinien anregen. Der Begriff „Klärwerk des Körpers“ ist nicht nur einprägsam, sondern macht sofort klar, wie essenziell diese Organe für Balance und Wohlbefinden sind.
Was dieses Buch insgesamt so wertvoll macht: Es erzeugt ein Verständnis für den eigenen Körper, das über reines Nachturnen hinausgeht. Man begreift, warum die Organe so arbeiten, wie sie arbeiten – und wie Yoga ihnen helfen kann, wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu finden. Die Verbindung aus Anatomie, Tradition und moderner Gesundheitslehre macht das Lesen zu einer kleinen Entdeckungsreise durch den eigenen Organismus.
Nicht zuletzt ist „Yoga für die Organe“ auch ein wunderbarer Anstoß, selbst aktiv zu werden. Egal ob Neustarter, Wiedereinsteiger oder Profi – es ist nie zu spät, dem Körper zuzuhören und Routinen zu schaffen, die guttun. Reumann begleitet ihre Community zusätzlich über ihren Blog und YouTube, sodass man Theorie und Praxis ideal kombinieren kann.
Fazit:Dieses Buch ist informativ, motivierend und überraschend unterhaltsam. Es eignet sich hervorragend als Geschenk – gerade zu Weihnachten –, weil es etwas vermittelt, das vielen fehlt: die Einladung, dem eigenen Körper mit Respekt, Neugier und ein wenig täglicher Achtsamkeit zu begegnen. Vielleicht beginnt alles mit einem Sonnengruß. Und wer weiß, wohin er führt. Namaste…
Ruit bei Stuttgart. Es ist ein gewöhnlicher Wochentag, und doch typisch Sandro Palmeri: Während andere nach Feierabend durchschnaufen, lässt der Italoschwabe und Fußballfachmann den Seminartag Revue passieren. Tagsüber noch zwischen Fußballplatz und Seminarraum des Württembergischen Fußballverbands (WFV), Praxis und Theorie eben im Wechsel, so will es die Fortbildung in Ruit – kreisen Palmeris Gedanken aber auch schon um „seine“ Aktiven-Mannschaft in der Verbandsliga, die Englische Woche liegt an, und am Mittwoch das Heimspiel des FSV Waiblingen gegen die Sportfreunde aus Schwäbisch Hall. Quasi „en passant“, wie Sandro Palmeri es zusammenfasst, möchte er auch die wichtige Fortbildung erfolgreich absolvieren. König Fußball hat seinen festen Platz im Alltag von Sandro Palmeri. Und zwar neben seiner Tätigkeit als Sportdirektor, den dazugehörenden Beratungen, der Kaderplanung in den vergangenen Wochen, darf auch das Familienleben nicht zu kurz kommen, und erst Recht nicht dessen Hauptjob, bei einem bekannten Automobilkonzern. Der Fußball, das ist klar, ist für ihn kein Beruf, sondern eine Lebensform, eine zweite Haut, die Palmeri nicht ablegen kann.
Die Stadt Waiblingen, und weit darüber hinaus, kennen ihn und seinen FSV längst: den ehemaligen Jugendtrainer, der vor rund zwölf Jahren den Juniorenfußball aufmischte, ja, ein Stück weit, „revolutionierte“ (und das sagt nicht er, Palmeri, sondern andere Protagonisten und Akteure, die wir befragten!) und den Sportdirektor, der heute auch Spieler berät, Kader plant, manchmal auch wie ein Sozialpädagoge und Teampsychologe agieren muss.
Die Jungs des FSV Waiblingen gegen ganz große Clubs von Weltformat!
„Entwicklung vor Ergebnis“
„Meine Trainerlaufbahn im Jugendbereich begann aus einer Mischung aus Leidenschaft und Papatrainer“, erzählt Sandro rückblickend. „Eigentlich wollte ich nur aushelfen. Doch sehr schnell habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit jungen Talenten nicht nur Spaß macht, sondern ich auch einen Zugang zu den Jungs finde. Daraus ist dann über die Jahre eine echte Berufung geworden.“
Diese Berufung trug Waiblingen weit. Palmeris Philosophie war klar: Entwicklung vor Ergebnis. Hinzu kam, so Palmeri: „Disziplin, Teamgeist und Respekt waren Grundpfeiler – genauso wie Freude am Spiel. Wer Spaß hat, lernt schneller und wird besser.“ Es klingt nach Pädagogik und Didaktik, war auf dem Platz aber die pure Leidenschaft. Die Maxime lautete: Nie ohne, nur mit dem Ball, „und immer mutig, egal, ob der Gegner VfB Stuttgart, Bayern München oder Juventus Turin hieß…“
Achtungserfolge auf großer Bühne
Aus dem „unbekannten“ FSV Waiblingen, mit seinen Juniorenmannschaften, wurde somit ein gefürchteter Gegner auf bundesweiten Turnieren, und sogar auf internationalem Parkett. Sogar für das Mega-Mundialito-Weltturnier, qualifizierten sich die Remstäler Kicker. Palmeris Mannschaften traten gegen Ajax Amsterdam, Sporting Lissabon, Juventus Turin oder den FC Liverpool an – und sorgten für echte Achtungserfolge, die man so nicht erwartet hätte. Hier mal ein 1:0 gegen die Bayern, da mal ein Remis gegen Sporting Lissabon, Palmeris Jungs sorgten immer für Spiele, die Eindruck hinterließen. „Wir haben uns nicht versteckt, sondern mutig gespielt – egal, wie groß der Name des Gegners war.“ Der Spaß stand eindeutig im Vordergrund, so der Sportdirektor des FSV Waiblingen heute – klar, der Juniorenfußball beschäftigt ihn auch heute noch.
