Porträts und Biographien: Der Deutsche Torben Witajewski ist Assistenztrainer der Nationalelf Pakistans! Ein langweiliges ‚Trainerleben‘ sieht jedenfalls anders aus. Von Lahore aus gilt es, den Fußball in Pakistan zu puschen…

Gerade mal Achtundzwanzig Jahre alt, und als Fußballlehrer (mit der umkämpften Uefa-Pro-Lizenz) schon einiges erlebt – wer kann das schon von sich behaupten? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, so jedenfalls heißt es im Volksmund. Und der gebürtige Niedersachse (Hannover) mit polnischen Wurzeln, Torben Witajewski, wagte und riskierte bisher recht viel. Und gewonnen? An Erfahrungen allemal. Mit dem pakistanischen Fußball-Nationalcoach, Shahzad Anwar, feilt Torben Witajewski jedenfalls an einer schlagfertigen Truppe, die irgendwann einmal (bald), den ersten Sieg in einer Weltmeisterschafts-Qualifikationsrunde, feiern soll.

Bis dato, ist es dem Pakistanischen Fußballverband noch nie gelungen, sich also für eine WM, geschweige denn, Asien-Meisterschaft zu qualifizieren! (https://de.wikipedia.org/wiki/Pakistanische_Fu%C3%9Fballnationalmannschaft )

Immerhin, Pakistan, ist in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 201, von 208 Nationalteams. Die Turks- und Caicos-Inseln (schon einmal von ihnen gehört?), sowie Guam, und Sri Lanka, ja auch San Marino (208er, und Letzter!), liegen hinter Pakistan. Was aber schmerzen dürfte, selbst Liechtenstein, Aruba und Gibraltar, Afghanistan sowieso, ja, auch Tadschikistan, und die Bahamas (wäre ja auch ein schöner Flecken auf der Welt), liegen weit vor Pakistan.

Aber damit eines klar ist – Torben Witajewski verdient unseren ganzen (Fußballer-)Respekt, in einem Land an der Seitenlinie zu stehen, als Co-Trainer der Nationalelf Übungseinheiten zu leiten, wo der Fußball absolut das dritte Rad am „Nationalen“ Lasten-(Fahr)Rad ist.

Im Westen und dem Rest der Welt, heißt es quasi „König“ Fußball, fristet er in Pakistan ein, nun ja, Bettler(?)-Dasein um etwas Aufmerksamkeit. Cricket und Hockey sind in Pakistan als Lieblingssportarten absolut anerkannt, dazu noch gut organisiert, und auch international sehr erfolgreich, dort wo der Westen und Europa eben oft das Nachsehen hat. Hockey- und Cricketprofis werden gefeiert.

Fu´ßballprofis(?) dagegen, gibt es sie überhaupt?, müssen noch gesucht und gefunden werden. Meistens sind es sowieso Spieler, die irgendwo im Westen aktiv sind.

Typische Trainingseinheiten auch in Pakistan, wo Hockey und Cricket die Nr. 1 sind…

Man stelle sich mal vor, Torben Witajewski, ist nun dort als Uefa-Pro-Trainer aktiv, wo nicht einmal der längst verstorbene Fußballlehrer und deutsche Vize-Meister (1963/64 mit dem Meidericher SV, nun MSV Duisburg), „Riegel-Rudi“ Gutendorf, seine Zelte je aufgeschlagen hat. In über 55 Ländern trainierte Gutendorf als „Weltenbummler“, selbst in Tonga, Tansania, Simbabwe und Nepal. Keine einfachen Pflaster, um den Menschen das Fußballspiel beizubringen.

Witajewski hätte auch in Deutschland, im beschaulichen Hannover bleiben können. Stattdessen? Lahore, Islamabad und Karatschi. Allesamt Metropolen in Pakistan und bekannt im Nahen Osten.

Wie kam’s dazu, wollten wir von Torben wissen. Am Telefon spricht er recht offen und auch amüsant, wie sich alles entwickelt hat. Die „Uefa-Pro-Lizenz“, so Witajewski, habe er nicht über den DFB, sondern beim Englischen Verband, „Ja, in London“ absolviert. Der Hannoveraner ergatterte einen der beliebten Plätze, und ging durch alle Seminare und Module, und dabei entstand natürlich auch ein „internationales Netzwerk mit Freundschaften“, von all denen, die den Traum als Profi-Trainer zu arbeiten, auch lebten. Zwölf Monate und etliche Hospitationen später, „die absolvierte ich beim britischen Club, Blackburn…“, hatte er die begehrte Lizenz dann erworben.

Witajewski schmunzelt und meint, ein „recht Fußball verrückter Haufen“, an Absolventen. Dabei entstand auch die Freundschaft zum Nationalcoach von Pakistan, Shahzad Anwar, und der fragte Torben irgendwann einmal, ob er es sich nicht vorstellen könnte, an dessen Seite das Pakistanische Nationalteam zu führen, „und zu trainieren“. Er hatte es sich kurz überlegt, und es sei ja auch eine „Ehre gewesen, gefragt zu werden“, und sagte letztendlich zu – auch wenn es sich noch ein Weilchen zog, bis alles geplant und unter „Dach und Fach“ gebracht wurde – „etwas pakistanisch eben“, nicht alles so stressig zu nehmen.

In Pakistan, das hörten wir im Telefonat heraus, ticken die Uhren wirklich anders, aber Witajewski, zudem gelernter Bürokaufmann, ist dort gut aufgenommen worden, als Coach aus dem Westen, aus Deutschland. Und dann so jung, ist das denn kein Problem? Witajewski dazu: „Nein, die Nationalspieler merken, dass ich ein Fußballfundament und Wissen habe. Ich musste wegen zweier Kreuzbandrisse leider viel zu früh aufhören…“, dass er aber kicken könne, merken alle – und die Uefa-Pro-Lizenz bekommen man ja auch nicht „einfach so geschenkt!“ – das machte dann schon Eindruck.

Dass Torben Witajewski auch im Bereich der Video-Spielanalyse „zuhause“ ist, war wohl ein weiteres Plus für die Aufnahme als Co-Trainer im Pakistanischen Nationalteam. Es herrsche wahre Aufbruchsstimmung, aber auch echte „Aufbauarbeit“ sei nötig.

