Fußball-Ansichten und Lifestyle? Worte, die es in sich haben, und wohl sehr viel über die Jungstars von heute aussagen. Früher war sicher nicht alles besser – aber Respekt und Tiefe vor dem Menschen und den Gegnern, war sicher gegeben. Und immer wieder die Frage: Was machen eigentlich die Fußballberater?

Ja, einen „Miro“ Klose muss man nicht mehr vorstellen, und, es bleibt ihm zu wünschen, dass der ehemalige Nationalspieler und Weltmeister, Klose, im Trainerberuf wirklich Fuß fasst, sich nicht nur von (Miss-)Erfolgen leiten lässt, denn, alles ist relativ. Viel wichtiger, dass solch ein bodenständiger und erfolgreicher Spieler, den Talenten und Profikickern noch viel mehr für das Leben mitzugeben weiß… Darauf kommt es nämlich an.

Auch im Hinblick, auf all die Skandale, derzeit im italienischen Fußball, aber sicher auch immer wieder im deutschen und europäischen Fußball (wenn auch unter der Decke gehalten), wozu also Wettskandale und Glücksspiele, teils auf das eigene Match, auf erhaltene Gelbe Karten, oder auf andere Resultate, wenn man doch das GLÜCK hat, sein Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Klar, im Business Fußball, mag der Druck mitunter auch große sein, doch wer es, wie Klose schafft, den, nein, seinen Sport zu lieben, genauso, wie einst als Kind, der benötigt nicht noch mehr Geld, und schon gar nicht einen weiteren „Kick“, der den Einzelnen tatsächlich ins gesellschaftliche Abseits manövrieren kann…

  • Auf diesem Blog schon oft thematisiert – es gibt „solche, und solche“ Spielerberater – nur, wo sind sie, wenn man sie tatsächlich braucht, wenn verschieden Verlockungen gegen eine Langeweile an der Tür oder auf dem Handy anklopfen…?
  • Denkt mal drüber nach.

„Miro“ Klose, genialer Lieblingsspieler und Goalgetter bei Lazio!

Wie auch immer, Miroslaw Klose benennt, was zu benennen ist. Wofür brennen die Kicker von heute noch?

Miro, der auch für Lazio Rom in Italien kickte, war bei all seinen Stationen absoluter Publikumsliebling – nicht nur wegen seinen Topleistungen, sondern vor allem als, MENSCH !

Kampf-der-Systeme? In loser Reihenfolge stellen wir Spielformationen vor – quasi jeder Trainer, von ganz Oben bis hinunter in die Amateurligen, setzt sich mit ihnen auseinander…heute: Das 4-3-2-1, und was Ancelottis Weihnachtsbaum damit zu tun hat!

Oh Tannenbaum, oh Weihnachtsbaum, wie schön ist Deine Aufstellung…

Man sagt, es sei eine der etwas ungewöhnlicheren Formationen, das 4-3-2-1, blüht erst mit einem Team aus echten Mittelfeldspielern auf. Diese Weihnachtsbaum-Aufstellung, beziehungsweise, diese 4-3-2-1-Formation, trägt den Namen tatsächlich wegen ihrer erkennbaren Form auf dem Platz, von hinten nach vorn, von unten nach oben (breit nach eng, oder zur Tannenbaumspitze). „Mister“ Carlo Ancelotti gilt als Initiator und Erfinder dieses Systems, wobei, jedes System wurde in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrmals gespielt. Aber Carlo Ancelotti hat das System wiederbelebt und richtig einstudieren lassen – sämtliche Erfolge und Champions-League-Siege, bauten auf dieses System auf – und wir haben auf Checkfussballberater.de bereits über Ancelotti und dessen Erfolgssysteme, bei Milan, sowie bei Real und den Bayern, berichtet. ( Das 4-3-2-1 ist ein System, welches von viel positioneller Rotation geprägt ist und viele Möglichkeiten dafür eröffnet. Je nach Spieler und Anweisungen gibt es dabei viele Wege, es umzusetzen. Carlo Ancelotti gewann mit der Tannenbaum-Formation die Champions League 2007, doch heutzutage wird es eher selten eingesetzt. )

RUND – Das Fußballmagazin – Home (rund-magazin.de) (https://www.rund-magazin.de/news/1474/76/Carlo-Ancelotti-zum-FC-Bayern/ )

Die schmale Weihnachtsbaumform bietet in zentralen Bereichen einen zahlenmäßigen Vorteil und erleichtert dem Team, das diese Formation einsetzt, ein schnelles Vorankommen mit einem schnellen Doppelpassspiel und vielen (einstudierten) Dreieckspässen. Das Team, das dies am effektivsten nutzte, war Spanien; Tatsächlich gewannen sie damit 2010 die Weltmeisterschaft.

Ancelottis „Albero di Natale“, ein wirklich aufschlussreiches Buch…

Auch der FC Barcelona unter Pep Guardiola und die spanische Nationalmannschaft nutzten diese Formation gekonnt, wechselten nach Belieben die Positionen und verwehrten dem Gegner den Ballbesitz. Aber es waren letztendlich wieder Team-Manager und Trainer, wie Jose Mourinho, die den Tiki-Taka-Fußball schließlich mit defensiven Taktiken und Kontern vernichteten, aber selbst auch immer wieder auf ein 4-3-2-1 setzten, jedoch anders interpretiert.

  • Ein Blick auf das Mittelfeld vor der Viererkette in der Abwehr: es befinden sich die drei zentralen Mittelfeldspieler vor der Viererkette, wodurch der Fokus in dieser Formation im Zentrum des Spielfeldes besteht. In der Defensivphase ziehen sie sich zurück und sorgen dafür, dass zwischen ihnen und der Verteidigung möglichst wenig Platz für den Gegner ist. Die lateralen Mittelfeldspieler müssen darauf auch achten, dass der Raum zwischen Außen- und Innenverteidiger nicht Pässe in die Schnittstellen penetriert wird. Wird ein Außenverteidiger in ein 1-gegen-1-Duell verwickelt, so kümmern sie sich, um den Raum, der Außenverteidiger hinter sich unbesetzt lässt. Im Ballbesitz sorgen sie hauptsächlich für eine numerische Überzahl im zentralen Korridor. Die Spieler können aber auch positionell rotieren, beispielsweise kann sich ein lateraler Mittelfeldspieler offensiver orientieren, während die restlichen zwei eine Doppelsechs bilden. Geschieht dies jedoch nicht, bildet das Dreier-Mittelfeld gemeinsam mit den zwei Innenverteidigern eine solide Restverteidigung, während sich die Außenverteidiger am Flügel in die Offensive miteinbringen.

Carlo Ancelotti, nicht nur bei Milan, sondern auch bei Real Madrid mega-erfolgreich.

Calcio al dente: Neuer Trainer, neues (Spiel-)Glück? Immer wieder ploppen in Italien leider die gleichen Krisen und Affären auf – irgendwie neigen ein paar aufstrebende Toptalente und Profis zum monetären Glücksspiel, was ihnen ja verboten ist! Zaniolo, Tonali und Fagioli sind im Fadenkreuz… (Angemerkt: Welche Rolle spielen eigentlich die Berater?)

Und ewig grüßt das Murmeltier – ausgerechnet im Trainingslager vor dem Qualifikationsspiel gegen Malta, kamen die Finanzhüter und Polizisten investigativ ins Trainingslager, um Nicolo Zaniolo, und Sandro Tonali, zu verhören. Beide seien aufgeflogen, genauso wie Juves aufstrebender Star, Nicolo Fagioli, erhebliche Summen, in Millionenhöhe, auf Glücksspielplattformen, gesetzt zu haben, und das gar öfter.

Pure Langeweile, Größenwahnsinn, Sucht, oder einfach nur Dummheit, was ist nur los? Wohl von allem etwas. Es ist tragisch, denn seit Jahren gilt das Gesetz, dass sich Sportler, Fußballer, nicht am Glücksspiel beteiligen sollen – und schon gar nicht, auf, so wird gemunkelt, schwarz geführten Plattformen.