Die Lobeshymnen der gegnerischen Trainer und Beobachter ließen nicht lange auf sich warten. Palmeri erinnert sich: „Viele Trainer und Experten, waren überrascht, wie diszipliniert, technisch sauber und taktisch reif, meine Teams aufgetreten sind – besonders in den jüngeren Jahrgängen.“ (U10 und U12, die E- und D-Jugendlichen). Überall wo die Jungs des FSV auftraten, raunten die Zuschauer und Trainer gleich, „Klein- Barcelona“, so war dann ein Spitzname schnell geboren.
Auch die Jugend von Juventus Turin zollte dem FSV Waiblingen ihren Respekt!
Disziplin gehört dazu
Doch Sandro Palmeri wusste auch: „Talent allein reicht nicht…“, Palmeri verlangte mit seinem Trainerstaff auch Disziplin – und zwar früh. Palmeri zu seinen Forderungen: „Von 12- bis 14-Jährigen konnte man schon erwarten, dass sie ihre Sporttasche selbst packen“, erzählt er, vielsagend schmunzelnd. Wer seine Stutzen vergaß oder zu spät zum Treffpunkt kam, durfte schon mal auf der Bank Platz nehmen. „Dann spielten eben andere von Beginn an.“ Es war kein Strafsystem, sondern eine Lektion fürs Leben: Verantwortung übernehmen, auch als junger Spieler. Daran erinnern sich die Junioren von einst, und ihre Eltern heute noch – ja, eine Schule für’s Leben war es allemal.
Ein Kollektiv, das funktionierte
Der Erfolg war dabei nie die Art von Soloshow. „Die Unterstützung der Eltern war entscheidend. Ohne ihr Engagement – ob bei Fahrten, Organisation oder einfach beim Anfeuern – wäre vieles nicht möglich gewesen“, weiß Palmeri das Engagement noch heute zu schätzen. So wurde aus einer Mannschaft eine echte Gemeinschaft, fast wie ein Dorf, das die Kinder trug, und zusammenwachsen ließ. Eltern wie die Familie Scheiermann, zum Beispiel, erinnern sich noch heute. Sohn Oleg, inzwischen 18, sagt: „Sandro hat mir gezeigt, was es heißt, Fußball als Mannschaftssport zu leben.“
Das Echo der Jahre hallt nach: viele Spieler schafften den Sprung in Leistungszentren, einige in den Profibereich, fast alle blieben dem Fußball treu. Palmeri selbst erhielt mehrfach Angebote von höheren Vereinen. „Letztlich habe ich mich aber immer für das Projekt FSV Waiblingen entschieden.“
Die andere Seite des Geschäfts
Doch Fußball ist nicht nur Jubel und Sieg. Wenn Spieler nach langer Zeit zu großen Agenturen wechseln, bleibt ein Stich, eine leise Enttäuschung, die Palmeri aber am Ende immer auch sportlich nimmt: „Natürlich fragt man sich: Was können die mehr bieten?“ Etwa echte Menschlichkeit?, fügen wir hier fragend hinzu. Palmeri, aber meint, das muss jeder für sich beantworten, und sagt es leise, ohne Bitterkeit. Palmeri liebt diesen Sport, denn „Fußball heißt nicht nur Siege, sondern auch Niederlagen.“ Besonders aus Letzteren, gehört es, zu lernen.
Familie als Rückgrat
Dass Sandro Palmeri nicht aufgibt, im Gegenteil, neue Projekte anschiebt und Erfolge feiert, liegt auch an seiner Familie. Seine Frau Concetta lernte ihn über und mit dem Fußball kennen – und heiratete ihn mit all der Leidenschaft, die dazugehört. Die beiden Söhne sind längst selbst Kicker, oder fußballinteressiert, wie könnte es anders sein? „Meine Familie lebt Fußball genauso wie ich.“ Am Spielfeldrand fiebern sie mit, als seien sie Teil des Trainerstabs, oder „Conchi“, seine Frau, gibt eine freundliche Gastgeberin am FSV-Kiosk.
Und immer wieder FSV
Ob als Sportdirektor, Berater oder gar irgendwann wieder als Juniorencoach – Palmeri bleibt dem FSV Waiblingen verbunden. Erst im vergangenen Jahr feierten die Aktiven wieder Meisterschaft und Aufstieg. Und auch in Zukunft wird er seine Erfahrung einbringen, für Spieler, etwaige Talente und auch für seinen Club. (Und auch wir schätzen Sandro Palmeri als Berater, und werden als Scout und Vermittler weiterhin eng zusammenarbeiten – man ergänzt sich prima.)
Ein ausführliches Porträt und Interview über Palmeri, findet sich übrigens auch auf checkfussballberater.de.
So bleibt das Bild von Sandro Palmeri: ein Mann, der Fußball nicht nur denkt, sondern lebt. Der Disziplin mit Freude verbindet, Siege feiert, Niederlagen trägt – und immer weiter macht. Ein Enthusiast, ein Liebhaber des Spiels, wie ihn jeder Verein sich nur wünschen kann…
GiD
Mit dem Jugendtrainer vom Gegner FC Porto…
…im Austausch mit dem Coach von Galatasaray…
Palmeri mit Volker Finke, der einst den SC Freiburg prägte!
Ohne Übertreibung: Wo Sandro Palmeri ist, kommt der Erfolg!
