Und doch sitzt man jedes Wochenende wieder da – mit diesem leisen, kindlichen Trotz im Herzen. Mit der Hoffnung, dass es eben nicht immer die Reichen sind. Dass es noch diese eine Mannschaft gibt, die sich nicht berechnen lässt.
Vielleicht ist das naiv. Vielleicht ist es genau das, was diesen Sport rettet.
Denn immer wieder stehen plötzlich Teams da oben, die niemand eingeladen hat. Und dann beginnt dieses Flüstern. Erst in den Kurven. Dann in den Medien. Und irgendwann im ganzen Land.
So entstehen Legenden.
Leicester und die Explosion des Glaubens
Als Leicester City 2016 die Premier League gewann, war das kein Betriebsunfall – es war ein Aufstand gegen die Logik. Unter Claudio Ranieri wuchs eine Mannschaft zusammen, die diszipliniert verteidigte, gnadenlos konterte und mental unerschütterlich blieb. Ein Star war natürlich als Goalgetter, Jamie Vardy…
Kein Starensemble. Kein Milliardenprojekt. Nur Überzeugung.
Montpellier statt PSG
2011 setzte Frankreich auf Paris. Doch Meister wurde Montpellier HSC. Olivier Giroud traf 21-mal, Trainer Girard formte aus Außenseitern eine verschworene Einheit.
Kein Glanz. Keine große Bühne. Aber ein Team, das wusste, wofür es kämpft.
Kaiserslautern – Rehhagels Meisterstreich
1998 gelang dem 1. FC Kaiserslautern das Undenkbare: Aufstieg – und direkt Meister.
Angeführt von Otto Rehhagel, einem Trainer, der wusste, dass Struktur stärker ist als Eitelkeit. Defensive Stabilität, klare Rollen, Selbstvertrauen. Gleich am ersten Spieltag Sieg in München.
Das war kein Märchen. Das war akribische Arbeit – mit Mut.
Hellas Verona – der italienische Paukenschlag
1985 stellte Hellas Verona FC die Welt auf den Kopf.
Vor ihnen: Maradona, Platini, Rummenigge. Hinter ihnen: die gesamte Hierarchie des italienischen Fußballs.
Trainer Osvaldo Bagnoli baute keine Showtruppe. Er baute ein Kollektiv. Mit Preben Elkjaer-Larsen, Hans-Peter Briegel und Giuseppe Galderisi hatte Verona Qualität – aber keine Übermacht.
Was sie hatten, war Balance. Physis. Disziplin. Und diesen unerschütterlichen Glauben, der größer war als jedes Stadion.
Der FC AC HellasVerona spielte damals nicht für Schlagzeilen. Verona spielte für Geschichte. Das Team von einst, mit Hans-Peter-Briegel, Preben Elkjaer-Larsen, Galderisi, Fanna, Marangon oder Keeper Garella, wird heute noch gefeiert für dieses Fußballmärchen, das aus einem Teamspirit entstanden ist…
Weitere Sensationsmeister
UC Sampdoria 1991 – Vialli und Mancini schossen Genua ins Glück.
Nottingham Forest unter Brian Clough – vom Aufsteiger zum Meister und zweimal Europas Krone.
Blackburn Rovers 1995 – die „SAS“ als Albtraum der Favoriten.
Deportivo La Coruña – das „Super Depor“.
Bursaspor 2010 – Ende der Istanbuler Vorherrschaft.
Boavista FC 2001 – Titelklau in Portugal.
Trainer Vujadin Boskov, Überraschungsmeister mit Sampdoria Genua, 1991!
Und auch Nationalteams schrieben Wunder
Die Dänische Fußballnationalmannschaft 1992 – als Nachrücker zur EM – und am Ende ganz oben.
Die Griechische Fußballnationalmannschaft 2004 – diszipliniert, defensiv kompromisslos, getragen von echtem Team Spirit. Rehhagel setzte auf eine starke Abwehr, klare Abläufe, totale Geschlossenheit. Viele spotteten. Am Ende standen sie ganz oben.
Vielleicht brauchen wir diese Wunder mehr als die Favoriten ihre Titel.
Vielleicht erinnern sie uns daran, dass Fußball kein Rechenmodell ist – sondern ein Versprechen.
Und vielleicht entsteht das nächste Meistermärchen genau dann, wenn wieder alle sagen: Das ist unmöglich.
Giovanni Deriu – überzeugt davon, dass Teamgeist stärker ist als jede Bilanz.
Im modernen Fußball ist Scouting längst mehr als Bauchgefühl und Erfahrung. Videoanalyse, Datenmodelle, Softwarelösungen und standardisierte Bewertungsraster gehören heute zum Alltag. Und doch: Trotz globaler Tools und ähnlicher Technologien wird Fußball nicht überall gleich beobachtet.
Denn jede Nation schaut durch ihre eigene kulturelle und fußballerische Brille auf das Spiel. Die Methodik der Spielerbeobachtung ist immer auch ein Spiegel der jeweiligen Fußballkultur. Hier, das möchte ich festhalten, ist nur ein Kurzabriss zum Thema – mit Gianfranco Multineddu, der sogar einen Workshop zum Argentinischen Fußball konzipiert hat und momentan abhält, sind wir noch tiefer in die verschiedenen Fußball-DNA, vorgedrungen…
Italien – Taktik, Disziplin und defensive Verantwortung
In Italien beginnt die Beobachtung eines Spielers oft mit einer einfachen, aber entscheidenden Frage: „Kann er sich innerhalb einer Mannschaftsstruktur richtig verhalten?“
Nicht nur individuelle Qualität zählt, sondern vor allem das taktische Verständnis. Positionsspiel, Raumaufteilung, defensives Mitdenken – auch bei offensiven Spielern – sind zentrale Bewertungskriterien. Ein Außenverteidiger mit starken Offensivaktionen, aber schwacher Absicherung, wird schnell kritisch gesehen.
Das italienische Scouting ist stark geprägt von der eigenen taktischen Tradition: Zonenverteidigung, kollektives Pressing, Spielintelligenz. Ebenso wichtig ist die mentale Komponente – Leidensfähigkeit, Disziplin und die Bereitschaft, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen.
Deutschland – Struktur, Standards und physisch-mentale Selektion
Das deutsche Scouting war lange Zeit sehr strukturiert und stark normiert. Klare Profile, definierte Mindestanforderungen und standardisierte Bewertungsbögen prägten die Arbeit. Körperliche Parameter spielten – und spielen teilweise noch – eine große Rolle: Innenverteidiger über 1,85 m, Torhüter über 1,90 m, robuste Stürmer.
Doch es geht nicht nur um Größe und Kraft. Der Fokus liegt stark auf Konstanz, mentaler Belastbarkeit und Leistungsstabilität. Spieler werden anhand klarer Kriterien bewertet, häufig mit Punktesystemen und KPI-Logiken. Verhalten unter Druck ist dabei ebenso relevant wie technische Qualität.
Spanien – Technik, Spielintelligenz und kreative Freiheit
In Spanien steht die Beziehung zum Ball im Mittelpunkt. Körperliche Aspekte treten deutlich in den Hintergrund. Entscheidend ist, wie ein Spieler den Ball behandelt, Räume erkennt und Spielsituationen kreativ löst.