Man will es kaum begreifen, dass es kickende Millionäre nötig haben, sich hier noch um weitere Summen zu betätigen, und, WEM gehen sie da nur auf den Leim?

  • Ohne tiefer in diese Sphären zu tauchen, bleiben doch ein paar Fragen, und es war eine (professionelle) Wohltat, wie unaufgeregt, obwohl ihm der Fall ein paar unruhige Stunden bescherte, Nationaltrainer Luciano Spalletti auf der Pressekonferenz und im Training agierte. Er nahm das Feuer raus, schütze gar die Beschuldigten, sagte aber auch: „Uns blieb gar keine andere Wahl, als die Spieler, Zaniolo und Tonali, nach Hause zu schicken, damit sie aktiv zur Aufklärung beitragen können…“
  • Trainer Spalletti, der zwar emotional sein kann, aber Dinge auch ruhig einordnen kann, nahm die Spieler nun nicht komplett in Schutz, meinte aber, man müsse ihnen immer auch Chancen in der Zukunft einräumen. Und dann sagte er zurecht, auch als Warnung an alle Profis in besonderer Stellung: „Die Spieler müssen sich bewusst sein, dass sie als Vorbilder immer im Blickpunkt stehen – auch im Blickpunkt derer, die es nicht so gut mit ihnen meinen. Es gibt „lüsterne und schadenfreudige“ Schakale, die auf solche Fehler warten“, und auch Fallen stellen. So flog auch alles auf, weil ein ehemaliger Papparazzo, Fotograf und Boulevardjournalist, Tipps gesteckt bekam, und mit diesen Meldungen und Veröffentlichungen selbst auch Geld machte, und nun im Mittelpunkt steht. Seine Quellen wiederum schützt er natürlich, und es stecken wohl noch mehr Spieler drin, in diesem Glücksspiel-Schlamm…
  • Ähnlich wie Calciopoli anno 2005 und 2006, als etliche Dinge aufgeflogen waren, ebenfalls Bestechungen und Wettskandale, sieht es nun auch aus. Immerhin, die Squadra Azzurra wurde trotz des Skandals Weltmeister in Deutschland.
  • Ironie des Schicksals diesmal im Trainingslager, dass ausgerechnet Gigi Buffon, in seiner neuen Rolle als Delegationsleiter, die „Sünder“ in den Saal führen musste, wo sie verhört wurden. Zur Erinnerung, Gigi Buffon gestand selbst vor Jahren, dass er Spiele abhängig, viel Geld gesetzt und auch verloren habe…
  • UND wir führen an: Welche Rolle spielen eigentlich die Agenten und Berater, dass sie von alldem nichts mitbekommen?? Oder waren sie gar involviert?
    • Schlimm genug, wenn Spielerberater von alldem gar nichts mitbekommen – wie nehmen sie dann nur ihren Job wahr?
  • Diese Frage muss erlaubt sein, und in etwa zielte auch Luciano Spalletti in diese Richtung, von wem sind die Profis umgeben? Und ja, es gibt Personenkreise, die auf solche Fehler und Skandale nur warten…
  • Am Samstagabend, nach all den Rumors, führte die Squadra Azzurra dann dennoch mit 3:0 gegen Malta, und, wie Luciano Spalletti das Team bereits eingeschworen hatte: „Jeder Spieler müsse sich im Klaren sein, dass er Italien, nicht nur im eigenen Lande, sonders auch überall in Europa vertrete, wo viele ausgewanderte Italiener seit Jahren leben…!“ Vorerst also, könnten auch Zaniolo und Tonali ersetzt werden.

Fußball-Porträts und Biographien: Der ehemalige rumänische Profispieler und Fußballlehrer Attila Kun ist immer aktiv! Diesmal im Sinne der Gesundheit. Ein ‚Atti‘ rastet und rostet eben nicht!

Kurz, in der Daimlerstadt Schorndorf, kommt man an Attila ‚Atti‘ Kun, nicht vorbei. Der heuer 74-Jährige, kann auch jungen Menschen noch was vormachen, ja, vorturnen…

Viele, auch meiner Generation, erinnern sich an Atti, hat er uns doch beim VfL, später der SG Schorndorf, gut und erfolgreich trainiert, und Ball und Gegner laufen lassen.

◾⚽ Außerdem berichteten Wir auf Checkfussballberater.de bereits über Attila Kun, und vor zwei Jahrzehnten in der Heilbronner Stimme genauso.

Attila Kun ist ein absoluter Sportsmann und Fußball-Experte…

[https://checkfussballberater.de/trainer-biographie-mit-professionalitaet-und-gelassenheit-junge-spieler-formen-clubs-retten-und-modern-spielen-lassen-attila-kun-ist-der-garant-dafuer/]

◾⚽ HIER NUN EIN ANDERER ARTIKEL von heute, 09.10.23, in den Schorndorfer Nachrichten.

( https://epaper.zvw.de/webreader-v3/index.html#/850426/8 )

>> „Pelé ist und bleibt mein Vorbild“
Von unserem Redaktionsmitglied Yvonne Weirauch
In Ru­mä­ni­ens Fuß­ball­welt ist At­ti­la Kun ein Held: Der ehe­ma­li­ge Na­tio­nal­spie­ler hat in Schorn­dorf Fuß ge­fasst und ist Do­zent an der VHS
Schorn­dorf.

„Lang ist’s her, als ich Sie das letz­te Mal fo­to­gra­fiert ha­be“, er­freut be­grü­ßt ZVW-Fo­to­graf Ralph Stei­ne­mann sein Ge­gen­über At­ti­la Kun. Der 74-Jäh­ri­ge nickt: „Das war 1994 und 1999.“ Re­dak­teu­rin und Fo­to­graf sind glei­cher­ma­ßen be­ein­druckt: Was für ein Ge­dächt­nis. Den fuß­ball­af­fi­nen Le­se­rin­nen und Le­sern könn­te der Na­me At­ti­la Kun ein Be­griff sein: Der Se­ni­or ist ein ehe­ma­li­ger ru­mä­ni­scher Fuß­ball­pro­fi, hat rund 261 Spie­le in der höchs­ten ru­mä­ni­schen Fuß­ball­li­ga, der Di­vi­zia A, be­strit­ten, war au­ßer­dem als Trai­ner ak­tiv und hat auch in Schorn­dorf sei­ne fuß­bal­le­ri­schen Spu­ren hin­ter­las­sen. Seit 2020 ist er Do­zent für Was­ser­gym­nas­tik und Rü­cken­fit­ness an der Volks­hoch­schu­le Schorn­dorf.


Rü­cken­fit­ness mit klas­si­scher Mu­sik

„Wir sind froh, dass wir At­ti­la Kun in der VHS ha­ben“, sagt Car­men Wirth (Fach­be­reichs­lei­tung Kunst, Ge­sund­heit, Ku­li­na­ri­sches) und sie gibt zu: „Uns war er als ru­mä­ni­scher Fuß­ball­na­tio­nal­spie­ler nicht be­kannt.“ Sei­ne Kur­se sei­en bei den Teil­neh­mern sehr be­liebt. Das Be­son­de­re am Rü­cken­kurs: Klas­si­sche Mu­sik kommt zum Ein­satz. „Ich fin­de es wich­tig, dass man vor und nach dem Trai­ning zur Ru­he kommt“, ist die ein­fa­che Er­klä­rung, war­um der di­plo­mier­te Fuß­ball- und Sport­leh­rer die­se Me­tho­de ein­setzt. Sei­ne Kurs­teil­neh­mer sei­en zwi­schen 30 und 90 Jah­re alt, so­wohl beim Rü­cken­fit­ness wie auch bei der Was­ser­gym­nas­tik – „da wird das Ge­dächt­nis mit ko­gni­ti­ven Übun­gen gleich mit­trai­niert“.
Mit Lei­den­schaft er­zählt At­ti­la Kun von sei­ner Tä­tig­keit als Do­zent, aber noch viel emo­tio­na­ler wird es, wenn der Sport­ler auf sei­ne Fuß­ball­kar­rie­re zu­rück­blickt. Vor­ne­weg macht er sei­ne Mei­nung über das heu­ti­ge Fuß­ball­ge­schäft deut­lich: „Das ist kein Sport mehr, son­dern ei­ne In­dus­trie. Zu mei­ner Zeit un­denk­bar, dass ein Spie­ler meh­re­re Mil­lio­nen Eu­ro wert sein soll.“ Fritz Wal­ter oder Franz Be­cken­bau­er hät­ten zu da­ma­li­gen Zei­ten viel­leicht ein Drit­tel des­sen ver­dient, was heu­te gang und gä­be sei.