In diesem Buch, geht es nicht nur um Fußball, sondern um Führung, Teamgeist und Charakter. Conte spricht über Siege, Krisen, Prinzipien – und warum Leidenschaft wichtiger ist als Talent. Sein Credo: Disziplin formt Erfolg – und Erfolg beginnt im Kopf. Ein Buch für Trainer, Spieler und alle, die verstehen wollen, was echte Hingabe bedeutet. Denn bei „Mister“ Antonio Conte gilt: „Nur wer alles gibt, darf auch alles fordern.“
Antonio Conte – Alles geben, alles fordern Er ist einer der kompromisslosesten Trainer unserer Zeit: Antonio Conte, ein Mann, der aus guten Teams Meistermannschaften formt. Große Erfolge und Meisterschaften feierte Conte mit Juventus (wo er unter Trapattoni und Lippi auch als Profi spielte), Chelsea und Inter! Stets getrieben vom Willen, das Maximum aus jedem Spieler herauszuholen. Und stets gut vorbereitet zu sein – bereits zum Saisonstart. Das erste Training mit der Mannschaft ist essentiell! Als Nationaltrainer Italiens brachte er ein unterschätztes Team 2016 ins EM-Viertelfinale – mit Taktik, Mut und Mentalität.
Hier ein paar wichtige Auszüge und Zitate aus dem Buch, und die wichtigsten Impulse von Antonio Conte:
Clubtrainer vs. Nationaltrainer – Zwei Welten, zwei Pulsschläge
Conte selbst sagt:
„Beim Club arbeitest du täglich an Automatismen. In der Nationalmannschaft musst du aus wenig Zeit das Maximum herausholen – wie ein Blitz, der einschlägt und trifft.“
Kernunterschied laut Conte:
Club: Du formst Spieler über Monate, entwickelst ein System, baust täglich an Details.
Nationalmannschaft: Du wählst die passendsten Charaktere, die sofort zünden – keine Zeit für langfristiges Training, aber große Verantwortung fürs Land.
Als Azzurri-Trainer (2014–2016) war Conte kein Verwalter, sondern Motivator und Systemschmied: „Ich wollte, dass jeder Spieler sich wie bei einem Club fühlt – mit täglicher Hingabe, auch wenn wir uns selten sahen.“
Krise im Team – Reaktion, Zusammenhalt, Charakter
„Krisen offenbaren den wahren Charakter eines Teams. Es ist einfach, zu feiern. Aber wer steht auf, wenn’s weh tut?“
Conte-Philosophie:
Konflikte? Ja bitte – wenn sie produktiv sind! Ein Team darf diskutieren, streiten, aber am Ende steht Einheit über allem.
In der Krise ist Führung gefragt – nicht nur vom Trainer, sondern auch von den Charakterspielern im Team.
Die Reaktion des Staffs ist entscheidend:
„Wenn mein Staff in der Krise Panik zeigt, wie soll der Spieler dann ruhig bleiben?“
Sein Mantra:
„Du führst nicht durch Titel, du führst durch Beispiel.“
Wie formt man ein intaktes Team?
Das Herzstück bei Conte:Kollektiv vor Ego.
„Mir ist ein Spieler mit Herz lieber als einer mit Talent, der nur an sich denkt.“
Schlüsselzutaten für ein funktionierendes Team:
Disziplin & Klarheit: Jeder kennt seine Rolle, niemand schwebt in Unsicherheit.
Kommunikation: Direkt, ehrlich, manchmal brutal – aber immer respektvoll.
Verantwortung: Jeder Spieler ist ein Stück des Ganzen – keine Stars über dem System.
Staff als verlängerte Hand:
„Ein Staff ohne Leidenschaft ist wie ein Auto ohne Motor.“
Conte prägt Teams mit einer Idee – nicht nur auf dem Platz, sondern im Kopf:
Jeder Sieg beginnt im Training.
Jede Einheit ist ein Test.
Jeder Rückschlag eine Prüfung.
Drei prägnante Zitate, die alles sagen:
„Ein Team ist nicht dann stark, wenn es gut spielt – sondern wenn es zusammen leidet.“
„Du kannst Spiele verlieren – aber nie deine Überzeugung.“
„Ich frage alles, weil ich alles gebe.“ – (Titelgebend: Dare tutto, chiedere tutto)
Seine Erfolge als Trainer:
Juventus Turin (2011–2014):
3× Italienischer Meister (Serie A) – ungeschlagen in der Saison 2011/12!
Baute Juve nach der Calciopoli-Ära wieder zum Titelkandidaten auf.
Chelsea FC (2016–2018):
1× Premier-League-Meister (2016/17) – in seiner ersten Saison!
1× FA-Cup-Sieger (2018)
Inter Mailand (2019–2021):
1× Serie-A-Meister (2020/21) – brach die 9-jährige Dominanz von Juventus!
SSC Neapel, Meister, 2024/25
Italienische Nationalmannschaft (2014–2016):
Führte ein limitiertes Team ins EM-Viertelfinale 2016, schlug Spanien, verlor unglücklich im Elfmeterschießen gegen Deutschland.
Zeigte: Nicht nur Stars, sondern System + Mentalität = Erfolg.
Führung mit Haltung: Ein Manifest zwischen Schmerz, Disziplin und Klarheit
Geben, bevor man fordert
Der Titel ist Programm: „Dare tutto, chiedere tutto“ – Alles geben, alles fordern. Antonio Conte, einer der kompromisslosesten Trainer unserer Zeit, öffnet mit Co-Autor Mauro Berruto das Tor zu seinem Denken, seiner Haltung, seinem inneren Feuer. Doch dieses Buch ist kein Fachbuch für Trainer – es ist ein Bekenntnis zur Führungsphilosophie, die weit über den Fußball hinausgeht.
Wer führen will, so Conte, muss selbst zuerst bereit sein, alles zu investieren. Nur dann – und wirklich nur dann – hat man das moralische Recht, auch das Maximum von anderen zu verlangen.