Scouts achten auf technische Sauberkeit, Entscheidungsfindung und Spielverständnis. Beobachtungen finden oft in freien Spielformen, Jugendturnieren oder Akademien statt. Videoanalyse wird genutzt, jedoch eher unterstützend – das subjektive Empfinden bleibt wichtig.
Das spanische Scouting ist weniger normativ, dafür flexibler. Talent wird nicht in feste Raster gepresst, sondern als Entwicklungsprozess verstanden.
Argentinien – Instinkt, Widerstandsfähigkeit und Straßenfußball
In Argentinien ist Scouting stark von der Kultur des Straßenfußballs geprägt. Spieler wachsen in engen Räumen, unter schwierigen Bedingungen und mit hoher Intensität auf. Entsprechend liegt der Fokus auf Technik unter Druck, Durchsetzungsvermögen und mentaler Stärke.
Beobachtungen erfolgen oft pragmatisch, mit wenig technischer Infrastruktur, aber großem Erfahrungswissen. Gesucht werden Spieler mit „Hunger“, Kreativität und der Fähigkeit, sich in chaotischen Spielsituationen zu behaupten.
Viele argentinische Talente bringen bereits früh eine hohe Belastbarkeit mit – eine Qualität, die ihnen den Übergang in physisch geprägte europäische Ligen erleichtert.
Fazit – Scouting braucht Kontext und Balance
Unabhängig vom Land gilt: Keine Methode funktioniert isoliert. Weder reine Datenanalyse noch ausschließlich Live-Beobachtung liefern ein vollständiges Bild.
Erfolgreiches Scouting basiert auf einem ausgewogenen Zusammenspiel aus:
Live-Beobachtungen (Spiel und Training)
gezielter Videoanalyse
Verständnis der kulturellen und sportlichen Umgebung
menschlicher Einschätzung und Erfahrung
Denn hinter jedem Wert, jeder Aktion und jedem Zentimeter Körpergröße steht eine individuelle Fußballgeschichte. Gute Scouts erkennen nicht nur Leistung – sie verstehen den Kontext, aus dem sie entsteht.
Old School, Vecchia Scuola? – ein Plädoyer für den Menschen und die echten Charaktertypen im Fußball – was sagen Algorithmen schon wirklich aus?
Vielleicht bin ich ein wenig „old school“. Vecchia scuola. Und ja – ich meine das nicht entschuldigend, sondern bewusst.
Ich glaube auch nach wie vor daran, dass man einen Fußballer nicht vollständig in Datensätzen, Grafiken und Algorithmen findet. Sondern draußen. Am Spielfeldrand. Dort, wo man nicht nur Bewegungen misst, sondern Menschen beobachtet. Dort, wo Erfahrung das Auge schult – und manchmal dreißig Minuten, eine Halbzeit wirklich genügen, um ein Gefühl zu entwickeln.
Ariedo Braida (wir haben ihn hier auf checkfussballberater.de vor ein paar Jahren bereits vorgestellt; https://checkfussballberater.de/der-mann-der-1000-kontakte-fuer-die-einen-die-fleissige-biene-fuer-die-anderen-ein-stiller-agent-ariedo-braida-neuer-sportdirektor-des-fc-barcelona/) hat dieses Selbstverständnis einmal treffend, auch für die Gazzetta dello Sport beschrieben. Er sagte, er gehe Spieler live anschauen, und mit seiner Erfahrung reiche ihm oft eine halbe Stunde, um eine Entscheidung zu treffen. Irren könne man sich immer, natürlich. Doch er verlasse sich mehr auf seine Augen als auf die aseptischen Daten einer Tabelle. Algorithmen könnten helfen, weil sie Zahlen, Statistiken und objektive Werte liefern. „Aber entscheiden müsse am Ende immer der Mensch…“
Ein Satz wie aus einer anderen Zeit – und doch aktueller denn je.
Denn was hätte ein Algorithmus, führt Braida weiter aus, über Van Basten, Gullit, Rijkaard, Savicevic, Shevchenko oder Kaká wirklich ausgesagt? Er hätte Schüsse gezählt, Laufwege analysiert, Tore kategorisiert – rechter Fuß, linker Fuß, Kopfball. Alles korrekt. Alles messbar. Aber wo bleibt die Persönlichkeit? (Dazu hat uns auch Gianfranco Multineddu im Scouting- und Beobachter-Fortbildungskurs der FIGC, der Scouting-Clinic, immer und immer wieder angehalten, die Spieler und Talente auch im Kontext und Miteinander des Clubs, mit anderen Spielern, auch im Training, zu sehen, zu analysieren…) Wo die Haltung gegenüber den Mitspielern? Wo das Verhalten gegenüber dem Trainer, gerade dann, wenn es schwierig wird?
Wie ist sein Auftreten nach Sieg oder Niederlage auch in der Öffentlichkeit?
Das sind keine statistischen Größen. Das sind Charakterfragen.
Vielleicht ist es kein Zufall, dass mir dieser Blick so wichtig ist. Nicht nur, aber als Pädagoge interessiert mich immer auch der Mensch hinter dem Talent.
Wer ist dieser Spieler, wenn das Spiel kippt? Wie reagiert er auf Druck, auf Kritik, auf Ungerechtigkeit?
Wie fügt er sich in eine Gruppe ein, wie übernimmt er Verantwortung?
Fußball ist Technik, Tempo, Taktik – keine Frage. Aber Fußball ist eben auch Beziehung. Haltung. Reife.
Genau deshalb ist mir der Austausch so wichtig. Mit Menschen, die Fußball nicht nur sezieren, sondern verstehen. Mit Kennern und Experten wi– um nur einige zu nennen. Menschen, die den Fußball über den sportlichen, über den menschlichen Tellerrand hinaus denken.
Vielleicht passt dieser Ansatz nicht immer in den Zeitgeist. Vielleicht ist er nicht effizient genug, nicht schnell genug, nicht digital genug. Aber bei CheckFussballBerater.de, glauben wir daran, dass Algorithmen unterstützen können. Dass Zahlen helfen. Dass Daten sicherlich gut strukturieren.
Doch bewerten, einordnen, verstehen – das kann nur der Mensch.
Und manchmal reicht dafür ein Blick. Ein Moment. Und ein geschultes Auge am Spielfeldrand. Oder ein Gespräch mit Tiefe danach…
Internationale Bühne, regionales Herz: Mit Sandro Palmeri unterwegs in Murcia. Er hat uns interessante Einblicke gewährt. Raus aus dem Frost, rein in den Fußball.
Stuttgart noch grau, die Kälte hängt am Rollfeld. Der Flug ‚EW 2530‘ hebt frühmorgens ab – Ziel Valencia. Wenige Wochen vor Weihnachten. Der Körper reist, der Kopf ist längst im Spiel. Fußball kennt kein Wetter, nur Momente. Valencia, und gleich weiter nach Murcia. Sonne, offene, gut gepflegte Plätze, internationale Stimmen. Wo die Talente von morgen zu sehen sind, da lauern stets viele Berater. Bekannte und unbekannte. So ist der Fußball, bei einer Talentschau und „Messe“, wie dieser, nahe Valencia, Alicante – Urlaubsorte.