Schon mit fünf Jah­ren sei Kun vom run­den Le­der fas­zi­niert ge­we­sen: „Von mor­gens bis abends ha­ben wir auf der Stra­ße oder in Parks Fuß­ball ge­spielt – ne­ben der Schu­le halt“, be­rich­tet er. Sein zwei Jah­re äl­te­rer Bru­der ha­be ihn mal zu ei­nem Trai­ning mit­ge­nom­men: „Nur für die­se Mann­schaft war ich noch zu klein.“ Bei ei­nem an­de­ren Ver­ein hat es dann schlie­ß­lich ge­klappt, und zwar gleich so, dass „ich hö­her ein­ge­stuft wur­de, weil der Trai­ner sag­te, ich hät­te gro­ßes Ta­lent“.

Seit er 16 Jah­re alt war, sei er ei­gent­lich stän­dig un­ter­wegs ge­we­sen. Mit et­wa 20 Jah­ren kam Kun in den Ka­der der ers­ten Mann­schaft sei­nes Hei­mat­ver­eins Cri­sul Ora­dea, der sei­ner­zeit in der zwei­ten ru­mä­ni­schen Li­ga spiel­te. In der Sai­son 1967/68 wur­de er zum Stamm­spie­ler und stieg mit sei­ner Mann­schaft als Zweit­plat­zier­ter auf. „Ich ha­be ei­ni­ge Sta­tio­nen durch­ge­macht“, sagt der sport­li­che Ren­ter, der einst mit 31 Jah­ren als der jüngs­te Trai­ner der ers­ten ru­mä­ni­schen Li­ga galt und noch heu­te in Ru­mä­ni­en als Fuß­ball­star auf der Stra­ße an­ge­spro­chen wird. „Zwi­schen 1972 und 1976 ha­be ich ins­ge­samt 21 Spie­le für die ru­mä­ni­sche Na­tio­nal­mann­schaft be­strit­ten“, sagt er mit Stolz. Und er fügt an: „Ich war der ers­te ru­mä­ni­sche Spie­ler, der ge­gen Ar­gen­ti­ni­en ein Tor ge­schos­sen hat – das war 1971 bei ei­nem Vor­be­rei­tungs­spiel.“
Auf­stieg und Ab­stieg – al­les mit­er­lebt

Kun war im Jahr 1970 zum ru­mä­ni­schen Spit­zen­klub UTA Arad ge­wech­selt. Zum En­de der Sai­son 1970/71 wur­de er Cri­sul Ora­dea aus­ge­lie­hen und half mit, den Wie­der­auf­stieg zu schaf­fen. Kun kehr­te nach Arad zu­rück. Die Spiel­zeit 1971/72 schloss er als Vi­ze­meis­ter ab und zog mit sei­nem Team ins Vier­tel­fi­na­le des UE­FA-Po­kals ein, schied dort aber ge­gen den spä­te­ren Sie­ger Tot­ten­ham Hot­spurs aus. In den bei­den fol­gen­den Spiel­zei­ten ver­pass­te er den Ein­zug in den Eu­ro­pa­po­kal. Mit 13 To­ren in der Sai­son 1973/74 er­reich­te er sei­ne bes­te Tref­fer­quo­te in der Di­vi­zia A.
Der Fuß­bal­ler kehr­te dann 1974 nach Ora­dea zu­rück. Sein frü­he­rer Klub, der mitt­ler­wei­le als FC Bi­hor an­trat, spiel­te wie­der in der Di­vi­zia B. Er half mit 15 To­ren mit, ins Ober­haus zu­rück­zu­keh­ren. Nach zwei Plat­zie­run­gen im Mit­tel­feld fiel der Klub in der Sai­son 1977/78 in den Ab­stiegs­kampf zu­rück, schaff­te aber den Klas­sen­ver­bleib. Ein Jahr dar­auf folg­te je­doch der aber­ma­li­ge Ab­stieg. Nach­dem zwei­mal der Auf­stieg ver­passt wor­den war, stieg Kun im Jahr 1982 mit sei­ner Mann­schaft zum drit­ten Ma­le auf. Nach zehn Tref­fern schaff­te er den Klas­sen­er­halt. An­schlie­ßend be­en­de­te er sei­ne ak­ti­ve Lauf­bahn.
Trai­ner beim da­ma­li­gen Ver­ein VfL Schorn­dorf (heu­te SG)
1985 kam At­ti­la Kun mit sei­ner Frau nach Deutsch­land, die da­mals sie­ben­jäh­ri­ge Toch­ter blieb bei Kuns Schwie­ger­mut­ter und kam erst spä­ter nach Deutsch­land nach. „Erst nach zehn Mo­na­ten wa­ren wir ein­ge­bür­gert“, er­in­nert sich der Ex-Fuß­ball­pro­fi. Die Fa­mi­lie hat­te durch die Ver­wandt­schaft im­mer ei­nen Be­zug zur Daim­ler­stadt. Sport­lich ging es für ihn wei­ter – denn, so sagt es Kun selbst, nur fürs Aus­ru­hen sei er nicht ge­schaf­fen, er müs­se im­mer in Be­we­gung sein. Dank­bar ist er den da­ma­li­gen Ver­ant­wort­li­chen des VfL Schorn­dorf (heu­te die SG) noch heu­te: „Sie ha­ben mei­ner Frau und mir sehr ge­hol­fen, so dass wir in Schorn­dorf gut Fuß fas­sen konn­ten.“ Sechs Jah­re ha­be er ak­tiv im Ver­ein ge­spielt. Dann war er Spie­ler­trai­ner der ers­ten Mann­schaft und ne­ben­bei auch noch Ju­gend­coach.

Spä­ter ar­bei­te­te er bei ver­schie­de­nen un­ter­klas­si­gen Teams, ehe ihn der Lan­des­li­gist SV Fell­bach an­heu­er­te. Den Club führ­te Kun an die Ta­bel­len­spit­ze. Im Jahr 1995 er­warb Kun sei­ne Fuß­ball­leh­rer­li­zenz an der Deut­schen Sport­hoch­schu­le Köln. Mit Ex-Pro­fis wie Lo­thar Wölk, Char­ly Kör­bel, Nor­bert Mei­er und Tor­wart-Le­gen­de To­ni Schu­ma­cher sam­mel­te er Er­fah­run­gen an der Sport­hoch­schu­le. Als der Na­me To­ni Schu­ma­cher fällt, er­gänzt Kun: „Al­le zehn Fin­ger sind bei ihm krumm – kaum vor­stell­bar. Aber er hat­te so vie­le Frak­tu­ren – nicht durch die Bäl­le, die er ge­hal­ten hat, son­dern eher durch die Schlä­ge und Trit­te, de­nen er stand­hal­ten muss­te, wenn er den Ball nicht mehr los­ließ.“ Wel­che Ver­let­zun­gen At­ti­la Kun weg­ste­cken muss­te? Ei­ne Knie­ver­let­zung, die er sich in ei­nem Spa­ni­en­spiel zu­ge­zo­gen hat­te, sei das Här­tes­te ge­we­sen. „An­sons­ten mal klei­ne­re Nar­ben am Kopf und ei­ne ge­bro­che­ne Na­se.“ Sein Vor­bild? „Pelé – er ist und wird es im­mer blei­ben. Er war ein­ma­lig in der Tech­nik und in der Ge­schwin­dig­keit – egal ob mit dem Kopf oder mit dem Fuß.“
Spa­ni­en und Frank­reich: Die liebs­ten Rei­se­zie­le