Eine eigene funktionsfähige Liga? „Nein, ist leider nicht gegeben…“, nur eine Liga und eher amateurmäßige Meisterschaften von „so genannten Betriebsmannschaften.“ Der Nachwuchsfußball, die Junioren, ob es denn da Ligen und Wettbewerbe gäbe? „Nein, auch da gibt es nichts adäquates, wie in Deutschland und anderswo im Westen…“ – Sollen wir ihn nun bemitleiden, ist dieser Job nicht eher ein „Himmelfahrtskommando“?

Torben Witajewskis Meinung, hier auf einer PK, hat auch in Pakistan Gewicht.

Torben Witajewski sieht das nicht so, im Gegenteil. Es sei eine absolut interessante Aufgabe, mit den Menschen vor Ort, den Fußball noch „etwas professioneller zu gestalten, den Fußballsport zu puschen….“.

Interessiert seien schon viele Menschen im Lande, trotz Hockey und Cricket, am Fußballsport – jedoch spiele man diesen eben in Parkanalagen, auf den Straßen, einfach als Hobby, und man verfolge natürlich „die europäischen Topclubs und Stars in England, Italien und Spanien…“ Im Fernsehen und Internet.

So trägt sich dann auch die Pakistanische National-Elf mit Spielern, die einfach etwas mehr Profi-Erfahrungen haben, und da gilt es auch die 3. und 4. Ligen in Europa im Auge zu behalten, zum Beispiel aus der 1. Liga in Portugal, oder in Dänemark, mit Abduallh Iqbal, aber auch in Aserbaidschan, sowie in den unteren englischen Ligen (Nadia Khan, Doncaster Rover).

Ja, man hört es heraus, Torben Witajewski und der Trainerstab um Headcoach Anwar, muss wahre Netzwerkpflege betreiben und ein intaktes Scouting-System aufbauen.

  • Wo existieren weitere ambitionierte und gut ausgebildete Spieler, mit Pakistanischer Herkunft, die so genannten „Doppelstaatler“, aus Europa?
  • Wo sind die großen pakistanischen Communitys der Immigranten, der Gastarbeiterfamilien? In Asien, in Kanada und den USA, oder in den skandinavischen Ländern? Auch da ist der deutsche Assistenztrainer mitinvolviert.

Zurück zu den Ergebnissen der Pakistani, die quasi ohne feste und intakter Infrastruktur bei Qualifikationsspielen antreten. Immerhin, ganz hohe Niederlagen müssen sie nie einstecken, und, Pakistan trifft auch das eine oder andere Mal ins Tor.

Bei der Qualifikation zur WM in Qatar, setzte es bereits in der 1. Runde gegen Kambodscha zwei Niederlagen, 0:2 und 1:2.

Jüngst erst im Juni, unterlag Pakistan der Republik Dschibuti mit 1:3, und davor gegen Kenia(0:1) und Mauritius (0:3).

Natürlich gibt es einiges zu tun – doch hinter jedem Ergebnis, steckt auch eine Geschichte. Erst einmal, „nicht zu vergessen“, so Witajewski, die weite Anreise der wenigen Leistungsträger auf Europa und anderswo. Das schüttelt man nicht so einfach aus den Knochen.

Und all die organisatorischen Dinge, die auch manchmal „politisch beladen“ seien. Klar, dazu habe man besser keine Meinung, aber wo Pakistan und Indien nah beieinander liegen, müssen auch Visa-Fragen für die Fußballer stets geklärt und erteilt werden.

Vor dem Match in „oder auf Mauritius“, sei das pakistanische Team quasi „die Nacht durchgeflogen“, weil es mit der Visa-Erteilung in Mumbai, irgendwelche Probleme gab, sie mussten über Indien fliegen, erst um 16.30 Uhr sei man gelandet und im Hotel angekommen – Bereits um halb Acht am Abend, standen die Pakistani dann auf dem Feld, pünktlich zum Anpfiff.

Geschichten, die man sonst so in den westlichen Fußball-Hemisphären kaum noch kennt. Aber wie gesagt, „einfach“ geht immer – Torben Witajewski aus Hannover, fühlt sich in Pakistan vor Ort wohl, reist immer wieder auch aus Deutschland an.

Und was sind Torbens Fernziele? Der junge Fußballlehrer sagt: „Ich möchte in Pakistan noch etwas bewegen, dann vielleicht noch Erfahrungen in einem anderen Land sammeln…“, Asien gefalle ihm ganz gut. Aber er ist auch ehrlich und gibt zu, „auf lange Sicht würde ich schon auch gern in Deutschland höherklassig arbeiten!“

Zwischen Hannover und Karatschi, wir verfolgen den Weg auch auf Checkfussballberater.de weiter.

Calcio al dente: Der FC Heidenheim besteht die Generalprobe vor der Bundesliga-Feuertaufe! Mit 2:3 muss sich Hellas Verona zwar geschlagen geben, aber die Tifosi der ‚gialloblú‘ sind schon erstklassig!

Um ein Haar wäre Hellas Verona in der kommenden Saison nur in der italienischen Serie B, der zweiten Liga, spielberechtigt gewesen. Die Gelbblauen mussten nämlich in die „Verlängerung“, in ein Play Off Match, gegen den Mitkonkurrenten aus Spezia. Letztendlich ging alles gut, und Hellas Verona gewann das Entscheidungsspiel vor circa 10 000 Zuschauern, im Mapei Stadion von Reggio Emilia, mit 3:1 ( https://www.sport1.de/daten/internationaler-fussball/serie-a/live-ticker/opta_2365640/uebersicht ) .

Diesmal aber ging es also „nur“ zum Freundschaftsspiel (es stand aber auch ein Match um den ‚Max Liebhaber Pokal‘, eine Art Finalspiel auf dem Programm, und das reichte aus, um gegebenenfalls ausgelassen feiern zu können – man glaubte fast, nach dem 3:2-Sieg, der FCH habe die, wenn nicht Champions- so aber die Europa League gewonnen…), wie übrigens bereits 2018, in die VOITH-Arena nach Heidenheim.

Und, der 1. FC Heidenheim nahm dieses Match auch gleich als Generalprobe für den gesamten Club, für die Feuertaufe in der 1. Bundesliga.