Treffpunkt der Scouts und Beraterszene. Notizblöcke, Tablets, kurze Gespräche, Blicke mit Bedeutung. Mittendrin: Sandro Palmeri – präsent, wach, überall willkommen. Manche erinnern sich sofort: an seine spielstarken, erfolgreichen Jugendteams von einst, vor den Toren Stuttgarts. An Waiblingen. An Ideen, die geblieben sind. Die Spieler tragen sie jedenfalls noch in sich. Denken gern zurück, und profitieren auch im aktiven Herrenbereich, oder im gehobenen Juniorenfußball davon, was Palmeri und sein Trainerstab ihnen vor Jahren mitgegeben haben.
Zurück nach Murcia. Auf dem Rasen: das U18-Vier-Länder-Turnier. Mit den Partien, Deutschland gegen Holland, sowie Norwegen und Dänemark, sind auch dabei. Pure Intensität, Tempo, höchste Nachwuchsbühne. Viele Scouts, wir zählen nur ein paar auf, von international bekannten Clubs wie Newcastle United, Genua, Torino Calcio, Hellas Verona, US Lecce – sind alle ganz nah dran. Holland gewinnt, die DNA des niederländischen Voetball total, des schönen offensiven Spiels mit der Flexibilität der Spieler, die Positionen auch schnell zu tauschen, Räume zu besetzen, den Gegner zu dominieren, lebt irgendwie weiter. Deutschland folgt knapp dahinter. Ergebnisse zählen. Eindrücke mehr.
Für Palmeri ist es eine besondere Reise. Dahrel Tchitchi ist nämlich auch vor Ort. Heute U19-Kaderspieler, er hält als Verteidiger des FC Heidenheim die gegnerischen Stürmer in Schach, und läuft auch in Spanien für das DFB-Team auf – plötzlich weckt Tchitchi Begehrlichkeiten bei Clubs (teils auch von Sandro Palmeri aufgetan, ihn erreichten Anfragen), und auch Beratern (die Dahrels Entwicklung jedoch nie mitverfolgt, begleitet, haben). Sandro Palmeri, der sich längst einen Namen als Team- und Talent-Entwickler gemacht hat, gibt nur so viel bekannt, und das nach mehrmaliger Nachfrage: „Ich kenne ihn seit der ersten C-Jugend in Waiblingen“, erzählt der Fußballfachmann. Es folgte der KSC, dann der Wechsel zum FCH, nach Heidenheim – ein Weg, der Sinn ergibt, fasst Palmeri leise zusammen. Ruhig, ehrlich – vielleicht auch ein kleines Stück weit stolz (sich nicht getäuscht zu haben).
Zwischen den Spielen ein weiterer Moment: Austausch mit Jon Dahl Tomasson. Ex-VfB-Spieler zu Trapattonis Zeiten in Stuttgart, und ehemaliger AC Milan-Star (dort gewann Tomasson ein paar internationale Titel). Fußball über Generationen hinweg. Kurz. Intensiv. Wertvoll. Jede Nation hat so ihre eigene Fußball-Kultur und DNA.
„Solche Momente bleiben“, sagt Palmeri. Und man spürt: Der Italoschwabe meint nicht nur das Turnier. Sondern alles dazwischen. Kaum zurück in Stuttgart, wieder diese kalte, klirrende Luft – sitzt Sandro Palmeri auch schon wieder am Spielfeldrand. Auswärtsspiel des FSV Waiblingen in Aalen-Hofherrnweiler. Verbandsliga, regionale Luft, statt Mittelmeersonne. Aber, wie immer, die gleiche Leidenschaft.
Valencia. Murcia. Waiblingen. Der Fußball treibt ihn an. Und wer genau hinschaut, merkt: Das ist keine Reise – das ist (s)ein Rhythmus…
Ruit bei Stuttgart. Es ist ein gewöhnlicher Wochentag, und doch typisch Sandro Palmeri: Während andere nach Feierabend durchschnaufen, lässt der Italoschwabe und Fußballfachmann den Seminartag Revue passieren. Tagsüber noch zwischen Fußballplatz und Seminarraum des Württembergischen Fußballverbands (WFV), Praxis und Theorie eben im Wechsel, so will es die Fortbildung in Ruit – kreisen Palmeris Gedanken aber auch schon um „seine“ Aktiven-Mannschaft in der Verbandsliga, die Englische Woche liegt an, und am Mittwoch das Heimspiel des FSV Waiblingen gegen die Sportfreunde aus Schwäbisch Hall. Quasi „en passant“, wie Sandro Palmeri es zusammenfasst, möchte er auch die wichtige Fortbildung erfolgreich absolvieren. König Fußball hat seinen festen Platz im Alltag von Sandro Palmeri. Und zwar neben seiner Tätigkeit als Sportdirektor, den dazugehörenden Beratungen, der Kaderplanung in den vergangenen Wochen, darf auch das Familienleben nicht zu kurz kommen, und erst Recht nicht dessen Hauptjob, bei einem bekannten Automobilkonzern. Der Fußball, das ist klar, ist für ihn kein Beruf, sondern eine Lebensform, eine zweite Haut, die Palmeri nicht ablegen kann.
Die Stadt Waiblingen, und weit darüber hinaus, kennen ihn und seinen FSV längst: den ehemaligen Jugendtrainer, der vor rund zwölf Jahren den Juniorenfußball aufmischte, ja, ein Stück weit, „revolutionierte“ (und das sagt nicht er, Palmeri, sondern andere Protagonisten und Akteure, die wir befragten!) und den Sportdirektor, der heute auch Spieler berät, Kader plant, manchmal auch wie ein Sozialpädagoge und Teampsychologe agieren muss.
Die Jungs des FSV Waiblingen gegen ganz große Clubs von Weltformat!
„Entwicklung vor Ergebnis“
„Meine Trainerlaufbahn im Jugendbereich begann aus einer Mischung aus Leidenschaft und Papatrainer“, erzählt Sandro rückblickend. „Eigentlich wollte ich nur aushelfen. Doch sehr schnell habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit jungen Talenten nicht nur Spaß macht, sondern ich auch einen Zugang zu den Jungs finde. Daraus ist dann über die Jahre eine echte Berufung geworden.“
Diese Berufung trug Waiblingen weit. Palmeris Philosophie war klar: Entwicklung vor Ergebnis. Hinzu kam, so Palmeri: „Disziplin, Teamgeist und Respekt waren Grundpfeiler – genauso wie Freude am Spiel. Wer Spaß hat, lernt schneller und wird besser.“ Es klingt nach Pädagogik und Didaktik, war auf dem Platz aber die pure Leidenschaft. Die Maxime lautete: Nie ohne, nur mit dem Ball, „und immer mutig, egal, ob der Gegner VfB Stuttgart, Bayern München oder Juventus Turin hieß…“
Achtungserfolge auf großer Bühne
Aus dem „unbekannten“ FSV Waiblingen, mit seinen Juniorenmannschaften, wurde somit ein gefürchteter Gegner auf bundesweiten Turnieren, und sogar auf internationalem Parkett. Sogar für das Mega-Mundialito-Weltturnier, qualifizierten sich die Remstäler Kicker. Palmeris Mannschaften traten gegen Ajax Amsterdam, Sporting Lissabon, Juventus Turin oder den FC Liverpool an – und sorgten für echte Achtungserfolge, die man so nicht erwartet hätte. Hier mal ein 1:0 gegen die Bayern, da mal ein Remis gegen Sporting Lissabon, Palmeris Jungs sorgten immer für Spiele, die Eindruck hinterließen. „Wir haben uns nicht versteckt, sondern mutig gespielt – egal, wie groß der Name des Gegners war.“ Der Spaß stand eindeutig im Vordergrund, so der Sportdirektor des FSV Waiblingen heute – klar, der Juniorenfußball beschäftigt ihn auch heute noch.