Ger­ne blickt At­ti­la Kun auch auf die Zeit in Kon­stanz zu­rück. Bis Som­mer 2010 be­treu­te er die A-Ju­gend des FC Kon­stanz, ehe er Trai­ner der ers­ten Mann­schaft in der Lan­des­li­ga wur­de. Nach sie­ben Spiel­ta­gen wur­de er je­doch wie­der ent­las­sen. Ne­ben­bei ar­bei­te­te er als Spie­ler­be­ra­ter. Der letz­te Ver­ein, den der Fuß­bal­ler trai­nier­te, war der FC Öh­nin­gen-Gai­en­ho­fen in der Be­zirks­li­ga Bo­den­see. Mit 74 Jah­ren kann der ak­ti­ve Läu­fer nicht still sit­zen – was er in sei­ner frei­en Zeit am liebs­ten macht? Die Som­mer­mo­na­te hält er sich näm­lich im­mer frei und gibt kei­ne Vhs-Kur­se. „Ich rei­se sehr ger­ne mit mei­ner Frau – am liebs­ten nach Spa­ni­en und Frank­reich.“
Ger­ne be­su­che er auch sei­ne Toch­ter, die in Ber­lin lebt. Und sein En­kel­sohn? Spielt er mit sei­nen acht Jah­ren auch schon Fuß­ball? At­ti­la Kun lacht lie­be­voll: „Sa­gen wir es so: Er spielt aus Spaß, und be­wegt sich gut, aber sein Ta­lent liegt eher im Ge­schich­ten­er­zäh­len und Schrei­ben.“
– Der frü­he­re ru­mä­ni­sche Fuß­ball­pro­fi At­ti­la Kun ist an der Volks­hoch­schu­le Schorn­dorf Do­zent für Was­ser­gym­nas­tik und Rü­cken­fit­ness. Fo­to: Stei­ne­mann

Fußball-Porträts, und Biographien: Ein schwäbischer Italiener, der auch als Fußball-Networker gilt. Giuseppe Iorfida, einst selbst ein Goalgetter, hat als Trainer noch viel vor. Und, von ihm kann man auch erfahren, wie sich ein Sportler gut ernähren kann und auch sollte…

Zugegeben, manchmal geht es so schnell – dass selbst wir hier, auf Checkfussballberater.de, nicht immer hinterherkommen. Das Interview war längst fertig und bereits gegeben, da zog der TV Echterdingen ganz unerwartet die Reißleine. Klar, auch im Amateurfußball-Breitensport, ziehen die gleichen Mechanismen wie im Profifußball – fehlen die Punkte, und es stagniert, muss oft der Trainer daran glauben. Nichtsdestotrotz, das entnehmen wir dem Text des Redakteurs und Fachmanns im Artikel, Franz Stettmer, kam diese Entlassung des Aufstiegstrainers, Giuseppe Iorfida, doch unerwartet! Dass es die Fußball-Verbandsliga in sich hat, wusste jeder, und man kann „Mister“ Iorfida auch nicht vorwerfen, er habe das Team verloren, oder gar aufgegeben.

Im Gegenteil, nah dran am Team, wusste der schwäbischitalienische Fußballtrainer (mit der DFB-A-Lizenz) genau, wo er die Stellschrauben nachjustieren musste. Vielleicht kann man auch sagen, oder aus dieser Konstellation lernen, dass sich der Sportdirektor und Kaderplaner(?) in einem Club, stets in engem Austausch mit dem Chefcoach befinden sollte. Und, man sollte sich offen austauschen, am Ende geht es immer ums Team und dessen Erfolge. Wie dem auch sei, Giuseppe Iorfida war und ist mit sich im Reinen, das zeigt auch das Interview, das wir noch Tage vor seiner Entlassung führten. Dafür, sich Zeit genommen zu haben, danken wir Iorfida sehr. Und er gab uns wirklich tiefe Einblicke in die Tätigkeit eines Trainers, und über sein Wissen als hauptberuflicher Ernährungsberater.

Iorfida, selbst immer aktiv, fordert das auch von seinen Teams ein.

Checkfussballberater.de: Hallo Giuseppe, wo erreiche ich Dich gerade?

Giuseppe Iorfida: Um ehrlich zu sein, sitze ich gerade in meinem Studio in Berglen, wo ich gleichzeitig auch seit knapp acht Jahren wohne.

Wie siehst Du die Lage momentan in der Fußball-Verbandsliga (TV Echterdingen befindet sich als Neuling auf den Abstiegsrängen), für Dein Team des TV Echterdingen, aber auch die Liga mit den 16 Teams selbst?

Die Verbandsliga ist eine unheimlich starke und ausgeglichene Liga. Es ist im Endeffekt eine Liga zwischen Profibereich und Amateurbereich. Hier sind schon dann auch einige Spieler versammelt, die schon im Profibereich gespielt haben und genau diese müssen dann aber auch Gas geben um noch mithalten zu können.

Ihr seid in Relegationsspielen souverän aufgestiegen, die Kenner der Szene sprachen von einem konditionsstarken und taktisch variablem Team. Wie würdest Du, Giuseppe, Deine Philosophie und Handschrift beschreiben?

Es gibt ja immer zwei Hauptphasen in einem Spiel (im Detail gar vier) – das Spiel, wenn man den Ball nicht hat, und die Phase wenn man im Ballbesitz ist. Gegen den Ball will ich, dass in Ballnähe keine Passwege geschlossen werden, sondern, der Ballführende attackiert wird. Die Restverteidigung muss sich ebenso dementsprechend verhalten, um keine Lücken zuzulassen. Sprich, das Verhalten gegen den Ball ist immer ein Mannschaftsverhalten. Wenn wir den Ball haben möchten, wir ihn dann aber auch nicht freiwillig abgeben. Menschen, die mich kennen, oder bei uns mal zugeschaut haben wissen, dass meine Mannschaften aber auch sehr gerne Fußball spielen, das dauert allerdings auch seine Zeit, bis die Prinzipien mit dem und am Ball, tatsächlich ankommen.

Wie wichtig ist es, dass die Spieler die Vorgaben ernst nehmen und umsetzen, Du warst ja selbst ein herausragender Stürmer und Torschütze, bekannt im Rems-Murr und Ostalbkreis. Hilft das, als Trainer sofort anerkannt zu sein? Spielst Du im Training noch selbst mit?

Also selbst mitspielen?, eher selten! Ich bin 42, und habe schon ein paar Defizite mittlerweile. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass, wenn man eine gute Vergangenheit als Spieler hatte, das allgemeine Vorvertrauen stärker ausgeprägt ist. Außerdem hilft es sehr, sich in gewissen Situation, menschlich oder sportlich, in die Spieler hineinversetzten zu können, um nicht über zu reagieren, oder im anderen Fall, nicht zu soft zu sein. Naja, die Vorgaben sollte man schon umsetzen. Das Trainerteam macht sich schließlich einige Gedanken im Hinblick auf den nächsten Gegner, und hat den Blick für das Große und Ganze – der Spieler meistens nicht! Mit Ball, das sage ich immer wieder – seid als Team kreativ, aber auch zielstrebig – sprich, mit Ball gibt es vielmehr Freiheiten als gegen den Ball.

Worin liegt nun der Schwerpunkt in der recht starken Verbandsliga? Wie wollt Ihr wieder Boden gut machen?

Das wären nun erst einmal Fünf Euro ins Phrasenschwein – wer hinten keine Tore bekommt, muss demnach auch weniger schießen – das ist schon das Ziel! Das dies aber nicht so einfach ist, zeigt sich ja überall. Erst einmal müssen wir alle gesund bleiben. Ich bin durchaus der Meinung, dass wir in allen Spielen bisher (gegen Oberensingen ausgenommen), mehr als konkurrenzfähig waren. Mit dem nötigen Spielglück (Anm. gegen Hall in der 87. Minute verloren – Fellbach zu zehnt nahe am Ausgleich gewesen usw.), hätten wir jetzt schon drei bis fünf Punkte mehr. Und das macht, wir haben nun sechs Spieltage hinter uns, sehr viel Mut. Wir sind bisher immer aus allen schwierigeren Phasen, als Team herausgekommen, und das werden wir auch dieses Mal, davon bin ich überzeugt, ich kenne meine Spieler. Das Spiel gegen Türkspor Neckarsulm war schon richtig gut vor zwei Tagen. (In der vergangenen Woche also!)