Herumgesprochen hat es sich bereits, dass die Fans (Tifosi) von Hellas Verona, ihrer Herzensmannschaft gern (fast) überall hinterherreisen. Egal wohin, egal wozu. Rund 300 Tifosi, vielleicht auch etwas mehr, fanden den Weg nach Heidenheim. Ein paar wenige kamen aus dem Großraum Stuttgart, die meisten aber tatsächlich aus Verona, oder dem Umland der regionalen Hauptstadt. Vom Gardasee reisten wohl die meisten an, genauso aus Österreich, wo viele Fans gerade sowieso auf Urlaub waren, wie ein paar sagten.

Nett auch, am Rande erwähnt, wie wir doch mit einem ganz harten „Tifosiclan“ aus Verona ins Gespräch kamen. Mit dem Vater und den Söhnen. Just da, als uns nämlich die netten und zuvorkommenden Security-Mitarbeiter vor der Vereinsgaststätte, kurz vor dem Mittagsimbiss mitteilten, in gedämpfter Stimme, wir mögen doch bitte unsere Fan-Utensilien, T-Shirts („bitte bedecken“), sowie die Schals und Mützen („bitte verstecken!“), bis wir quasi im Gästeblock seien. Und bitte, so die Dame der Security, hier „nicht singen“ oder laut sprechen – ihre Kollegen nickten betreten – die Ultras des FCH seien nämlich eher „rabiat und auch aggressiv“.

Wir gelobten, weder auf der Imbissterrasse, noch auf dem Weg zur Arena, auffallen zu wollen. Ja, sogar die Autos wurden umgeparkt, und zwar gleich auf dem Schotterplatz hinter dem Gästeblock der Arena. Und, das möchten wir festhalten, es funktionierte alles reibungslos. Immerhin. Die Polizeipräsenz war vielleicht etwas übertrieben, wie uns auch Beobachter und Kenner der Polizei leise zuflüsterte, aber, man wolle wohl für die 1. Bundesliga gut gewappnet sein. Man weiß ja nie, und bei ’solchen‘ FCH-Ultras? Aber, sie blieben unsichtbar und leise, und das ist auch gut.

Und, raus aus der „No Go Area“ bei den FCH-Fans, atmeten die Tifosi wahrlich auf, und die Gesänge konnten beginnen. Die trockenen Kehlen wurden mit Getränken benetzt, und Jung und Alt standen nebeneinander in der „Curva Sud“ von Heidenheim. Vater Elmar(!) Hafner, und dessen Söhne Zaccaria und Elia, sangen alle Lieder der Gialloblú voller Inbrunst mit, wie die meisten Tifosi. Auch Urgestein „Willy“, aus der Nähe des Lago di Garda angereist, in gerade mal sechs Stunden, sang mit, und erzählte von früher – den Zeiten Briegels und Elkjaer Larsens, als Hellas Verona tatsächlich und überraschend Meister wurde (Inter mit Rummenigge, Napoli mit Maradona, und Juve mit Platini und Rossi, ausgestochen)

Auch Hellas-Willy ist weit angereist. Einmal Gialloblú, immer Gelbblauer

Familie Hafner, wie der Vater, so die Söhne – Hellas Verona gehört zum Alltagsleben; ihnen hat es der Fußball, und der Reitsport angetan… / gid

Die Geschichte des Spiels ist eigentlich auch schnell erzählt:

Hellas Verona, inmitten der harten Saisonvorbereitung, spielte etwas mit schweren Beinen, aber taktisch gut eingestellt, ließ das junge Veroneser Team, Ball und Gegner laufen. Das Stellungsspiel passte, und zwei Mal schaffte es Hellas sogar in Führung zu gehen. Es war ein munteres und abwechslungsreiches Spiel. Djuric und Ngonge sorgten dafür, dass Hellas zur Halbzeit unter den frenetischen Anfeuerungsgesängen, mit 2:1 in die Kabinen ging.

Dem FCH-Team von Trainer Frank Schmidt merkte man aber an, dass es sich so leicht nicht geschlagen geben wollte. Mit einem ganz anderen Drive kam das Heidenheimer Team auf den Platz, und die Aktionen waren nun von mehr Intensität geprägt. Trainer Schmidts System, ein 4-1-3-2, das vorne variabel gespielt wurde, und somit oft versucht wurde, Überzahl zu schaffen, schien nun besser ausgespielt zu werden.

Hellas-Coach, der „Mister“, Marco Baroni ließ den „Weihnachtsbaum“, ein 4-3-2-1-System spielen. Und dies schien auch gut zu passen, wie gesagt, richtig durchstarten, und jeden Zweikampf bereits im Sprint zu gewinnen, war nicht die Absicht von Hellas Verona. Aber das Stellungsspiel, die Raumaufteilung passte soweit, und auch Hellas spielte sich mit den robusten Djuric, und Ngonge sowie Dawidowicz, immer wieder gute Chancen heraus. Der Schwede Hien und der schottische Spieler Josh Doig, spielten hinten in der Viererkette eine starke Rolle, aber auch Keeper Montipó und Ceccherini waren Stützen. Beide Teams waren vom Durchschnittsalter fast gleich aufgestellt – zumindest beide Kader liegen bei 25 Jahren, nur dass Hellas mehr Juniorenspieler dabei hatte.

Bei Josh Doig kann man davon ausgehen, sollte sein Weg so weiterverlaufen, könnte irgendwann in naher Zukunft noch bei einem anderen Spitzenclub in Europa spielen. Vorerst ist er aber bei Hellas, wo ihn die Fans auch feiern.

Das 3:2 für Heidenheim war am Ende nicht unverdient, und Hellas kann mit diesem Ergebnis auch gut leben, zumal die Vorbereitungsphase noch nicht abgeschlossen ist, und man um die Stärke des FCH wusste.

Erstklassig, nicht nur in der Serie A, waren jedoch die Fans der Gialloblú.

Fans Gialloblú unter sich im Gästeblock, aber eine frühere Kollegin und FCH-Mitarbeiterin sagte „Hallo…“ / gid.

  • Hier noch ein paar Links zu Hellas Verona, auch ein früherer Beitrag von mir, auf RUND. Hellas Verona verfolge ich bereits seit 1983, und mit dem Scudetto wenig später, was einer echten Teamleistung über ein Jahr lang zu verdanken war, stieg meine Bewunderung für die Stadt und den Club, hinzu kam noch ein Buch über Hellas Verona, doch lest hier selbst…

Und hier unten der Buchtipp, EINE SAISON MIT VERONA, von Tim Parks.