Die Lobeshymnen der gegnerischen Trainer und Beobachter ließen nicht lange auf sich warten. Palmeri erinnert sich: „Viele Trainer und Experten, waren überrascht, wie diszipliniert, technisch sauber und taktisch reif, meine Teams aufgetreten sind – besonders in den jüngeren Jahrgängen.“ (U10 und U12, die E- und D-Jugendlichen). Überall wo die Jungs des FSV auftraten, raunten die Zuschauer und Trainer gleich, „Klein- Barcelona“, so war dann ein Spitzname schnell geboren.
Auch die Jugend von Juventus Turin zollte dem FSV Waiblingen ihren Respekt!
Disziplin gehört dazu
Doch Sandro Palmeri wusste auch: „Talent allein reicht nicht…“, Palmeri verlangte mit seinem Trainerstaff auch Disziplin – und zwar früh. Palmeri zu seinen Forderungen: „Von 12- bis 14-Jährigen konnte man schon erwarten, dass sie ihre Sporttasche selbst packen“, erzählt er, vielsagend schmunzelnd. Wer seine Stutzen vergaß oder zu spät zum Treffpunkt kam, durfte schon mal auf der Bank Platz nehmen. „Dann spielten eben andere von Beginn an.“ Es war kein Strafsystem, sondern eine Lektion fürs Leben: Verantwortung übernehmen, auch als junger Spieler. Daran erinnern sich die Junioren von einst, und ihre Eltern heute noch – ja, eine Schule für’s Leben war es allemal.
Ein Kollektiv, das funktionierte
Der Erfolg war dabei nie die Art von Soloshow. „Die Unterstützung der Eltern war entscheidend. Ohne ihr Engagement – ob bei Fahrten, Organisation oder einfach beim Anfeuern – wäre vieles nicht möglich gewesen“, weiß Palmeri das Engagement noch heute zu schätzen. So wurde aus einer Mannschaft eine echte Gemeinschaft, fast wie ein Dorf, das die Kinder trug, und zusammenwachsen ließ. Eltern wie die Familie Scheiermann, zum Beispiel, erinnern sich noch heute. Sohn Oleg, inzwischen 18, sagt: „Sandro hat mir gezeigt, was es heißt, Fußball als Mannschaftssport zu leben.“
Das Echo der Jahre hallt nach: viele Spieler schafften den Sprung in Leistungszentren, einige in den Profibereich, fast alle blieben dem Fußball treu. Palmeri selbst erhielt mehrfach Angebote von höheren Vereinen. „Letztlich habe ich mich aber immer für das Projekt FSV Waiblingen entschieden.“
Die andere Seite des Geschäfts
Doch Fußball ist nicht nur Jubel und Sieg. Wenn Spieler nach langer Zeit zu großen Agenturen wechseln, bleibt ein Stich, eine leise Enttäuschung, die Palmeri aber am Ende immer auch sportlich nimmt: „Natürlich fragt man sich: Was können die mehr bieten?“ Etwa echte Menschlichkeit?, fügen wir hier fragend hinzu. Palmeri, aber meint, das muss jeder für sich beantworten, und sagt es leise, ohne Bitterkeit. Palmeri liebt diesen Sport, denn „Fußball heißt nicht nur Siege, sondern auch Niederlagen.“ Besonders aus Letzteren, gehört es, zu lernen.
Familie als Rückgrat
Dass Sandro Palmeri nicht aufgibt, im Gegenteil, neue Projekte anschiebt und Erfolge feiert, liegt auch an seiner Familie. Seine Frau Concetta lernte ihn über und mit dem Fußball kennen – und heiratete ihn mit all der Leidenschaft, die dazugehört. Die beiden Söhne sind längst selbst Kicker, oder fußballinteressiert, wie könnte es anders sein? „Meine Familie lebt Fußball genauso wie ich.“ Am Spielfeldrand fiebern sie mit, als seien sie Teil des Trainerstabs, oder „Conchi“, seine Frau, gibt eine freundliche Gastgeberin am FSV-Kiosk.
Und immer wieder FSV
Ob als Sportdirektor, Berater oder gar irgendwann wieder als Juniorencoach – Palmeri bleibt dem FSV Waiblingen verbunden. Erst im vergangenen Jahr feierten die Aktiven wieder Meisterschaft und Aufstieg. Und auch in Zukunft wird er seine Erfahrung einbringen, für Spieler, etwaige Talente und auch für seinen Club. (Und auch wir schätzen Sandro Palmeri als Berater, und werden als Scout und Vermittler weiterhin eng zusammenarbeiten – man ergänzt sich prima.)
Ein ausführliches Porträt und Interview über Palmeri, findet sich übrigens auch auf checkfussballberater.de.
So bleibt das Bild von Sandro Palmeri: ein Mann, der Fußball nicht nur denkt, sondern lebt. Der Disziplin mit Freude verbindet, Siege feiert, Niederlagen trägt – und immer weiter macht. Ein Enthusiast, ein Liebhaber des Spiels, wie ihn jeder Verein sich nur wünschen kann…
GiD
Mit dem Jugendtrainer vom Gegner FC Porto…
…im Austausch mit dem Coach von Galatasaray…
Palmeri mit Volker Finke, der einst den SC Freiburg prägte!
Ohne Übertreibung: Wo Sandro Palmeri ist, kommt der Erfolg!
Auf über 1.000 Metern Höhe, eingebettet zwischen Apfelhainen und Bergsilhouetten, finden jedes Jahr Spitzenklubs aus Italien und Deutschland ihr Trainingsparadies.
Mit dabei: unsere Jungs, Mardo und Oleg (wie neulich berichtet). Zwei aufstrebende Talente, mit genügend Erfahrung, auf dem Sprung, begleitet auf einer Reise durch die Höhenlagen des Fußballsommers.
Der Rasen? Fast zu schade zum Drauftreten. Sattgrün, dicht und perfekt vertikutiert – ein kleines Wimbledon der Dolomiten. Die (Probe-)Spieler staunten, mal weg von den Kunstrasenplätzen, wo alles eben künstlich wirkt… Kein Wunder, dass hier der FC Heidenheim seine Zelte aufschlägt. Genauso wie US Lecce, aus der Serie A. Diszipliniert, schweißtreibend, aber mit Aussicht – das ist Sommervorbereitung Südtirol-Style.