Du bist zudem bekannt dafür, stets mit unterklassigen Low-Budget-Clubs und mit jungen Spielern erfolgreich gewesen zu sein. Worauf kommt es im Amateurfußball an, um erfolgreich zu sein?

Naja, ein paar Euro haben wir dann schon zur Verfügung, auch bei uns in Echterdingen. Aber ja, es stimmt, im Vergleich zu anderen Vereinen in dieser Liga – ist es dann schon eher ‚Low Budget‘. Es kommt aber immer darauf an, Spieler zu verpflichten, die noch etwas erreichen wollen, die sich auch weiterentwickeln wollen, die zuhören, die auch umsetzen wollen, all unsere Vorgaben, und natürlich auch das notwendige Potential mitbringen. Das richtige Potential heißt auch nicht, dass sie unbedingt nur im Alter zwischen 18 und 20 sein müssen. Wenn ich mir überlege wie die Ausgangslage bei Spielern, wie Bey, Dölker, oder Miller, und genauso bei Müller, sowie Gerxhaliu war, dann konnte man nicht unbedingt sagen, die starten durch – aber man braucht – ohne mich jetzt selber loben zu wollen – ein Gespür dafür, wer sich entwickeln könnte, und natürlich das Auge, welche Spieler den Kader weiterbringen.

Wonach orientierst Du Dich als Trainer? Trainerlegenden, oder internationalen Ligen? Was ist Dein bevorzugtes Spielsystem?

Nein, einen Trainer, an dem ich mich orientiere, gibt es nicht. Wir spielen in Echterdingen oft ein 1-5-3-2, aber jetzt, wie gegen Türkspor zum Beispiel ein 1-4-4-2. Ich bin der Meinung, fixe Spielsystem sind nicht so wichtig – es ist viel wichtiger, wie Du sie interpretierst, und wie Du Sie mit Leben und Spielfreude füllst. Es heißt ja auch – Fußballspiel… und außerdem kommt es auch immer wieder auf das Spielermaterial an.

Als Uefa-A-Lizenz sowie Youth-Pro-Trainer(?), besuchst Du ja regelmäßig Trainerkongresse – welche Erkenntnisse hast Du zuletzt gewonnen?

Ich war zuletzt auf dem ITK (Internationaler Trainer Kongress) in Bremen. Das waren drei ausgezeichnete Tage, echt super organisiert. Man bekam wieder einiges geboten. Leider war der Netzwerkfaktor dieses Mal etwas geringer, weil der Termin und auch die Lage, hoch oben im Norden, etwas ungünstig für viele Teilnehmer war. Dieses Mal ging sehr viel um Trainingsformen und Inhalte. Hier habe ich mich zudem in vielen Bereichen bestätigt gefühlt, und habe auch einiges mitnehmen können. Das Thema „Spielformen in kleinen Gruppen“ – das war für mich der Hauptgrund, auch die unserer Fitness, in den Relegationsspielen zum Aufstieg.



Interessant ist ja auch, dass Du ausgebildeter Ernährungsberater bist. Viele Trainer, u. a. Thomas Tuchel, setzen ja auf professionelle Köche und Berater, was die Ernährung betrifft. Für eine legitime Leistungssteigerung und die Gesundheits- oder Verletzungsprävention. Wie siehst Du das? Und, sind Deine Spieler offen für Tipps aus Deinem Bereich?

Definitiv! Ich glaube hier sind wir mittlerweile im Rahmen unserer Möglichkeiten gut versorgt. Natürlich für mich nie ganz zufriedenstellend, aber ich glaube das wäre in der Verbandsliga auch zu viel verlangt. Außerhalb der Trainings- und Spielzeit fragen mich die Spieler schon einiges, und ich helfe Ihnen dabei immer gern. Ich muss aber auch festhalten, dass ich als Cheftrainer nicht zu viel vermischen möchte. Ich bin ihr Trainer, und bin in erster Linie für die Aufstellung verantwortlich. Im Profibereich wiederum, ist es in meinen Augen ein „No-Go“, da nicht darauf zu achten. Der Körper ist das Kapital jedes Profisportlers und die äußeren Einflüsse haben sich extrem ins Negative entwickelt – auf der anderen Seite ist zeitgleich die körperliche Belastung gestiegen. Hier das nötige Wissen, von Experten nicht zu nutzen, aber auf der anderen Seite Millionen von Euro zu verdienen, oder für nebensächliche Dinge auszugeben, bzw. viele Euros für Dinge auszugeben, die nicht unmittelbar mit der Leistungssteigerung der Spieler zu tun haben, halte ich für mich persönlich, mehr als fragwürdig

Was wären denn die wichtigsten Ernährungstipps für Amateursportler?

Da kann ich echt empfehlen, meine Videos, die ich gemeinsam mit Nino Rizzo aufgenommen habe, und auf Youtube anzuschauen, da wird eigentlich vieles beantwortet. Aber, ein paar Dinge, mit genug trinken und den Elektrolythaushalt 24 – 36 Stunden vor dem Spiel aufzuladen, wäre schon der erste Schritt getan. Außerdem natürlich die Kohlenhydratspeicher zu füllen. Wie man das allerdings macht – das ist die wichtige Frage.

Und, Was sind dann die absoluten Todsünden?

Ganz klar, zu wenig zu trinken! Vor allem Wasser. Dass man meint, mit Zuckergetränken, ohne Namen zu nennen, kurz vor dem Spiel oder auch ein bis zwei Stunden davor, den Haushalt füllt bzw. stärkt. Das ist natürlich total konträr, finden aber manche Spieler normal…

Deine Ziele, vielleicht den Fußballlehrer absolvieren?

Der Fußballlehrer ist natürlich für viele das Ziel. Für mich auf jeden Fall jetzt nicht das primäre oder nächste Ziel. Weil ich aktuell mit meiner Vita noch nicht zugelassen werde, und jetzt natürlich noch erfolgreich sein will in Echterdingen, mit der Mannschaft zusammen, und danach mal schauen, was passiert… Klar ist natürlich, ich möchte schauen, wie weit es für mich geht. Ich habe Kontakte, durch die A-Lizenz-Kollegen vor allem, auch zu vielen Trainern die weiter oben trainieren, sowie zu Funktionären. Mich irgendwann einmal weiter oben beweisen zu dürfen, das wäre natürlich schon super!

Danke, Giuseppe, für Deine Zeit.

◾ Zur Person

Giuseppe Iorfida, 42,

Beruf, Berufe: selbstständiger Ernährungsberater

Fußballqualifikation: DFB A-Lizenz

Spielphilosophie: aktiv sein!

Lebensmotto: an was immer du glaubst du kannst es erreichen

Hobbys: Literatur und Reisen

Erfolge/Palmares: Aufstieg Bezirksliga TSV Schornbach; Pokalsieger Rems-Murr SV Unterweissach; Aufstieg in die VL mit dem TV Echterdingen

Kampf-der-Systeme? Warum der Fußballsport von den Profiligen bis hinunter zum Amateurbreitensport, so interessant ist!? Wie ist es um den Kader bestellt, und wie kann man die Spieler sinnvoll auf dem Platz verteilen? Fragen, die jeder Trainer kennt – hier das 4-5-1-System. Sicher nicht so langweilig, wie gedacht…

Wer, um Himmelswillen, so ein paar Trainer und Fußballlehrer-Ausbilder, wolle schon auf solch eine Formation des 4-5-1 zurückgreifen, und wenn ja, warum?