Der FCH bei seiner Willkommens-Choreo, aber ansonsten blieben die FCH-Fans ziemlich leise!

Weite Anreisen der Hellas-Fans gehören dazu. Die Gelbblauen gelten auch in der Serie-A als reisefreudige Fans

Internationaler Juniorenfußball: Wie ‚La Masia‘ beim italienischen Club, COMO Calcio 1907, Einzug hält. Cesc Fàbregas wird die U19 trainieren!

Zum Abschluss seiner Karriere, hat sich Cesc Fábregas wahrlich ein feines und malerisches ‚Örtchen‘ in der Lombardia, und unweit der Schweiz, ausgesucht – die Stadt Como, samt des Lago di Como. Aber, man muss festhalten, der ehemalige spanische Nationalspieler, heuer 36 Jahre alt, ist zum Arbeiten hier. Dolce Vita, kommt nämlich erst nach den Trainingseinheiten und Ergebnissen.

Und, der norditalienische Fußballverein, Como Calcio 1907 https://de.wikipedia.org/wiki/Como_1907 , kann sich glücklich schätzen, welch tollen und pro´fessionellen Spieler, man gewinnen konnte. Zuerst als Spieler in der Serie B – Como schloss im hinteren Mittelfeld ab – und nun auch noch als Juniorentrainer, um sein Wissen im Club weiterhin dazubehalten, zu pflegen, und Nutzen für die Zukunft zu haben. Die liegt in den Füßen der jungen Kickern rund um Como.

Cesc Fàbregas, https://de.wikipedia.org/wiki/Cesc_F%C3%A0bregas , das muss man nochmals wiederholen, wurde in der Barca-Schule, La Masia (samt Internat), ausgebildet. Sechs Jahre durchlief Fabregas die Akademie von Barcelona, ehe er zu Arsenal London transferiert wurde, wo er gerade mal 16 Jahre alt, so langsam ans Herrenteam gewöhnt wurde. Man halte fest, obwohl Fabregas als variabler defensiver Mittelfeldspieler („Volante“), auch auf 30 Tore in einer Jugendsaison kam, konnte er sich anfangs beim FC Barcelona nicht durchsetzen. Arsenal London also galt als (weitere) Schule des Lebens, nicht nur des Fußballs. Schließlich war die britische Hauptstadt so ganz anders, als alles, was der junge Cesc, bisher kennengelernt hatte.

Es folgten drei erfolgreiche Jahre dann doch beim FC Barcelona, seinem Ausbildungsverein, danach wieder fünf Jahre in England, beim FC Chelsea. Selbst in der U23 der Blues spielte er, als er quasi aussortiert wurde, um dann noch drei Spielzeiten in Frankreich beim AS Monaco zu spielen. Ein pralles Profileben, mit vielen Erfolgen, hier nur einige (von Vielen) aufgezählt:

  • Weltmeister 2010
  • Europameister 2008 und 2010 – die goldene Spanische Ära.
  • Außerdem in der Jugendzeit, U17-Europa- und Weltmeister…
  • Auf Vereinsebene: Spanischer und Englischer Meister sowie Pokalsieger, und zwei Mal ins Europameisterschafts-Allstarteam berufen worden, als gefährlicher defensiver Mittelfeldspieler.

Und solch einen begnadeten und erfahrenen Spieler, konnte nun Como Calcio binden. Das Umfeld passt, warum also nicht die U19, die kleine „Primavera“ trainieren?

Interessant auch, wie sich Fàbregas neulich erst auf einem Italienischen Sportkanal, über ein paar Trainer äußerte, die ihn nachhaltig geprägt hatten, während seiner Fußball-Vita als Profi.

Auf Itasportpress.it kam dieser interessante Beitrag (https://www.itasportpress.it/calcio/fabregas-ammette-mourinho-ha-giocato-con-la-mia-mente-tirando-il-meglio/ ) , in dem Cesc Fabregas offen über den kommenden Trainerberuf und die Trainer sprach, die ihn sehr bewegt geformt haben. Der Übergang vom Profi hin zur U19-Juniorenmannschaft von Como, sei der richtige Weg.

Über seinen ehemaligen Trainer Jose Mourinho, schwärmt Fábregas: „Er hat meinen Geist und Verstand am meisten herausgefordert, und mit ihm gespielt…“, und dabei das „Beste“ aus Fábregas herausgeholt.

Auch im Rückblick, „Mou“rinho hat Fàbregas sehr beeindruckt.

Dann zieht der ehemalige Nationalspieler und Weltmeister einen Vergleich der weltbesten Trainer, die Cesc so erlebt habe als Spieler, nämlich unter anderem, Arséne Wenger, Pep Guardiola und eben Mourinho: „Wenger hat mich wie einen Sohn behandelt. Er hatte immer einen Plan für dich, und war ein Anführer. Guardiola war definitiv anders, viel distanzierter, und diese Einstellung hat für ihn funktioniert. Zum Schluss „Mou“, na ja, was soll ich sagen. Wir haben jeden Tag mit ihm gesprochen und er hat mir viel Vertrauen gegeben. Ich fühlte mich am besten. Er spielte mit meinem Verstand auf eine Art und Weise, wie es noch niemand zuvor getan hatte, und das brachte das Beste in mir zum Vorschein. Es ist unglaublich.“

Wohl dem, der solche Trainerpersönlichkeiten kennenlernen, und mit ihnen arbeiten durfte.

Man kann die A-Jugendlichen sowie die B-Squadra, aber auch die Trainer von Como Calcio, nur beglückwünschen, diesen Profi im Verein zu haben – irgendwann werden wir uns vor Ort wohl selbst ein Bild machen…

https://comofootball.com/

https://comofootball.com/comunicato-ufficiale-di-cesc-f/

FC Bayern II: Er war nicht nur viermaliger Deutscher Meister, und ebenso oft Deutscher Pokalsieger, sondern 2010 auch Champions-League-Finalist. Erste Trainer-Erfahrungen sammelte er auch bei Bayerns Junioren. Nun feierte Martin Demichelis mit RIVER PLATE auf Anhieb die argentinische Meisterschaft!