Natz selbst? Ein Ort wie aus dem Bilderbuch. Ruhig, freundlich, mit einem Hauch Melancholie in der Luft – aber auch voller Tatkraft. Halb Italien, halb Österreich – oder vielleicht doch ein bisschen Deutschland? Hier grüßen fleißige Hände, man sagt „Grüß Gott“ und „Ciao“ in einem Atemzug.
Und dann ist da noch der FC Natz – frisch gebackener Meister, voller Elan. Der Verein lebt Aufbruch. Mit Trainer Alex Schraffl und Sportdirektor Hannes Peintner stehen zwei Macher am Steuer, die wissen, wie man junge Spieler formt. Hier wachsen nicht nur Äpfel, sondern auch Talente. Spielen, wo der Tourismus stets boomt – Die beiden nennen es „Vier-Jahreszeiten-Tourismus“. Nur der November sei ein bisschen ruhiger – wie eine Atempause zwischen zwei Spielzeiten.
Ein paar Serpentinen weiter liegt Valles. Ein Ort, der in seiner Ursprünglichkeit fast übersehen wird – wenn nicht gerade der FC Bologna samt Tross einzieht. Ciro Immobile, der Rückkehrer, ackert dort für sein Comeback. Die Höhenlage tut ihm gut, der Mannschaft auch. Wer hier läuft, braucht Lunge – und Willen.
Und dann:Dimaro im Trentino. Ein kleines Dörfchen, das sich jedes Jahr verwandelt – zur temporären Hauptstadt des Südens. Wenn die SSC Napoli anrückt, sind plötzlich 6.000 Tifosi im Ort. Blaue Fahnen wehen aus Balkonen, Trikots mit Maradona und Osimhen, Lukaku und jüngst auch mit dem Namen „De Bruyne“, bei Groß wie Klein, prägen das Straßenbild. Dimaro wird zu „Little Napoli“, eine Mischung aus Volksfest, Trainingscamp und religiöser Verehrung. Für viele Fans ist das Pflichttermin und Pilgerreise zugleich.
All das: im 90-Kilometer-Karree. Südtirol, Trentino – ein Schmelztiegel des Sports und der Kulinarik. Ob Knödel oder Pasta, Pizza oder Speckplatte – Genießer kommen genauso auf ihre Kosten wie Ausdauerläufer.
Für uns, Sandro Palmeri, sowie Giovanni Deriu, ist es nicht nur Arbeit. Es ist Privileg. Immer wieder dürfen wir dabei sein, wenn unsere Kicker sich durch Höhenmeter und Trainingseinheiten kämpfen. Schwitzen, laufen, wachsen – in luftigen Höhen.
Ob beim SSC Napoli, beim FC Bologna, bei Lecce oder beim aufstrebenden FC Natz – der Fußball lebt. Und wir mittendrin…
GiD
Trainingslager Napolis, auch die Kleinsten wissen, wer der Größte war!Dimaro 2025!
Und wie immer in Italien, von Nord bis Süd: Die Medien immer am Ball!
Wenn man in Natz dieser Tage über den gepflegten Trainingsplatz blickt, sieht man nicht nur das idyllische Bergpanorama, sondern auch zwei, die sofort ins Auge stechen: Oleg Scheiermann und Mardochee „Mardo“ Mourera – zwei Fußballer mit einer ganz eigenen Geschichte, Charakter und einem Traum. Und beide haben jetzt ein neues Ziel vor Augen: den Weg über Südtirol in Richtung Profifußball. Und das Zeug dazu, haben beide, wie von einigen Experten, darunter Uefa-Pro-Trainern sowie A-Lizenz-Inhaber analysiert wurde. (Jeder weiß, auch wenn Sandro Palmeri und ich über Jahre ein gutes Auge, auch als Juniorentrainer entwickelten, lassen wir stets Spieler gegenchecken… und jeder weiß auch, manchmal bedarf es andere Wege, um nach vorn zu kommen!)
Oleg – Disziplin, Technik, Willensstärke
Der eine ist gerade mal 18, kommt aus einem gut organisierten Fußballhintergrund – aber hat längst seine eigenen Wege eingeschlagen. Oleg Scheiermann, Defensivspieler mit ausgezeichneter Technik und einem bemerkenswerten Auge für Spielsituationen, hat Stationen bei TSG Hoffenheim, Sandhausen und Magdeburg hinter sich. Früh weg von daheim, früh auf sich allein gestellt – ein Spieler, der gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen. Nicht immer lief alles rund, aber auch Rückschläge hauten ihn nicht um, im Gegenteil, er hat einen festen Glauben an sich selbst, es schaffen zu können. Im Testmatch gegen US Lecce, kam es öfter zum direkten Vergleich mit dem Leihstürmer des AC Milan, Francesco Camarda, und Oleg machte auch eine gute Figur, bella figura – auch wenn der deutsche Defensivspezialist zugibt: „Das ist schon ein Guter. Spritzig und schnell, wie alle Profis auf diesem hohen Level…“, aber da möchte Oleg ja auch hinkommen.
Geprägt wurde Oleg Scheiermann vom heutigen FSV-Waiblingen-Sportvorstand Sandro Palmeri, der als Jugendcoach nicht nur Regeln vermittelte, sondern vor allem Charakter formte. Das Ergebnis war danach eine „attraktive Spielweise“, von der man heute noch überregional schwärmt.
„Nicht die Mama packt die Sporttasche. Wer Profi werden will, muss sich selbst organisieren. Sonst Bank – egal, wie gut du bist“, so Palmeri trocken. Das war schon das Motto vor über acht Jahren.
Und genau das blieb hängen. Oleg, einst Teil der legendären U15 des FSV Waiblingen, die selbst Bayern, Juve und Lissabon das Fürchten lehrte, bringt diese Werte nun mit nach Südtirol. Und die Eltern, die damals wie heute dabei sind – unterstützend, aber nie wie die bekannten „Helikoptereltern“, überall hineinreden zu wollen, im Gegenteil – sie vertrauen, und wir vertrauen ihnen. Ihr Junge, Oleg, muss seinen Weg selbst gehen. Und das tut er. Es ist aber schön, wenn die Eltern die ersten Schritte im Ausland begleiten, und mitfiebern – auch mit dem zweiten Probespieler und Sportskameraden.
Mardo – Der Stürmer mit Hunger
Und dann ist da Mardo Mourera, 23 Jahre alt, Stürmer, kongolesische Wurzeln, entdeckt in der Kreisliga rund um Stuttgart, wo man gerne übersieht, wie viele Rohdiamanten eigentlich auf staubigen Plätzen schlummern. Doch Palmeri und Deriu übersehen nichts. Palmeri glaubte immer an Mourera, schon nach seiner ersten Sichtung, auch als viele andere noch dagegenredeten. Giovanni Deriu, stets in Austausch mit Sandro Palmeri und dessen Meistertrainer Catizone beim FSV Waiblingen, analysierte Mardo ausgiebig, und meint auch: „Da ist noch viel mehr Potential – ausschlaggebend wird aber sein, wie sehr sich Mardo auf die Ziele fokussieren kann…“ – genau diese Meinung teilt auch Sandro Palmeri, der Mardo in zahlreichen Gesprächen, auf das neue „gemeinsame Projekt“ vorbereitete.