Das 4-5-1-System wurde als zügige Konterformation konzipiert, und war dann tatsächlich Mitte der 2000er Jahre, ein Erfolgssystem des „Special One“, Jose Mourinho , und sein damaliges Chelsea-Team zelebrierte dieses System wahrlich, und Mourinhos Mannschaft wurde eine der besten Vertreter dieses 4-5-1-Systems.

Als Chelsea in der Saison 2004/05 Englische Premier League souverän gewann, erzielte das Team 95 Punkte aus 29 Siegen, sieben Unentschieden und nur einer Niederlage. Zudem kassierten das Team nur 15 Gegentore.

Viele Experten sind der Meinung, das 4-5-1-System sei eine momentane Abwandlung des 4-2-3-1-Systems während des Spiels, da beide System, je nach Verschiebung einzelner Spieler (um wenige Meter oder Planquadrate), ziemlich identisch seien, was andere wiederum abtun und auch widersprechen – klar, die Vierekette hinten, und dann die fünf Mittelfeldspieler, ausgewogen mit Abwehr- und Offensiv-Qualitäten. In den meisten 4-5-1-Aufstellungen, wird ein Mittelfeldzerstörer eingesetzt, dessen Aufgabe es ist, die Angriffe des anderen Teams zu unterbinden, ja, zu brechen, um dann den Ball schnell an seine Stürmer weiterzuleiten – eine Rolle, die in Mourinhos FC Chelsea Frank Lampard übernommen hat(te).

Aber nicht nur beim FC Chelsea, auch bei Real Madrid feierte Mourinho mit diesem System oft Erfolge, besonders in den „Psychokriegsspielen“ gegen den FC Barcelona, so auch beim Classico-Supercopa-Finale von Spanien.

Aufstellung | Real Madrid – FC Barcelona 2:1 | Finale | Supercopa 2012 – kicker

Und, welche Trainer lassen heute so spielen, welche Teams haben dieses System für sich entdeckt? Mourinho, so sind sich viele Experten einig, lasse bevorzugt, auch bei schwächeren Kadern, momentan eher ein 3-4-2-1, spielen, wieder eine leichte Abwandlung, um noch massiver im Mittelfeld Beton anzurühren, aber auch, um das Umschaltspiel schneller zu gestalten. Offensive Mannschaften tun sich gegen diese Aufstellung auch schwer, besonders im Mittelfeld.

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Das 4-5-1-System, das wir also thematisieren, >> wird von vielen professionellen europäischen Fußballmannschaften und Trainern verwendet 1Einige der bekanntesten Mannschaften, die das System in der Vergangenheit eingesetzt haben, sind Liverpool 1 und Manchester City 1. Es gibt jedoch keine spezifische Liste von Mannschaften, die das System verwenden, da die Wahl des Systems von vielen Faktoren abhängt, wie z.B. der Spielweise des Trainers, den Fähigkeiten der Spieler und dem Gegner 1. << , so wie wir es eingangs schon beschrieben haben.

Und oftmals heißt es, einer der großen Nachteile dieser Formation besteht darin, dass es langweilig sein kann, sie anzusehen. Nun, wir sind der Meinung, ein ausdauerstarkes Team, mit etlichen Kämpfern im Team, selbst, wenn die technischen Voraussetzungen fehlen, können recht erfolgreich in diesem System bestehen. Das Mittelfeld wird stark besetzt, es wird wahrlich der Raum im Mittelfeld eng gemacht – sahen wir oft in Italien und England, wenn Mannschaften weit aufrücken, und das Ball-ungs-Verhältnis im Mittelfeld echt dicht war, da mussten auch technisch spielstarke Teams erst einmal herausfinden. Die Schönheit besteht immer im Auge des Betrachters, und der Erfolg oder das Ergebnis heiligt auch „langweilige oder unschöne“ Spiele. Aber wie meinte Mourinho einst, nach einem 5:4-Sieg von Arsenal über Liverpool (wenn ich mich richtig erinnere?), „beide Abwehrreihen haben einen miserablen Job gemacht….“, das sei ja ein Eishockey-Ergebnis. Sollte es bei einem Trainingsspiel unter Mourinho bereits nach 10 Minuten 2, oder 3:0 für ein Team stehen, würde er alle unter die Dusche schicken. Auch das ist eine Fußball-Philosophie. Nur am Rande erwähnt, über neun Jahre lang, also acht bis neun Spielzeiten, verloren Mourinhos Mannschaften Kein (!) Heimspiel, was für ein Rekord…

Hier auch noch ein Link, zu einer guten Seite, genauso gut erklärt!

Fußballtraining: Passspiel im Spielsystem 4-5-1 (easy2coach.net)

Kampf-der-Systeme? In einer losen aber regelmäßigen Reihe, möchte wir hier ein paar Fußballsysteme vorstellen. Für die einen eine Glaubensfrage, für die anderen eine von vielen möglichen Varianten, den Gegner zu stellen. Hier, das 4-4-2

Vom 4-3-3 kommen wir diesmal zum 4-4-2-System , und dieses ist die am häufigsten verwendete Fußballformation und wird auch heute noch durchgängig verwendet. Warum ist da so? Das liegt ganz einfach daran, dass es ganz gut funktioniert, selbst wenn man nicht immer das geeignete „Spielermaterial“ hat, aber vier bis fünf offensiv ausgerichtete Feldspieler, die auch laufstark sind, und nach hinten arbeiten, reichen aus, um schlagfertig den Gegner zu attackieren, und dabei ist es egal, wir uns zwei Fußballlehrer bestätigten, ob der Fokus auf Angriff oder Verteidigung liegt.

Die Anzahl der Spieler im Mittelfeld und in der Verteidigung macht es schwierig, das 4-4-2-System zu durchdringen, aber wenn sie, die Spieler, im Ballbesitz sind, können die vier Mittelfeldspieler die beiden Stürmer unterstützen, und wenn eine Mannschaft über hochwertige Außenverteidiger verfügt, die sich überlappen, können auch sie die Stürmer mit aussagekräftigen Flanken unterstützen, und viele Torchancen schaffen.

Der Nachteil des 4-4-2-Systems: besteht darin, dass es für die Mittelfeldspieler körperlich anstrengend ist, da sie Angriff und Verteidigung unterstützen müssen. Eine weitere potenzielle Schwäche besteht darin, dass Mittelfeldspieler leicht in der Unterzahl sein können, wenn sie gegen Gegner spielen, die eine 3-5-2-Aufstellung verwenden (siehe weiter unten).

Arsène Wenger hinterließ in England bei Arsenal seine Handschrift!

Das 4-4-1-1 ist eine leichte Variante dieser Formation, die einen zentralen Mittelstürmer und einen zweiten Stürmer verwendet, der direkt dahinter sitzt und als Stürmer und Nummer 10 fungiert.

Außerdem, so wird auch schön beschrieben, ist das 4-4-2 System mit flacher Vier, eine im Fußball absolut beliebte Mannschaftstaktik. Dieses Spielsystem zeichnet sich durch eine gute Ausgewogenheit und große Flexibilität aus: mit kleinsten Anpassungen lassen sich aus dieser Grundformation schnell andere Formationen ableiten, auch innerhalb eines Spiels. So kann aus dem 4-4-2 mit flacher Vier schnell ein 4-4-1-1 (mit einer hängenden Spitze) oder ein 4-5-1 (mit einem zusätzlichen Mittelfeldspieler) werden. (https://trainerblog.fussball-training.org/fussball-taktik/spielsystem/4-4-2-system-mit-flacher-vier-8458.html )

Liest sich alles sehr positiv, und auch als ein Instrument, das sehr variabel einsetzbar ist – von den unteren Amateurligen, bis zu den Profis – den Unterschied machen natürlich die Intensität, und die Spieler selbst…

Sehr oft konnte man das 4-4-2 bei englischen Teams, besonders Anfang der 2000er bis 2004er Jahre bei Arsenal London, unter Arséne Wenger beobachten, viele Experten sprechen, von der erfolgreichsten Arsenal-Zeit, und genauso über Jahre beim FC Bayern München, unter van Gaal, aber auch bei Heynckes und Guardiola später, der aber immer switchte, auch zu einem 4-2-3-1. Auch Carlo Ancelotti, wechselte vom puren 4-3-3 oft zu einem 4-4-2, oder abgewandelt in den Tannenbaum, oder Weihnachtsbaum, den wir hier schon beschrieben hatten, im Spiel zu einem 4-3-2-1 – je nach Kaderstärke und Flexibilität der Spieler.