Man kann schon sagen, ein Profi durch und durch, dessen berufliche Vita bereits früh feststand, da er wie kaum ein anderer Profispieler das Spiel lesen konnte, wie ihm einige Trainer, darunter auch Ottmar Hitzfeld, obwohl deren Verhältnis als angespannt galt, immer attestierten. Martin Demichelis machte seinen Weg in der Innenverteidigung, und lernte sehr viel von Felix Magath und Louis van Gaal.

Der argentinische Abwehrspieler hatte wohl die besten Trainer, die man sich als Spieler wünschen kann – vor allem hochinteressante, nicht nur erfolgreiche sondern auch sehr unterschiedliche Charakteren als Trainer haben Martin Demichelis wohl geprägt, und dem FC Bayern verdankt Demichelis bis heute sehr viel.

In München wurde er wohl der Spieler, über den man heute noch spricht. Eine solide Bank in der Abwehrreihe. Aber auch als Juniorentrainer bei den Bayern, (sein Co-Trainer war u. a. Danny Schwarz), überzeugte er mit seiner sportlichen Leistung, seiner Aura und professionellen Einstellung. Und, trotz der Pandemischen Unterbrechung, sorgten Demichelis und dessen Trainerstab auch in der Jugendabteilung, und mit der U23 des FC Bayern, also die kleinen Bayern II, für Furore. https://de.wikipedia.org/wiki/Mart%C3%ADn_Demichelis

Als Spieler in Deutschland, Spanien und England mehr als erfolgreich, gibt er nun Profis seine Erfahrungen weiter – Demichelis, so sagen sie in Argentinien, habe seinen ganz eigenen, auch emotionalen, (Spiel-)Stil.

Nun also feierte Demichelis gleich in der ersten Saison mit River Plate die begehrte Meisterschaft. >> Denn durch das 3:1 im heimischen „El Monumental“ gegen Estudiantes (Wir haben uns das Match auf DAZN und auf einem Spanischen Kanal live angesehn) de La Plata steht der Verein aus Buenos Aires bereits zwei Spieltage vor dem Saisonende als argentinischer Meister fest. „Ich habe immer gesagt, dass ich davon geträumt habe, dass überall, wo ich arbeite, das Stadion voll ist, weil meine Mannschaft gut spielt, und der Beifall der Leute hat mich bewegt“, erklärte Demichelis nach der Partie bei ESPN.

Nicht nur aufgrund des Titels seien die Fans glücklich, sondern auch wegen der Art und Weise. Die dominante sowie offensive Philosophie von Demichelis spiegelt sich auch in den Statistiken wider. Die 45 erzielten Treffer sind der Bestwert der Liga.<<

Diese emotionale Art, selbst wenn Freudetränen fließen, mögen die Leute und vor allem die Fans…

FC Bayern I : Auf der Asien-Tour fallen besonders zwei Spieler auf. Mit Mathys Tel und Josip Stanisic hat Tuchel zwei wirklich polyvalente Spieler im Kader – mit Zukunft…

Nicht jeder ist Freund von solchen langen und weiten Reisen, aber im internationalen Topfußball gehören diese Promo-Reisen in Asien oder den USA einfach dazu – gekoppelt mit einem ‚fluiden‘ Trainingslager – so holt man sich eben Übersee die Fitness. Vielleicht ganz gut, wenn man bedenkt, dass in Europa und Deutschland manchenorts, ein Hundewetter und Regen en masse herrschten. Dann schon lieber ein bisschen mehr Wärme und tropische Luftfeuchtigkeit. Kondition antrainieren und anreichern, unter erschwerten Bedingungen. Dafür aber, geht man natürlich bei den Testmatchs nicht volle Pulle, sondern spielt angemessen, Kräfte schonend, und Verletzungen vorbeugend bitte nicht so hart in die Zweikämpfe, heißt das Motto. Fans und Zuschauer in Asien kommen dennoch auf ihre Kosten. Trainer Thomas Tuchel und der FC Bayern jedenfalls, machten alles richtig. Eine ungestörte Vorbereitung eben, allein, die Torhüterfrage um Sommer, lenkt(e) ein bisschen ab.

So kam es zu einem erfolgreichen Abschluss des Japan-Aufenthalts zwischendurch, im Rahmen der Audi-Summer-Tour! Der FC Bayern machte Halt in Tokyo. Gegen das Team von Kawasaki Frontale, gewann das Tuchel-Team mit 1:0. Das Ergebnis sagt nichts darüber aus, dass die Bayern gegen einen ambitionierten Gegner sehr souverän und chancenreich spielten. Im „Nationalstadion“ von Tokyo entwickelte sich vor rund 50.000 Zuschauern eine flotte und abwechslungsreiche Partie.

Das Tor des Tages erzielte nach knapp einer Stunde (57.) Josip Stanišić. Und da wären wir bereits beim ersten jungen Spieler, der wirklich polyvalent zu sein scheint. (Wir haben uns etwa drei Spiele mit Stani`si´c angeschaut). Josip Stanisic ist gelernter Abwehrspieler, sein Alter 23. Die rechte Seite seine bevorzugte Position, Außen aber auch als IV. Genauso kann er aber auf der linken Seite sehr gut Akzente setzen. Im Raum sowieso, aber auch im Bereich Mann gegen Mann. Stanisic kommt mit wenigen Fouls aus, das meiste auf dem Feld löst er spielend und spielerisch. Eine Augenweide.

Josip Stanisic fackelte nicht lang und schob mit links ein, die Chance bereitete er auch vor!

Sieht man das Match gegen Kawasaki Frontale, merkt man sofort, welch moderner Verteidiger Stanisic ist. Sprint- und dribbelstark, ballsicher, und das beidfüßig. Sehr gut ausgebildet, unter anderem in der 1860er-Jugend. Aber, Stanisic ist wohl auch ein Bolzplatzkicker gewesen. Man merkt es an seiner Spielfreude, und an den Lösungen, die er auf dem Platz findet, im Abspiel, aber auch im Abschluss den er sucht.

Sein Tor in Tokyo zeigte, wie wach Josip ist, er sprintet früh in einen Ball und Abspielfehler des Gegners, leitet einen Angriff ein, schaltet sich ein, und mit einer feinen Technik, schiebt er den Ball locker ein, auf engstem Raum. Es würde uns nicht wundern, wenn Stanisic irgendwann sogar als Mittelfeldspieler aufläuft.