Mardo, körperlich stark, zielstrebig, torgefährlich, war ein Baustein für den Meistertitel und Aufstieg des FSV. Doch dann kam der Punkt: der Kader muss kleiner werden, so Palmeri. Keine einfache Entscheidung, aber: „Ich musste Mardo neue Wege aufzeigen – denn sein Potenzial ist da. Aber er braucht, eine Bühne.“
Diese Bühne könnte nun Natz sein. Die Mannschaft, echte Südtiroler, hat Mardo und Oleg „super aufgenommen!“
Der Plan: Südtirol als Sprungbrett
Gemeinsam mit Giovanni Deriu, dem Scout und Spielervermittler mit Herz, wurde eine Perspektive erarbeitet: Ein duales Modell aus Fußball und Ausbildung, eingebettet in semiprofessionelle Strukturen, wie sie beim FC Natz nun unter Schraffl und Peintner mit Leben gefüllt werden.
„Es geht nicht darum, Luftschlösser zu bauen“, sagt Deriu, „sondern um konkrete Schritte – Trainingslager, Testspiele, Feedback, Integration.“
Schon beim ersten Probetraining hinterließen beide Jungs Eindruck. Besonders das Testspiel gegen US Lecce, das zufällig während deren Trainingslager in Natz stattfand, war eine Art Standortbestimmung. Und was man hörte: positiv. Sehr positiv. Vor allem aber auch, von der menschlichen Seite.
Ein Verein als Plattform
Der FC (ASV) Natz wird damit zur kleinen, feinen Talenteschmiede – ein Ort, an dem Fußballträume nicht mit Pathos verkauft, sondern mit Bodenhaftung angepackt werden. Ein Klub, der Spielern wie Oleg und Mardo nicht nur Trikot und Kabine bietet – sondern ein echtes Sprungbrett. Es sei aber auch angemerkt, dass in diesem Team noch andere entwicklungsfähige italienische Spieler bereit sind, alles zu geben.
Und wer Schraffl kennt, der weiß: Hier wird niemand verheizt. Hier wird entwickelt.
„Ich bin kein Träumer. Ich bin Fußballarbeiter“, sagt Schraffl. Und das merkt man.
Was bleibt?
Zwei Jungs, zwei Wege, ein Ziel. Und ein Verein, der sich als Heimat anbietet – in einem Bergdorf, wo man sich kennt, sich hilft, aber auch fordert. Wo Holzfassaden nicht nur Hotels zieren, sondern Geschichten erzählen. Und genau hier – im Herzen Südtirols – beginnt vielleicht das nächste Fußballmärchen. Dass Scouts regelmäßig den Weg nach Natz und Brixen finden, hat sich längst herumgesprochen…
Fortsetzung folgt. Versprochen.
GiD
Probetrainingstage:Nach dem Testmatch Natz-US Lecce, mit Mardos Gegenspieler, Kialo Gaspar
Eine neue Ära im Südtiroler Fußball beginnt mit Alex Schraffl und einem Dorf, das Großes vorhat.
Wenn man sich von Brixen den Hang hinaufschlängelt, vorbei an Apfelbäumen, Hotelchalets und duftenden Wiesen, erreicht man ein Dorf, das nicht nur ein Urlaubsidyll ist – sondern seit Jahren auch eine kleine, aber feine Fußballhochburg: Der ASV, aber im Volksmund kurz, FC Natz genannt. In der 1. Amateurliga ließ man zuletzt nichts anbrennen und sicherte sich verdient den Meistertitel. Doch damit nicht genug: Jetzt will man auch in der Landesliga, vergleichbar mit der Verbandsliga Baden-Württemberg, ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Große Clubs und deren Scouts und Trainer haben immer einen Blick auf das kleine Dorf Natz. Diese schöne steile Strecke nehmen sie gern auf sich.
Was nach einem typischen Aufsteigertraum klingt, hat in Natz Hand und Fuß – und das liegt vor allem an einem Mann: Alex Schraffl.
Und das Trainerteam um Alex Schraffl steht!
Ein Fußballfachmann kehrt heim
Der 50-jährige Brixner ist kein Unbekannter in der italienischen Fußballszene. Zwölf Jahre lang formte und leitete er die Nachwuchsabteilung beim FC Südtirol, jenem aufstrebenden Profiklub, der in den letzten Jahren den Durchmarsch in die Serie B schaffte. Acht Spieler, die aktuell im Serie-B-Kader des FCS stehen, wurden unter Schraffls Ägide ausgebildet. Einer von ihnen schaffte sogar den Sprung in die Serie A.
„Wir haben dort eine starke Akademie aufgebaut. Darauf bin ich stolz“, sagt Schraffl – mit der ruhigen Stimme eines Mannes, der nicht laut werden muss, um gehört zu werden. Und auch wir von Checkfussballberater.de sind ein Stück weit Stolz, seit über 10 Jahren mit Alex Schraffl in regelmäßigem Austausch zu stehen.
Jetzt ist Schraffl zurück in seiner Heimat, zurück im „Bergdorf über Brixen“, wie er es nennt. Und wer ihn kennt, weiß: Er kommt nicht, um nostalgisch in alten Zeiten zu schwelgen – sondern, um etwas Neues aufzubauen. Dazu hat der Fußballfachmann noch so viel Power, so viel Energie und Gestaltungswillen, um junge hungrige Spieler in Kombination mit „erfahrenen Spielern“, weiter zu bringen, zu formen – nicht nur als Fußballer, sondern auch als Männer, uomini veri.
Eine langjährige Freundschaft, die verbindet – Offenheit und Kritikfähigkeit, die stets konstruktiv ist!
Frischer Wind auf 890 Metern
Der FC Natz ist bereit für den nächsten Schritt. Mit einem jungen, dynamischen Funktionsteam, einem durchdachten Staff und einer gesunden Mischung aus erfahrenen Spielern und hungrigen Talenten will man das „Abenteuer Landesliga“ nicht nur überstehen, sondern aktiv mitgestalten.
Mit an Bord ist auch Hannes Peintner, Sportdirektor, ehemaliger Spieler, Lokalpflanze. Und: Ein Mann, der einst selbst unter Schraffl spielte. Hannes Peintner: „Der Alex war schon immer ein starker und fordernder, aber nie überfordernder Trainer, und ich war 18, als ich unter ihm in der Ersten spielte“, erzählt Peintner, im Hauptberuf Holzbau-Ingenieur. Das verbindet natürlich. Obwohl sich die Wege danach trennten, Alex Schraffl, der studierte Pädagoge, ging zum FC Südtirol, damals noch in der Lega Pro, die 3. Liga – und Hannes Peintner absolvierte seine Ausbildung und dessen Studium in Italien, Deutschland und Schweden – wo „Hannes“ natürlich auch den Fußball international beobachtete. Heute trägt Peintner Verantwortung – nicht nur sportlich, sondern auch kaufmännisch. Er identifiziert sich zu „100 % mit dem Verein.“
„Wir wollen den FC Natz als Plattform für junge Spieler entwickeln – mit einer klaren Handschrift, und damit den Club in der höchsten Spielklasse auch etablieren“, sagt Hannes Peintner.