„Leadership heißt nicht, sich wichtig zu machen. Leadership heißt, *Vorbilder zu schaffen – mit der eigenen Disziplin.“
Klarheit statt Konsens
Eines der prägnantesten Elemente im Buch: Conte sieht Konsens als gefährlich, wenn er zum Selbstzweck wird.
„Ein Team, das zu sehr auf Harmonie achtet, riskiert, den Konflikt zu meiden – und damit das Wachstum.“
Conte fordert Reibung, Diskussion, Disziplin. Keine Beliebtheit um jeden Preis, sondern Klartext – auf Augenhöhe, aber mit Autorität. Konsens kann lähmen. Klarheit befreit.
Er setzt lieber auf Standards als auf Stimmungen. Denn: Wer sich über die Tageslaune führt, steht bald im Nebel. Wer Prinzipien lebt, führt auch im Sturm.
Die Einsamkeit des Entscheiders
Conte beschreibt auch den Teil der Führung, über den kaum jemand gerne spricht: die Einsamkeit.
Wenn alles analysiert ist, wenn alle diskutiert haben – bleibt die Entscheidung am Trainer hängen. Und mit ihr die Verantwortung.
„Beliebt sein ist nicht mein Ziel. Mein Ziel ist, Resultate zu liefern – und die Gruppe weiterzubringen.“
Diese Klarheit ist unbequem – aber notwendig. Conte umarmt diese Einsamkeit wie ein treuer Trainingspartner: Sie gehört dazu.
Führung in drei Phasen
Conte strukturiert seine Philosophie in drei einfache, aber mächtige Schritte:
Inspiration: Menschen in Bewegung bringen – nicht durch Lautstärke, sondern durch Beispiel.
Arbeit: Disziplin schlägt Talent. Training ist das Fundament.
Messung: Führung ohne Feedback ist blind. Fortschritt braucht Fakten.
Jede Phase steht für ein Commitment. Wer nur einen dieser Schritte auslässt, verliert die Integrität seiner Führung.
Schmerz als Charakterformer
Conte spricht offen über Niederlagen, Rückschläge und Schmerzen – nicht als Schwächen, sondern als Lehrmeister.
„Ohne Schmerz gibt es keinen Charakter.“
Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch seine Karriere. Niederlagen sind nicht das Gegenteil von Erfolg – sie sind der Boden, auf dem er wächst. Für ihn ist Widerstand kein Problem, sondern Prüfstein. Genau hier unterscheidet sich echter Wille von bloßer Motivation.
Conte im Spiegel von Giovanni Deriu
Auf checkfussballberater.de beschreibt Giovanni Deriu Antonio Conte als Trainer mit Haltung, Linie und radikalem Fokus. Die Biografie betont, wie Conte nicht nur ein Taktiker, sondern ein Kulturarbeiter ist – jemand, der Disziplin lebt und das Team mitreißt, weil er es vorlebt.
„Conte geht zuerst durch den Tunnel. Erst dann folgen ihm die Spieler.“
Diese Beschreibung trifft genau den Ton des Buchs. Conte gibt nichts vor, das er nicht selbst hundertfach durchlebt hat.
Fazit: Führen ist kein Talent – sondern tägliche Haltung
Antonio Contes „Dare tutto, chiedere tutto“ ist mehr als ein Trainerbuch. Es ist ein Manifest für alle, die führen, wachsen, fordern und selbst liefern wollen.
Wer auf moderne Phrasen, smarte Hacks und psychologischen Weichspüler hofft, ist hier falsch. Doch wer echte Führung spüren will – zwischen Tunnel, Taktiktafel und innerem Anspruch –, bekommt hier das volle Paket. Klar. Direkt. Tief.
Absoluter Buchtipp, bisher nur auf Italienisch:Antonio Conte – „Dare tutto, chiedere tutto“
Führung mit Haltung: Ein Manifest zwischen Schmerz, Disziplin und Klarheit!
Nochmals ein paar Kernelemente von Contes authentischer Mannschaftsführung:
Antonio Conte führt nicht, um zu gefallen – er führt, um zu fordern.
Wer alles will, muss zuerst alles geben – jeden Tag, jede Einheit.
Zu viel Konsens lähmt – Klarheit befreit.
Einsamkeit gehört dazu – denn echte Entscheidungen sind selten demokratisch.
Führung ist kein Talent, sondern ein tägliches Opfer mit System.
Wer kommt heutzutage schon als Spieler mit einem Fußballteam, einfach so in die Heiligen Hallen des Vatikans, in der Ewigen Stadt? Natürlich ist ‚Bella Roma‘ und der Petersdom immer eine Reise wert, aber wenn man dann auch noch Einblicke, hinter den Kulissen des Peterdoms, nämlich von Papst Franziskus Domizil bekommt, dann macht es die Reise zu einem ganz besonderen Erlebnis. Der ehemalige Fußballprofi, Michael Butrej (56), teilte neulich das besondere Erlebnis mit anderen Kickern und bekannten Größen des Showbizz, im „MatzeKnop-Allstar-Team“, und dazu noch für einen guten Zweck, gegen die Nationalmannschaft des Heiligen Stuhl, Vatikanstadt, antreten zu dürfen. Dass Papst Franziskus als gebürtiger Argentinier, ein Fußballfan ist, weiß jeder. Franziskus, derzeit sehr malad, bewundert gar Diego Maradona, den Größten des Fußballs, und ein Schlitzohr, man denke nur an ‚die Hand Gottes‘. Michael Butrej gab uns, noch sichtlich berührt von den Eindrücken, ein Kurzinterview…
◾️ Servus Michael, Du bist als Kicker und ehemaliger Profi, ein fester Bestandteil von Matze Knops Allstar-Team. Was macht dieses Team denn so besonders?