Der andere im Kader, erst 18, ist Mathys Tel. Sein Marktwert? Bereits 20 Mio Euro. Der Franzose, gebürtiger Abstammung aus Guadeloupe, wurde in der Jugend beim FC Paris, und danach vorwiegend, bis zur U19 hin, bei Rennes ausgebildet.

sdr

Ein trickreicher und flinker Stürmer, der den Gegnern schon einmal fünf bis zehn Metern bei einem Dribbling abnimmt, und diese alt aussehen lässt. Meist ist und war Mathys Tel nur mit Fouls zu stoppen. Irgendwie wirkte er dennoch manchmal gehemmt, vielleicht braucht er mehr Freiheiten ohne ein taktisches Korsett? Es wirkte oft, als habe Tel Probleme, den Forderungen Tuchels gerecht zu werden.

Der französische Stürmer kam in Tokyo vor 65.000 Zuschauern gegen ManCity von Pep Guardiola, erst nach der Halbzeit für Gnabry ins Spiel.

Da führte der Champions-League-Sieger City bereits. Mit Gravenberch und Mané verstand sich Tel ziemlich gut auf dem Platz. Ein paar Chancen ließ Tel liegen, aber er wirbelte gehörig durch die ManCity-Abwehr. Beim Ausgleich, das Spiel ging dennoch 1:2 verloren, reagierte Tel sehr schnell, nachdem er die Großchance auch vorbereitet hatte. Mathys Tel ist Mittelstürmer, aber nicht leicht auszurechnen, da er viel in Bewegung ist, und auch auf die Flügel ausweichen kann. Das wären, links, wie rechts, seine Nebenpositionen.

Thomas Tuchel müsste es verstehen, Stanisic wie Tel, fordernd aber auch behutsam aufzubauen, dann dürfte der FC Bayern viel Freunde haben an beiden…

❗Anmerkung: unser Artikel hier, zu Mathys Tel und Stanisic, entstand am 01. August – wenig später kam dann der ‚kicker‘, mit einem Interview.

Checkfussballberater.de immer nah dran mit dem richtigen Riecher…❗

https://www.kicker.de/tel-im-interview-ich-will-fuer-immer-hierbleiben-961803/artikel

Calciomercato al dente: Testspiele können es auch in sich haben! Fiorentina holte sich ein dickes Veilchen bei Roter Stern Belgrad. Fünf Tore und ein Eklat im Marakana…

Dass das, im Volksmund, benannte „Marakana“-Stadion (normalerweise Rajko Mitic) von Belgrad ein wahrer Hexenkessel sein kann – hat sich längst herumgesprochen.

Heißblütig sind die rotweißen Fans des serbischen Rekordmeisters, und Rekordpokalsiegers sowieso, und das „Marakana“ meistens gut gefüllt bis ausverkauft. Selbst jüngst beim Testmatch gegen den Serie A-Vertreter, die Fiorentina (zudem Finalist der Conference League, gegen Westham unterlegen), strömten unter der Woche knapp 40 000 Fans ins in die Jahre gekommene Arena, die aber immerhin immer wieder renoviert wurde. Aber was soll’s, Der ehemalige Gewinner des Landesmeistercups von 1991, Roter Stern, lebt die Tradition aus, Modernität sieht etwas anders aus.

Wichtig ist schließlich auf dem Platz, auch in diesem Jahr ist Roter Stern Belgrad in der Gruppenphase der Champions League dabei. Und bereits am Wochenende wird die Serbische Super Liga wieder angepfiffen, da kam das Freundschaftsspiel gegen die Fiorentina, die sich noch mitten in der Vorbereitung befindet, wie gerufen: mit 5:0 fegte Roter Stern die Fiorentina vom Platz.

Das konnten selbst die rotweißen Fans kaum glauben, und der Trainer der Viola aus Florenz, Vincenzo Italiano, hatte sein Team keine zehn Minuten auf dem Feld, da zappelte der Ball bereits im Netz. Beeindruckt von der Kulisse, oder hatten die Italiener gar schwere Beine, ging es im S-Bahn-Takt weiter, und Belgrad tobte sich aus: Peter Olayinka gleich zweimal, Ivanic, Krasso und Bukari per Elfmeter, schraubten das Ergebnis bereits nach einer halben Stunde auf 5:0. Die Fiorentina war quasi nicht vorhanden. Erst nach der Halbzeit als Coach Italiano ein paar Stellschrauben nachjustierte, und wieder ein 4-3-3-System spielen ließ, wirkte alles geordneter. Roter Stern tat auch nicht mehr viel, und immerhin fingen die Toskaner keinen Gegentreffer mehr.

Einzige Entschuldigung, die Fiorentina befinde sich noch in der harten Vorbereitungszeit, so ihr Trainer.

Leider machten die Fans von Belgrad einmal mehr mit politischen Slogans und einer Choreo auf sich negativ aufmerksam. Über die berüchtigte Nord-Tribüne im Stadion Rajko Mitic (Marakana), war ein riesiger Panzer mit dem Schriftzug, „Wenn die Armee in den Kosovo zurückkehrt…“, und diese Passage basiert auf einem nationalistischen Volkslied. Natürlich berichteten viele Medien nur noch darüber – eigentlich schade, denn somit rückte der Belgrader Kantersieg beinah ins Abseits.

Infos Anmerkungen zur Fiorentina, immerhin Finalist der vergangenen Conference League, die auch heuer Juventus (weil gesperrt) in der selben Conference League vertreten wird – hier momentan ihre (Neu-) Zugänge und Verkäufe, oder an welchen Spielern noch Interesse besteht:

Links zum Match Roter Stern gegen Fiorentina:

https://www.heute.at/s/eklat-bei-testspiel-wenn-armee-in-kosovo-zurueckkehrt-100283762

https://www.gazzetta.it/Calcio/Serie-A/Fiorentina/26-07-2023/stella-rossa-fiorentina-5-0-arthur-in-campo-nella-ripresa.shtml?refresh_ce

https://www.fiorentina.it/live-stella-rossa-fiorentina-0-0-segui-la-diretta-fi-it/

Calciomercato al dente: ‚Gigio‘ Donnarumma – Eine komplizierte ‚Liebe‘ mit Happy End? Juventus verhandelt mit Italiens Nationalkeeper!

Eine komplizierte ‚Liebe‘ mit Happy End?