Dass diese Plattform bereits funktioniert, zeigte sich jüngst: Zwei Nachwuchskicker aus Deutschland absolvierten ein Probetraining – organisiert von Sandro Palmeri, Sportdirektor und Spieleragent aus Waiblingen, sowie Giovanni Deriu, langjähriger Scout und Netzwerker. Die beiden kennen Schraffl seit über 12 Jahren. Der Kontakt wurde nie gekappt – im Gegenteil: Man vertraut sich, man arbeitet zusammen. Und, was man schätzt, gerade bei Spielerprofilen und Empfehlungen – die konstruktive Kritik und Ansätze, passende Spieler zu finden, die auch charakterlich passen! Ein ganz wichtiger Aspekt… (und oft unterschätzt! So, aber auch jüngst bei unserer Fortbildung der FIGC, des italienischen Verbandes für Beobachter und Scouts, immer wieder vom Dozenten Gianfranco Multineddu wiederholt…)
Zweieinhalb Tage Probetraining für die Spieler Mardo Mourera, einem spielstarken Mittelstürmer (22), sowie Oleg Scheiermann (18), einem Abwehr-Allrounder mit Offensivqualitäten, sehr ballsicher und antizipierend, der für sein junges Alter schon herumgekommen ist (Bundesliga-Juniorenteams), und eine gute Ausbildung genossen hat. Das Team mit Trainer Alex Schraffl ist da für die beiden die richtige Adresse, um weiter ausgebildet zu werden, und das Maximale herauszuholen. Krönung des Wochenendes? Ein Testspiel gegen US Lecce – Serie A – direkt in Natz, während des Trainingslagers der Süditaliener mit Trainer Eusebio Di Francesco, der oft und gern Underdogs der Serie A trainiert. (Das Testspiel ging nur 0:11 verloren – in einer Halbzeit stand es 0:8, in der 2. HZ fielen nur drei weitere Treffer für den Erstligisten – und Mourera wie Scheiermann spielten je 45 Minuten, und machten dennoch mit den Natzern, bella figura, jeder hatte seine Impressionen gegen die Profis! Darauf kam es auch an – bei Zweikämpfen und in der Raumaufteilung nicht klein beizugeben)
Hannes Peintner, als Sportdirektor mit Weitblick, in Gesprächen mit den etwaigen Neuzugängen…
„Solche Kooperationen entstehen nur, wenn Vertrauen, Netzwerk und Seriosität zusammenkommen“, sagt Giovanni Deriu, der Schraffl einen „Garanten für fundierte Jugendarbeit“ nennt. Beziehungsweise für einen Trainer mit Weitblick im Amateur- und Profifußball, der junge Spieler weiterentwickeln kann…
Vision und Bodenhaftung
Was in Natz passiert, ist kein Strohfeuer. Hier arbeitet ein Team mit Weitblick – und der nötigen Demut. Man weiß, woher man kommt. Aber man weiß auch, wo man hinwill. Fußball wird hier gelebt – wie in ganz Italien, nur eben auf fast 900 Metern Seehöhe.
Die Trainingsplätze sind top, das Spiel auf dem gepflegten Rasen (auch deshalb kommen Bundesligisten gern hier her, der FC Heidenheim war auch hier, danach gleich US Lecce aus Italiens Serie A), das Umfeld familiär, die Atmosphäre professionell. Hier oben, wo gefühlt jedes zweite Holzhaus ein Wellnesshotel ist, wächst auch etwas Großes im Fußballbereich.
Mardo Mourera und Oleg Scheiermann, motiviert vor dem Probetraining und Testmatch gegen Lecce!
Und Alex Schraffl? Der wirkt so zufrieden wie lange nicht mehr – zurück auf dem Platz, zurück im direkten Austausch mit Spielern, Eltern, Scouts, Kollegen. Seine Augen funkeln, wenn er von Ideen, Spielern, Trainingsinhalten spricht. Bereits nach den ersten Trainingseinheiten, und zum gegenseitigen Kennenlernen meinten Mardo Mourera und Oleg Scheiermann auch gegenüber #TM Suedtirol, quasi unisono: „Das Training macht Spaß, ist intensiv, der Trainer ein Fachmann, der klare Ansagen macht…“, und die Mannschaft habe beide sehr gut aufgenommen.
Fortsetzung folgt…Denn was der FC Natz aufbaut, verdient nicht nur Applaus – sondern auch Aufmerksamkeit.
GiD
Mein kongenialer Partner Sandro Palmeri und in der Mitte, Trainer Eusebio Di Francesco, US Lecce.
Für den FC Bayern München war es die Turnier-Premiere – und gleich mit Finaleinzug! Auch wenn’s am Ende eine knappe Niederlage gegen den VfB Stuttgart setzte, blieb Trainer Peter Gaydarow positiv. Der junge Coach, mit Stationen beim 1. FC Nürnberg und der Bayern-U17, ist ein A-Lizenz-Inhaber mit Format. Taktisch variabel ließ er seine U19 im 3-4-3 oder 3-3-2-1-1 auflaufen – mutig, schnell, offensiv.
Peter Gaydarow – Der Taktiker vom FC Bayern
„Wir spielen bei Bayern immer, um zu gewinnen. Klar, da ist Druck – aber es ist auch ein Privileg,“ so Gaydarow ruhig, aber bestimmt.
Ein Hingucker im Team: Lennart Karl, quirlig, wach, zuletzt sogar bei der Club-WM der Profis im Einsatz. Ebenso auffällig: Allen Junior Lambé, ballsicher, raumgreifend im defensiven Mittelfeld – ein echtes Bindeglied. Interessant war auch zu beobachten, wie Peter Gaydarow und dessen Trainer- sowie Analysten-Staff sich gleich nach einem Match daran machten, die Spieler zu beurteilen, und den nächsten Matchplan samt Aufstellung auszuarbeiten.
Alexander Meier – Der Beobachter mit dem langen Blick
Eintracht Frankfurts Coach Alex Meier, einst gefürchteter Strafraumstürmer, zeigte sich an der Seitenlinie zurückhaltend – aber nie desinteressiert.
„Ich beobachte viel, und wenn ich etwas sage, dann muss es sitzen.“ Ob seine Erfahrungen als Profi ihn so ruhig bleiben ließen, wollten wir wissen? Meier meinte nur kurz: „Nein, ich glaube eben, jeder Mensch ist anders gemacht…“, wenn er hereinrufen würde, müsste es auch wirklich zielgerichtet sein, denn vieles gehe in der Hektik eben auch unter.
Sein junger Jahrgang brauchte etwas Anlauf, steigerte sich im Turnierverlauf, und feierte einen starken Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Trinkpausen und Halbzeit nutzt Meier gezielt für Kritik und Lösungen – ein Trainer mit Plan, Ruhe und Profi-Erfahrung.