Irgendwo stand auch geschrieben, das 4-4-2 sei für viele Trainer das „go- to“ System. Es scheint am einfachsten zu spielen zu sein, das Flügelspiel kann gut forciert werden. Wer laufstarke Flankengeber, sowie zumindest einen Abnehmer dafür hat, und eine Viererkette in der Abwehr bevorzugt, hat seine Formation praktisch gefunden. Probleme kann es jedoch im Spielaufbau geben, da muss im Training viel Arbeit investiert werden, um die Ballzirkulation flüssig zu gestalten.

Und, klar ist auch, wer von einem 4-4-2-System spricht, kommt an Arrigo Sacchi, dem Trainer der Trainer aus der Modernen Zeit, nicht vorbei – Sacchi, der auch von Ralf Rangnick stundenlang auf dem Platz und am Fernseher beobachtet wurde ( https://www.rund-magazin.de/news/1173/27/Praktikanten-im-Fussball/ ), prägte mit dem AC Milan Ende der 1980er Jahre den Fußball modern und neu, angefangen von der Viererkette, und den mit-stürmenden Außenverteidigern, bei zwei nominellen Stürmern, und das Toreschießen wurde dazu noch auf ein paar Spieler mehr übertragen. Interessant auch, dass Zdenek Zeman mit Arrigo Sacchi in Coverciano, Kurse und Seminare zum Fußballlehrer besuchte. Und, Sacchi konnte stundenlang Fragen stellen, war er ja in der Trainergilde anfangs ein Außenseiter…

Arrigo Sacchi, der den Fußball modernisierte beim AC Milan!

Kampf-der-Systeme im Fußball? In einer kleinen losen Regelmäßigkeit möchten wir hier ein paar Spielsysteme und Taktikschablonen vorstellen – ohne den Anspruch, ideologische Besserwisserei für uns zu beanspruchen, sondern eher, zur Diskussion anzuregen…

Der Kampf um die besten Fußballsysteme erregt oft die Gemüter der Fans und Experten gleichermaßen. Geht es doch auch um die beste Spielfeldaufteilung, mit einer schlagfertigen Elf! Soll man sich nun als Trainer und Mannschaft am Gegner orientieren, oder nicht? Soll man nur auf sich, und sein eigenes „Spielermaterial“ achten, oder tatsächlich den Gegner studieren, und „ausschauen“, wie man ihm am besten kommen könnte?

Selbstbewusste Teams und Trainer, kennen zwar ihren Gegner, tun aber alles, dass sich dieser am eigenen Spiel orientieren muss. Und, ist Angriff stets die beste Verteidigung, wie namhafte Trainer und Fußballlehrer oft meinten, und wie sie es auch gelehrt haben? Das 4-3-3-System gilt als offensives Spiel schlechthin, denn nicht umsonst sind einige Mannschaften und Übungsleiter im Lauf der Jahre davon weggekommen, mit drei Angreifern zu attackieren, dazu noch meist, mit zwei offensiven Mittelfeldspielern im Hintergrund. Aber auch deshalb, weil es nimmer so viele gute und lauf- wie dribbelstarke Flügelspieler gibt, die beidfüßig einsetzbar sind, beziehungsweise, auf dem entsprechenden Flügel. Und, ist ein Mittelstürmer tatsächlich genug, oder sollte man stets, unabhängig sein, und möglichst drei bis vier gute Torschützen haben? Gern auch die hängende Spitze, oder den Mittelfeldspieler, der aus der zweiten Reihe dazustößt, und gleichzeitig die tödlichen Pässe spielt?

Heutzutage müssen auch die Abwehrspieler weit aufrücken, und wenn möglich, schnell und technisch sauber spielen können. Unnötige Ballverluste, oder Zeitverlust bei der Ballan- und mitnahme, kann man sich kaum noch leisten, und wir reden hier von Millisekunden, in der der Gegner bereits den Ball erobern kann…

Das bekannte 4-3-3, aber auch nicht immer von jedem zelebriert, gilt als attraktiv. In dieser Formation, geht es eher um Ballbesitz (anders das 4-5-1-System als Kontertaktik). Das 4-3-3, und die Dominanz, stets den Ball und den Gegner laufen zu lassen, zelebrierten unter anderem, manchmal auch sehr variabel, Pep Guardiola, der öfter von einem 3-4-3, doch wieder in ein 4-3-3-System umschwenkt.

Vielleicht, nur um ein paar Trainerlegenden zu nennen, perfektionierten das 4-3-3-System in seinen schnellen Variationen, am ehesten Rinus Michels, Ernst Happel, Cesar Luis Menotti, oder aber auch wie Walerij Lobanowski früher, der zwischen einem 4-4-2 und 4-3-3 variierte, genauso der Revolutionär Louis van Gaal, der nicht nur den Holländischen Fußball nach Michels neu formatierte und auf Erfolg eichte, besonders bei Ajax Amsterdam, dem FC Barcelona und FC Bayern München, sondern auch stets offensiv spielen ließ, mal 4-3-3 oder aber auch ein mutiges 3-4-3.

Ausgangspunkt war aber immer in der Offensive ein 4-3-3-Konzept, das sich immer wieder veränderte, je nach Spiellage und Situation, doch vorne arbeiteten stets drei Angreifer, die den Gegner anrennen sollten. Johan Cruyff, wieder ein Holländer, ein Freigeist zudem, prägte viele andere Trainer, besonders in Spanien, bis heute. Der heutige FC Barcelona ohne Cruyff und van Gaal, als Vorreiter für Pep Guardiola, kaum auszudenken. Voetball totaal, das Markenzeichen, Freiheit liebender Mannschaften und Spieler. Übrigens, Napolis Meistercoach und jetziger Nationaltrainer, Luciano Spalletti, ist genauso eine Verfechter des 4-3-3, und lässt diesen auch spielen, ohne Rücksicht auf Verluste, aber einer, dem andere oft über die Schulter schauten, ist der Italo-Tscheche, Zdenek Zeman, der vom 4-3-3-System nicht mehr abrücken wollte. Ihn werden wir hier nochmals genauer vorstellen und ein paar Artikel zu Zeman gibt es hier bereits.

In der Historie, kann man auch nachlesen und forschen, dass eine der frühesten Einsätze dieser Formation, die Nationalelf Englands, bei der Weltmeisterschaft 1966 unter dem damaligen Trainer Alf Ramsey gewesen ist.

Und wie erwähnt, auch Ajax unter der Leitung von Rinus Michels (später noch beim 1. FC Köln und in Leverkusen) nutzte 1970 das 4-3-3 mit großer Wirkung und gewann im Laufe der Zeit drei Europapokaltitel. Die niederländische Nationalmannschaft nutzte Varianten des 4-3-3 und gewann 1988 die Europameisterschaft in Deutschland gegen die damalige Udssr, davor schon wurden sie attraktiv Vize-Weltmeister 1974. Gegen Deutschland starben die Niederländer jedoch in Schönheit.

Das 4-3-3 brachte den totalen Fußball mit Ballbesitz, Zonenmarkierung, hohem Pressing bei Ballbesitz der anderen Seite und einer scharfen Abseitsfalle hervor. Es erleichtert auch dreieckige Passmuster.

  • Zu den Nachteilen einer 4-3-3-Formation, so manche Experten, gehören:

Es bleibt zu viel Platz zwischen Außenverteidigern und Flügelspielern, den der Gegner ausnutzen kann.

Das Mittelfeld gibt zu viel Raum her, der schnell überbrückt werden kann, wenn sich die Mittelfeldspieler dem Angriff angeschlossen haben, und nicht schnell genug, bei Ballverlust, wieder nach hinten arbeiten. Anfällig für schnell gefahrene Konter, Ausdauer und Positionsspiel ist alles!