Die Luft des italienischen Calciomercato, oder besser, des Transferkarussells, vibriert. Immer mehr nehmen die Mannschaftskader Konturen an.

Es war kaum vorherzusehen, dass momentan auch der Posten starker Torhüter so gefragt ist. Man bekommt es ja mit Inter Mailand mit, wo plötzlich händerringend ein Torspieler als Ersatz für Andre Onana, nach dessen Abwanderung zu Manchester United, und Clubikone Samir Handanovic (39 Jahre alt, und vorübergehend die Karriere beendet, wenn nicht doch noch eine Megaofferte aus Saudi Arabien kommt) gesucht wird. Man geht davon aus, dass der Schweizer und Bayern-Keeper Yann Sommer doch noch kommt.

Und nun beginnt der Transfer-Strudel, welche Dynamik er bekommt, welches Dominosteinchen das folgende anschubst: der FC Bayern muss aktiv werden, sollte Sommer gen Inter Mailand von Steve Zhang ziehen. Trainer Simone Inzaghi möchte Sommer unbedingt, auch wegen dessen fußballerisches Talent.

Die Bayern sendeten Signale von der Asien-Reise, dass Juve-Keeper Wojciech Szczesny eine echte Option sein könnte.

Dies wiederum veranlasste, Juves neuen Sportdirektor, Cristiano Giuntoli, das Juventus-Team kurzfristig während der USA-Promoreise zu verlassen, um in Turin näher am Geschehen zu sein. (https://www.juventusnews24.com/szczesny-bayern-monaco-giuntoli-trattativa-cessione-portiere-juve-ultime-mercato/ )

Und damit kommt der nächste Stein ins Rollen, wir haben es mitbekommen, Luis Enrique, neuer PSG-Coach stehe nicht sonderlich auf den Azzurri-Nationaltorwart Gianluigi, ‚Gigio‘, Donnarumma.

Fabrizio Ravanelli, immer noch sehr gefragt, als Experte!

Mehrmals schon, noch zu Lebzeiten des omnipräsenten (und jüngst verstorbenen) Spieleragenten, Mino Raiola, wurde Donnarumma mit Juventus Turin oder gar Barca ins Gespräch gebracht. Allein, entweder waren die Torstellen besetzt, oder die Trainer wollten mit Raiola, Gigios Berater, wenig zu tun haben – denn der hatte Macht.

Neulich erst erzählte Fabrizio Ravanenelli, Juves ehemaliger Stürmer und letzter Champions-League-Sieger, als Gigio Donnarumma ihm zum Probetraining anno 2012 vorgestellt wurde. Ravanelli war damals Juniorentrainer bei der alten Dame.

„Sofort nehmen!“, riet Ravanelli dem Club. Man überlegte bei Juventus aber zu lange, und wollte Donnarumma mit gerade mal 13 Jahren nicht binden.

Ravanelli weiter, „Donnarumma war damals schon Extraklasse, mit großen festen Händen, und die Spieler trafen gegen ihn erst, vor dem Elfmeterpunkt…“, erinnert sich Ravanelli.

Lange Zeit musste sich Juve diese vergangene Chance und Heißliebe vorhalten lassen, da Gigio ausgerechnet beim AC Milan die nächsten Jahre verbrachte.

Nun aber entflammt die ‚alte Liebe‘ wieder, und Donnarumma war nie gegen Juventus eingestellt, im Gegenteil.

Gianluigi Donnarumma könnte tatsächlich Szczesnys Nachfolger werden. Dazu müsste der polnische Keeper aber erst an die Säbener Straße wechseln. Geld muss zuerst rein, denn Juve werden zudem Einnahmen aus Europas Wettbewerben fehlen.

Die Tifosi bianconeri jedenfalls, würden Nationaltorwart ‚Gigio‘, gern im Juve Stadium begrüßen.

Weitere Links, zum Thema, Fabrizio Ravanelli, einst Juves Juniorentrainer, und Gianluigi Donnarumma: https://www.tuttosport.com/news/calcio/calciomercato/2021/07/19-83714726/ravanelli_donnarumma-juve_vi_svelo_come_and

https://www.youtube.com/watch?v=_ZaHcchgtjY

Calciomercato al dente: Die SSC Napoli zwischen Traum und Albtraum? Es wird sich zeigen, ob die neue Saison wieder ein Happy End haben wird…

Der Präsident der SSC Napoli, Aurelio de Laurentiis, ein großer Zampano und Industrieller der Filmbranche, verkauft gern Träume. Das Filmemachen vergleicht ‚il Presidente‘ mit dem Fußball, von dem er, wie vor Jahren offen zugab, nicht viel Ahnung habe. Jedoch habe er bemerkt, dass man den Tifosi stets ein Spektakel der Gefühle und Emotionen bieten müsse. Mit dem Scudetto in der vergangenen Saison erfüllte Aurelio de Laurentiis den Neapolitanern einen Traum – wie im Film. Nach dem Abschied von Kim Min Jae (26) in Richtung FC Bayern benötigen die Süditaliener nun einen neuen Hauptdarsteller für die Abwehr. auch fürs Mittelfeld und den Angriff sucht der italienische Meister frische Kräfte.

Meistercoach Spalletti, verließ die SSC Napoli, auch wegen des Präsidenten

Pure Emotionen unter dem Vesuv: Trainer Luciano Spalletti führte ein Team der Namenlosen zur italienischen Meisterschaft. Zusammengestellt vom Sportdirektor und Kaderplaner Cristiano Giuntoli, der Napoli ebenso verließ (ausgerechnet zu Juve), wie der Trainer, der sich nur Auszeit gönnt.

Nachdem der Abwehrspieler und die gute Seele des Teams, Kim Min Jae, die SSC in Richtung FC Bayern verließ, warten die Tifosi gespannt auf ein paar Kracher, für die Titelverteidigung, und die Champions-League. Die Fans und Ultras reden bei den Vereinen sowieso immer mehr mit, und geben ihre Wünsche und Wertungen über Social Media bekannt. Hier geht’s weiter zum gesamten Artikel: https://www.fussballeuropa.com/news/manchester-united-strongssc-neapel-und-der-kim-ersatzijstrong-2023-07

Runde Grüße aus China, Yantai und Ningbo – Rainer Kraft, Uefa-Pro-Fußballlehrer ist wieder einmal im Auftrag des VfL Wolfsburg auf Nachwuchsfortbildungs-Mission…

Dass wir immer dran bleiben, wenn die Guten und Weltoffenen Trainer unterwegs sind, zumal wir sie auch persönlich seit Jahren kennen, versteht sich doch von selbst. Zu interessant sind doch die Erlebnisse und Mission, als deutscher Fußballlehrer, in Asien für die Fortbildung dortiger Jugendtrainer und Junioren an sich, zuständig zu sein. Und, Rainer Kraft ist in ‚Sachen Fußball‘ bereits weltweit herumgekommen, hat auch Erfolge gefeiert, wie wir hier schon berichtet haben, auf Checkfussballberater.de .

