Fortsetzung zur Junioren-Situation, VfR Aalen: The never ending story! Wochenmagazin bringt einen Kommentar des Chefredakteurs und Leserbriefe – je länger es dauert, desto mehr bleibt dennoch hängen!


Na, mit dem Artikel „Chaos bei der VfR Aalen-Jugend“ vom 16.11.16, ging das Getöse in Aalen so richtig los. Wie ein Regenschirm im Hagelschauer muss sich die Autorin, Melissa Maier, bekannt dafür, dass sie oft heiße Eisen anpackt und bestens recherchiert, vorgekommen sein. Es folgten wohl etliche Anrufe und Emails, und wie im Blog hier berichtet, eine Gegendarstellung auf der VfR-Website, die die ganze Story aber gar nicht abmildern konnte. Zu lange schon schwelten die Probleme in der Juniorenabteilung, und die Beschwerden waren der VfR-Geschäftsstelle schon seit langem bekannt. Nur, gehandelt wurde nicht. Weshalb auch immer. Es schien, als gelte das ganze Hauptaugenmerk den Profis, und im unteren (nicht weniger wichtigem) Juniorenbereich wurden Dinge einfach „ausgesessen“. Einigen Eltern platzte der Kragen, weil sie intern nicht gehört wurden. Und noch einmal, weder ging es um die desolaten Ergebnisse der U13, oder um die „Auswechslung“ eines Spielers, als viel mehr, so wurde uns bestätigt, um die Art und Weise, wie mit Kritik intern umgegangen wurde. Die, die wohl intern und namentlich offen kritisierten, wurden bestraft, weil man ja die vielen anonymen Beschwerden nicht „zuordnen“ konnte – so, wie der Juniorentrainer Jens C. selbst in (s)einer „skurillen“ Email an die Eltern des Kaders schrieb. Handlung des Juniorentrainers? Kurz mal zwei Trainingseinheiten abgeblasen, und das vor wichtigen Spielen, nachdem Kritik an ihn direkt und auf der VfR-Geschäftsstelle geäußert wurde. Problemlösungsansätze sehen anders aus, und können auch ganz ruhig vonstatten gehen.

Einer für Alle, Alle für einen – und großes „Buh“-Rufen gegen die Presse, in dem Fall, gegen den „Südfinder“ in Aalen. Was man dem VfR Aalen einfach lassen muss, und vielleicht auch dem umstrittenen Juniorentrainer Jens C., um den es ging, dass sie immerhin gemeinsam Fans und ein paar Eltern mobilisieren konnten, um ein paar Schreiben verfassen zu lassen. Leserbriefe und Meinungen hier und da – auf Facebook des VfR Aalen, aber auch, und das gehört sich auch so, per Leserbriefe im Südfinder (und dieser berichtet ausgewogen, und verheimlicht nichts, wozu auch?). Mensch, ein Trainer mit so einigen „Verfehlungen“ kommt selten auf so eine große Anhängerschaft, wie die Leserbriefe zu suggerieren versuchen.

Den meisten Fürsprechern ging es in erster Linie darum, wie konnte die Autorin Melissa Maier nur den vollen Namen des Trainers nennen, über den letztendlich viele Beschwerden eingegangen waren? Gut, Chefredakteur Robin Halle, lenkt ein bisschen ein, „mea culpa“, wir hätten den Namen vielleicht so nicht bringen sollen, aber letztendlich muss Kritik, wenn schon so viele Beschwerden vorlagen, immer angebracht sein! Robin Halle hat einen sehr guten ausgewogenen Kommentar geschrieben. Und der Chefredakteur bringt es auf den Punkt:

„(…) Ja, es war richtig, Missstände in der Jugendabteilung anzusprechen. Wenn sich acht Eltern beklagen, ist das nun mal ein Vorgang. Darüber müssen unabhängige Zeitungen berichten – auch, wenn es den Verantwortlichen, Fans oder Beteiligten manchmal nicht passt.“

Und DAS sehen auch WIR so. Wo kommen wir denn hin, wenn Missstände, und gerade aus dem Juniorenbereich, nicht mehr besprochen werden dürfen. Nein, man muss auf diese Problemlage aufmerksam machen, selbst wenn vielleicht 70% einer Mannschaft „hoch zufrieden“ sein sollen. Um die 30 Prozent der Unzufriedenen, um die muss sich jeder professionell geführte Club kümmern! Es geht immer um das Wie

Vielleicht war/ist auch Personalmangel beim VfR Aalen der Grund, dass sich eben kein hauptamtlicher Jugendkoordinator um die Juniorenteams mit den Kindern und deren Eltern, aber besonders, um die Qualität der Trainer kümmerte(?). Diplome und Auszeichnungen sind das Eine, Benehmen, Auftreten und (kindgerechte) Kommunikation -wenn sie denn stattfand- das Andere.