Ante Covic – Der Emotionale mit Balkan-Flair
Ganz anders: Ante Covic von Hertha BSC – der Ex-Profi mit kroatischem Hintergrund lebt Fußball an der Linie. Lautstark, gestenreich, voll dabei – seine Jungs folgen ihm spürbar. Als Spieler ein feiner Techniker, heute ein motivierender Coach, der seine Karriere realistisch und gelassen reflektiert:
„Ich bin zufrieden. Klar, mehr wäre möglich gewesen, aber ich hatte eine gute Zeit – auch hier im Ländle beim VfB.“ Dass Covic nach der kroatischen U21-Nationalelf nicht mehr für die A-Nationalmannschaft berufen wurde, nagt das ein bisschen? Covic lächelt vielsagend: „Ach nein, ich war auch bisschen verletzt, und dann war da sicher auch ein bisschen Politik im kroatischen Verband! Aber ich muss auch sagen, da waren viele sehr gute Spieler auf meiner Position…“
Er liebt die Atmosphäre in Schwäbisch Hall – und seine Begeisterung überträgt sich auf das Team. Taktisch fokussiert, emotional präsent – ein Trainer, der Fußball fühlt. Die Hertha von Ante Covic spielte meist ein 4-4-2 oder gar gestaffeltes 4-2-2-2 System. Stets mit Zug nach vorn. Trainer Covic bestätigte dann auch unsere Analyse als Scout, zwei Namen betreffend in seinem Team: „Ja, gut beobachtet – Mittelfeldspieler Mohammed Wehbe, und IV Jerome Diallo sind auf einem sehr guten Weg…“, aber Covic nannte noch einen Namen, der für sein Alter schon „sehr weit“ sei – Kennet Eichhorn, mit 16.
Fazit: Drei Charaktere – eine Leidenschaft
Peter Gaydarow: analytisch, präzise, ein Trainer der neuen Generation.
Alexander Meier: ruhig, überlegt, mit langem Atem für die Entwicklung seiner Spieler.
Ante Covic: emotional, nahbar, ein echter Anfeuerer.
Drei Spiel-Stile, drei Philosophien – aber alle eint die Liebe zum Nachwuchsfußball. Und genau dafür steht der Sparkassencup in Schwäbisch Hall: Für Fußball, der begeistert – auf und neben dem Platz.
In diesem Buch, geht es nicht nur um Fußball, sondern um Führung, Teamgeist und Charakter. Conte spricht über Siege, Krisen, Prinzipien – und warum Leidenschaft wichtiger ist als Talent. Sein Credo: Disziplin formt Erfolg – und Erfolg beginnt im Kopf. Ein Buch für Trainer, Spieler und alle, die verstehen wollen, was echte Hingabe bedeutet. Denn bei „Mister“ Antonio Conte gilt: „Nur wer alles gibt, darf auch alles fordern.“
Antonio Conte – Alles geben, alles fordern Er ist einer der kompromisslosesten Trainer unserer Zeit: Antonio Conte, ein Mann, der aus guten Teams Meistermannschaften formt. Große Erfolge und Meisterschaften feierte Conte mit Juventus (wo er unter Trapattoni und Lippi auch als Profi spielte), Chelsea und Inter! Stets getrieben vom Willen, das Maximum aus jedem Spieler herauszuholen. Und stets gut vorbereitet zu sein – bereits zum Saisonstart. Das erste Training mit der Mannschaft ist essentiell! Als Nationaltrainer Italiens brachte er ein unterschätztes Team 2016 ins EM-Viertelfinale – mit Taktik, Mut und Mentalität.
Hier ein paar wichtige Auszüge und Zitate aus dem Buch, und die wichtigsten Impulse von Antonio Conte:
Clubtrainer vs. Nationaltrainer – Zwei Welten, zwei Pulsschläge
Conte selbst sagt:
„Beim Club arbeitest du täglich an Automatismen. In der Nationalmannschaft musst du aus wenig Zeit das Maximum herausholen – wie ein Blitz, der einschlägt und trifft.“
Kernunterschied laut Conte:
Club: Du formst Spieler über Monate, entwickelst ein System, baust täglich an Details.
Nationalmannschaft: Du wählst die passendsten Charaktere, die sofort zünden – keine Zeit für langfristiges Training, aber große Verantwortung fürs Land.
Als Azzurri-Trainer (2014–2016) war Conte kein Verwalter, sondern Motivator und Systemschmied: „Ich wollte, dass jeder Spieler sich wie bei einem Club fühlt – mit täglicher Hingabe, auch wenn wir uns selten sahen.“
Krise im Team – Reaktion, Zusammenhalt, Charakter
„Krisen offenbaren den wahren Charakter eines Teams. Es ist einfach, zu feiern. Aber wer steht auf, wenn’s weh tut?“
Conte-Philosophie:
Konflikte? Ja bitte – wenn sie produktiv sind! Ein Team darf diskutieren, streiten, aber am Ende steht Einheit über allem.
In der Krise ist Führung gefragt – nicht nur vom Trainer, sondern auch von den Charakterspielern im Team.
Die Reaktion des Staffs ist entscheidend:
„Wenn mein Staff in der Krise Panik zeigt, wie soll der Spieler dann ruhig bleiben?“
Sein Mantra:
„Du führst nicht durch Titel, du führst durch Beispiel.“
Wie formt man ein intaktes Team?
Das Herzstück bei Conte:Kollektiv vor Ego.
„Mir ist ein Spieler mit Herz lieber als einer mit Talent, der nur an sich denkt.“
Schlüsselzutaten für ein funktionierendes Team:
Disziplin & Klarheit: Jeder kennt seine Rolle, niemand schwebt in Unsicherheit.
Kommunikation: Direkt, ehrlich, manchmal brutal – aber immer respektvoll.
Verantwortung: Jeder Spieler ist ein Stück des Ganzen – keine Stars über dem System.
Staff als verlängerte Hand:
„Ein Staff ohne Leidenschaft ist wie ein Auto ohne Motor.“
Conte prägt Teams mit einer Idee – nicht nur auf dem Platz, sondern im Kopf:
Jeder Sieg beginnt im Training.
Jede Einheit ist ein Test.
Jeder Rückschlag eine Prüfung.
Drei prägnante Zitate, die alles sagen:
„Ein Team ist nicht dann stark, wenn es gut spielt – sondern wenn es zusammen leidet.“
„Du kannst Spiele verlieren – aber nie deine Überzeugung.“
„Ich frage alles, weil ich alles gebe.“ – (Titelgebend: Dare tutto, chiedere tutto)
Seine Erfolge als Trainer:
Juventus Turin (2011–2014):
3× Italienischer Meister (Serie A) – ungeschlagen in der Saison 2011/12!
Baute Juve nach der Calciopoli-Ära wieder zum Titelkandidaten auf.
Chelsea FC (2016–2018):
1× Premier-League-Meister (2016/17) – in seiner ersten Saison!
1× FA-Cup-Sieger (2018)
Inter Mailand (2019–2021):
1× Serie-A-Meister (2020/21) – brach die 9-jährige Dominanz von Juventus!
SSC Neapel, Meister, 2024/25
Italienische Nationalmannschaft (2014–2016):
Führte ein limitiertes Team ins EM-Viertelfinale 2016, schlug Spanien, verlor unglücklich im Elfmeterschießen gegen Deutschland.
Zeigte: Nicht nur Stars, sondern System + Mentalität = Erfolg.