Michael Butrej: Hallo Giovanni, ich war jetzt das zweite Mal dabei, um das Projekt „Matze Knops Kinderlachen“ zu unterstützen. Es ist mir immer eine Ehre, wie jetzt neulich in Rom, dabei zu sein. Das wirklich Besondere ist, dass viele Ex Profis von der Bundesliga dabei sind, die das als Team mittragen, aber nicht nur Fußballer, sondern auch andere Prominente aus dem Sport und Fernsehen, machen und kicken mit.
◾️ Der Comedian und Stimmenimitator Matze Knop ist auch immer mit dabei, wie spielt Matze denn so? M. B.: Matze ist ein echt begnadeter Fußballer, der mit dem Ball durchaus umgehen kann. Man sieht ihm die Freude am Fußball einfach an. Wenn wir kicken und auf dem Platz stehen, ist er einer von uns…
◾️ Erzähl doch mal, wie kam es zu dieser Reise nach Rom, und wie groß war denn der Kader? Also, der Kontakt zu diesem Match in der Vatikanstadt, kam durch Marco Lantorno, einem Italiener zustande, der gleichzeitig ein enger Freund und Geschäftspartner von Matze Knop ist. Marco und Matze haben gemeinsam den Kontakt mit dem Vatikan aufgenommen, der eben auch eine Nationalmannschaft stellt. Unser Kader in Rom bestand aus gut 20 Spieler und Spielerinnen.
◾️ Das Spiel diente auch noch einem guten Zweck, es war ein Benefizspiel, wo wurde es denn ausgetragen, und was kam da zusammen?
Ja, ausgetragen wurde das Spiel in der Vatikanstadt, auf einem gepflegten und eigenen Kunstrasenplatz, mit wunderschönem Blick auf den Vatikan, und Petersdom. Was insgesamt so zusammengekommen ist, weiß ich nicht.
◾️ Sprich, die Auswahlmannschaft des Vatikans trainiert häufiger als Ihr Ex-Profis. Sind es bei den Italienern und Schweizern, Bedienstete und Beamten, Kirchenmänner und vielleicht auch die bunte Schweizer Garde? Und, wie ging das Spiel aus?
Die Nationalmannschaft des Vatikan trainiert schon öfter zusammen, und sie stellen den Kader mit so Allem zusammen, der irgendwas mit dem Vatikan zu tun hat. Das Spiel haben wir leider verloren, auch aufgrund der zweiten Halbzeit, da hat sich dann gezeigt, dass die Mannschaft vom Vatikan im Training ist, und dazu noch etwas jünger, aber vor allem fair spielt. Ganz tolle Kicker haben sie vor dem Petersdom. Ja, wir haben knapp mit 5:7 verloren.
◾️ Mit wem hast Du Dir das Zimmer geteilt, und wie verliefen die Abende?
Die Zimmer wurden auch gewechselt unterwegs, die Abende verliefen feuchtfröhlich, quasi, wir spielten dann die dritte Halbzeit. Die Stimmung war natürlich gut, und lustig, haben uns viel erzählt bei gutem Essen und natürlich gutem Wein aus Italien.
◾️ Wer erzählt denn auf Reisen die besten Witze, und Anekdoten von früher…?Wenn man sich nach Jahren wieder trifft, hat jeder etwas zu erzählen von früher, vor allem, wenn man zusammen gespielt hat oder gegeneinander. Und, Hansi Müller fungiert immer gern als Dolmetscher, er ist in Italien noch sehr bekannt und beliebt – als ehemaliger Spieler von Inter Mailand.
◾️ Was bleibt Dir von dieser Reise für die Ewigkeit in Erinnerung? Oh, ja, diese Reise wird insgesamt, immer in Erinnerung bleiben, alleine die Stadt Rom, der Vatikan, und die unterschiedlichen VIP im Team. Klar, leider konnten wir den Papst nicht treffen, wegen seiner Krankheit, er ist sehr angeschlagen. Es hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Rom ist immer eine reise wert. Einfach unglaublich…
◾️Von uns sei noch angemerkt, dieses Event wird am 1. September 2025 in Lippstadt wiederholt. Da kommt dann die Nationalmannschaft des Vatikan nach Deutschland zum Rückspiel. Das wird eines der größten Benefiz Ereignisse werden in Deutschland. „Da werden wir es den Italiener nicht mehr so einfach machen“, lacht Butrej. Das Datum bitte vormerken und mit dabei sein. Nochmals Danke, Michael, für das Schildern Deiner Eindrücke aus Rom, Vatikanstadt.
Es sei noch erwähnt, aus traurigem Anlass, nur wenige Wochen nach der Reise, ist der ehemalige VfB-Spieler, Roland Mall (73), plötzlich und unerwartet verstorben.
Mindestens genauso verrückt wie Pep Guardiola, ist der andere Pep vom FC (Red Bull) Salzburg, nämlich Cheftrainer Pepijn Lijnders, der zudem meistens positiv eingestellte Niederländer, und der auch Pep Guardiola wiederum sehr schätzt. Als „Fußballverrückte“ kann man also beide „Peps“ bezeichnen.