Der Mittelstürmer muss selbst vorn anrennen, und gleichzeitig von den Flügeln und vom Mittelfeld gut unterstützt werden. Pressing wird vorn erwartet.

Zwei alte Meister: Happel, oben längst verstorben, unten Zdenek Zeman, immer noch aktiv und angesehen…

Für Profis und Talente mit Durchblick: Von anderen Sportstars lernen – Wie Novak Djokovic mit eisernem Willen und viel Disziplin, von Erfolg zu Erfolg gleitet – und dennoch locker bleibt! Ein Geheimnis und ein Buchtipp?…

Nun, ich muss zugeben, mehr als das, vielleicht zu schnell, bestellte Buch über den Tennisstar und Grand-Slam-Gewinner, den Serben Novak Djokovic, hat mich seine erneute Leistung am Wochenende komplett überzeugt. Denn, momentan scheint der Serbe, trotz seiner 36 Jahre, unschlagbar zu sein – weil er bei sich selbst ständig nachjustiert, und sich selbst verbessern möchte – und zwar in allen Belangen.

Die Fans und Interessierten können es kaum glauben (oder eben doch), Djokovic definierte auch bei den vergangene US-Open, den Tennissport neu – Novak ist in seiner Mitte, liebt den Sport, und weiß, wie und wann er sich verausgaben muss, oder auch nicht. Der Sport, Djokovics Geist, die Ernährung an sich, sowie sein starker Charakter hat schon viele Menschen, ob dem Tennissport zusagend oder auch nicht, in den Bann gezogen. Und Novak selbst, beschäftigt sich ausgiebig mit den Dingen, die ihn stark und besser machen, die ihm aber auch Harmonie und Ausgeglichenheit schenken, außerhalb des Courts.

Bei den US-Open, zeigte Novak noch einmal dessen ganze Stärken… ( In der Statistik der gewonnenen Grand-Slam-Titel im Einzel belegt er mit 24 Titeln den ersten Platz. )

Und, hier noch ein Rückblick, zum Wochenende, ( https://www.sport1.de/tv-video/video/traenen-bei-djokovic-hommage-an-kobe-bryant-nach-us-open-sieg__6BBFA646-3F4A-4F1E-A160-C1DEC2848A2A ), wie stark und dennoch auch menschlich, Novak Djokovic ist.

Ich habe also, wie erwähnt, vor dem Sommerurlaub ein Buch zu Novak Djokovic bestellt, weil mich Biographien interessieren, und ich davon überzeugt bin, dass jeder Profi- Jugend- aber auch Amateursportler, von Djokovic einiges mitnehmen und lernen kann.

Nun werde ich mir sicher noch ein besseres Buch bestellen, und sicher noch ein paar Dokus zu Novak anschauen, denn dieses Buch, war ziemlich skurril. Weil ohne Fotorechte, und daher nur mit (immerhin schön, und individuell, designten) Bildern und Zeichnungen, aber auch die Texte – entweder oberflächlich, per copy and paste, oder per Google-Translator, oder gar von einer neuen KI-Übersetzungsmaschine so mies übersetzt, dass viele Textpassagen und Zeilen, mehr als drei- und vierfach, gleich übersetzt wurden.

Die Seite habe ich als Beispiel hier eingesetzt, und so gleichen sich viele Seiten. Auch ist der Autor nicht bekannt… Von daher, nochmals würde ich ca. 20 Euro nicht investieren, sondern lieber mehr Geld, für eine echte Biographie, die gut recherchiert wurde. Für dieses Buch, trotz ein paar Erkenntnissen, nur die Note „ausreichend“, weil sich der Autor, so scheint es, kaum Mühe gemacht hat.

Immer und immer wieder, diesselben Passagen im Buch. Schade!

Aber, jeder weiß, Novak Djokovic, und dessen Leistungen, sprechen für sich selbst. Sein starker Charakter sowieso, man erinnere sich nur daran, wie er dem Druck, er möge sich doch impfen, standgehalten hat. Über seinen Körper, und seine Gesundheit, bestimme nur er allein…

Juniorenfußball auf neuen (Ab)Wegen? Dass sich schleunigst etwas ändern muss, ist allen klar. Dabei muss der Schlüssel (kindgerecht) bei mehr, statt weniger Wettbewerb, liegen…

Zur Zeit ist fast alles „In woke“, was eigentlich früher niemals „En vogue“ gewesen wäre. Wie?, die Bundesjugendspiele abschaffen, wohl gar, Jugend trainiert für Olympia, oder bis zur C-Jugend hin gar keine Wettbewerbe im Fußball, mit Siegen und Niederlagen?

Nur, damit sich die Kinder(oder Eltern und manch Erzieher) der Illusion hergeben, es komme nicht aufs Siegen und auf den Wettbewerb an?

Ob in der Schule, im Sport, oder in den Clubs, alles soll wachswoke sein, keine Gefühle dürfen verletzt werden, und, jeder soll in Watte gepackt werden?

Woher soll das Selbstbewusstsein, und der Willen zum Training, zur Disziplin, und zum Spiel, nur kommen, wie heranwachsen? Ich habe schon auf den Social Media dieses absurde Thema durchdekliniert, besonders als (Sozial-)Pädagoge und ehemaliger Spieler und Juniorentrainer kann ich nur sagen, ich hatte gute Mentoren, mal bessere, dann wieder weniger gute Trainer, aber eines hat mich der Fußball gelehrt – andere Sportarten natürlich auch – nämlich, wie man mit „Anstand gewinnt und verliert, ohne Übertreibung in die eine oder andere Richtung…“

Auch das Thema der Fairness und wie Trainer gerecht handeln, wurde hier auf Checkfussballberater.de , mehr als einmal ausgiebig thematisiert.

Dass Deutschland nach dem WM-Titel 2014 nachgelassen und den Kompass verloren hat, ist offensichtlich. Auch, dass ein Nationalteam wie Japan der DFB-Elf in die Schranken gewiesen hat, 4:1 gegen Deutschland, das ist ein dickes Ausrufezeichen.

Hansi Flick ist weg – aber das kann nur der Anfang sein – Hannes Wolf und die gesamte Funktionsriege, sollte den Fußball ab der U12 wieder absolut interessant und funktional mit viel Freude am Spiel vermitteln und gestalten.

Der Wettbewerb MUSS stets dazu gehören – dabei sind die Spielformen am Anfang tatsächlich egal.

  • Der, leider viel zu früh verstorbene, Fußballlehrer THOMAS ALBECK (mein WFV-Ausbilder, Dozent, danach für die Jugend beim VfB sowie RB Leipzig zuständig), war absolut pro Wettbewerb und Toreschießen, für Gewinner und Verlierer, aber so, dass jedes Kind auch irgendwann Erfolgserlebnisse hatte. Kleinere Felder, Spieltage als kleine Turniere, in der Form Drei gegen Drei oder Vier gegen Vier, auf einem engen Feld. In der Schweiz und den Niederlanden, das wussten wir, auch von Thomas Albeck, war man da Ende der 1980er-Jahre schon viel weiter…
  • Das Fußballspiel heißt auch Freiheiten gestatten, viele Ballkontakte, und verschiedene Systeme zu erlernen…
  • Kurz, es müssen definitiv wieder neue Wege bestritten werden…
  • Und, Politik und Ideologien haben im Fußball nichts zu suchen. Momentan, da gebe ich vielen Kritikern Recht, ist der deutsche Fußball nur ein Spiegelbild einer unentschlossenen Gesellschaft, in der Patriotismus und Identität stets negativ ausgelegt werden! Komischerweise aber nur bei uns, andere Länder und Nationen, bekennen sich zu ihrer Fußball-DNA, und die Spieler und Fans, zu ihrem Land. Das war ja immer das „Schöne“ im Fußball – Gemeinsamkeiten auch, und gerade, durch kulturelle Unterschiede…
Trainer müssen besonders bei den Junioren den Spaß und den Wettbewerb beim Fußball vermitteln…