In zahlreichen anderen Clubs zwischen der 1. Bundesliga, über die 2. Bundesliga sowie 3. Liga, bis hinunter in die Oberligen, ist eine fest zugeordnete Person als „Kümmerer“ da – und wenn es der klassische Jugendleiter ist, der sich den Problemen annimmt… es gehört sich nicht, dass junge Spieler (ein 12- oder 13-Jähriger) in einem Profi-Club abgekanzelt oder ohne direktes Abschlussgespräch über Stärken und Schwächen „abgeschoben“ werden. Man kann sich auch als Club, und besonders als Mitglied der Geschäftsleitung, immer noch verbessern.

Zurück zu den zahlreichen Leserbriefen, und ich erspare es Ihnen, liebe Leser, hier abermals Namen zu nennen, obwohl sie ja bereits unter den Leserbriefen stehen im Südfinder. Einige Eltern aus Aalen, ein Vater gar aus dem bestehenden U13-Kader, in dem sein Sohn (noch) spielt, wunderten sich über den einen oder anderen Leserbrief einer Mutter, die absolut „Pro-Trainer“ (selbst die Erwähnung der Ergebnis-Tabelle fand sie „verwerflich“) argumentierte – wirklich im Auftrag aller Eltern? -, und ein Vater erinnerte sich daran, dass ausgerechnet der Sohn dieser Leserbriefschreiberin (nennt sie ihren Sohn Nils*?) in der vergangenen Saison Grund dafür war, dass sich immer wieder Kinder beim damaligen Trainer (Felix R. ?) beklagten, weil eben Nils*(?) ein unmögliches Sozialverhalten an den Tag gelegt hatte – und das mehrmals (schlimme Beschimpfungen und Beleidigungen an die Mitspieler). Einmal wollten gar vier bis sechs Kinder nicht mehr mit dem Jungen, der dazu noch Spielführer war, weiter spielen und trainieren. Mehrmals wurde das Kind gar von Schiedsrichtern auf dem Feld ermahnt – wegen des ständingen „Gemotzes“ anderen gegenüber.

Heutzutage soll und darf (auch) der Lokaljournalismus aufdecken und aufklären. Besonders im Juniorenbereich, wenn ein Trainer auch nur ehrenamtlich engagiert ist(?), muss immer hingeschaut werden, viel zu wichtig ist die Jugend für den Club. Okay, wäre der Name des Juniorentrainers nicht genannt worden, hätten sich immer noch viele interessierte Leser die Mühe gegeben, nach der U13 des VfR Aalen zu googeln. Jeder Juniorentrainer sollte sich seines Handelns immer bewusst sein…

Wie im Südfinder bereits angekündigt, werden sich die Geschäftsführer Holger Hadek und Markus Thiele auch noch einmal in der Redaktion einfinden, so dass es noch einmal einen Bericht geben wird. Der VfR wäre momentan vielleicht aber gut beraten, wenn er ein paar Änderungen vornimmt, und noch mehr Professionalität im eigenen Juniorenbereich einfordert. Aus dieser Geschichte, sollten beide Seiten lernen…

vfr-eltern(Auszüge aus ein paar Leserbriefen von Schreibern, die sich für den umstrittenen Juniorentrainer stark machten)

 

http://www.suedfinder.de/epaper/ostalb/data/20161123_IN_LOAW/webepaper/pdf/1.pdf?s=1479906166097

 

Veröffentlicht von

Giovanni Deriu

Giovanni Deriu, Jahrgang 1971, Vater, 2 Kinder, lebte lange Zeit in Asien; Dipl. Sozialpädagoge (FH) für Jugend- und Erwachsenenbildung, sowie Biographie-Arbeit. Außerdem: Industriekaufmann und gelernter Journalist. Schreibt regelmäßig für das RUND Magazin. Fünf Jahre als Juniorentrainer tätig gewesen mit Jugendtrainer-Lizenz. In Hongkong die Junioren einer internationalen Soccer-Academy trainiert. Weiterhin als Scout (für Spiele und Spieler) unterwegs. Deriu analysiert für Spieler und Eltern die Spielerberater (und Agenturen), erstellt Profile und gibt Einschätzungen.

2 Gedanken zu „Fortsetzung zur Junioren-Situation, VfR Aalen: The never ending story! Wochenmagazin bringt einen Kommentar des Chefredakteurs und Leserbriefe – je länger es dauert, desto mehr bleibt dennoch hängen!“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Im folgenden Artikel : „Fortsetzung zur Junioren-Situation, VfR Aalen: The never ending story! Wochenmagazin bringt einen Kommentar des Chefredakteurs und Leserbriefe – je länger es dauert, desto mehr bleibt dennoch hängen!“

    Wird mein Name in einem nichtrelevanten Zusammenhang für diesen Artikel erwähnt. Ich möchte Sie, gemäß Persönlichkeitsrecht bitten, diesen aus dem oben genannten Artikel zu nehmen und mir dies schriftlich zu bestätigen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Felix R. *

    1. Ihrem Wunsch wird entsprochen, und wir sehen es aber nicht so, dass Ihr Namen in einem „nicht relevanten Bezug“ gesetzt wurde. Es entsprach der Tatsache!

      Mit freundlichen Grüßen

      -die Redaktion-

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