Sie leben den Fußball quasi 24/7. Aus Pepijn, wurde schnell der zweite „Pep“ in der Fußballbranche. Doch, wer hatte denn wirklich zuvor von „Pep“ Lijnders gehört? Pep Lijnders, war der langjährige Assistent und Co-Trainer von Jürgen Klopp beim FC Liverpool. Jürgen Klopp, das liest man aus jeder Zeile des Vorworts im Buch von ‚Pep Lijnders‘ mit dem Titel: „INTENSITY – inside Liverpool FC – Our Identity“ – schätzte Lijnders als engsten Mitarbeiter genauso sehr wie seinen langjährigen Begleiter aus Deutschland, Peter Krawietz(der auch weiterhin Klopps Mitarbeiter blieb, als der andere langjährige Spezi, Zejlko Buvac, Klopp und das Team einst überraschend verließ!https://www.spox.com/de/sport/fussball/international/england/2204/Artikel/juergen-klopp-zeljko-buvac-fc-liverpool-trennung-hintergruende.html ).
Von 2018 bis 2024, also mit dem Abschied von Jürgen Klopp, begleitete Pep Lijnders den deutschen Meistertrainer und CL-Sieger beim FC Liverpool – und Pep(ijn) Lijnders, heuer 41 Jahre alt, hatte davor bereits einiges im Fußball als Trainer erlebt – selbst ein großer und bekannter Spieler war Lijnders zwar nie. Aber mit Jürgen Klopp hat Lijnders so quasi die wichtigsten Titel gewonnen, aber auch Endspiele verloren. Höhepunkt war definitiv der Champions-League-Sieg im rein englischen Duell gegen Tottenham Hotspur. Wie sie sich so zueinander gestellt sehen?
( https://www.salzburg24.at/sport/fussball/wie-ein-grosser-bruder-juergen-klopps-enge-beziehung-zu-salzburg-trainer-pep-lijnders-164037445 ) Für Lijnders, der Jürgen Klopp über all die Jahre assistierte, und vom Deutschen auch viel gelernt hat, sei Jürgen Klopp wie „mein großer Bruder“, und andersrum, das kommt im sehr interessanten, locker geschriebenen und informativen Buch gut rüber, ist Lijnders für Klopp ein wahrer familiärer Freund geworden, in all den Jahren. Jürgen, „Kloppo“, Klopp, fiebert von nun an auch mit Lijnders und dem RB Salzburg „natürlich“ mit. Es war auch klar, dass wenn „Kloppo“ beim FCL aufhören würde, dann natürlich auch Lijnders und der andere Teil der Klopp’schen Staff. Eine Ära ging quasi zu Ende. Oder, ein Abschied zum richtigen Zeitpunkt.
mde
Doch kommen wir zum Pep, dem Zweiten in der Soccer-Szene. Pep Lijnders, der, so sagt man, Spiele lesen und analysieren könne, wie kaum ein anderer. Aber Pep hat als Co-Trainer noch ein anderes, herausragendes Merkmal und Talent, dazu kommen wir gleich, wenn andere Lijnders diese Fähigkeit attestieren.
Das Buch, INTENSITY our IDENTITY(Spielintensität ist unsere Identität) – mit James Carroll verfasst und bei ‚Reach Sport‘ erschienen, ist die Idee von Pep Lijnders gewesen, quasi Tagebuch während der Saison 21/22 zu führen, unabhängig davon, ob die Saison erfolgreich sein würde. Pep Lijnders bestand darauf, und meinte nur, es sei doch egal, ob am Ende Trophäen gewonnen würden (man holte noch Titel), die Hauptsache sei doch, man wolle authentische Einblicke gewähren, und, so die rhetorische Frage von Lijnders, „warum solle die Saison nicht erfolgreich werden…?“ – als Team wolle man die Saison, wie jede zuvor auch, mit Leidenschaft und Intensität füllen und angehen… bis dato ist das Buch nur in englischer Sprache erhältlich, es liest sich aber sehr gut, flüssig und kurzweilig – fast ein MUSS für alle Fußballliebhaber, Fans, aber auch für (angehende) Fußballtrainer. Man gewinnt tiefe (auch mannschaftspsychologische und motivationale) Einblicke und Abläufe, sowie die Reden und Ansprachen von Jürgen Klopp – auch das Agieren des Teams hinter dem Team. Mindestens, so sehen wir es in einer Auflistung der Personen und Akteure, die zum Buch befragt, oder auch zitiert wurden, also, mindestens 15 Personen gehörten (mit den Physios und Medizinern, etc.) zum engeren Trainer-Umfeld von Jürgen Klopp – so wie „Kloppo“ es neulich auch beim ITK, Internationalen Trainerkongress als „Stargast“ in Würzburg „in ungefähr“ benannte. All diese Akteure und Staff-Mitglieder, mussten natürlich auch koordiniert werden. (Wir berichteten neulich auch hier über den ITK)
Aber wirklich ganz nah, an Jürgen Klopp, gehörten tatsächlich Pep Lijnders, Peter Krawietz, sowie Vitor Matos (der Lijnders nun zum FC RB Salzburg folgte). Nun ist Lijnders in Salzburg als Cheftrainer angekommen, und es läuft bis dato ziemlich gut, Lijnders hat sich bewusst auf Salzburg eingelassen, die Stadt vorab besucht und kennengelernt, ja, die Menschen und Fans studiert – und sich bewusst für den Posten bei Salzburg entschieden. Langjährige Erfahrungen, und das wissen Fußball-Experten und Insider, sammelte der Niederländer aus Broekhuizen, bereits in der Jugend des PSV Eindhoven, danach fast drei Jahre in der Jugend-Akademie des FC Porto in Portugal, und er hätte zu Ajax Amsterdam gehen können, entschied sich aber, auf die Insel zum FC Liverpool zu gehen, um dort die U18 zu coachen, ehe er als Assistent von Brendan Rodgers, und danach von Jürgen Klopp, aktiv bei den Profis eingesetzt wurde. Hier geht es nun darum, die Art und Weise und das Wirken von PEP Lijnders, etwas näher zu bringen. Wie gesagt, das Buch ist sehr interessant, und sehr authentisch geschrieben.