Ein fröhliches und motiviertes „Ni Hau“ aus Yantai, begrüßte uns jüngst am frühen Morgen, auf der Sprachmemo – vor Ort in China, war es schon die Essenszeit zu Mittag. Es ist wieder ein Auftrag und Projekt vor Ort in China, wo Rainer Kraft vor der Covid-Pandemie, und bevor er nach Ghana gegangen ist, längere Zeit gewesen ist. Nicht nur für Wolfsburg, sondern auch für den FC Schalke 04 eine Zeit lang. Der asiatische Markt zieht (wieder an), selbst wenn es momentan so scheint, als würde Saudi Arabien so gar keine Hemmungen mehr kennen, um Trainer, Spieler und Funktionäre ‚einzukaufen‘.

China, das Land des Lächelns, berappelt sich wieder, die Wirtschaft boomt, und auch der Fußball rollt wieder. Rainer Kraft berichtet, die Corona-Lage habe sich komplett normalisiert, „so, wie vorher auch…“, also gar keine „Einschränkungen mehr, alles ganz normal!“ – und so können Rainer Kraft und sein Trainerstab auch das Alltagsleben vor Ort genießen.

Es gibt viele bekannte Fußballschulen und Akademien, auch bilinguale Sportinternate, die Rainer Kraft mit seinem Wissen und Trainingsübungen weiter bringen soll. Selbst im U14-Bereich nehme die Trainingsintensität zu, man trainiere viel und intensiv, und besonders die E- und D-Jugendlichen können von ihren Talenten her, „auch mit westlichen Spielern und Topvereinen“ mithalten. Je älter sie jedoch werden, trenne sich die Spreu vom Weizen, da spiele natürlich auch das Schulsystem eine Rolle, ganz anders als in Deutschland, denn die Schule laufe ganz normal neben dem Fußball, dürfe nicht vernachlässigt werden.

Rainer Kraft findet hervorragende Arbeitsbedingungen vor!

Als überaus gastfreundlich und wertschätzend, erlebt Rainer Kraft die Menschen in China – und man kann auch sagen, dass er das Land ein Stück weit „liebt“, wie er beim letzten Treffen in Stuttgart offen zugab. Das „Abenteuer“ China geht also weiter, und demnächst geht es dann in die 10-Mio-Einwohner-Metropole, Ningbo, eine Stadt mit Hafen und Küste, etwas mehr im Nordosten Chinas.

Wir sind schon gespannt, was uns Rainer Kraft berichten wird…

Calcio al dente: Juventus Turin – 100 Jahre im Besitz der Agnelli-Dynastie

Über hundert Jahre alt, aber kein bisschen leise. Italiens Rekordmeister, Juventus Turin, feiert sein Vereinsjubiläum seit dem Einstieg der Agnelli-Dynastie.

Ganz Italien gratulierte. Morgens zur besten ‚Stauzeit‘ im Auto, riefen Fans und Gegner gleichermaßen bei den Radiosendern oder im Frühstücksfernsehen an und wünschten, „Tanti Auguri, alles Gute, für die nächsten 100 Jahre…“, oder wie ein Inter Mailand-Tifoso es ausdrückte: „Ich bin zwar absoluter Juve-Gegner, aber dieser Club ist dennoch einmalig. Und, was wäre die Serie A ohne Juve und diese Feindschaft auf dem Platz…?“

Juventus wurde zwar bereits 1897 gegründet, doch im Juli 1923, übernahm Edoardo Agnelli, der Sohn von FIAT-Gründer Giovanni den Verein als Präsident. Von nun an, fast ein Jahrhundert lang, waren Juventus Turin, die FIAT-Automobilgruppe und der Agnelli-Clan – eine wahre Dynastie mit viel Melodramatik – eng miteinander verwoben.

Der Fußballclub Juventus war ein Spielzeug und Hobby der Agnellis. Und der Stolz der bei Fiat angestellten Belegschaft. Nach der Maloche kam sofort der Fußball, und zu feiern gab es in der Tat viele Erfolge: 36 Meistertitel, 23 nationale Pokalerfolge, UEFA-Cup, Europapokal der Landesmeister, Champions League, Europapokal der Pokalsieger, Weltpokal und UEFA-Supercup. Insgesamt über 60 Pokale stehen in den Vitrinen des stolzen Turiner Klubs.

Gianni Agnelli, der Sohn Edoardos, ein smarter Typ und Mann des Jetsets, gilt bis heute als beliebter Industrieller, der die alte Dame mal selbst managte und führte, oder dem Ex-Spieler Giampiero Boniperti den Vorstand als Presidente. Im Hintergrund aber war ‚Avvocato‘ Gianni Agnelli immer der wahre Patron.

Spieler wie Dino Zoff, Platini, Boniek, Paolo Rossi, Zinedine Zidane oder die deutschen Nationalspieler Jürgen Kohler, Thomas Hässler und Andreas Möller feierten mit Juve Erfolge.

Die Bianconeri tragen diese typische Sieger-DNA in sich. Der letzte wahre Agnelli, nämlich Andrea, Sohn von Umberto Agnelli (Gianni war der Onkel), feierte auch etliche Erfolge mit der Alten Dame, zudem holte Andrea Cristiano Ronaldo zu Juve, muss sich aber nun mit der Staatsanwaltschaft und Anwälten abgeben. Es gilt seinen eigenen, und den Ruf der Vecchia Signora zu verteidigen. Viele sagen, gar wieder herzustellen. (…)

Hier geht’s weiter zu meinem Artikel: https://www.fussballeuropa.com/news/juventus-turin-juventus-turin-100-jahre-im-besitz-der-agnelli-dynastie-2023-07