Wie Jürgen Klopp PEP LIJNDERS im VORWORT (Foreword) beschreibt:
„(…) Ich habe diesen jungen, enthusiastischen und hellen, vor Ideen nur so sprühenden holländischen Fußballtrainer nicht gekannt, lernte ihn aber schnell kennen, als ich realisierte, dass dieser Typ regelmäßig und konstant, vor sich her schrieb, Dinge notierte, und immer mit Kugelschreiber und Papier ausgerüstet gewesen ist. Er notierte fast immer irgendwelche Kurznotizen, beim Meeting im Trainerteam, bei den Mannschaftstreffen und Besprechungen, sowie im Training und bei den Spielen selbst… Irgendwann fragte ich ihn nur: „Warum tust Du das?“ und Pep antwortete auch sogleich – „Weil alle Erfahrungen und Informationen zu bewerten sind. Sie sind wie eine Goldmine. Warum sollte ich also nicht mitschreiben?“ Mit der Zeit, das merkte ich schnell, wurde Pep eine der wichtigsten Personen in meinem professionellen Berufsleben. Als ich in Liverpool ankam, das war 2015, wurde ich vom Clubeigner Mike Gordon gefragt und gebeten, Pep weiterhin als Teil meines Teams zu behalten. Das war eher eine Aufforderung, denn Bitte oder Frage. Heute weiß ich, oder kann mir vorstellen, die Dinge wären ganz anders gelaufen und weniger erfüllend, wenn ich damals Nein gesagt hätte. Wir haben Siege miteinander gefeiert, und Niederlagen gemeinsam aufgearbeitet und durchlebt. Wir haben die Situationen miteinander genossen und geteilt. Für eine kurze Periode war Pep in der Heimat, als Trainer beim NEC Nijmegen, aber er kam wieder zurück. Und von da an, arbeiteten wir ganz eng zusammen. (…) Pep ist einmalig, Ich habe zuvor keinen wie ihn kennengelernt. Und ich weiß nicht, ob ich in der Zukunft jemals wieder solch einen Mitarbeiter finden werde. Er ist einfach ein stets Lernender, der sich verbessern möchte, und der, wie kaum ein anderer, an die Trainingsprozesse glaubt. Außerdem hat Pep eine ansteckende Art, den Fußball zu mögen. (…) Mit der Idee des Buches, wollte er trotz mancher Einwände auch zeigen, wie sehr ihm der FC Liverpool am Herzen liege, und dies wollte er teilen. Die Leidenschaft mit den Fans und Menschen teilen. (…) Ich bin so stolz auf Pep. Er ist ein bisschen Familie für mich. Ich liebe diesen Jungen sehr. Ich hoffe, Sie genießen jede Zeile des Buches, so wie wir die Dinge durchlebt haben. You’ll Never walk alone, Jürgen“
Aber, auch der andere deutsche Co-Trainer, Peter Krawietz, hat Pep Lijnders als neuen Kollegen irgendwann, nach Jahren der Zusammenarbeit tief und wiefolgt beschrieben:
Während ich die analytischen Teile übernehme, arbeitet Pep in erster Linie die Trainingsinhalte aus und bereitet die Einheiten vor. Was ihn auszeichnet, ist seine pure Begeisterung für den Job und die große Phantasie, mit der er die Einheiten trotz ähnlicher inhaltlicher Themen gestaltet. Er bringt eine große Vielfalt in die Übungen. Gerade in der Hinsicht, dass wir dabei auch immer spielrelevante Themen mitverarbeiten. Diesen Zusammenhang mit großer Variation herzustellen, gehört auf jeden Fall zu seinen Stärken.<< Krawietz
Im Buch schreibt Assistenz-Trainer Lijnders selbst, dass über 20 Jahre Trainererfahrungen in dieses Projekt, INTENSITY is our IDENTITY, mithineinfließen, und dass er auch Glück gehabt habe, mit den besten Trainern gearbeitet haben zu dürfen. Ja, gibt Lijnders offen zu, er glaube ganz fest an die Fortschritte durch Trainingsprozesse, nämlich durch die Dinge und Situationen, die man einstudieren könne, werde die Möglichkeit auch größer, Spiele zu gewinnen, weil man dann dem Gegner mit Details und systematisch erarbeiteten Abläufen überlegen sei. Natürlich, so sei der Fußball eben, sagt PEP, könne nicht alles vorausgeplant werden, denn in den Spieler selbst und dessen seelische Verfassung, könne man nicht immer hineinschauen, aber doch, sensibel genug sein, durch Gespräch und Harmonie im Team, auf Dinge einzuwirken.
So kommen im Buch auch die unterschiedlichsten Situationen vor, von den Trainingsvorbereitungen, bis hin zum „Hotelleben“, dem Austausch unter den Trainern selbst, wo untereinander immer die Offenheit und Transparenz herrschte, Dinge offen anzusprechen. (Gut ersichtlich auch, beim Treffen des Trainerteams um Jürgen Klopp, wo alle nochmals durch die Geschichte gehen, die man gemeinsam erlebt hat – allein, wie sie reden und lachen, und ihre Gefühle mitteilen, zeigt, dass Klopps Trainerteam selbstbewusst genug war, jeder ein Experte auf seinem Gebiet, und dennoch war Klopp der Verantwortliche – jeder hatte aber eine wichtige Mitsprachekompetenz https://www.youtube.com/watch?v=PvM_q5mprI4 )
Das Training als „Transfer“ für das Spiel, Dinge auch umzusetzen!
Die Spieler müssen nicht groß überzeugt werden, wenn sie merken, dass das Eingeübte im Training, die einzelnen Prozesse, oder die Infos zum Gegner, einfach stimmen, und am Ende auch die Ergebnisse passen.
Pep Lijnders erwähnt im Buch aber auch immer wieder wohlwollend, und auch ein Stück weit bewundernd, wie Jürgen Klopp seine Mannschaftsansprachen hielt – ob zum Training während der Woche, oder vor den Spielen, Klopp schaffte es immer, die Mannschaft zu „pushen, ja, wachzurütteln“. Kloppo konnte Dinge und Informationen, die ihm das Trainerteam gab, gut zusammenfassen, Voraussagen treffen, was, wann und warum „momentan“ wichtig sei. Bei den englischen Wochen, mit höchstens zwei, drei Tagen zwischen den nächsten Spielen, musste der Kader auch gut kontrolliert und delegiert werden. Zum Beispiel, welcher Spieler müsse dann hier und da kürzer treten, mehr Rehabilitation, oder dann wieder eher das Gruppentaktische Training, usw. Klopp erfasste immer die Situationen und konnte gut moderieren. Es gab viele Gänsehautmomente, weil Klopp Dinge und Situationen, die Stimmungen, richtig erfasste und diese den Spieler gut vermittelte.
Die Trainingspläne wurden natürlich immer mit Klopp besprochen, fein ergänzt, aber im Großen und Ganzen, so steht es oft im Buch, haben die Co-Trainer, Lijnders wie Krawietz Klopps größte Vertrauen, bei der Trainingsplanung, und hier war Pep Lijnders immer ein Gewinn, weil er Übungen, spielnah, und Gegner orientiert, kreieren konnte, ohne die Spieler zu überfordern. Übrigens kommen im Buch auch Trainings- und Übungsskizzen vor, was wiederum bezeugt, dass Lijnders ein Tüftler ist, und sich auch noch selbst Gedanken macht, was passen könnte – natürlich gibt es auch Trainingsvorlagen, auf die, je nach Bedarf, zurückgegriffen werde. Dokumentiert ist bei Lijnders alles, chronologisch.
Die Gegneranalyse – Interessant auch beschrieben im Buch, als der FC Liverpool auf den Zweitliga-Aufsteiger, Leeds, trifft – mit Headcoach Marcelo Bielsa (auch ihn haben wir hier öfter beschrieben, und Guardiola schätzt Bielsa genauso wie Lijnders) – wird Leeds United richtig analysiert und beleuchtet. Lijnders und seinen Analysten entging nichts – denn Bielsas Ideen und Erfolge auch mit Leeds, bauen darauf aus, dass „die Abwehr leichter zu trainieren und einzustellen sei, als die Offensive…“, das heißt, die Abwehrspieler sind zwar in Bewegung, aber meist nur, wenn der Gegner angreift, sie sind eher statisch, selbst wenn sie verschieben müssen. Der Ansatz sei deshalb, die Stürmer und Mittelfeldspieler müssten mehr rotieren, variabel sein für Positionswechsel, auch mal über die Außen. Für manche zwar verwirrend, aber Bielsas System, je nach „Spielermaterial“, hat und macht Sinn.
Und, wie auch Jürgen Klopp immer sagte, „wir können die besten Clubs der Welt schlagen, ohne unbedingt selbst das Beste Team der Welt zu sein… das wiederum bringt mit sich, dass wir früh anrennen und pressen, um den Gegner unter Druck zu setzen!“ So wurde auch immer wieder das „Rondo“, der Kreisel gespielt, mit unterschiedlicher Spieler-Anzahl, und manchmal ganz schnell nur mit einem Kontakt… „One-touch“.
Organisation ist NICHT Alles – Aber Ohne Organisation ist Alles nichts!
Oder, wie es im Buch steht: „A Perfect Organisation doesn’t Exist. But The Best Possible Organisation Does“
Nur kurz angemerkt, das Buch, in englischer Fassung, über 420 Seiten stark, ist auch deshalb kurzweilig, und anschaulich, weil viele Fotos vorhanden sind, darunter auch die genannten Trainingsskizzen!
MOTIVATION UND ANREGUNG, JEDES MATCH IM WETTBEWERB, WIE EIN FINALE ANGEHEN !
Das ist auch eine Kunst, das Team so zu justieren, dass jedes Spiel, wie eine Art Finale ernst genommen wird, auf dem Weg zum Großen Finale… so ging der FCL in der Champions-League vor, unter anderem gegen starke Clubs, wie dem AC Milan.
Ein guter einprägsamer Spruch auf Seite 255 des Buches:
„The Way You Train Your Players Becomes Their Inner Voice, It Becomes Their GPS“
„Die Art und Weise, wie Du Deine Spieler trainierst, wird zur inneren Stimme, es wird zu deren GPS“
Kurz, das Buch transportiert die Ideen und den Enthusiasmus von PEP Lijnders ungalublich nah, und auch gut verständlich. Es ist zwar nur ein Spiel, aber als Team, als Club und Organisation, sollten eben Alle Akteure ihr Bestmöglichstes geben…
Dass die Stimmung im Verein, beim FCL, bis zum Ende sehr gut war, sieht man auch an diesem Video, als Lijnders quasi den engsten Akteuren, Spielern und Funktionären, sein Buch vorbeibringt, und es auch kurz anpreist: https://www.youtube.com/watch?v=SrAkZn2z91o
Natürlich, wie könnte es anders sein, werden wir die sportliche Vita von Pep Lijnders weiter verfolgen. Der Coach kommt einfach fachkundig und erfrischend rüber. Und merke: You’ll never walk alone!
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